Abbi Doris - Die letzte Instanz

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Ein 13 Jähriger, der – geprägt durch seine Lebensumstände – eiskalt und gefühllos jeden beseitigt, der sich ihm in den Weg stellt. Ein riesiger schwarzer Hund, der ihm unbewusst dabei hilft, alle Spuren zu beseitigen. Ein Kripomann, der die Frau eines Opfers in ihrer schwersten Stunde vögelt, während das Auge des Getöteten unter dem Schrank liegt und zuschaut. Sodom und Gomorra in einer kleinen Ortschaft, die so unbedeutend ist, dass die bloße Erwähnung ihres Namens den Himmel verdunkeln würde.
Doch zwei Männer, die mit Hilfe einer sensationellen Erfindung Justiz und Unterwelt aufmischen, wollen Licht in das Dunkel bringen. Werden sie es schaffen, ohne sich dabei selbst in Lebensgefahr bringen? Und was werden sie finden..?

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„Dürfte ich einen Vorschlag machen meine Herren.“

„Die Kripoleute unterbrachen ihre Diskussion und schauten interessiert, was Gerhard Wiesener vorzuschlagen hatte.“

„Lassen sie doch meinen Hund einfach laufen, er hat jetzt einen leeren Magen und wird ihn wieder füllen wollen. Er hat Hunger. Vielleicht finden sie so die Leiche.“

„Der Mann hat recht. Lassen wir den Hund laufen. Er wird uns zu der Leiche führen“, rief einer der Männer. Gerhard Wiesener machte seinen Hund los und flüsterte ihm ins Ohr: „Such Leo, such.“ Dabei deutete er in die Richtung, aus der Leo vorhin gekommen war.

Der Hund hastete sofort los, und alle rannten ihm hinterher. Sie konnten ihm zwar nicht auf dem Fuß folgen, aber sie sahen, wohin der Hund verschwand. Nur wenig später standen sie vor Edwin Kerns Leiche und erschauderten. Leo hatte gerade einen seiner Lungenflügel im Maul und wollte fressen. Gerhard rief: „Aus“ und Leo legte sich brav neben die Leiche. Gerhard rief seinen Hund zu sich und nahm ihn an die Leine. Allen Anwesenden bot sich ein Bild des Schreckens. Nicht nur der Hund hatte sich an Edwins Leiche bedient. Überall in den Bäumen saßen Krähen und putzten sich die Schnäbel. Zwei Männer der örtlichen Polizei fielen um, ein Feuerwehrmann erbrach sich hinter einer Birke und stöhnte jämmerlich. Da es heftig geregnet hatte, konnten nur wenig Spuren gesichert werden. Die Leiche von Edwin Kern wurde daher geborgen, in die Gerichtsmedizin nach Bad Liebenwerda gebracht und dort obduziert. Jedoch konnte die genaue Todesursache nicht festgestellt werden. Was man jedoch feststellen konnte, Edwin Kern hatte einen sehr hohen Alkoholwert in seinem Blut. Daraus schloss man, dass er mit seinem Fahrrad gestürzt und dabei an seinen Verletzungen gestorben war. Die blutige Spur an der Wurzel einer Birke – direkt neben seinem Kopf – ließ keinen anderen Schluss zu. Was man auch noch feststellen konnte war, dass der Hund Leo die Leiche postmortal angefressen hatte. Edwin war also schon tot, als der Hund die Leiche fand. Der Fall wurde zu den Akten gelegt und als Unfall eingestuft. Monika Kern bekam die Lebensversicherung ihres Mannes ausgezahlt und machte sich ein schönes Leben als Witwe.

