Ulrike Puderbach - Blinder Hass

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In Hannover stellt eine mysteriöse Mordserie die Kommissare des K9 vor ein Rätsel. Der Täter mordet wahllos und äußerst brutal. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren und zieht einen namhaften Profiler zu Rate, doch erst ein Hinweis auf die Vergangenheit des Täters bringt die Kripo auf die richtige Spur, die sie zunächst nach Frankfurt führt. Dabei spannt der Täter sein Netz in Hannover um ein ganz bestimmtes Opfer ....

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Sonntag, 15:20 Uhr

Robert saß auf dem Sofa, gedankenverloren blickte er auf den Fernseher, in dem ein Formel 1-Rennen lief. Anna, die sich nicht besonders für Motorsport interessierte, lehnte mit den Rücken an ihm und schmökerte in einem historischen Krimi aus dem mittelalterlichen England. Plötzlich, als würde sie seine geistige Abwesenheit spüren, ließ sie das Buch sinken. „Was beschäftigt dich so sehr?“ Er drehte sich zu ihr und legte beide Arme um sie, als hätte er furchtbare Angst sie zu verlieren. „Mir gehen diese beiden Morde einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin jetzt seit über fünfzehn Jahren beim K9 und habe viel gesehen in dieser Zeit. Mir war auch immer klar, dass es ja schließlich mein Job ist, mich mit dem ganzen menschlichen Abschaum auseinander zu setzen. Aber dieses Mal ist irgendetwas anders. Mir fehlt der nötige Abstand. Und mir graust es davor, dass Marina und ich morgen schon wieder zu einer Familie oder einem Angehörigen gehen müssen, um ihnen zu sagen, dass ihre Ehefrau, Mutter, Schwester oder was auch immer nicht mehr zurück kommt.“ Anna nahm seine Hände zwischen ihre, als wollte sie ihm Kraft spenden und auch wenn sie es selber gar nicht so bewusst wahrnahm, war es genau das, was sie tat. „Wisst ihr denn schon, wer die Frau ist?“ wollte sie wissen. „Nein, wir haben absolut keine Ahnung. Sie hatte weder Papiere noch Geld bei sich. Ich vermute, der Mörder hat ihre Handtasche mitgenommen und sie dann irgendwo entsorgt. Wir müssen jetzt einfach auf eine Vermisstenmeldung warten und dann hoffen, dass die Beschreibung genau genug für eine Identifikation ist.“ Er schüttelte den Kopf, als wolle er all diese Dinge für einen Moment aus seinem Kopf verbannen. Anna ergriff die Initiative. Sie zog ihn an der Hand vom Sofa hoch. „Komm, wir schnappen uns den Hund und gehen mal eine Stunde vor die Tür. Das wird dir gut tun – vom Autorennen bekommst du eh nichts mit.“ Er blickte sie an. „Du bist einfach das außergewöhnlichste Geschöpf auf dieser Welt. Du schaffst es immer wieder, mich zu überraschen.“ Er nahm sie in die Arme und küsste sie. „Du hast Recht, wir gehen jetzt runter an die Leine und füttern die Enten. Das haben wir schon ewig nicht mehr gemacht.“ „Na hoffentlich versteht Laika unter Enten füttern nicht Enten futtern“, grinste Anna. Zur gleichen Zeit saß Marina zusammen mit Hartmut in seiner Wohnung. Auch ihr wollten die schrecklichen Bilder dieses Wochenendes nicht aus dem Kopf gehen. Auch Hartmut spürte, dass seine Freundin etwas bedrückte, also schlug er vor, doch spontan ins Kino zu gehen, damit sie ein bisschen abgelenkt war. Marina nahm den Vorschlag dankbar an. Sie entschieden sich für die 16:30 Uhr-Vorstellung von „Star Wars – Episode VII“. Von Hartmuts Wohnung war das Kino in einer Viertelstunde zu Fuß gut zu erreichen und Hand in Hand schlenderten sie durch die Straßen. Marina drehte sich zu ihm um und sagte: „Du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dich zu haben.“ Er guckte ein bisschen dümmlich und wusste nicht, was er darauf antworten sollte, also zog er sie einfach fester an sich und küsste sie auf die Stirn.

