M.P. Anderfeldt - Die Prinzessin der Lilien

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Willkommen in der Hölle. Als sich die 18-jährige Japanerin Miyako 1945 mit 200 weiteren Mädchen freiwillig zum Dienst als Hilfskrankenschwester im Okinawa Militärhospital meldet, hat sie keine Ahnung, was sie erwartet.
Die Amerikaner kommen, mit unzähligen Schiffen, Panzern und Soldaten, doch die japanischen Verteidiger sind wild entschlossen, die Insel nicht dem Feind zu überlassen.
Die Mädchen geraten in die verlustreichste und vielleicht grausamste Schlacht des zweiten Weltkriegs. Eine wahre Geschichte.

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Miyako dachte an das Vorjahr. Damals schien der Krieg noch fern zu sein und zeigte sich lediglich als Militär in den Straßen und als Siegesmeldungen im Radio. Die Zeitungen waren voll von Fotos jubelnder japanischer Soldaten, im Dschungel, auf Feldern, in Städten. Der Hi no Maru, die japanische Flagge, und der Kyokujitsuki, die Kriegsflagge mit den Sonnenstrahlen, wehten von Türmen, Palästen und Tempeln in weit entfernten Städten, deren Namen sie noch nie gehört hatte.

Wenn ein Kriegsschiff im Hafen oder vor der Küste lag, war das ein großes Ereignis und alle Jungen strömten zum Ufer, um es sich anzusehen. Familien machten dort Picknick und die Väter erklärten ihren Söhnen mit glänzenden Augen die Bewaffnung des Schiffs. Auch die Himeyuri-Schülerinnen hatten einmal im Hafen gestanden und ein Abschiedslied für ein auslaufendes Kriegsschiff gesungen. Das Schiff war über und über mit bunten Fahnen behängt gewesen und die Mädchen hatten den Seeleuten gewinkt, die an Deck standen.

Aber der Krieg, das war etwas, das weit weg passierte. Darum waren auch alle so überrascht, als letztes Jahr im Oktober auf einmal riesige amerikanische Bomber hoch am Himmel aufgetaucht waren und Naha und andere Städte verwüstet hatten.

Irgendwann spürte sie, dass das Bein sich gelöst hatte.

»Da hinein.« Die Schwester zeigte auf einen Metallcontainer in einer Ecke des Raums. Miyako nahm das Bein, wobei sie darauf achtete, dass der Soldat es nicht zu Gesicht bekam. Es war noch ganz warm und überraschend leicht. Konnte man einen Menschen auseinandernehmen wie eine Puppe? Ein schrecklicher Gedanke. Sie öffnete den Deckel der Kiste. Drinnen lagen unzählige Gliedmaßen und unförmige, nass glänzende Gedärme. Im Halbschatten wirkte es, als bewegten sich die Körperteile und die Hände sahen aus, als flehten sie um Hilfe. Miyako ließ erschrocken den Deckel los und er fiel mit einem lauten Knall zu. Der Arzt taxierte sie einen Moment, während die Krankenschwester die Wunde versorgte. Sicher wollte es sich vergewissern, ob die Schülerin Ärger machen würde. Miyako verbeugte sich entschuldigend. Nach wenigen Augenblicken wandte er sich ab. Schwester Suzuki tupfte seine Stirn mit einem Tuch ab.

Miyako stand eine Weile herum und überlegte, was sie tun sollte. Alles war ganz anders, als sie es sich während ihrer kurzen Ausbildung zur Hilfskrankenschwester vorgestellt hatte.

»Jetzt hier.« Schwester Suzuki deutete auf das andere Bein des jungen Soldaten. Miyakos Augen weiteten sich vor Schreck. Sie sollten ihm noch ein Bein abnehmen? Ruhig sah Suzuki-san sie an und wartete. Ihre Augen wirkten müde. War sie etwa die einzige Krankenschwester hier?

Miyako tat, wie ihr befohlen war, und drückte das Bein herunter, damit der Arzt es sauber durchsägen konnte. Der Soldat wand sich vor Schmerzen hin und her und biss so fest auf das Holzstück, dass es knirschte. Diesmal wagte sie nicht, den jungen Mann anzusehen. Welchen Trost hätte sie auch spenden können? Es war so schrecklich, wie man ihn auseinander sägte, ein Mensch war doch kein Baum. Machte das der Krieg mit den Menschen? Sie blickte zur Seite, damit niemand ihre Tränen sah.

Willkommen in der Hölle, dachte Miyako und schloss erschöpft ihre Augen.

Otohime und der Drache

Als Prinzessin Otohime den Thronsaal betrat, bemerkte sie sofort, dass etwas nicht in Ordnung war. Statt ihres Vater Ryujin, dem König des Meeres, ringelte sich ein riesiger Drache um den Korallenthron. Natürlich kannte Otohime die Drachengestalt ihres Vaters, doch wunderte sie sich, sie hier zu sehen.

»Otosama. Mein Vater«, begrüßte sie ihn und verbeugte sich tief. Das Monstrum sah sie unverwandt an. Seine groben Schuppen rieben an einer Verzierung des Throns und feiner Korallenstaub bildete eine glitzernde Wolke im Wasser.

