Leonie Reuter - Mit Sudoku und Beratung an die Börse

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Mit denglischen Beraterverstand entsteht auf Wunsch eines Staatssekretärs aus einer verstaubten Verwaltung ein modernes Dienstleistungsunternehmen. Auf dem Weg der Umwandlung, der an der Börse endet, gehen nicht nur einige Mitarbeiter verloren.
Das Buch «Die Anstalt» handelt von einer Verwaltung, die sich mit öffentlichen Immobilien beschäftigt und die auf Wunsch des Ministeriums in ein modernes zeitgemäßes Dienstleistungsunternehmen umgewandelt werden soll. Alles beginnt an einem ganz normalen Morgen im Berliner Finanzministerium der Nachwendezeit. Ein Staatssekretär, der keine Lust mehr darauf hat, langweilige Steuervorgänge zu bearbeiten, lässt eine Teilakte hinter seinem Schrank verschwinden.
Der dabei aufgewirbelte Staub bringt ihn nicht nur zum Husten, sondern auf eine geniale Idee. Er will die verantwortliche Hausverwaltung in einer modernes Unternehmen umwandeln und dabei unbedingt seinem Minister beweisen, wie wirtschaftlich und modern sein neues Unternehmen arbeiten kann.

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Nach einem weiteren halben Jahr entschied sich der Staatssekretär, der langsam die Geduld verlor, in einer einsamen Nacht- und Nebelaktion für die Rechtsform der GmbH. „Eine GmbH ist immer gut,“ ließ er im Kreise seiner Mitarbeiter verlauten, „denn dann muss im Notfall keiner haften. Ja, ich denke eben an alles“, fügte er triumphierend hinzu. Leider fiel dem Abteilungsleiter der Steuerabteilung, dem die Entscheidung zur Mitzeichnung vorlag, genau eine Woche später auf, dass bei dieser Rechtsform nicht unerhebliche Summen an Steuern an den Fiskus zu zahlen wären.

Das teilte er in einem vertraulichen Gespräch dem Minister und dem Staatssekretär mit. Gegen neue sprudelnde Steuereinnahmen hatten die Vertreter des Staates zwar grundsätzlich überhaupt keine Einwendungen; diese Einnahmen aber selber zu finanzieren, war dann vielleicht doch nicht der richtige Weg, um mit der Sanierung des Staatshaushaltes zu beginnen. So wurde die Idee der GmbH Lösung still und einvernehmlich im Zimmer des Finanzministers für immer begraben.

Es blieb nichts anderes übrig, als noch einmal alle Arbeitsgruppen neu ein zu berufen. Alle bisherigen Überlegungen wurden intensiv überdacht und viele neue Aspekte beleuchtet. Der Staatssekretär musste sich derweil wieder mit lästigen steuerlichen Fragen zu Außenhandelsabkommen und Umorganisationen der Zollverwaltung beschäftigen. Zudem standen Wahlen im Lande an, die die politischen Verhältnisse änderten.

So verlor der Staatssekretär sein Lieblingsprojekt, das Immobilienunternehmen zwangsläufig ein wenig aus den Augen. Nach der Wahl wurden wie es so die allgemeine Übung war, viele Führungskräfte im Ministerium ausgetauscht. Da der Staatssekretär bislang jedoch weder positiv noch unangenehm aufgefallen war und auch niemand wusste, wo man ihn ansonsten hätte in seinen letzten verbleibenden Dienstjahren unterbringen könnte, überlebte er als einzige Spitzenkraft die Wahl in seinem Amt.

Durch den neuen Finanzminister und die vielen neuen Ministerialdirigenten gab es nun nochmals vollkommen neue Überlegungen für die Umstrukturierung der Immobilienverwaltung, denn letztlich sollten ja auch parteipolitische Überlegungen bei diesem innovativen Projekt nicht vollkommen unberücksichtigt bleiben.

Dem Staatssekretär, der sich mit seinen engsten Mitarbeitern in seiner Position gehalten hatte, und der nach Monaten wieder mit seiner Idee konfrontiert wurde, war das Thema mit dieser neuen politischen Richtung jedoch mittlerweile fast ein wenig lästig. Im Hinterkopf hatte er seine Idee mit der GmbH, die so kläglich gescheitert war, noch nicht wirklich verarbeitet. Nun hatte er das Gefühl, dass seine Idee von dem politischen Gegner als dessen Erfolg verkauft werden sollte.

Um das zu verhindern, wies er seine Abteilungsleiter im Monatsgespräch für diese vollkommen überraschend an, doch auch einmal darüber nach zu denken, wie man die gesamte alte Verwaltung auf anderem Wege als durch Umbau in ein Unternehmen eliminieren könnte. „Stellen Sie sich vor, dass es keine Immobilienverwaltung mehr gibt“, hob er an. „Dann hätten wir auch keine Kosten mehr für die Bediensteten, auch nicht für die Liegenschaften und deren Instandhaltung. Stellen Sie sich diesen Erfolg vor.“ Der Staatssekretär blickte in absolut verständnislose Gesichter, die aussahen als wenn sie nicht richtig gehört hätten.

