Johanna Bell - Hundsgemein

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Die Leidenschaft hat sich aus dem Eheleben der Achentalers schon seit langem verflüchtigt. Dr. Josef Achentaler findet in Swingerclubs Erfüllung, während Isabella die treue Gattin lebt. Doch eines Tages bricht sie aus und lernt über eine Kontaktanzeige Rudolf kennen. Bald weiß er alles über die Familie Achentaler, deren Finanzen und Intimleben. Isabella gerät in höchste Gefahr und kann einem Komplott nicht mehr entfliehen. Aber die Täter haben nicht mit einem tauben Dackel gerechnet!

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Isa fummelte an ihrer Nase herum. Das tat sie immer, wenn sie eine Entscheidung treffen wollte. Obwohl sie keine Erfahrung mit Kontaktanzeigen-Bekanntschaften hatte, wurde sie das Gefühl nicht los, dass dies nicht der Regel entsprach. Aber ihre Sehnsucht und Abenteuerlust drängten sie zum Weitermachen.

„Nein, jetzt bleib am Ball und zieh die Sache durch! Er kann mir ja zumindest den Grund erklären!“, plädierte sie in seinem Sinn.

„Nur, welche Anschrift gebe ich ihm? Die Hausadresse auf keinen Fall! Vielleicht die vom Ferienhaus im Ebersberger Forst – nein, das ist zu weit weg, um nach Post zu schauen!“ Isa knabberte an einem Kugelschreiber, als ihr die Lösung kam.

„Ich eröffne ein Postfach! Genau!“ Sie fand sich selber klasse. Gleich morgen würde sie zur Post marschieren und entsprechendes veranlassen. Zufrieden nahm sie einen großen Schluck Rotwein. Und wie gewünscht streichelte der Traubensaft ihre aufgewühlte Seele glatt. Sie fand sogar ein wenig Gefallen an der Geheimnistuerei. Völlig unbedarft antwortete sie ihm sogleich:

Lieber Rudi, über die Email habe ich mich sehr gefreut, aber auch gewundert! Das ist schon ungewöhnlich, weshalb Du mich nicht anrufen kannst! Aber ich will Dir die Möglichkeit geben, es mir zu erklären. Ich gestehe, ich bin sehr gespannt auf Dein nächstes Schreiben. Bitte verstehe, da ich nicht weiß, wer Du wirklich bist, kann ich Dir nur eine anonyme Adresse aushändigen. Mehr möchte ich Dir im Moment nicht von meinem Leben mitteilen. Liebe Grüße Isabella.

Bei aller Neugier schaltete ihre Vernunft einen Gang runter.

„Gemach, gemach!“, ermahnte sie sich. Sie fand es spannend einem unbekannten Menschen zu schreiben und das gleich per Du! Es verlieh ihr das Gefühl mit einem Phantom befreundet zu sein. Im Moment erfüllte dieser unsichtbare Freund alle Leere. Dennoch wollte sie nichts übereilen.

Isa nahm den letzten Schluck Rotwein und schaltete den PC aus. Die Kinder lagen bereits im Bett und die Müdigkeit zog sie auch dort hin. Josef war wie immer unterwegs. Entweder saß er mit den Jägern am Stammtisch zusammen, oder er diskutierte mit seinen Ärztekollegen beim Qualitätszirkel. Nun, das waren ja noch anständige Vermutungen. Es konnte auch gut sein, dass er was ganz anderes trieb. Eigentlich verbrachte ihr Mann maximal sechs Stunden Schlaf in seinem Haus. Wozu hatte er eine so beneidenswerte Villa bauen lassen, wenn er weder das Schwimmbad noch die Sauna nutzte? Oder in dem eigens für die Mädchen eingerichteten Spielzimmer keine Minute mit ihnen verbrachte? Seit Jahren zog es ihn woanders hin.

Über ihr Auseinanderleben hatten sie nie richtig gesprochen. Isa wusste, dass dies ein fataler Fehler war. Ihr Josef hörte sich jeden Tag das Leid und Gejammer von unglücklichen Patientinnen an. Sollte sie da abends auch noch ein Fass aufmanchen? Oft hatte sie sich dieses Gespräch vorgenommen und im Geist alles zurechtgelegt, wie sie anfangen und argumentieren würde. Dann wartete sie auf eine passende Gelegenheit. Aber Josef glich einem Fisch, einfach nicht fassbar, und sie war nicht vehement genug, ihn an sich zu reißen. Schließlich gab sie auf und blieb still. Dieses Schweigen praktizierte sie seit Jahren.

„Ich kann es jetzt auch nicht mehr ändern und will neue Wege gehen!“ Mit diesen Gedanken verdrängte Isa ihr schlechtes Gewissen und stieg ins kalte Bett.

4. Kapitel

„Mutti, holst du uns heute von der Voltigierstunde ab?“, fragte die kleine Eva beim Frühstück.

„Na selbstverständlich!“, erwiderte Isa und strich der Tochter sanft über die dunklen Haare, die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren.

„Auf Kinder, wir müssen los! Da klebt noch Marmelade am Mund!“, ermahnte sie die beiden.

