M.P. Anderfeldt - Die Prinzessin der Lilien

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Willkommen in der Hölle. Als sich die 18-jährige Japanerin Miyako 1945 mit 200 weiteren Mädchen freiwillig zum Dienst als Hilfskrankenschwester im Okinawa Militärhospital meldet, hat sie keine Ahnung, was sie erwartet.
Die Amerikaner kommen, mit unzähligen Schiffen, Panzern und Soldaten, doch die japanischen Verteidiger sind wild entschlossen, die Insel nicht dem Feind zu überlassen.
Die Mädchen geraten in die verlustreichste und vielleicht grausamste Schlacht des zweiten Weltkriegs. Eine wahre Geschichte.

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Eines Abends erzählte er Miyako von seinem ersten Tag in der Höhle. »Ein Kamerad muss mich hierhergebracht haben. Ich kann mich noch erinnern, wie wir in unserem Unterstand unter Beschuss lagen und die Amerikaner immer näherkamen. Sie hatten einen Panzer und wir wussten, dass wir am Ende sind, wenn der Panzer uns entdeckt. Zum Glück hat unsere Artillerie ihn erwischt und sie mussten sich zurückziehen. Aber dann haben sie aus der Luft angegriffen. Eine Bombe muss mich getroffen haben. Bis heute weiß ich nicht, was mit meinen Kameraden passiert ist.

Als ich wieder zu mir kam, dachte ich, ich wäre in der Hölle gelandet. Die Schmerzen, die Dunkelheit, die schlechte Luft, die Schreie der anderen, das war einfach zu viel für mich. Doch dann kam … ein Engel.« Er sah Miyako an. »Ja, das warst du, Miyako-chan. Ich sah dein Gesicht und ich schwöre, du hast geleuchtet. Du hast dich über mich gebeugt und gefragt, wie es mir geht. Ihr seid Engel, die in die Hölle herabgestiegen sind, um uns zu retten.«

Dabei fühlte sich Miyako überhaupt nicht wie ein Engel. Wenn die Patienten keine Ruhe gaben und immer wieder etwas anderes wollten, wünschte sie sich manchmal, dass sie tot wären und sie endlich in Ruhe ließen. Nach solchen Gedanken plagte sie regelmäßig ein schlechtes Gewissen. Sie versuchte dann, sich vor sich selbst zu entschuldigen, dass sie eben übermüdet sei.

Jedem Mädchen standen regulär nur drei Stunden zu, aber Miyako hatte inzwischen gelernt, im Stehen zu schlafen. Wann immer es etwas ruhiger war, lehnte sie sich an eine Wand und fiel in Halbschlaf. Manchmal gelang es ihr sogar, während einer Operation einzuschlafen, wenn sie eine Kerze oder eine Kerosinlampe hielt.

Bald konnten die Mädchen die Tage und Nächte nicht mehr unterscheiden, ihr Leben war ein einziger, dämmriger Albtraum.

Otohime in der Unterwelt

Otohime bereute, dass sie Karage so rüde zurechtgewiesen hatte, aber sie hatte befürchtet, ihren Mut zu verlieren, wenn sie ihm noch länger zuhörte. Denn natürlich hatte er recht. Wie konnte sie glauben, dass sie bestehen würde, wo die Göttin Izanami, die gemeinsam mit ihrem Gatten Izanagi die Welt geschaffen hatte, gescheitert war? Seitdem war Izanami dazu verdammt, im Jenseits zu bleiben.

Aber Otohime musste es einfach versuchen, um ihren Vater zu retten. Sie konnte nicht zulassen, dass ein Drache im Korallenpalast hauste.

Und so begab sich Otohime zum Eingang von Yomi, der Unterwelt. Ein gewaltiger Felsen versperrte den Zugang, doch als sie daran klopfte, rollte er zur Seite und gab den Weg frei. Bevor sie es sich anders überlegen konnte, trat sie in die dunkle Öffnung und der Stein rollte hinter ihr wieder zurück.

»Ich bin Prinzessin Toyotama, man nennt mich Otohime, das strahlende Juwel des Meeres. Ich bin die Tochter des Drachenkönigs Ryujin und wünsche, mit Izanami no Mikoto zu sprechen«, sprach sie mit fester Stimme.

Ein halb durchsichtiger Schatten schlich vorüber. Sie beachtete ihn nicht und drang weiter in die Höhle ein. Alles schien grau zu sein, die Wände, der Boden und selbst das trübe Licht.

Nach einer Weile erweiterte sich die Höhle zu einem größeren Raum. Auf dem Boden saßen, standen und lagen Hunderte Schattenwesen. Otohime versuchte, zwischen ihnen hindurchzugehen, doch immer wieder streckten sie ihre Arme aus und versuchten, die Prinzessin mit ihren kalten Fingern festzuhalten.