Wie war es möglich, dass der Staatssekretär auf einmal über sein seinerzeitiges Lieblingsprojekt so redete, als wenn er nie etwas mit diesem Unternehmen zu tun gehabt hätte. Da keiner richtig überzeugt zu sein schien, fuhr der Staatssekretär mit lauter fester Stimme fort. „Wir würden zum Beispiel Unsummen von Geld für Berater sparen.“ Dann verließ er hastig den Raum und überließ seine Abteilungsleiter sprachlos. Als diese ihre Sprache wieder gefunden hatten, gingen sie an die Arbeit und trugen im Laufe der nächsten Wochen allerlei Ideen zusammen, die sie im nächsten Monatsgespräch vortrugen.

„Vielleicht käme ein Verkauf der gesamten Liegenschaften an einen reichen Scheich in Arabien in Betracht oder ein Verkauf an einen großen Immobilienfond“, besagten die Vorstellungen aus den Abteilungen. „Auch mit den Russen ließe sich vielleicht ein Geschäftchen machen“, sinnierte der Staatssekretär. Doch noch ehe die Runde sich im nächsten Monatsgespräch zu einer Lösung durchringen konnte, hatte Personalrat Gerüchte weise von den neuen Plänen des Staatssekretärs erfahren und nun sämtliche Kräfte gegen diese neue Linie mobilisiert.

Als das wiederum der Staatssekretär bemerkte, rief er sofort einen Krisenstab im Ministerium zusammen. Doch der konnte nicht mehr helfen. Von allen Seiten erreichten den Minister Petitionen und Schreiben von Interessenverbänden. Da half dem Staatssekretär nur noch ein sofortiger Änderungskurs, denn im Moment schien er mit seinen neuen visionären Vorstellungen leider keine Chance im politischen Raum zu haben. Und ehe er noch den Rauswurf aus dem Ministerium riskieren würde, stellte er lieber seine Verkaufsideen zurück. „Jedenfalls bis zur nächsten Legislaturperiode“, ließ er in der intimen Kantinenmittagsrunde im Ministerium verlauten.

Infolgedessen wurde weiter an dem Aufbau des neuen Immobilienunternehmens gearbeitet. Nach und nach wurden auch immer mehr Mitarbeiter beteiligt, die sich in den verschiedenen Implementierungsgruppen mit eigenen Ideen und Vorstellungen beteiligen konnten. Dadurch war kurz vor der Entstehung des Unternehmens doch noch gewährleistet, dass neben den vielfältigen Beratern und Gremienbeteiligten auch der einfache Sach- und Fachverstand mit in die Überlegungen einfließen konnte.

Kleine Pannen am Rande in der Form, dass die vom Ministerium entwickelte Datenbank nicht geeignet war, die gesamten Liegenschaftsdaten aufzunehmen und langsam auch der letzte Sachbearbeiter vor Ort dadurch seine eigenen Liegenschaften aus den Augen verlor, mussten hingenommen werden. „Kleine Kollateralschäden“, wie der Staatssekretär zu sagen pflegte.

Doch um zu beweisen, dass er und das Ministerium nicht im Kleinen dachten und an richtigen großen Lösungen interessiert war, wurde beschlossen, die ganzen selbst gebastelten Datenbanken aufzugeben und die beste und teuerste auf dem Markt erhältliche Software SUP einzuführen. SUP sollte gekauft und installiert werden und „Dann wird dieses SAP, nee SUP für uns die Arbeit machen“, verkündete der zuständige Abteilungsleiter im Ministerium, der für Datensicherheit zuständig war und mit dieser neuen Aufgabe der Implementierung des SUP durch den Staatssekretär persönlich beauftragt worden war.

Dem Staatssekretär war klar, dass durch die Abschaffung sämtlicher bestehender Datenbanken und der Implementierung von SUP immense Kosten entstehen würden. „Diese Kostenlawine“, ließ er in einer amtlichen Pressemitteilung verlauten, „werte ich als Indiz für wahre Wirtschaftlichkeit. Wir dürfen bei dem Aufbau eines Staatsunternehmens nicht an der falschen Stelle sparen.

Jedes Großunternehmen arbeitet mit SUP und genau das werden wir auch tun. Das ist ein kleiner Preis für eine moderne Verwaltung“. Ein kleines Unternehmen mit Sitz in Wallstadt freute sich über den neuen Kunden und schickte viele Berater, die SUP allerorts in der alten Verwaltung installierten, erklärten und fast 8000 Beschäftige der Verwaltung schulten.

Um für die Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass hier tatsächlich ein modernes Dienstleistungsunternehmen entstehen sollte, wurde für die Implementierung des SUP noch ein eigener Stab gegründet, der von einem Beratungsunternehmen, das wiederum Subberater beauftragte, geleitet wurde. Dieser Stab erhielt den Namen BuLiMie. Das sollte Bundesrepublik, Liegenschaften und Mieten heißen. Jeder der über 8000 Beschäftigen wurde fortan in BuLiMie geschult und die Aktien des kleinen Unternehmens in Wallstadt stiegen weiter.

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