Udo Horst Barsuhn - Coon - Großes Finale

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Coon: Großes Finale: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Maine Coon Kater «Coon» lebt in einem kleinen pfälzischen Städtchen. Von den Erlebnissen und Begegnungen die Coon mit Menschen und Tieren hat erzählt er uns. Seine Freunde sind ihm wichtig, gleich ob es sich um Mensch oder Tier handelt. Durch Katzenaugen wird die Welt betrachtet und durch diesen veränderten Blickwinkel werden oft unsere «menschlichen Denkweisen» hinterfragt. Ach – und übrigens: Coon übersetzt so nebenbei auch die pfälzische Sprache ins Hochdeutsche.

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Eine Stunde später sind meine beiden heimtückischen Zweibeiner wieder da. Ich stelle mich etwas teilnahmslos, schwanke ein wenig, wirke etwas desorientiert und auch die leere Futterschüssel scheint die beiden zusätzlich zufriedenzustellen. Dann streicht mir Martina mit einem Pinsel eine Flüssigkeit auf mein Fell und meine Vorderpfoten. Schon am Geruch erkenne ich dass es sich um eine Flasche mit dem flüssigen Betäubungsmittel für Katzen handelt und hier offensichtlich versucht wird ein Ablecken der Substanz zu bewirken und mich vollends zu betäuben.

Ach Leute, diese Bauerntricks, sowohl mit den zerdrückten Tabletten im Essen, als auch mit der aufgestrichenen Flüssigkeit auf dem Fell und den Vorderpfoten, kenne ich schon lange. Ich bin dann heimlich, in einem unbeobachteten Augenblick, rasch ins Freie gelaufen und habe mich dort, mit dem Wasser das noch in einigen kleinen Vogeltränkbecken war, gründlich gewaschen, damit ich über meine Zunge keine ungeklärten Chemiestoffe einführe. Erst dann habe ich mich mit der Zunge gesäubert. In die Vogeltränken habe ich übrigens noch Dreck geworfen, damit die Hausbewohner bald die Becken entleeren und mit frischem Wasser füllen. Ich will ja schließlich nicht aus Singvögeln Vögel der Nacht machen.

Von der Fremdflüssigkeit die mir Martina aufs Fell gestrichen hatte, war kein Geruch mehr feststellbar und ich bemerke nur ein klein wenig die betäubende Wirkung der Substanz, weil minimale Bestandteile offensichtlich doch noch am Fell anhängig waren. Zuhause habe ich dann die neugierigen Blicke von Martina und Manfred einfach ignoriert und mich dann so verhalten, als sei ich unheimlich müde und schlafbedürftig. Die beiden müssen nach kurzer Zeit angenommen haben ich sein vollständig betäubt und auch als mich Martina vorsichtig in den Katzen-Transportkorb hebt, stelle ich mich teilnahmslos und mache einen ohnmächtigen Eindruck. Die beiden haben mich dann zum Tierarzt gefahren – mit mir, dem scheinbar eingeschlafenen Coon. Unterwegs meint Manfred: „Jetzt mach´ nicht so ein Gesicht, ich habe extra den Termin mit dem Tierarzt gemacht, damit Coon kastriert wird. Du wolltest doch das auch schon mal haben und jetzt machst Du fast so als wäre es Dir nicht recht. Überlege doch mal: Das Vieh wird danach viel anhänglicher und friedlicher sein und uns keine Streiche mehr spielen, wie eine lebende Ratte aufs Bett legen, oder unsere Handys verstecken, oder die Sportschuhe mit Wasser füllen und, und, und“. Martina schweigt nur und schaut starr nach vorne, doch auch sie versucht mit keiner Silbe den medizinischen Eingriff zu verhindern.

Wie würde jetzt Goethe im Faust sagen lassen: „… das ist des Pudels Kern ..“Ausgerechnet auch noch zum „Quäler-Tierarzt“, der schmerzhafte Spritzen gibt und auch meine beiden Katzenfreundinnen Daisy und Lilly sterilisiert hat, die bei Carola, der Tochter im Obstgeschäft Friedrich wohnen. Dieser sogenannte Arzt soll mich verstümmeln, soll mich kastrieren, um es mit Shakespeare in „Die lustigen Weiber von Windsor“ zu sagen: „Ich will eher zwanzig treulose Turteltauben finden als einen züchtigen Mann“. Oder noch drastischer mit Bert Brecht der erkannt hatte: „Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, dass nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet“. Und dieser studierte und diplomierte Kerl würde sich sofort für jede Schandtat zur Verfügung stellen, selbst der Kastration des lieben, kleinen, besten Coons aller Zeiten! Schande über so einen Mediziner!

Manfred hat dann den Korb, mit mir als Inhalt, in die Praxis getragen, als offensichtlich total weggetretenem Transportgut. In Anbetracht meiner vorgetäuschten Ohnmacht haben meine beiden Schutzbefohlenen noch nicht einmal die Transportbox richtig verschlossen. Wie sagt ein Sprichwort aus Japan: „Der Dumme schließt die Tür schlecht, der Faule lehnt sie nur an, und der Narr lässt sie offenstehen“.

An der Anmeldung keine Probleme und wir müssen noch ein wenig im Wartezimmer auf den Arzt warten. Obwohl dort auch weitere Tierhalter mit verschiedenen Tieren wie Vögeln, Hunden und Katzen sind, rühre ich mich nach wie vor nicht. Wie lautet ein Spruch aus dem Sudan: „Beißt dich ein Hund und du beißt ihn nicht wieder, so denkt er, du hättest keine Zähne“. Natürlich hat mich niemand gebissen, weshalb es mir auch besonders leicht gefallen ist weiter den problemlosen Patienten zu spielen.