»Gib uns zu essen. Wir sind so hungrig.«, »Warum lässt du uns verhungern?« bettelten sie. Otohime bedauerte die freudlosen Kreaturen, vermied aber, mit ihnen zu sprechen. Einige der Wesen wurden gehässig: »Wo ist denn dein Glanz, strahlendes Juwel?« »Deine Hochnäsigkeit wird dir schon noch vergehen, Mädchen.« »Spürst du, wie du verblasst?«

Erschrocken sah Otohime an sich herunter. Die Schatten hatten recht. Ihr nachtblau schimmernder Kimono und ihr prächtiger roter Umhang wirkten grau und verwaschen. Verwandelte sie sich bereits in einen Schatten? Sie erinnerte sich an Izanami. Diese mächtige Göttin musste im Schattenreich bleiben, weil sie dort von der Speise der Toten gegessen hatte. Otohime hatte sich vorgenommen, sich nicht verunreinigen zu lassen.

»Ich bin Otohime, das strahlende Juwel des Meeres, geliebte Tochter des Drachenkönigs Ryujin, des Herrschers der See«, murmelte sie vor sich hin.

»Du meinst wohl, Tochter eines völlig verblödeten Drachen?«

Otohime fuhr herum, zornig funkelten ihre Augen. » Niemand spricht so mit mir. Wie kannst du es wagen?«, rief sie entrüstet. Einer der Schatten kam auf sie zu, bis er direkt vor ihr stand.

»Wer bist du?«

»Wir haben keine Namen. Und du wirst auch bald keinen mehr haben.« Jetzt, wo der Schatten so nah vor ihr stand, konnte sie fast durch ihn hindurchblicken.

»Ich habe einen Namen. Ich bin Otohime und ich verlange, dass man mich zu Izanami no Mikoto bringt.«

»Große Worte, kleines Mädchen. Erlaube mir, dass ich dich führe.« Beinahe galant verbeugte sich der Schatten und bot Otohime die Hand dar. Die aber war klug genug, ihn nicht zu berühren.

»Zeig mir einfach nur den Weg, namenloser Schatten.« Ohne es zu sehen, spürte sie den Ärger ihres Gegenübers, weil sie nicht auf seinen Trick hereingefallen war. Dennoch gehorchte er ihr und deutete in eine Richtung. Otohime verbeugte sich und sprach ihm ihren Dank aus.

Die Wände und die Decke der Höhle wichen zurück und Otohime fand sich in einer weiten Ebene. Braun war der Boden und grau die Luft. Kein Baum und kein Strauch wuchsen und die Felsen, die in bizarren Formen und allen Größen den Boden bedeckten, betonten die Eintönigkeit der sich endlos ausdehnenden Landschaft nur noch. Immer wieder näherten sich Schatten, vom Blut und der Wärme der Prinzessin angezogen und betrachteten sie aus leeren Augen.

Die Ebene schien endlos und Otohime sank der Mut.

5

Es wurde immer gefährlicher, die Höhle zu verlassen und Miyako fragte sich zum ersten Mal, wie lange sie im Innern noch sicher wären. Am frühen Morgen war eine Granate direkt in den Hügel über der Höhle eingeschlagen und alles hatte gezittert; von der Decke waren Erde und kleine Steinchen heruntergerieselt. Zum Glück war es wohl ein Zufallstreffer gewesen, denn weiterer Beschuss war danach ausgeblieben.

Langsam gingen auch die Lebensmittel aus, seit Tagen hatten sie keine Lieferung mehr bekommen und Taira-san zeigte verzweifelt auf die wenigen Säcke mit Reis, die ihr geblieben waren. Pro Tag bekam jeder der Patienten – und auch die Mädchen – nur einen winzigen, kaum handtellergroßen Reisball. Und mit jedem Tag schien der tägliche Reisball ein wenig kleiner zu werden.

»Mädchen, Mädchen«, riefen die Patienten, »wir haben Hunger. Ihr könnt uns doch nicht verhungern lassen.« »Wozu pflegt ihr unsere Wunden, wenn ihr uns dann an Hunger sterben lasst?« Miyako konnte sich nur entschuldigend verbeugen und traurig den Kopf schütteln. Meistens war sie aber zu beschäftigt, um überhaupt auf solche Zurufe zu reagieren. Ein gutes Dutzend Mädchen, zwei Ärzte und eine Krankenschwester mussten sich um über 700 Patienten kümmern, von denen nicht wenige intensiver Pflege bedurften. Oder bedurft hätten, wenn das irgendwie möglich gewesen wäre.

Viele Soldaten wollten mit den Mädchen sprechen, ihnen von ihren Familien erzählen, von Eltern, Frauen und Kindern zu Hause und Miyako versuchte, auch für sie da zu sein, aber meistens eilte sie einfach zu dem, der gerade am lautesten schrie. Anfangs hatten die Mädchen getrauert, wenn jemand gestorben war, aber nach wenigen Tagen wurde das Sterben zur Routine: Einer der Soldaten vermerkte den Namen des Verstorbenen und sicherte seine Besitztümer, falls er etwas bei sich gehabt hatte. Die Mädchen transportierten die Leiche ab und wechselten die Decken, dann wurde das Bett neu besetzt.

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