Udo Horst Barsuhn - Coon - Großes Finale

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Der Maine Coon Kater «Coon» lebt in einem kleinen pfälzischen Städtchen. Von den Erlebnissen und Begegnungen die Coon mit Menschen und Tieren hat erzählt er uns. Seine Freunde sind ihm wichtig, gleich ob es sich um Mensch oder Tier handelt. Durch Katzenaugen wird die Welt betrachtet und durch diesen veränderten Blickwinkel werden oft unsere «menschlichen Denkweisen» hinterfragt. Ach – und übrigens: Coon übersetzt so nebenbei auch die pfälzische Sprache ins Hochdeutsche.

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Ein Großteil der Menschen scheint sich in dieser Nacht verantwortungsbewusst zu verhalten und so ist nur noch einmal ein Krankenwagen mit Sirene zu hören. Den Rest der Nacht habe ich im Gartenhaus meines Geheimverstecks geruht und teilweise geschlafen, denn es gibt bestimmt noch den einen oder anderen „Spätzünder“, der erst nach vielen Stunden des neuen Jahres bemerkt, dass irgendwo noch eine Tüte mit Feuerwerkskörpern herumsteht die schlichtweg beim Anzünden vergessen wurde. Den einen oder anderen davon kann ich am gelegentlichen Knallen bemerken, das sich in unregelmäßigen Zeitabständen immer mal wieder einstellt. Diese Nachzünder sind oft alkoholisiert und damit noch schlechter einschätzbar, als dies Menschen schon von Natur aus sind.

Erst als der neue Tag bereits genug Licht spendet schreite ich vorsichtig zu meinem Domizil denn ich will schließlich in keine Glasscherben oder zerborstenen Hartplastikmüll treten. Die Autos von Martina und Manfred stehen vorm Haus. Hinein durch die Katzenklappe in mein Haus. Bereits im Hausflur rieche ich dass meine beiden „Feiervögel“ schon längere Zeit anwesend sein müssen und gewaltige Ausdünstungen verbreiten. Dem Alkohol haben sie bestimmt auch besonderen Raum eingeräumt, denn Schuhe liegen im Flur kreuz und quer herum. Eine Winterjacke liegt in der Ecke, die andere ist nachlässig und schief aufgehängt. Na toll denke ich mir, wieder einmal so ein Tag wo ich die beiden bestimmt wieder ins Reich der Lebenden zurückbringen muss.

In der Küche sind sowohl meine Essensschüssel, als auch das Behältnis für das Wasser leer. Ich miaue laut durchs Haus, aber keine Resonanz erfolgt. Die Treppen hoch und vorsichtig ins Schlafzimmer gespitzelt. Tatsächlich, da liegen sie beiden und schnarchen im disharmonischen Duett, dass man meinen könnte sie wollten gemeinsam ein Abbruchunternehmen gründen. Das Make-up von Martina immer noch im verwischten Gesicht erkennbar, während sich der fehlende Rest auf den hellen Bettbezügen und Kopfkissen breitgemacht hat. Im Mund von Manfred befindet sich eine Ecke seines Kopfkissens und er zuckelt im Unterbewusstsein daran herum. Das Farbenspiel auf den Bezügen wäre kein Problem und auch dass die beiden Stinkstiefel quer im Doppelbett verteilt sind wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn nicht die gewaltige Geräuschkulisse der Schnarcher befürchten lassen würde, dass meine Hörfähigkeit auf Dauer Schaden nehmen könnte, wenn ich mich zu lange in diesem Raum aufhalten würde.

Fast noch schlimmer ist aber den Gestank der beiden. Man denkt die hätten eine Langzeitmischung aus Bohnen, Sauerkraut, Erbsen, billigem Schaumwein, ranziger Butter und Schnaps zu sich genommen und das ganze mit gewaltigen Mengen von Knoblauch, Zwiebeln und vergorenem Fisch „aufgepeppt“. Wie kann ein Mensch nur so stinken – und wenn man wie ich jetzt sogar zwei dieser Stinkmorcheln herumliegen hat? Ich kann Euch sagen, einer wäre schon furchtbar genug, aber dieses Duo Infernale, ich kann Euch schon ein Liedchen davon singen, aber zuerst einmal muss ich sofort aus diesem Zimmer, bevor die Ausdünstungen aus Mund und dem Gedärm meiner Mitbewohner, mich in die Ohnmacht treiben. Rülps- und Pupsgeräusche begleiten mich bis ich endlich wieder den Flur erreicht habe und wieder etwas freier durchatmen kann.