Im Augenwinkel sah die Prinzessin Kurage, den treuen Berater ihres Vaters, auf sich zukommen. Er verbeugte sich. »Otohime … Prinzessin Toyotama, welch eine Freude, Euch zu sehen.«

Die Prinzessin lächelte. »Kurage-sensei.«

»Erweist mir die Ehre und begleitet mich für einen Moment. Ich möchte gerne mit Euch sprechen.«

Otohime nickte, verbeugte sich nochmals vor dem Drachen, der sie mit seinen tellergroßen Augen anglotzte, und folgte Kurage.

Als sie durch den Palast gingen, verbeugten sich vor den beiden immer wieder ehrfurchtsvoll Soldaten und Bedienstete. Viele kannte Otohime schon seit ihrer Kindheit und begrüßte sie mit Namen. Wenn die schöne Tochter ihres Königs zu Besuch war, wurden meist ausgelassene Feste veranstaltet, die mehrere Wochen dauern konnten. Aber diesmal schien alles anders zu sein. Gerne hätte sich die Prinzessin mit ihren alten Bekannten unterhalten, doch ihr Führer schien in Eile zu sein.

Sie erreichten einen kleinen Raum. Kurage ließ der Prinzessin den Vortritt und verschloss die Tür hinter den beiden.

»Prinzessin Toyotama, ich bin untröstlich, dass Euch kein gebührender Empfang zuteil wurde. Aber, Ihr habt ja selbst gesehen …«

»Mein Vater – was ist mit ihm?«

»Wir wissen es nicht. Er war an der Oberfläche und kam sehr erzürnt zurück. Er nahm seine Drachengestalt an und hat sich seitdem nicht wieder zurückverwandelt. Wir haben die besten Ärzte und Weisen gerufen, doch keiner konnte sich einen Reim darauf machen.«

»Besteht Gefahr?«

»Es gibt Weise, die glauben, er könne verlernen, seine andere Gestalt anzunehmen.«

»Dann bliebe er für immer ein Drache?«

»Wir wissen es nicht, aber es steht zu befürchten.«

»Was kann ich für ihn tun?«

»Prinzessin, ich hoffte, dass Ihr das fragen würdet. Wir sind ratlos, aber einige der Weisen glauben zu wissen, wer eine Antwort haben könnte.«

»Ich muss ihn finden. Wo ist er?«

»Es ist … Izanami. Und wo sie ist, wisst Ihr.«

»Im Yomi, dem Reich der Schatten«, sagte Otohime tonlos.

Kurage nickte. »Wenn jemand die Antwort kennt, dann sie. Aber niemand kann dorthin gelangen und zurückkehren.«

»Ihr vergesst, wen ihr vor euch habt, Diener«, entgegnete Otohime kalt und blickte ihn hochmütig an.

»Prinzessin, ich vergesse keinen Moment, wer Ihr seid, leuchtendes Juwel des Meeres, geliebte Tochter und größter Stolz des Drachenkönigs, meines ehrwürdigen Gebieters. Aber diese Aufgabe ist zu groß. Das könnt Ihr nicht wagen – nicht allein. Es muss eine andere Möglichkeit geben …«

»Überlasst das nur mir.« Schwungvoll drehte sich die Prinzessin um und verließ den Raum. Mit wehendem rotem Umhang schritt sie so eilig durch den Palast, dass die Diener alle Mühe hatten, die großen, zweiflügligen Tore für sie zu öffnen.

Kurage hatte sie nicht mehr so wütend gesehen seit … ja, seit sie als Kind einmal nicht an einem großen Fest teilnehmen durfte, weil ihr Vater sie ins Bett schicken wollte. Er lächelte beim Gedanken an das trotzige Mädchen. Eigentlich hatte sich Otohime gar nicht sehr verändert. Vielleicht war das ja auch gut so.

Wenig später entfernte sich eine Schildkröte mit kräftigen Zügen vom rot und weiß leuchtenden Palast des Königs Ryujin und tauchte ein in die Dunkelheit der Tiefe.

Kurage stand vor dem Schloss und sagte laut: »Viel Glück, Prinzessin.« Als hätte sie es gehört, wandte die Schildkröte den Kopf und sah ihn aus uralten, jungen Augen an. Kurage verbeugte sich tief und fragte sich, ob er Otohime jemals wieder sähe.

2

Die Küche war Taira-sans Reich. Die 50-jährige Matrone sprach mit einem breiten Okinawa-Akzent und schien sich nicht daran zu stören, wenn die Ärzte und Offiziere deswegen die Nase rümpften.

Miyako liebte den Akzent, er erinnerte sie an ihre Mutter und manchmal, wenn sie alleine waren, nannte das Mädchen sie »Teera-san«, in der ursprünglichen, nicht-japanisierten Aussprache des Namens. Taira-san tat dann immer so, als wäre sie wütend und schwang drohend den Kochlöffel. Insgeheim, das wusste Miyako, freute sie sich aber und nannte sie dann »Naaku«.

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