Janina Hoffmann - Ingas Irrwege

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Ingas Irrwege: краткое содержание, описание и аннотация

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"Komm, Inga, lass uns ins Wohnzimmer gehen und da noch ein bisschen quatschen, bevor du zu deiner Schwester aufbrichst", schlug Bobby vor und griff sanft meinen nackten Oberarm.
Ich nickte nur. Durch den ekelhaften Geruch in dem Raum war mir bereits leicht übel. Gerade wollte ich mich umdrehen und Bobby zurück in den Flur folgen, als ich aus dem Augenwinkel wahrnahm, dass sich auf der Gefriertruhe etwas bewegte. Kleine gelbliche Punkte. Ich sah genauer hin. Es waren Maden.
Ihre Freiheit ist für Inga Klein nach Jahren der Gefangenschaft in einem mysteriösen Haus das Wichtigste. Für ein bequemes, unabhängiges Leben wählt sie bevorzugt den Weg des geringsten Widerstands und belügt ihr Umfeld. Nichts und niemand kann die temperamentvolle Inga aufhalten, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat. Dabei erweisen sich ihre unüberlegten Handlungen im Nachhinein leider allzu oft als falsch. Inga geht dennoch entschlossen ihren Weg – und hinterlässt dabei blutige Spuren.
Nach «Ingas Verbrechen» und «Ingas Spiel» der letzte Teil der Trilogie.

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Ich bin kein schlechter Mensch. Im Gegenteil, ich habe immer gute Absichten. So war es auch, als ich nach Hamburg fuhr. Britta war der eigentliche Grund für meine Reise, nicht die vier jungen Männer, die ich einige Monate zuvor im Internet-Briefclub kennengelernt hatte. Ich hatte gehofft, Britta und ich könnten nach all den Jahren doch noch wie echte Schwestern zueinander sein. Das hatte ich mir so sehr gewünscht. Doch dann kam alles anders.

Bevor ich Brittas Wohnung aufsuchte, deren Adresse ich aus dem kleinen zerfledderten Heft hatte, das bei meinen Eltern stets neben dem Telefon lag, machte ich einen Abstecher zu meinen Internet-Freunden, um die vier endlich das erste Mal persönlich zu treffen. Ich war ganz aufgeregt und hatte Angst, ich könnte wieder aus irgendeinem Grund wütend werden und die Kontrolle verlieren. Dann würden wir anfangen zu streiten, und sie würden mich für verrückt halten und mir sagen, ich solle abhauen. So war es sonst jedenfalls immer gewesen. Obwohl bisher meistens ich es war, die die anderen anschrie, dass sie verschwinden sollten. Es ist mir noch nie gelungen, eine Freundschaft zu jemandem aufzubauen. Ich weiß auch nicht wieso, aber ich habe damit einfach kein Glück. Alle Menschen wenden sich früher oder später von mir ab, erschrocken über mein wildes Temperament und verängstigt wegen meiner Wutausbrüche. Diesmal wollte ich alles richtig machen und hatte mir vorher schon genau überlegt, was ich zu den vier Männern sagen würde – und was besser nicht. Sie hatten mich zu sich nach Hause eingeladen, aber ich schlug vor, für unsere erste Begegnung einen neutralen Ort zu wählen, und so trafen wir uns in einem Café in der Hamburger Innenstadt. Die vier hatten schon an einem Tisch draußen Platz genommen, als ich am Treffpunkt ankam. Ich erkannte sie sofort: den dicken glatzköpfigen Poker, Bobby mit seinen grünen Haarstoppeln, den pinkhaarigen Wuschel und den hageren Cäsar mit seinem gelben Zopf. Schließlich hatten wir uns im Internet gegenseitig genau unser Aussehen beschrieben. Die Männer standen bei meiner Ankunft erfreut auf und begrüßten mich stürmisch, als wären wir schon seit Ewigkeiten befreundet, und so fühlte es sich auch an. Es fühlte sich einfach großartig an! Ich hatte es schon vorher geahnt, aber nun hatte ich Gewissheit: Das würden die besten Freunde sein, die man sich nur wünschen konnte. Sie sahen auch so ganz anders aus als die Spießer in Sandburg: trotz des heißen Sommerwetters in schwarze Lederhosen gekleidet, dazu verwaschene, teilweise löcherige T-Shirts, tätowierte Haut, mehrere Piercings im Gesicht und, außer Poker, buntgefärbte Haare. Wir wussten ja schon, dass wir viel gemeinsam hatten, und hatten uns jede Menge zu erzählen. Die Zeit vor dem Café verging wie im Flug. Die Luft war schwül, als wir auf den Motorrädern meiner Freunde zu ihnen nach Hause aufbrachen. Ich war froh, dass ich nur ein rotes Sommerkleid mit schmalen Trägern und dazu Sandalen trug. Wuschel nahm mich hinten auf seinem Roller mit, und erstaunlicherweise gelang es mir, trotz meiner schweren Reisetasche, die über meiner Schulter hing, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Ich war nun doch neugierig geworden, wie die vier Männer wohnten. Außerdem wollte ich meine Tasche bei ihnen lassen, bevor ich mich zu Britta aufmachte. Mein Plan war es nämlich, Britta gegenüber zu behaupten, meine Reisetasche sei mir am Hauptbahnhof gestohlen worden, in der Hoffnung, sie werde mir dann Geld für neue Kleidung geben. Ich war doch ständig so knapp bei Kasse, und Britta hatte mehr Kohle, als sie brauchte. Es machte auch keinen Sinn, jetzt schon zu ihrer Wohnung zu fahren, da meine ehrgeizige Schwester ja sicher auch an diesem Freitagabend bis spät im Büro schuften würde.

