Christine Born - Nebel über Pisa

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Nina ist Lehrerin und Single. Privat sehnt sie sich nach einem neuen Partner. In der Schule stößt sie immer mehr auf Probleme. Unterricht und Lernen werden seit einiger Zeit nach Maßstäben der industriellen Produktion beurteilt. Nina zweifelt am Sinn der Evaluation, des Qualitätsmanagements und vieler anderer Reformen im Bildungsbereich. Auf einer Fortbildungsakademie sucht sie nach Inspiration und trifft David, der sich zum Evaluator fortbilden lässt. Ausgerechnet! Mit ihm kann sie aber über alles reden und flirten. Beim Abendkonzert begegnet ihr einen Tag später der Cellist Jorge. Ist einer der beiden neuen Männer ihr Mr. Right? Gibt es eine neue Liebe für Nina? Und wie geht es beruflich weiter?

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Stephanie hatte sich einen braven Studienrat im Gesamt-Schulzentrum geangelt und eine Musterfamilie mit Martin gegründet. Not bad! Nina war über Paul gestolpert, den smarten und charmanten Ingenieur, dem das Promovieren anscheinend über alles ging. Nach einigen Jahren wurde klar, weshalb er immer so fleißig vor dem PC saß. Paul lotete sämtliche Kommunikationssysteme aus, die das Internet so hergab und datete fleißig, sobald er sich in sein Appartement nach Heidelberg zurückzog. Nebenbei betätigte er sich als Workaholic und wollte es zum Professor bringen. Er war in seinem Fachgebiet intelligent bis genial. Das musste man zugeben. Aber in seinen privaten Beziehungen scheute er die Tiefe und versuchte sie mit Seitensprüngen zu relativieren. Nicht umsonst war Einstein sein Vorbild.

Eine verheiratete Marie-Anne hatte es ihm besonders angetan. Nina ging mittlerweile davon aus, dass er mit ihr schon vor ihrem Eintritt in sein Leben liiert war. Aber wozu über untreue charmante Halbmachos mit Professorentitel nachgrübeln und den Seelenschmerz noch vertiefen? Und immer noch weinen, wenn sie an ihn dachte? Das alles war schon einige Zeit her und so richtig traute Nina seitdem keinem Mann mehr über den Weg. Sie waren anscheinend meist unehrlich und verbargen ihre Schwächen und Fehler, besonders in der Phase des ersten Kennenlernens. Und wenn es in der Beziehung nicht so lief, wie sie es sich vorstellten, suchten sie nicht das Gespräch, sondern wichen aus.

Das Zimmer im ersten Stock war ganz nett und hell. Es war einfach möbliert und hatte einen schönen Ausblick. Man konnte auf ein sanftes Tal sehen mit Wiesen und Obstbäumen. Nina wusch sich die Hände, zog den Lippenstift nach und warf sich ein Lächeln im Spiegel zu. Sie gefiel sich, mit ihren halblangen kastanienbraunen Haaren, die ihr Gesicht umrahmten, auch wenn sie schon ein paar Falten um die Augen hatte. Irgendwie würde es schon weitergehen. Jetzt war sie erst einmal hier und wollte ein bisschen Kraft für den anstrengenden Schulalltag tanken. Mit ihrem Schreibzeug machte sie sich auf den Weg zum Pestalozzi-Raum. Hier sollte das Konfliktseminar stattfinden. Sie zog den Zettel mit dem Lageplan aus der Hosentasche und marschierte in den Innenhof des Gebäudekomplexes. Neben einer alten Linde führte eine Treppe zum Aufgang in die Lehrsäle.

Im Pestalozzisaal schwirrte und surrte es nur so: die Teilnehmer redeten und gestikulierten. Manche kannten sich wohl und umarmten sich. Auf dem Tisch am Eingang suchte Nina sich ihr Namensschild heraus, befestigte es an ihrem dunkelblauen Blazer und fand einen Platz in der Nähe der Tür. Von hier aus konnte man so schön hinaussehen. Die Fenster waren groß und ermöglichten den Ausblick auf den Park. Der Saal wirkte dadurch freundlich und hell. An einer Wand hing ein hübscher gewebter Wandteppich mit einem abstrakten bunten Motiv. Und - Herr Bucher war auch da. Glück gehabt!

Vorne standen schon Pinnwände mit bunten Info-Kärtchen und dem üblichen Blumenstrauß in der Mitte des Raumes, drapiert mit einem türkisenen Tülltuch. Nina würde nie verstehen, was es mit diesen pädagogischen Deko-Inseln auf sich hatte. Egal ob VHS-Kurs oder Gebetskreis, Yoga oder Mütterberatung. Überall die gleichen langweiligen Mittelpunkte aus Pflanzen und/oder Kerzen. Als die Deko-Inselbewegung anfing, war es ja noch ganz spannend und man war überrascht über so manch schönen Einfall. Aber mittlerweile gehörten diese „Mitten" zum Standard und grenzten manchmal an Lieblosigkeit und Langeweile.