Montag, 8:15 Uhr

Robert und Marina trafen fast gleichzeitig auf dem Revier ein. Sie parkten nebeneinander und gingen dann die Treppen zu ihrem Büro im zweiten Stock hoch. Ihr Chef Kommissariatsleiter Schulze war schon da und erwartete sie mit einem Kaffee. Er wusste, dass sie beide ein hartes Wochenende hinter sich hatten. Er schätzte seine beiden Ermittler, ihm war bewusst, dass sie ein Topteam waren und ihm war auch klar, dass er sie hegen und pflegen musste. Dieser Job, der einen immer wieder an die Grenze brachte, verlangte den Kollegen unglaublich viel ab und er wollte die beiden noch lange in seinem K9 behalten. „Guten Morgen, die Herrschaften“, begrüßte er sie. „Das war ja mal ein ereignisreiches Wochenende, der Polizeipräsident hat heute Morgen um kurz nach sieben schon angerufen. Können Sie mir denn schon etwas sagen?“ Robert nahm dankbar die Kaffeetasse entgegen, die Marina ihm reichte, nippte an dem starken schwarzen Getränk und blickte Schulze an. „Viel können wir noch nicht sagen. Die beiden Morde weisen keinerlei Gemeinsamkeit auf. Das erste Opfer war eine junge Studentin, das zweite eine Hausfrau circa Ende Dreißig. Die Studentin hat er mit dem Messer massakriert und ausbluten lassen, die Hausfrau hat er regelrecht zu Tode geprügelt. So etwas habe ich selten gesehen. Übrigens ist das mit der Hausfrau nur eine Vermutung, wir haben keine Papiere bei dem Opfer gefunden.“ Schulze griff nach zwei Papierbögen auf Roberts Schreibtisch. „Heute Morgen sind zwei Vermisstenanzeigen reingekommen, vielleicht passt ja eine zu Ihrem Opfer.“ Jeder der beiden Kommissare nahm einen Bogen. Marina blickte nach einem kurzen Überfliegen wieder auf. „Das hier könnte passen. Christa Weber, 39 Jahre, Hausfrau, wurde heute Morgen in aller Herrgottsfrühe von ihrem Mann Walter als vermisst gemeldet. Laut seinen Angaben wollte sie am Samstagabend mit einer Freundin in die Stadt etwas essen gehen und danach noch irgendwo in eine Kneipe. Als sie abends nicht nach Hause kam, hat er zunächst gedacht, sie würde bei ihrer Freundin übernachten.“ „Wieso hat er nicht einfach mal auf dem Handy oder bei der Freundin angerufen?“ wollte Robert wissen. „Keine Ahnung, das werden wir ihn dann gleich mal selber fragen.“ „Jedenfalls hat er dann heute Morgen direkt eine Vermisstenanzeige aufgegeben.“ Sie blickte Schulze an. „Haben Sie etwas Bestimmtes, sonst würde ich vorschlagen, wir fahren als erstes zu diesem Walter Weber und finden heraus, ob seine Frau das Opfer war.“ Schulze schüttelte mit dem Kopf. „Nein, fahren Sie ruhig. Bei Professor Hofmann sollten Sie auf keinen Fall vor heute Nachmittag aufschlagen.“ „Ne, sonst bewirft der uns hinterher noch mit Leichenteilen“, grinste Robert in Marinas Richtung, die ihre Augen zum Himmel drehte. „Du kannst es einfach nicht sein lassen.“ Sie tranken ihren Kaffee aus, verabschiedeten sich von Schulze und machten sich auf den Weg nach Kirchrode, wo das Ehepaar Weber eine Mietwohnung in der Tiergartenstraße bewohnte. Beide hatten ein mulmiges Gefühl im Bauch. Sie mussten vorsichtig herausfinden, ob ihre Tote überhaupt Christa Weber war. So etwas war immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Schließlich konnten sie ja nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen. ‚Wir haben da eine Leiche gefunden und sind der Meinung, es könnte Ihre Frau sein.