Henryk Sienkiewicz - Sintflut

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Der historische Roman «Sintflut» von Henryk Sienkiewicz ist ein Zeitdokument der polnischen Geschichte. Spannend und realistisch beschreibt Sienkiewicz das Geschehen im schwedisch-polnischen Krieg (1655 – 1660). Die Erzählung hebt besonders die glücklichen Umstände hervor, die schließlich zur Errettung Polens vor den Besatzern führte. «Sintflut» ist ein Klassiker der polnischen Literatur.
Henryk Sienkiewicz war Träger des Nobelpreises für Literatur.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans in der Übersetzung von Winikoff.

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»Rufen Sie nicht die bösen Geister an, denn sie werden Sie erhören!« rief Alexandra aus.

»Was verlangen Sie von mir?«

»Seien Sie ehrenhaft.«

Beide schwiegen, im Zimmer wurde es ganz still. Man vernahm nur das schwere Atmen Pan Andreas'. Alexandras letzte Worte durchbohrten den Panzer, der sein Gewissen umhüllte. Er fühlte sich vernichtet, aber er wußte nicht, was er sagen, wie er sich verteidigen sollte.

»Leben Sie wohl!« sagte plötzlich Pan Kmicic.

»Leben Sie wohl, möchte Gott Sie eines Besseren belehren,« antwortete Alexandra.

Kmicic ging zur Tür, plötzlich drehte er sich wieder um, lief auf Alexandra zu und faßte ihre Hände.

»Um Christi willen! Wollen Sie, daß ich tot vom Pferde stürze?«

Alexandra brach in Schluchzen aus. Er umfaßte sie und hielt sie, die am ganzen Körper zitterte, in seinen Armen.

»Schlage mich! – Schlage mich! – Nur weine nicht, meine Teuerste. Ich bin schuldig. Ich werde alles tun, was du willst! – Ich schicke sie fort. – Ich werde in Upita alles in Ordnung bringen. – Ich werde mich bessern. Mache mit mir alles, was du willst, nur weine nicht und habe mich lieb!«

So beruhigte und liebkoste er sie.

»Fahren Sie,« sagte sie, als sie sich ausgeweint hatte. »Gott wird uns beide versöhnen. Ich zürne Ihnen nicht mehr, nur im Herzen, da tut es weh.«.

Der Mond stand schon hoch über den weißen Feldern, als sich Pan Andreas mit seinen Soldaten auf den Weg nach Lubicz machte.

Reue und Zorn stritten in seinem Herzen, doch das Gefühl des Ärgers über sich selbst gewann meist die Oberhand.

Dies war die erste Nacht seines Lebens, in der er mit seinem Gewissen Abrechnung hielt, und diese Rechnung bedrückte ihn mehr als der schwerste Panzer. Mit einem schlechten Rufe war er hierher gekommen, und was hatte er getan, um ihn zu verbessern? Am ersten Tage fand in Lubicz eine Orgie statt, seine Soldaten vergriffen sich an der städtischen Bevölkerung, er aber setzte dem noch die Krone auf, er schlug die Soldaten, die aus Poniewiez kamen, er ließ die Offiziere nackt durch den Schnee treiben! – Man wird ihm einen Prozeß anhängen, man wird ihn seiner Güter, seiner Ehre, vielleicht gar seines Lebens berauben. – Und er wird nicht wie früher eine Bande Gesindel zusammentrommeln und auf das Gesetz pfeifen können; denn er will heiraten, er will sich in Wodokty festsetzen, er will im regulären Heer dienen. Und da wird ihn der Arm des Gesetzes schon erreichen. Selbst wenn er auch straflos ausginge, wenn seine Gewalttätigkeiten keine Vergeltung fänden, er fühlt das Widerwärtige, das eines Ritters Unwürdige in allen diesen Vergehen heraus, und in seinem Gewissen und in Alexandras Herzen wird die Erinnerung an sie ewig leben.

Bei dem Gedanken, daß Alexandra ihn doch nicht verstoßen, daß sogar beim Abschied in ihren Augen Verzeihung zu lesen war, erschien das Mädchen ihm so gut wie ein Engel vom Himmel. Am liebsten wäre er umgekehrt, um ihr zu Füßen zu fallen, sie um Vergebung zu bitten und diese süßen Augen zu küssen, die heute sein Gesicht mit Tränen benetzten. Er fühlte, daß er dieses Mädchen liebte wie niemanden auf der Welt. »Ich schwöre bei der heiligen Jungfrau,« sagte er zu sich selbst, »ich werde alles tun, was sie von mir verlangt; ich werde meine Kameraden freigebig beschenken und sie ans Ende der Welt schicken. Es ist wahr, sie verführen mich immer zu allem Bösen. Gewiß werde ich sie in Lubicz betrunken und mit den Mägden zusammen antreffen,« Und ein furchtbarer Ärger darüber erfaßte ihn. »Ich werde es ihnen aber heimzahlen, sie sollen mich kennen lernen!«