Jetzt hätte nur noch gefehlt, dass jeder auf seinem Platz ein Duplo liegen gehabt hätte. Zum Glück hatte Herr Bucher sich das gespart. Dieser Schoko-Input war vor allem schädlich für die Figur! Mehr Demokratie und weniger Schokolade! Das war ein Motto, das Nina unterstützte. Was sollten diese Bestechungsversuche mit Schoki und so? Meistens war etwas faul, wenn eine Schokoladenattacke geritten wurde. Über irgendetwas sollte man dann hinweggetröstet werden. Und oft musste man erst eine bittere Pille schlucken, bevor man ins Duplo beißen durfte.

Durch den Raum simmerte das Echo einer tibetanischen Klangschale. Herr Bucher hatte die Seminartricks drauf! Die aufgeregten Kolleginnen hatten durch ihre erhitzten pädagogischen Debatten leicht rote Köpfe und setzten sich jetzt auf ihre Stühle. Knapp 20 Teilnehmer, natürlich mehr Frauen als Männer, denn Frauen hatten anscheinend mehr Fortbildungsbedarf, blickten ihn erwartungsvoll an. Aber Herr Bucher agierte locker und feuerte eine ganze Reihe von Kennenlernspielchen ab, die mit viel Lachen durchgeführt wurden. Aktionssoziometrie. Aufstellen nach Dienstalter. Aus welchen Orten auf der imaginären Landkarte von Baden-Württemberg kamen die Teilnehmer? Kleine Interviews untereinander hoben auf Hobbies, die Inselfrage und Lieblingsbücher ab. Bis zum Mittagessen verging die Zeit sehr kurzweilig und fröhlich mit kommunikativen Übungen und ersten kurzen Gruppengespräche zu typischen Schulkonflikten. Um 14 Uhr sollte der theoretische Input erfolgen.

Bei dem Begriff Input dachte Nina immer an Babybrei aus dem Glas, der dem Kleinkind mit Hilfe eines Plastiklöffels in den Mund geschoben wurde. Mit dem Lätzchen wurde nachgewischt. Bloß nicht zu viel! Und schön mundgerecht! Leicht zu verdauen! Und ohne Anstrengung, kein Kauen, sondern einfach runterschlucken! Aber bitte keine Widerworte!

Mit diesem Bild im Kopf machte sie sich auf den Weg zum Mittagessen. Neben ihr schlurfte ein Kollege 40 + aus dem Schwarzwald. Er trug einen undefinierbaren Anzug, war Konrektor und hatte einen Besuch beim Friseur bitter nötig. Warum wollten diese Männer im Schulwesen einfach nicht verstehen, dass gut geschnittene Haare das A und O für ein einigermaßen erträgliches Styling waren? Auch und gerade bei grauen Haaren.

Dazu musste Mann mindestens alle fünf Wochen zum Friseur gehen und einem sparsamen Schwaben war es das nicht wert. Und die Schuhe! Wenn es einigermaßen elegante Lederschuhe mit ebensolchen Sohlen waren, dann war das sozusagen schon die halbe Miete. Aber diese Mindestkriterien wurden einfach nicht erfüllt. Für Personen, die in der Öffentlichkeit arbeiteten, stylten sich männliche Lehrkräfte einfach unzureichend. Dabei fanden Schüler und Eltern und auch Lehrerinnen ein bisschen coole Pädagogen meist viel peppiger. Nun gut, dieser Rolf hier hatte pseudogesunde Latschen an mit überdimensionalen Plastiksohlen. Als Konrektor verfügte er außerdem über ein enormes Potenzial an Konfliktthemen, die er bereitwillig mit allen teilte, ob die anderen sie hören wollten oder nicht. Für Unterhaltung war also gesorgt. Nina konnte einfach den Mund halten. Rolf würde das schon machen.

Im Speiseraum stand eine lange Schlange von Teilnehmern am Salatbüffet. Nina war klar, Deutsche liebten Schlangen. Da konnten sie zeigen, wie diszipliniert sie waren. Und alles wurde dadurch ein bisschen schwieriger, so wie im echten Leben eben. Man war nicht hier, um es sich einfach zu machen, schon gar nicht im Schulwesen! Nina ging gleich zu den Warmgerichten, hier war noch kaum jemand, nahm sich einen Teller und bediente sich easy-going: gebratenes Hühnchen, Reis, eine leichte Gemüsesoße. Das sah sehr lecker aus.

Auf der anderen Seite der Warmhalte-Theke entdeckte sie ihn. Mitte bis Ende 40, Top-Haarschnitt, lässiger Style und ein Grinsen im markanten Gesicht: „Tja, wie locker geht das denn? Schwaben lieben es kompliziert, scheint mir." Nina fiel sofort auf, dass dieser Herr nicht schwäbelte. Außerdem besaß er diese prickelnde Frechheit, die ihr so gefiel. „Wo sitzen Sie denn?", fragte er, als beide ihre Teller voll geladen hatten. „Ach, ich weiß auch noch nicht", Nina errötete leicht. „Wie wär's, wenn wir uns ein bisschen unterhalten, dort am Zweiertisch?" Nina konnte nur noch nicken.

Hoffentlich merkte dieser Kerl nicht, wie verdammt gut er ihr gefiel. Sie hatte keine Übung mehr mit coolen Typen. Und dann so auffällig an den Zweiertisch - der einzige im ganzen Speiseraum - wie sie gleich entdeckte. Gut, dass sie niemanden hier kannte. Er hieß also David Bernauer und kam ursprünglich aus Hannover.

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