Wecken will ich die beiden und mein Futter möchte ich natürlich auch, denn ein Besäufnis ist keine hinreichende Entschuldigung seinen Aufgaben nicht nachzukommen! Und warum sollte sich eine Katze eigenes Personal in Form von Menschen halten, wenn noch nicht einmal die einfachsten Dinge wie Futtergabe, Wasserbereitstellung und eine gereinigte Fäkalkiste funktionieren? Im Wohnzimmer drehe ich die Lautstärke der tollen Stereoanlage ganz leise, schalte dann die Anlage mit einem beherzten Tatzendruck ein und suche mir dort einen hübschen Radiosender für mein Vorhaben. Ein Sender spielt Hits aus den „Goldenen 60ern“ mit „Monday, Monday“, „San Francisco“ und „Black is Black“. Tolle Lieder, aber damit bekomme ich die beiden nicht wach genug und schon gar nicht aus den Betten.

Die nächste Radioanstalt bietet mir Johann Strauss mit dem Orchester der Wiener Volksoper an, die dann „An der schönen blauen Donau“ und die „Ungarische Polka“ zum Besten geben wollen.

Ein Sender weiter möchte mir Maurice Ravel mit dem „Klavierkonzert in G-Dur“ offerieren.

Ein weiteres Angebot ist mit Tschaikowsky und dem „London Festival Orchestra“ vorhanden, die „Schwanensee“ geben.

Der folgende Sender gibt Schlagern eine Chance.

Ich drücke nochmals den Sendersuchlauf und habe mich für Jean Sibelius entschieden, der von 1865 bis 1957 gelebt hat. Seine „Finlandia, op. 26“ und die „Karelia-Suite, op.II“ werden bestimmt meinen beiden Schnapsdrosseln das Blut im Leib gefrieren lassen und sie zum Aufstehen zwingen, denn im Gegensatz zu mir, gefällt den beiden die klassische Musik mit Sicherheit nicht! Zudem werden sie durch den extremen Alkoholgenuss mit Kopfschmerzen herumlaufen, wenn ich sie erst einmal wach bekommen haben sollte.

Jetzt schalte ich schnell noch mal die Anlage aus, drehe die Lautstärke der Stereoanlage auf das Maximum des möglichen, was laut Herstellerangaben bei einigen hundert Watt Ausgangsleistung liegen soll. Jetzt Anlage einschalten und schnell losrennen, bevor ich von der Lautstärke der Anlage schwerhörig werden kann. Im Flur rasch durch die Katzenklappe und ins Freie gehetzt.

Gegenüber meinem Hauseingang, auf der anderen Straßenseite, hinter ein Gebüsch setzen, durchatmen und den Klängen des Orchesters für die Musik aus Finnland lauschen. Bis zu mir ist die Musik sehr gut und vor allem sehr laut zu hören. Selbst die Nachbarschaft hat etwas davon und einige schon erwachte Mitbürger reißen ihre Fenster auf und schreien nach Ruhe, während die Musik weiter ihre Wirkung entwickelt.

Als ich schon nach relativ kurzer Zeit aus meinem Domizil schließlich Manfred laut schreien höre: „Diesmal schlage ich das verdammte Drecksvieh tot“! ist mir klar, dass jetzt auch die beiden im Haus nicht länger an Schlaf denken können und sich in Richtung der Stereoanlage bewegen müssen, wenn sie die Musik abstellen wollen.

Die Musik wird abgewürgt, aber ich warte vorsichtshalber noch mal eine Stunde außerhalb des Hauses, bevor ich freudig miauend wieder eintrete und kontrolliere ob sich in meinen Schüsseln etwas Gutes befindet. Ich habe zufrieden festgestellt: Die Schüsseln sind voll, und somit hat mein kleines Hauskonzert die erhoffte Wirkung gezeigt. Manfred hat mich zwar den ganzen Tag über grimmig angeschaut, aber das ist mir egal, denn hätte er seine Arbeit gewissenhaft ausgeführt, hätte er in seinem Gestank weiterschlafen dürfen.