Der Tagesplan stand fest. Kinder zur Schule fahren, einkaufen, auf die Post gehen, kochen, Essen in die Praxis fahren, Kinder wieder abholen, Haushalt auf Vordermann bringen. Das Allerwichtigste war jedoch, den Brief an Rudi abzuschicken. Sie versteckte sorgfältig die geheime Post in ihrer Handtasche. Niemand durfte davon Wind bekommen. Schon gar nicht die Kinder, die bei erstbester Gelegenheit direkte Fragen stellen würden.

Bereits drei Tage später fand sie in ihrem Postschließfach ein dickes Kuvert. Die Fülle des ungeöffneten Briefumschlags ließ die Spannung in die Höhe schießen. Das Öffnen des Kuverts versetzte Isa kurz in ihre Kindheit zurück, wenn unter dem Weihnachtsbaum die Geschenke lagen und der Inhalt die Phantasie ankurbelte. Zuhause machte sie es sich auf dem Sofa bequem, öffnete das Kuvert und faltete das Briefpapier glatt. Der Brief war mit einer akzeptablen Handschrift geschrieben und ein frischer Herrenduft stieg von dem Bündel Papier in ihre empfindliche Nase.

„Hm, ein guter Duft!“, stellte sie fest.

Der unbekannte Rudi ließ ordentlich die Hosen runter und erschütterte Isa gleichermaßen mit abschreckenden, aber auch anziehenden Worten. In einfacher Ausdrucksweise, begleitet von einigen Rechtschreibfehlern, gestand Rudi auf sechs DIN A 4 Seiten, dass er seit zwei Jahren im Gefängnis saß, wegen Steuerbetrugs. Sein sehr bewegtes Leben hat bislang drei Kinder von drei Frauen gezeugt. Als Börsenmakler machte er millionenfachen Gewinn und erlaubte ihm, jede Art von Luxus auszukosten. Nur sein letzter Deal war nicht ganz astrein und eine undichte Stelle hatte ihn verpfiffen, deshalb sitzt er nun. Sehr früh hat er sein gutbürgerliches Elternhaus verlassen und er wüsste, was es heißt mit gar nichts da zustehen. Rudi meinte, er kenne die Menschen besser als irgendein anderer und habe durch seine Berg- und Talfahrten im Leben die ungewöhnlichsten Situationen gemeistert. Es gäbe nichts, worüber er sich noch wundern könnte. Das einzig Positive an seiner Inhaftierung sei, dass sich jetzt die wahren Freunde zeigten. Er fühle sich jedoch recht einsam und wünscht den Kontakt mit einer ehrlichen Frau. Denn alle hätten ihn nur wegen seines vielen Geldes geliebt. Für ihn zählt einzig der Kern eines Menschen, alles andere sei völlig unwichtig. Deshalb habe er die Anzeige ohne konkrete Vorstellungen formuliert.

Dann ging er auf ihre Zeilen ein. Vorsichtig beschrieb er ihr Persönlichkeitsprofil. Das imponierte Isa, wenn auch mit einer Gänsehaut, denn er traf einiges ins Schwarze. Sie sei ein ängstlicher, kritischer Typ, aber sehr intelligent. Deshalb verheimliche sie noch vieles, denn wo kommen die Töchter her? Lebst Du alleine? Wenn nicht, warum schreibst Du mir? Von was lebst Du?

Plötzlich attackierte er sie mit direkten Fragen. Sanft beendete er den Brief mit der Gewissheit, dass er ihr in allen Lebenslagen helfen könne und sie ganz offen mit ihm kommunizieren solle. Es würde ihm unsagbar Leidtun, wenn sie aufgrund der Umstände den Kontakt abbräche. Er versuche ein geeignetes Foto von sich das nächste Mal beizufügen. Sie möge ihm bitte auch eines schicken, obwohl er es ahne, dass sie eine Schönheit sei. Herzlichst Dein Rudi! P.S.: Frage mich, was immer Du wissen willst!

Mit so was hatte Isa nicht gerechnet und ließ das Bündel von duftendem Papier auf ihren Schoß sinken. Sie wusste im Moment nicht was sie davon halten sollte. Sie las den Brief noch einmal. Seine Worte klangen höflich und auskunftsfreudig, das gefiel ihr. Ganz offensichtlich bemühte er sich um sie. Ihr wurde jetzt erst bewusst, wie sehr sie unter mangelnder Anerkennung litt, und seit ewiger Zeit von niemand verwöhnt wurde. Dieser Unbekannte würde jede ihrer Entscheidung akzeptieren. Er schenkte ihr Respekt und machte ihn noch sympathischer.

„ABER ER SITZT IM GEFÄNGNIS! Er ist ein VERBRECHER, ein BETRÜGER!“, schallte eine Stimme in ihrem Kopf.

„Ist er deshalb ein schlechterer Mensch, als die, die frei herumlaufen? Mein Mann betrügt mich auch, wenn auch anders!“

„Aber Betrug bleibt Betrug!“, konterte die drohende Stimme. Isa stopfte den Brief ins Kuvert zurück und erhob sich.

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