‘ Sie fuhren die Tiergartenstraße entlang, gepflegte Mehrfamilienhäuser mit hübsch bepflanzten Balkons reihten sich aneinander. Überall grünte und blühte es – es war Frühling. Vor Nummer 48 hielten sie an und stellten das Auto in einer Parkbucht ab. Insgesamt vier Klingelschilder waren an der Tür, das zweite von oben trug die Aufschrift „W. u. C. Weber“. Robert atmete tief durch und presste dann den Finger auf die Klingel. „Ja bitte“, kam es aus der Sprechanlage. „Herr Weber, wir sind Beamte von der Polizei, wir kommen wegen Ihrer Vermisstenanzeige“, Marina hatte das Wort ergriffen. Der Türöffner summte und die Kommissare betraten ein sauberes weiß gefliestes Treppenhaus. Moderne Gemälde zierten die weiß verputzten Wände, alles sah bieder und bürgerlich aus. Sie stiegen die Treppe hoch, oben stand ein unscheinbarer Mann Mitte Vierzig in Cordhosen und Karohemd im Türrahmen und blickte die beiden Kommissare erwartungsvoll an. Marina wurde flau, dieser Mann hoffte, dass sie ihm seine Frau zurück brächten, stattdessen würden sie ihm wahrscheinlich den Boden unter den Füßen wegziehen müssen. „Robert Kunz vom K9. Das ist meine Kollegin Marina Thomas“, stellte Robert sie beide vor. „K9, Mordkommission?“ Herr Weber schaute sie fragend an, er wirkte verunsichert. „Kommen Sie doch bitte herein.“ Er trat einen Schritt zurück und sie folgten ihm durch einen mit hellen Möbeln ausgestatteten Flur in eine hellblaue Küche. Alles wirkte aufgeräumt und sauber. Herr Weber bedeutete ihnen, am Küchentisch Platz zu nehmen. „Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten? Kaffee, Tee, Wasser?“ „Ein Wasser für mich, bitte“, sagte Marina. “Für mich auch.” Herr Weber ging zum Schrank, holte drei Gläser und eine Flasche Wasser von der Anrichte. Er setzte sich zu den beiden an den Tisch und goss ein. „Warum kommt die Mordkommission wegen einer Vermisstenanzeige?“ Noch während er die Frage stellte, schien es ihm bewusst zu werden. „Wir wissen noch gar nichts Endgültiges“, beeilte sich Marina zu sagen. „Haben Sie vielleicht ein aktuelles Foto von Ihrer Frau? Wir müssen einfach alle Möglichkeiten prüfen.“ Herr Weber stand auf, suchte mit fahrigen Bewegungen in einer Küchenschublade und förderte ein etwas zerknittertes Foto zu Tage. Er reichte es Robert mit einem entschuldigenden Schulterzucken. „Das habe ich vor einigen Monaten bei einem Ausflug gemacht.“ Robert nahm das Bild entgegen und bereits ein kurzer Blick bestätigte die Befürchtungen, die er schon seit dem Betreten der Wohnung wie ein Damoklesschwert über sich gespürt hatte. Die Frau auf dem Foto war eindeutig die ermordete Frau von gestern. Robert atmete einmal tief durch und reichte das Bild an seine Kollegin weiter. Sein starrer Blick verriet ihr alles, bevor sie auf das Foto schauen konnte. Auch Weber hatte die Reaktion des Kommissars bemerkt. Er wurde zusehends nervöser. „Es tut uns sehr Leid, Herr Weber“, begann Robert, aber Weber kam ihm zuvor. „Ist meiner Frau etwas zugestoßen? Ist sie … tot?