Ich hoffe nur, daß beim Öffnen der Fenster, zum Lüften des Schlafzimmers, wegen des austretenden Gestanks nicht die Vögel tot vom Himmel fallen. Den armen gefiederten Flugkünstlern wird bei einem solchen, unappetitlichen Mief, das Singen auf jeden Fall vergangen sein. Menschenrechtskonventionen verbieten ja eigentlich den Einsatz von Giftgas, auch wenn es in der Geschichte immer wieder eingesetzt wurde, beispielsweise in China, seit dem 4. Jahrhundert, als man mit dem Rauch von verbrennenden Senfkörnern und dem Einsatz von Gebläsen, die feindlichen Soldaten betäubt hat um sie dann niederzumetzeln. Die Mongolen haben aus dieser Methode gelernt und prompt in der Schlacht bei Liegnitz 1241, mit „Dampf ausstoßenden Kriegsmaschinen“, die christlichen Ritter in Erschrecken und Bedrängnis versetzt. Das gleiche geschieht jetzt mit der Vogelwelt rund um die Schlafzimmerfenster meiner beiden Stinker.

Mich selbst und mein pfälzisches Städtchen möchte ich kurz vorstellen: Ich bin ein großer, schwarzer Maine Coon Kater und meine Ahnenreihe setzt sich aus britischen Siedler Katzen, sowie langhaarigen russischen und skandinavischen Pfotengängern zusammen. Mein Urvater, „Captain Jenks of the Horse Marines“ löste bei seiner Beurteilung im Jahr 1861, in den Katzenausstellungen von New York und Boston, höchste Bewunderung und Ehrungen aus. Mein üppiges, glänzendes Fell hält mich warm und ich kann auch den härtesten Wintern trotzen. Gegen Wasser bin ich nicht allergisch und kann sogar gut schwimmen, falls dies erforderlich sein sollte. Meine golden-grün leuchtenden Augen und mein Kampfgewicht, das mittlerweile bei etwas über 7.000 Gramm liegt, machen aus mir eine ausdrucksvolle Erscheinung und in Katerkreisen zu einem gefürchteten Kämpfer. Mein eigentliches Domizil befindet sich in einem kleinen pfälzischen Städtchen, in der 3.Querstraße Nummer 12. Die Straßen im Ort sind teilweise einfach durchnummeriert, bösartige Zungen behaupten immer wieder, der Grund war die Unmöglichkeit betrunkener Pfälzer, sich Straßennamen zu merken, wenn sie auf der Suche nach ihrem Haus waren. Zudem fällt es auswärtigen Besuchern schon schwer genug die pfälzische Sprache nachzuvollziehen, in Verbindung mit Alkohol wäre es dann gänzlich unmöglich gewesen sinnstiftende Wort aus dem Mund eines Pfälzers, richtig zu deuten. Einfacher war dann die Nummerierung der Straßenanzahl, die sich einfach auch mit den Fingern zeigen lässt. Dies funktioniert selbst dann, wenn der betreffende Pfälzer, durch Straßen kriechend sein Haus, und somit sein Bett sucht. Wie gesagt, dies behaupten bösartige Zungen, die sich aber nicht scheuen jedes Wochenende in die Pfalz zu fahren um ein Weinfest zu besuchen. Traditionell ist das erste Weinfest die „Rotweinwanderung in Freinsheim“, die jedes Jahr, Ende Januar, in den Weinbergen dieses Städtchens stattfindet. An vielen Zelten bieten verschiedene Weingüter Essen und Trinken an. Die Geselligkeit und die gute Laune stellen sich dann von selbst ein. Auch Schnee, Eis und Regen können nicht verhindern, dass diese Wanderung durch die Weinberge einen enormen Zuspruch hat. Sogar Amerikaner und Saarländer lassen sich diesen Termin nicht entgehen. Meine beiden Mitbewohner Martina und Manfred übrigens auch nicht.

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