Frank Muller - MINDERWERTIG

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Minderwertig ist ein intelligenter und zugleich hochemotionaler Action-Thriller, in dem eine an Multipler Sklerose erkrankte Ex-Kommissarin privat um Hilfe bei der Suche nach der hochschwangeren Melissa gebeten wird. Sabine Sommer organisiert ihr Leben abseits der Fürsorge mit Hilfe des Persönlichen Budgets, indem sie eigene Assistenzkräfte für ihre Pflege beschäftigt. Ihre Recherchen bringen sie auch wieder in Kontakt mit Dennis Jäger, der Liebe ihres Lebens, den sie wegen ihrer Krankheit verließ. Er ist Mitglied einer Task-Force, die sich mit dem Verschwinden zahlreicher hochschwangerer Frauen beschäftigt. Von ihm erfährt sie, dass offenbar grausame Genexperimente an ungeborenen Kindern durchgeführt werden. Was beide nicht ahnen: Sie werden von einer mächtigen Gruppe, die seit 3.500 Jahren ihren Platz in der Evolution zurückerobern will, beobachtet und abgehört.
Neben historischen Fakten, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Genforschung und intensiven Rückblicken in eine durch eine grausame Erkrankung zerstörte Liebe, zeigt das Buch auf faszinierende Weise, wie sich Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben dank des Persönlichen Budgets bewahren können.

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»Gentechnische Experimente lösen bei mir immer einen bitteren Beigeschmack aus!«

»Zu Recht! Um ein Horrorgebilde zu produzieren, braucht man noch nicht einmal viel Fantasie. Melissa – im Übrigen ist das ein sehr schöner Name –, du brauchst nur ein Buch über Veterinärmedizin zur Hand zu nehmen und ersetzt überall das Wort Tier durch das Wort Mensch und hast einen Albtraum vor dir liegen. Im Prinzip ist es nämlich möglich, jede menschliche Eigenschaft auf ein Tier zu übertragen und umgekehrt. Wenn wir diesen Weg allerdings gehen, dann kommen wir zwangsläufig an den Punkt, wo wir neu definieren müssen, was ein Mensch ist.«

»Peter, so erschreckend diese Vorstellung ist, so erschreckend ist auch die Vorstellung, an der Vervollkommnung des Menschen zu arbeiten.«

»Ich verstehe deine Reaktion. Du bist Deutsche. Aufgrund der Vergangenheit deines Landes sind für dich natürlich Begriffe wie vollkommene Menschenrasse und alles, was damit assoziiert wird, absolut verpönt …«

»Es mag sein, dass dies mit ein Grund für meine Ablehnung ist, aber abgesehen von meinem Deutschsein bin ich auch noch im christlichen Glauben erzogen worden. An der Vervollkommnung des Menschen zu arbeiten, hat für mich auch etwas Blasphemisches an sich.«

»Was ich völlig verstehen kann, Melissa, aber deine Ablehnung entsteht nur deshalb, weil du befürchtest, ich würde Eingriffe im Menschen vornehmen, die sein typisches Menschsein und seine Individualität gentechnisch verändern oder sogar zu Fall bringen könnten. Daran bin ich aber in keiner Weise interessiert. In erster Linie interessiert mich der Mensch und sein komplexes Verhalten. Ich selbst bin stark im göttlichen Glauben verankert. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass der Mensch, und da bietet sich die Gentechnik an, neue Kontrollmechanismen braucht …«

»Kontrollmechanismen?«

»Genau! Schau, Melissa, schon der griechische Philosoph Platon erkannte, dass durch Belehrung allein nie aus einem bösen Menschen ein guter wird. Dennoch sind viele Menschen überzeugt davon, dass alles lösbar, weil erklärbar und somit therapierbar ist. Verzweiflung genauso wie Vandalismus, oder Überbevölkerung oder wenn aus kleinen Kindern bestialische Mörder werden. Ich jedoch bin davon überzeugt, dass diese Therapiegläubigkeit nur neue Probleme schafft, da das Böse durch soziale Maßnahmen nicht erkannt und auch nicht abgeschafft werden kann. Beide großen Kirchen stecken voll solcher therapiesüchtiger Sozialarbeiter und werden sich dadurch noch selbst zerstören, weil sie das Böse durch ihre Therapiewut nicht erkennen können. Das Böse steckt nämlich in uns allen und hat auch ein Recht darauf, im gewissen Rahmen ausgelebt zu werden. Das Böse ist dem Menschen angeboren. Was dem Menschen jedoch nicht angeboren ist, ist die Fähigkeit, klar zu unterscheiden zwischen dem Bösen, was nützlich für das Überleben ist, und dem Bösen, was schädlich für das Leben ist.«