Ich bin sogar noch ganz entspannt, als wir endlich an die Reihe kommen und wir in den Praxisräumen des Tierarztes angekommen sind. Nach einer kurzen Begrüßung hebt Manfred den Tragekorb auf den Behandlungstisch und Martina öffnet nun ganz die Türe und zieht mich scheinbar bewusstlos, vorsichtig heraus. Der Arzt steht mit einer medizinisch, technischen Angestellten bereit und bereitet nun auch noch eine Spritze vor. Meine Gedanken sind kurz bei Nietzsche, der in der „Unschuld des Werdens“ geschrieben hat: „Jedem das Seine geben: Das wäre die Gerechtigkeit wollen und das Chaos erreichen“.

Jetzt springe ich auf und hellwach kriegt der Tierarzt einen Prankenhieb von mir, kurz bevor ich ihm noch einen Biss verpasse. Die Spritze fällt zu Boden und es dauert noch eine kleine Weile, bevor der Arzt vor Überraschung, Ungläubigkeit und Schmerz den ersten Ton herausbringt. Doch jetzt ist alles zu spät, ich bin in meinem Element.

Ich werde Euch helfen mich betäuben zu wollen um Eure grausamen Experimente mit mir vornehmen zu können. Den Tag werdet ihr allesamt so schnell nicht vergessen. Den Tierarzt jage ich um den Tisch, auf seinen Buckel springe ich auch noch und ein weiterer Krallenhieb auf seine Ohrmuschel bereitet dem „Quäler“ so große Schmerzen, daß er schreiend versucht aus der Praxis zu rennen, während einige Tropfen Blut auf dem Boden zurückbleiben. Meine beiden Mitbewohner sind starr vor Schreck und stehen nur mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen herum.

Die Türe zur Sprechstundenhilfe und zum Wartezimmer wird jetzt vom Arzt aufgerissen, aber der Narr ist mich noch lange nicht los. Frei nach Paracelsus im „De fundamento sapientiae“ verfahre ich jetzt: „Wie kann der Narr nach dem Willen Gottes sein? Wie kann der nichts könnende Mensch im Willen Gottes sein? Diese Dinge sind alle wieder den Willen Gottes, denn Gott will uns nicht als dumme Narren haben, die nichts wissen, nichts können und nichts verstehen“.

Die Verfolgungsjagd geht durch das Wartezimmer, wo tierische Patienten und ihre sitzenden und lesenden Tierhalter vor Schreck zusammenzucken, weil ich auch noch heftig fauche. Ein Kakadu beginnt panisch mit den Flügeln in seinem Käfig zu schlagen und laut zu krächzen, zwei Hunde bellen erschreckt und aufgeregt und zwei Katzen die sich bisher ruhig verhalten hatten, beginnen vor Begeisterung mich mit weiteren Fauchgeräuschen anzuspornen. Einige Meerschweinchen hasten aufgeregt in ihre dunklen Höhlen in ihrem Transportkäfig.

Der Arzt rennt laut schreiend an der Sprechstundenhilfe vorbei, ein kurzer Kralleneinsatz in die Hose geht problemlos bis zur Haut und der Fliehende schleift mich dabei sogar ein wenig mit, bevor ich mich von der Baumwolle wieder lösen kann.

Vor lauter entsetztem Umschauen zu mir, bemerkt der Arzt in seiner Panik nicht, dass sich soeben die Eingangstüre zur Praxis öffnet und ein 2-Meter großer Mann, mit einem Hund eintreten will. Der Arzt rennt mit dem Kopf an die geöffnete, stabile Eingangstüre und landet, das Gleichgewicht verlierend, auf dem Boden. Ich denke der Bursche wird bestimmt zweimal aufschlagen: Das erste Mal jetzt auf dem Boden und dann zum zweiten Mal im Krankenhaus, wenn er die Augen, nach seiner Ohnmacht wieder aufschlägt.

Ich bin vollends mit meinem Werk zufrieden und lasse von dem Ohnmächtigen ab, denn mit einem Gegner kann ich kämpfen, aber was ist schon an einem am Boden liegenden Zweibeiner dran, der total weggetreten herumliegt? Meine Mitbewohner sind immer noch nicht aus der Praxis gekommen, während sich jetzt die Sprechstundenhilfe an der Annahme um ihren Chef kümmert. Warum sie dabei grinst und auch die MTA die mittlerweile dabeisteht auch nicht unglücklich aussieht, ist mir nicht bekannt, aber wenn dieser Stinkstiefelarzt sich gegenüber seinen Mitarbeitern genauso verhält wie gegenüber seinen Tier-Patienten, kann ich mich über ihre mangelnde Betroffenheit nicht wundern. Die Sprechstundenhilfe höre ich sogar noch leise sagen: „Sieben, acht, neun, … aus. K.o. in der ersten Runde“! Mit etwas stolz geschwellter Brust bin ich dann fast schon majestätisch aus der Praxis geschritten und langsam, auf Umwegen nach Hause gegangen. Ich hoffe doch dass ich bei diesem Tierarzt nicht mehr auf der Matte stehen muss. Zudem wurden von mir die Sterilisationsoperationen meiner Katzendamen gerächt und bestimmt noch weitere Verbrechen an der Würde von Katzen und anderen Tierarten. Um es mit La Rochefoucauld in den „Unterdrückten Maximen“ zu sagen: „Um immer gut sein zu können, ist es erforderlich, die anderen davon zu überzeugen, dass sie uns gegenüber niemals ungestraft böse sein dürfen“.

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