Frank Muller - MINDERWERTIG

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Minderwertig ist ein intelligenter und zugleich hochemotionaler Action-Thriller, in dem eine an Multipler Sklerose erkrankte Ex-Kommissarin privat um Hilfe bei der Suche nach der hochschwangeren Melissa gebeten wird. Sabine Sommer organisiert ihr Leben abseits der Fürsorge mit Hilfe des Persönlichen Budgets, indem sie eigene Assistenzkräfte für ihre Pflege beschäftigt. Ihre Recherchen bringen sie auch wieder in Kontakt mit Dennis Jäger, der Liebe ihres Lebens, den sie wegen ihrer Krankheit verließ. Er ist Mitglied einer Task-Force, die sich mit dem Verschwinden zahlreicher hochschwangerer Frauen beschäftigt. Von ihm erfährt sie, dass offenbar grausame Genexperimente an ungeborenen Kindern durchgeführt werden. Was beide nicht ahnen: Sie werden von einer mächtigen Gruppe, die seit 3.500 Jahren ihren Platz in der Evolution zurückerobern will, beobachtet und abgehört.
Neben historischen Fakten, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Genforschung und intensiven Rückblicken in eine durch eine grausame Erkrankung zerstörte Liebe, zeigt das Buch auf faszinierende Weise, wie sich Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben dank des Persönlichen Budgets bewahren können.

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»Das Eigentümlichste an dem ganzen Fall ist aber, dass die Mutter keine Ahnung hat, wer Melissa geschwängert hat. Stell dir vor, die Mutter wurde mit nur einer einzigen SMS darüber aufgeklärt, dass Melissa schwanger ist. Keinen einzigen Besuch gab es danach mehr. Einmal im Monat nur ein kurzes Telefonat, dass mehr Sorgen hinterließ als Erkenntnisse darüber brachte, wie es der werdenden Mutter und dem noch ungeborenen neuen Leben überhaupt geht. Sie sieht in dem geheimnisvollen Mann den Grund für alles. Melissa und ihre Mutter waren immer eng verbunden gewesen, besonders nach dem Tod von Melissas Vater. Da waren aus Mutter und Tochter fast so etwas wie Freundinnen geworden. Die vergangenen neun Monate waren die Hölle für die Frau. Fragte sie am Telefon nach dem Mann oder Melissas Aufenthaltsort, wurde das Gespräch jedes Mal sofort unterbrochen. Die arme Frau weiß nur, dass es für Melissa die Liebe auf den ersten Blick war und in einem Kölner Hotel begann.« Sabine Sommer schloss noch einmal die Augen, um sich ganz auf das fließende Wasser auf ihrer Haut zu konzentrieren.

In weichen Bahnen ließ Karin Breit das Wasser nach und nach über den Körper ihrer Chefin fließen. »Das passt ja irgendwie gar nicht zusammen«, bemerkte sie mit kritischer Miene an. »Wenn ich die Liebe meines Lebens finde und ein Kind von ihm erwarte, dann würde ich seinen Namen sogar herausschreien.«

»Ja, das sieht wohl jeder so.« Als Sabine Sommer ihre Augen wieder öffnete, war ihr deutlich anzusehen, dass sie mit dem Duschen gedanklich abgeschlossen hatte. Den Blick, den sie zeigte, kannten frühere Kollegen von ihr sehr gut. Sie hatte ihn immer dann gezeigt, wenn sie Feuer gefangen hatte und die Wahrheit ans Licht bringen wollte - um jeden Preis.

»Wenn die nur einmal im Monat miteinander telefoniert haben, warum glaubt Melissas Mutter ausgerechnet jetzt, dass ihre Tochter verschwunden ist?«, fragte Karin Breit mehr sich selbst, als sie die Brause abstellte.

»Melissa hatte beim letzten Anruf vor einer Woche panisch geklungen, redete wirres Zeug von Monstern - und dass sie auf der Flucht sei, aber nicht zur Mutter kommen könne, weil sie sie bestimmt schon observieren würden.«

»Von Monstern verfolgt?« Verwirrt breitete Karin Breit das gefaltete Handtuch aus. Wie alles in dem Bad, so war auch dieses Accessoire weiß.