Der Rat der Gemeinde beschloss wegen des Vorfalls, den Weg vom der Lehrlingswerkstatt nach Plessa als Fahrradweg auszubauen. Der vorhandene, eher als Trampelpfad zu bezeichnende Weg sollte so sicherer gemacht werden. Zudem sollte das den Weg begleitende Buschwerk in regelmäßigen Abständen zurück geschnitten werden. Wie so oft in der DDR wurde aus diesem Vorhaben schnell eine Großbaustelle, mit allem was in der DDR zu einer Großbaustelle gehörte. Materiallager, Kantine für die Werktätigen, mehrere Bauwagen und ein Toilettenwagen. Die riesige Planierraupe S-100 aus russischer Produktion war besonders imposant und stand immer in der Nähe der Kantine, wenn die Männer dort zu Mittag aßen. Die Kantine war ein mobiles Gebäude, welches wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen werden konnte. Mit jedem Segment verkleinerte sich zwar der Raum. Voll ausgezogen erreichte die Kantinenfläche jedoch eine beeindruckende Grundfläche. Bis zu 30 Leute fanden darin an Tischen ihren Platz. Die Fenster der Kantine waren aus gutem Grund vergittert. Dieser Umstand sollte sich jedoch bald als schicksalhaftes Missgeschick herausstellen. An diesem Tag, es war wieder ein Freitag, saßen ungefähr 20 Männer in der Kantine und lärmten lautstark. Die russische Planierraupe stand wie immer in der Nähe der Kantine. Nur wenige Meter vom Eingang. Als der Motor der Raupe plötzlich anfing zu laufen, und dieses monströse Gefährt sich langsam auf die Kantine zubewegte, ahnte keiner der Männer in der Kantine, welches Inferno bald auf sie hereinbrechen würde. Keine hörte das Brummen der gewaltigen Maschine. Langsam rollte die Raupe – die die Größe eines Panzers hatte - auf die Kantine zu. Als die Raupe die Tür der Kantine erreicht hatte, war allen der Fluchtweg abgeschnitten. Es gab nur diesen einen Eingang und keinen Fluchtweg. Die Fenster waren - wie schon gesagt – vergittert. Die Männer wurden der Gefahr erst gewahr, als die Raupe das erste Segment in das nächste schob und so weiter. Die Männer brüllten und man hörte sie schreien. Einige versuchten mit Stühlen die Fenster einzuschlagen. Das gelang ihnen zwar, aber wie gesagt, die Fenster waren von außen vergittert. Im letzten Segment standen die Männer wie die Schafe im Pferch. Die Männer brüllten in Todesangst. Doch die Raupe rollte langsam weiter. Sie schob die Kantine - mit den schreienden Männern darin - bis zu den dahinter stehenden Bauwagen. Die Kollision mit dem ersten Bauwagen riss ein Loch in die Rückwand der Kantine, und einige der Männer versuchten durch das Loch ins Freie zu gelangen. Einigen gelang das auch, aber für drei von ihnen wurde das Loch zur Todesfalle. Sie wurden zwischen Bauwagen und Kantine zerquetscht. Ihre Schmerzensschreie waren noch in Plessa zu hören. Einer der Männer, die ins Freie gelangen konnten, sprang auf die Raupe und wollte den Motor abstellen. Doch der Zündschlüssel fehlte. Ein anderer schleuderte indes einen Stein auf die Verteiler-Pumpe des Motors. Schlagartig blieb die Raupe stehen. Stille. Vor Schock gelähmt, standen die Männer, denen die Flucht aus der Kantine gelungen war, mit hängenden Armen da. Aus den Trümmern der Kantine war leises Wimmern zu hören. Es vergingen einige Minuten, bis einer der Männer aus seiner Lethargie erwachte, sich eine Eisenstange schnappte und das Gitter vor einem der Kantinenfenster aufbrach. Einer nach dem anderen kroch aus dem Fenster ins Freie. Einige torkelten und fielen dann zu Boden. Andere hatten die Hände vor dem Gesicht und weinten. Am Rand der Baustelle bewegten sich die Zweige einer jungen Birke. Zwei kalte Augen blinzelten zwischen den Blättern hindurch und beobachteten die Szenerie. Als die Zerquetschten im Todeskampf schrien, huschte ein Lächeln über diese kalten Augen. Kein Geräusch war zu hören, als der Junge wie ein Geist wieder im Wald verschwand. Nur kurze Zeit später wimmelte die Baustelle von Polizei und Sanitätern. Man versuchte schnell zu handeln und gab sich alle Mühe. Doch die Bergung und selbst die Identifikation der Leichen gestaltete sich äußerst schwierig. Die drei waren zwischen Kantine und Bauwagen wie Mettwurst entlang gestrichen worden. Sie waren ineinander übergegangen. Eine Mischung aus Kleiderfetzen. Blut, Fleisch, Knochen, inneren Organen und Scheiße. Der Gestank war bestialisch. Nachdem man die Kantine weggezogen hatte, mussten Sanitäter die drei von den Wänden kratzen und je nach Lage in extra beschriftete Eimer werfen. Weil alle auf der Baustelle die gleiche Einheitskleidung trugen, auch die drei Verblichenen, war es nicht möglich festzustellen, welcher Hoden, oder welches Ohr wem gehörte. So beschloss der Einsatzleiter, insgesamt 8 Eimer mit jeweils gleichem Inhalt zu befüllen und es der Gerichtsmedizin zu überlassen, die Gewebe zuzuordnen. Man fragte sich, wie so etwas passieren konnte. Vor allen blieb es ein Rätsel, wie sich die Planierraupe so ganz von allein in Bewegung setzen konnte. Der Zündschlüssel der Raupe wurde später zwischen den Kleidungsfetzen eines der Zerquetschten gefunden. Wie konnte das sein? Wer sollte für den Tot der drei Arbeiter verantwortlich gemacht werden? Wer war Schuld? Schließlich wurde ein technischer Fehler im Zündsystem der Raupe angenommen.

Wie schon bei Edwin Kern, wurden die Ermittlungen bald eingestellt und das ganze als Unfall eingestuft. Die Arbeiten an dem Fahrradweg wurden aufgegeben, weil niemand mehr dort arbeiten wollte. Der Weg wurde für dem Verkehr gesperrt. Jeweils am Anfang und am Ende des Weges stand ein Schild:

“Gesperrt. Benutzung auf eigene Gefahr“

In Plessa wurde der schmale Weg von der Lehrlingswerkstatt nun als Pfad des Todes bezeichnet. Keiner traute sich mehr hier lang zu fahren oder zu gehen. Die Natur übernahm wieder die Regie und bald war von dem Weg nichts mehr zu sehen. Nur ein Kind, ein Junge lief immer wieder durch den lichten Birkenwald und jagte mit kalten Augen den kleinen Kaninchen hinterher, oder stand einfach nur so da und starrte vor sich hin. Der ganze Waldboden in dieser Gegend war mit Buschwindröschen übersät. Dies glich einem weißen Tuch, welches man über den Waldboden gelegt hatte, um alle Spuren des Geschehenen zu überdecken.

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