Als wir bei meinen Freunden zu Hause ankamen, glaubte ich zuerst an einen schlechten Scherz. Zum Glück gelang es mir, mich zusammenzureißen und nicht laut loszulachen. Die vier lebten in einem abbruchreifen Haus. Die ganze Gegend schien verlassen, auch in der Nachbarschaft standen nur baufällige Ruinen. Die Motorräder wurden im verwahrlosten und mit Müll übersäten Hinterhof geparkt. Der grünhaarige Bobby wies noch stolz auf ein etwas angerostetes Auto mit Anhänger hin. „Das gehört auch noch uns und fährt einwandfrei, obwohl es wie unsere Motorräder offiziell gar nicht zugelassen ist. Toll, was?“

Ich nickte nur verblüfft.

Ein magerer schwarzer Hund humpelte auf dem Gehweg an uns vorbei, als wir das Haus betraten. Eine Eingangstür gab es nicht mehr. Wuschel bestand darauf, meine Reisetasche zu tragen. Über das marode Treppenhaus, dessen Wände mit Graffiti übersät waren und in dem es beißend nach Urin stank, gelangten wir in den dritten Stock. Bobby zog einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und schloss die klapperige Wohnungstür auf, die aussah, als würde sie gleich von selbst aus den Angeln fallen. Bei diesem absurden Anblick kroch erneut ein Lachen in meinem Hals hoch. Ich kaschierte es, indem ich stattdessen hustete.

„Willkommen in unserer bescheidenen Hütte“, lud mich der dünne gelbhaarige Cäsar mit einer übertriebenen Verbeugung ein, vor ihm einzutreten. In der Wohnung war es furchtbar stickig. Kein Wunder bei dem Wetter. Über einen dunklen, engen Flur, in dem Wuschel meine Tasche neben ein paar herumliegenden schmalen Eisenrohren abstellte, gelangten wir in einen Raum, der wohl als Wohn- und Schlafraum zugleich diente. Ein graues Sofa und ein niedriger Tisch standen darin. Vier schmutzige Matratzen, darauf ein paar Wolldecken, bedeckten fast komplett den abgetretenen, fleckigen, ursprünglich beigen Teppichboden. An einer Wand stand ein schief zusammengebauter Schrank. Von der Tapete befanden sich nur noch einige Fetzen an den Wänden. Vor dem Fenster hing eine vergilbte Gardine, darüber ein geblümter Vorhang.

„Wir leben hier ganz autark“, berichtete der dicke Poker stolz, „und scheißen auf die Gesellschaft. Unsere Möbel haben wir auf dem Sperrmüll zusammengesucht. Was die Leute für tolle Sachen wegschmeißen! Einfach Wahnsinn! Auf Strom und fließend Wasser müssen wir allerdings verzichten. Es ist im Winter ohne Heizung gar nicht so schlimm, wie du vielleicht denkst. Schließlich haben wir dicke Klamotten. Und wenn es gar nicht mehr geht, wärmen wir uns im Internet-Café auf. Unser Wasser sammeln wir draußen im Hof in einer Regentonne. Jetzt im Sommer ist das natürlich etwas schwierig, aber trotzdem kein Problem. Hier in der Nähe gibt es einen See, wo wir uns waschen können. Von da nehmen wir dann auch ein paar Eimer für die Klospülung mit.“

„Die Schlepperei ist zwar etwas mühsam, aber wir haben ja viel Zeit, die wir allerdings hauptsächlich im Internet-Café verbringen“, ergänzte Cäsar und kicherte. „Dafür geht einiges an Kohle drauf. Arbeiten tun wir nur, wenn es unbedingt sein muss.“

So wie ich.

„Na, was sagst du?“, fragte der pinkhaarige Wuschel, und alle vier sahen mich erwartungsvoll an.

„Das ist toll“, erwiderte ich, und das war nicht einmal gelogen. Ich fand es wirklich bewundernswert, so frei und unabhängig zu sein, allerdings wünschte ich mir für mich selbst etwas mehr Komfort. Aber ich würde ja auch nicht hier wohnen müssen. Sie zeigten mir noch das, was sie sich in einem anderen Raum als Kücheneinrichtung zusammengestellt hatten, und ein kleines Badezimmer, dessen wohl vormals hellblau geflieste Wände und dunkelblaue Bodenkacheln mit einem grauen Schmutzfilm überzogen waren. Auch das Waschbecken war völlig verdreckt.

„Das brauchen wir eh nicht“, rechtfertigte Wuschel den Zustand, obwohl ich mich gar nicht dazu geäußert hatte. Ein Blick auf die Toilette, die keinen Deckel mehr hatte, verriet mir, dass diese auch nicht besser aussah. Daneben stand ein mit Wasser gefüllter roter Eimer.

„Hier wird immer ordentlich gespült“, erklärte Bobby, „sonst gibt‘s eins in die Fresse. Nicht, Cäsar?“ Er blickte streng zu dem Gelbhaarigen, der wieder anfing zu kichern.

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