»Und was verstehst du unter böse?«

»Es geht nicht so sehr darum, was man unter Böse versteht, es geht vielmehr darum, dass man es versteht und akzeptiert, dass das Böse in uns allen ist und wir alle in der Lage sind, Böses zu tun. Es geht darum, dass wir lernen, damit umzugehen. Sozialtherapeuten wissen schon seit über 50 Jahren, dass glückliche sexuelle Beziehungen immer auch ein Stück aggressiv sind. Das bedeutet, dass auch in der Liebe dem Bösen ein Stück Raum gegeben werden muss, um vollkommen zu sein. Nur – und das will ich hier betonen – es muss in festgelegten Bahnen verlaufen. Nicht der therapeutische Wahn muss für die Zukunft unser Ziel sein, um das Böse auf der Welt in den Griff zu bekommen. Und das ist bis zum heutigen Tage nicht gelungen. Du musst dir ja nur einmal die Nachrichten anhören. Das Gegenteil ist der Fall. Der Horror, der überall entstanden ist, wurde in bestimmte Rituale verpackt. Das alles zeigt uns, dass wir dem Bösen einen Rahmen geben müssen. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass es – im Rahmen – grausame Feste geben muss. Allerdings bin ich überzeugt davon, dass es nicht gelingen wird, den Menschen mit all dem Bösen in diese kontrollierten Rituale eingrenzen zu können. Und genau das ist der Punkt, warum ich an der Vervollkommnung des Menschen arbeite. Ich akzeptiere den Menschen mit all seinen Verhaltenskomplexen. Da er aber, und das hat die Vergangenheit oft genug bewiesen, sich nicht selbst kontrollieren kann und alle gesellschaftlichen Versuche gescheitert sind, dies für ihn zu übernehmen, muss der Mensch über die Gentechnik eine solche Kontrollinstanz bekommen. Ohne – und das will ich wieder betonen – ohne seine Individualität und seinen freien Willen zu zerstören.«

»So eine Art gentechnisch erschaffenes machtvolles Über-Ich?«

»So ungefähr, Melissa. Ich will ein wirklich funktionierendes Gewissen mit einem festen organischen Platz im menschlichen Gehirn.«

Mutter, es folgte wenig später die leidenschaftlichste Liebesnacht meines Lebens. Es war völlig anders, als mit den bisherigen Männern. Ich habe dir nie von meinen sexuellen Erlebnissen berichtet, aber um zu verstehen, warum sich mein Leben durch diesen Mann so verändert hat, musst du auch davon wissen.

Keine Angst, Mutti, ich habe nicht vor, dir zu erzählen, wie zärtlich er war oder wie geschmeidig und rhythmisch er seinen Körper bewegte. Nein, wovon ich dir erzählen muss, sind seine Augen, während wir uns liebten. Er verlange, dass ich die Augen immer geöffnet haben sollte. Auf keinen Fall, so beschwor er mich, dürfte ich sie schließen. Egal, was passieren würde, die Augen sollten offen bleiben. Mutti, ich schwöre dir, dass Peter in meine Seele geblickt hat. Es war, als besäße er die Macht, alle in mir ruhenden Sehnsüchte wachzurufen und sie an die Oberfläche zu holen. Ich verlor jedes Zeitgefühl. Lachen und Weinen wechselten sich genauso ab wie starke Empfindungen der Abhängigkeit und übermäßiges egoistisches Verlangen. Ich weiß, dass ich in dieser Nacht süchtig nach Peter wurde. Als ich mittags aufwachte, lag er auf dem Bauch schlafend neben mir. Sein Rücken war gekennzeichnet von tiefen Kratzspuren, die ich ihm mit meinen Fingernägeln beigebracht hatte. Als ich mich mit meinem Mund …“

Schrilles Klingeln unterbrach die Aufzeichnung. Der Abhörer stöhnte genervt auf. Er setzte den Kopfhörer ab und griff zum Mobiltelefon. Nach einem kurzen Schnippen mit den Fingern gegen das Display hörte er konzentriert zu. Seine freie Hand tastete nach der Zigarettenpackung. »Zu Frage Nummer eins: Ich komme gut voran. Zu Frage Nummer zwei: Ich bin noch nicht bei ihrer Flucht angekommen. Sie hat gerade erst den ersten Fick mit Peter hinter sich gebracht. Ich melde mich schon bei dir, wenn ich etwas für dich habe. Und noch eins: Besorg mir für morgen eine Frau!« Langsam zog er eine Zigarette aus der Schachtel. »Nein! Es ist mir scheißegal, wie die Frau aussieht. Hauptsache, es ist eine. Erledige es nur!« Genervt schaltete er das Mobiltelefon aus.

Und wie scheißegal es mir ist, wie die Frau aussieht, dachte er, bevor er alle Abhör-Geräte abschaltete. Er hatte für heute genug gehört. Jetzt galt es, das Gehörte tief in seinem Inneren immer und immer wieder aufzurufen, um Dinge zu entdecken, die außer ihm kaum jemand wahrnehmen konnte.

Kapitel 5

Wie an jedem Abend, wenn sie für das Zubettgehen vorbereitet wurde, hielt sich Sabine Sommer nur mit der rechten Hand am Griff des Lifters fest. Ihre linke Hand schmerzte zu sehr, um sie zur zusätzlichen Stabilisierung einzusetzen. Nötig war es ohnehin nicht. Die Technik war sicher. Es hätte ihr aber ein besseres Gefühl gegeben, wenn sie sich mit beiden Händen hätte festhalten können.

Karin Breit hatte ihre Chefin nach dem Duschen auf dem kombinierten Dusch- und WC-Stuhl abgetrocknet und eingecremt. Nachdem die Creme in ihre Haut eingezogen war, hatte sie Sabine Sommer ein T-Shirt angezogen und erst dann zum Lifter im Schlafzimmer geschoben. Einmal am Tag wollte Sabine Sommer diese ausgiebige Grundpflege haben. Manchmal am späten Nachmittag vor dem Zubettgehen, manchmal auch morgens, wenn sie tagsüber die Wohnung verlassen wollte oder musste. Meistens war es, weil sie die Wohnung verlassen musste. Hinaus zog es sie nur noch selten.

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