“ Er brachte das Unglaubliche fast nicht über seine Lippen. Marina nickte. „Wir sind noch nicht ganz sicher, aber wir haben gestern eine weibliche Leiche in einer Pension gefunden. Wegen Ihrer Vermisstenanzeige sind wir erst einmal zu Ihnen gekommen. Aber nach dem Foto zu urteilen, handelt es sich um ihre Frau.“ Weber sackte kraftlos in seinem Stuhl zusammen und begann zu zittern. Er begrub sein Gesicht zwischen den Händen. „Sie ist doch nie weggegangen. Warum ausgerechnet sie? Sie konnte doch keiner Fliege etwas zuleide tun“, schluchzte er verzweifelt. Marina stand auf und legte dem am Boden zerstörten Mann die Hand auf den Arm. In der Ausbildung lernten sie natürlich, dass es ein absolutes no-go war, persönliche Gefühle gegenüber Angehörigen oder Opfern zu zeigen, aber das ließ sich einfach nicht immer so in die Tat umsetzen, wie es in den Lehrbüchern stand. „Gibt es irgendjemanden, den wir für Sie benachrichtigen können? Angehörige, Kinder?“ „Unsere beiden Söhne studieren in Hamburg, aber mein Bruder lebt hier in Hannover. Er arbeitet in einer Versicherungsagentur. Die Nummer hängt im Flur an der Pinnwand.“ Robert ging in den Flur um zu telefonieren. Bei der Gelegenheit rief er auch den Hausarzt der Familie an, dessen Nummer ebenfalls an der Pinnwand hing und den er bat, vorbeizukommen um Walter Weber ein Beruhigungsmittel zu verabreichen. Zehn Minuten später waren sowohl der Arzt als auch Werner Weber, der ältere Bruder von Walter Weber da. Der Arzt überzeugte Walter Weber, sich im Wohnzimmer auf das Sofa zu legen. Er schob ihm den Ärmel des Hemds hoch und stach die Spritze mit der glasklaren Flüssigkeit in einem geübten Handgriff in die Vene. Weber zuckte noch nicht einmal, als die Nadel seine Haut durchdrang. Er starrte einfach nur mit leerem Blick ins Nichts – vielleicht in der Hoffnung, dass dies alles nur ein böser Albtraum war, aus dem er irgendwann erwachen würde. „Was haben Sie ihm gegeben?“, wollte Marina wissen. „10 mg Valium“, der Arzt packte seine Sachen wieder zusammen und klappte den Koffer zu. „Für die nächsten paar Stunden wird es helfen, aber nicht ewig. Es wäre gut, wenn jemand hier ist, wenn er wieder aufwacht.“ Der Bruder nickte ihm zu. „Ich werde hier bleiben und mich um alles kümmern. Ich werde die Söhne in Hamburg benachrichtigen und sobald es geht, melden wir uns bei Ihnen auf dem Revier.“ „Danke, hier ist meine Karte“, Robert reichte ihm die Hand. „Es tut uns wirklich sehr Leid, was mit Ihrer Schwägerin passiert ist.“ Werner Weber nickte dankbar und schüttelte dem Kommissar die Hand. Dann drehte Robert sich zu seiner Kollegin um. „Hier können wir nichts mehr ausrichten. Aus dem Mann kriegen wir nichts raus. Wenigstens haben wir jetzt Gewissheit, wer unsere Tote ist. Alles andere müssen wir später machen.“ Sie verließen gemeinsam mit dem Arzt die Wohnung. Schweigend gingen sie nebeneinander her zum Auto und fuhren zurück zum Revier. Dort wurden sie bereits von Schulze mit Neuigkeiten erwartet.

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