»Ich kann mir auf das alles auch noch keinen Reim machen.«

Kapitel 4

Wie sich auch immer dieser Albtraum, in dem ich stecke, entwickeln wird, zu Beginn, war alles traumhaft. Ich lernte den Mann meines Lebens kennen, dachte ich zumindest eine ganze Zeit lang. Es war eigentlich kein Kennenlernen, Mutti, sondern ein Hineinstürzen. Ich hielt es für eine Fügung des Schicksals, für meine Bestimmung. Du weißt doch sicherlich noch, wie ich wegen des Rohrschadens in meiner Wohnung für ein paar Tage ins Hotel gezogen war. Das Bett war so ungewohnt, dass ich nachts keine Ruhe fand. Um meine Wachstunden sinnvoll zu füllen, besorgte ich mir zum Lesen einige Zeitschriften, die an der Rezeption des Hotels auslagen. Eigentlich hatte mich das Thema des Artikels, der kurze Zeit später mein Leben verändern sollte, gar nicht sonderlich interessiert. Deshalb las ich ihn auch. Mir sollte davon langweilig werden. So langweilig, bis mir endlich die Augen zufallen würden. In dem Artikel ging es um gentechnische Experimente an Tieren. Ursprünglich hatte ich ja die Hoffnung gehabt, dass dieser wissenschaftliche Artikel mich ermüden würde, aber das Gegenteil war der Fall. Nicht weil er so sonderlich interessant war, sondern weil im Anschluss des Artikels noch ein Interview mit einem Gentechniker gebracht wurde. Das Foto dieses Mannes versetzte mich für einige Minuten in euphorische Teenagerphasen zurück. Mutter, das Bild zeigte meinen Traummann! Groß, schlank, dunkelhaarig, einen sinnlichen Mund und dunkelbraune Augen. Als Beilage war er auch noch äußerst erfolgreich, ohne Familie, vermögend und, wie das Interview vermittelte, ein Weltverbesserer. In diesem Interview ging es um die ethische Verantwortlichkeit von genetischen Experimenten. Zunächst bezog er eine deutlich ablehnende Haltung gegenüber so genannten Chimären. Das sind Lebewesen, die aus Zellen zweier verschiedener Arten bestehen. Für Aufsehen hatte wohl schon vor Urzeiten die Schiege gesorgt, eine Züchtung aus einer Ziege und einem Schaf. In freier Natur hatte die Schiege allerdings keine Überlebenschance, da ihre Körperproportionen unausgeglichen waren und ihr Organismus äußert empfindlich war. Dr. Peter Barlow, so der Name meines Traummannes, hielt nichts von Experimenten, bei denen es um die Vermischung von Arten geht. Seine Zustimmung bekamen jedoch alle Bemühungen der Gentechnik, die mit der Produktion von Medikamenten zusammenhängen. Als Beispiel gab er Kolibakterien an, die einem Menschen-Gen für die Produktion von Insulin eingebaut wurden. Als ich morgens aufwachte, hatte ich die Zeitschrift mit dem Bild meines Peters immer noch in der Hand.

Es war Fügung, Mutti, mein unabwendbares Schicksal. Mir kam es gar nicht in den Sinn, dass ein Stapel dieser Zeitschrift nur deshalb vom Hotel ausgelegt worden war, weil er Gast im Hotel und auch die Hauptperson des Symposiums war. Wie dem auch sei, Mutti, als ich morgens durch die Hotellobby schritt, kam er mir entgegen. Ein US-Spitzenforscher ist mein Traummann und er ist im gleichen Hotel wie ich, wegen eines Symposiums! So etwas kann nur Schicksal sein. Er telefonierte während des Gehens mit seinem Handy. Irgendetwas schien ihn zu verärgern, denn er blieb abrupt stehen. Ich blieb peinlicher Weise auch stehen - direkt neben ihm. Ich will gar nicht wissen, wie ich ihn angestarrt habe. Wie ein total verknallter Teenager wahrscheinlich. Ich war schlagartig in seinem Bann. Leibhaftig und noch attraktiver, als es das Foto vermittelt hatte. Mein Herz schlug bis zum Hals. Mein Blick, oder vielmehr mein Anstarren, schien ihn von seinem Ärger abzulenken. »Darf ich ein Autogramm haben?«, fragte ich ihn allen Ernstes auf Englisch. In mir steigt immer noch die Schamesröte auf, wenn ich daran zurückdenke.

»Nein«, sagte er in ausgezeichnetem Deutsch, dem man nur schwach den amerikanischen Akzent anhörte »aber ein gemeinsames Abendessen kann ich Ihnen anbieten.«

Oh Gott, Mutti! Ich kann mich an das erste Gespräch abends im Hotelrestaurant mit Peter so gut erinnern, als hätte es gerade erst stattgefunden. Er hatte eine Packung Pralinen dabei. Sie waren nicht für mich. Ich habe nie gefragt, woher er sie hatte. Seltsam, dass mir dieses Detail auf einmal in den Sinn kommt! In einem Anflug von Übermut fragte ich in Bezug auf die Pralinen jedenfalls: »Gentechnisch entwickelt?«

»Die nicht«, hatte er lässig geantwortet. »Das ist bei diesen Pralinen nicht nötig. Sie sind auch ohne Gentechnik einfach perfekt. Deshalb forsche ich in Sachen Menschen. Man kann sagen, dass ich an der Vervollkommnung des Menschen arbeite.«

»Welch noble Absicht, Peter«, gab ich mit kritischem Unterton zurück. »Ist der Antrieb dafür in einer noblen Gesinnung oder durch den häufigen Verzehr nobler Pralinen zu suchen?«

Wieder lachte er. Das schönste Lachen, das ich je bei einem Mann gesehen habe. Und dann sein Blick! Es war eindeutig. Ich war auf der Gewinnerstraße hin zu seinem Herzen. Jetzt musste ich nur noch eine Kostprobe meiner Intelligenz einbringen, und er würde mir verfallen, genau wie ich ihm schon verfallen war.

Ich gab mich ihm als Journalistin zu erkennen, und bat darum, dass ich unser Gespräch über das Gen-Thema aufzeichnen dürfte. Ich habe dir einen Ausschnitt kopiert. So kannst du auch mal Peters Stimme hören. Um meine Professionalität zu unterstreichen, ging ich ziemlich aggressiv bei meinen Fragen vor. Jetzt kommt es, Mutti. Du hast dir doch immer gewünscht, mich mal bei der Arbeit zu erleben. Es tut mir so unendlich leid, dass es jetzt auf diese Weise geschieht.

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