In seiner Wut gab er dem Pferde die Sporen, daß es aufstöhnte, und der Wachtmeister Soroka sagte zu den Soldaten:

»Unser Rittmeister ist toll geworden, behüt uns Gott, daß wir ihm jetzt nicht unter die Hände kommen!«

Die Tore des Herrenhauses in Lubicz waren weit geöffnet. Kmicic staunte nicht wenig, als niemand in den Hof kam zu seinem Empfange. Er glaubte die Fenster hell erleuchtet zu finden, Violinenspiel und die fröhlichen Stimmen der Tanzenden zu vernehmen, aber nichts davon, – nur in zwei Fenstern des Eßzimmers flackerte ein unsicherer Lichtschein, alles andere war dunkel, stumm und taub.

Kmicic sprang vom Pferde herunter. Die Flurtür stand weit offen.

»He, wer ist da?« schrie Kmicic.

Niemand antwortete. Er rief noch einmal lauter. Ringsum Schweigen.

»Haben die gesoffen!« brummte Pan Andreas, und er knirschte mit den Zähnen vor Wut.

Er ging nach dem Eßzimmer. Auf dem ungeheuer großen Tische brannte die Talglampe. Beim Luftzug flackerte die Flamme so auf, daß Pan Andreas zuerst nichts sehen konnte. Als das Licht ruhiger geworden, sah sein Auge eine Reihe Gestalten an der Wand liegen.

»Haben sie sich zu Tode getrunken, oder was?« sagte er unruhig und ging an die erste Gestalt.

Das Gesicht war nicht zu sehen, aber an der weißen Hülle der Klarinette erkannte er Uglik. Er stieß ihn ohne weitere Zeremonien mit dem Stiefel an.

»Steht auf, Rindviehcher, steht auf!«

Aber Pan Uglik lag unbeweglich, und ebenso die übrigen. Niemand gähnte, niemand erwachte, niemand brüllte. Bald bemerkte Kmicic, daß alle auf dem Rücken lagen, in gleicher Lage. – Und eine unbestimmte Ahnung erfaßte sein Herz.

Er lief zum Tisch, griff mit zitternder Hand die Lampe und beleuchtete die Gesichter der Liegenden. – Seine Haare stiegen ihm zu Berge, ein so schreckliches Bild bot sich ihm dar. Dort lag Uglik, kaum konnte er ihn erkennen, denn sein Gesicht und Kopf glichen einer formlosen, blutigen Masse, ohne Augen, Nase und Mund. Daneben Zend mit fletschenden Zähnen und hervorgequollenen Augen, in denen das Entsetzen vor dem Tode sich widerspiegelte. Ranicki lag mit geschlossenen Augen über und über mit Wunden bedeckt. Da erblickte Kmicic Pan Kokosinski, seinen Liebling, seinen alten Gutsnachbar. Er schien ruhig zu schlafen, nur am Halse war eine tiefe Wunde, wahrscheinlich von einem Bajonettstich. Kmicic leuchte alle der Reihe nach ab. Als er das Gesicht des sechsten, Rekuc', beleuchtete, schien es ihm, daß die Lider des Unglücklichen leicht erzitterten.

»Rekuc! Rekuc!« schrie er, »ich bin es!«

Rekuc' Augen öffneten sich, er erkannte das Gesicht des Freundes und stöhnte: »Einen Geistlichen – schnell!«

»Wer hat euch getötet?« schrie Kmicic

»Die – But – ryms –« hörte er leise eine im Todeskampf brechende Stimme. Rekuc streckte sich noch einmal und war tot. – –

Kmicic ging schweigend an den Tisch, stellte die Lampe hin, ließ sich auf einen Stuhl nieder und strich mit der Hand über sein Gesicht. Schlief er? Sah er vor seinen Augen noch Traumbilder? Er wußte es selbst nicht. – Dann blickte er wieder auf die an den Wänden liegenden Leichen. Kalter Schweiß bedeckte seine Stirn, sein Haar stand zu Berge. – Plötzlich schrie er auf, so daß die Fensterscheiben in den Rahmen erzitterten: »Hierher! Alle hierher!« – –

Die Soldaten, als sie den Schrei hörten, stürzten ins Zimmer herein.

Kmicic wies mit der Hand auf die erschlagenen Kameraden: »Ermordet! Ermordet!« wiederholte er mit heiserer Stimme.

Die Soldaten traten zu den Leichen, einige zündeten Holzspäne an und beleuchteten die Liegenden. Nach dem ersten Augenblicke des Staunens entstand Lärm und Tumult. Man vernahm Drohungen und Flüche.

Kmicic, der bis dahin regungslos gesessen hatte, sprang auf und schrie: »Auf! zu Pferde!«

Es verging kaum eine halbe Stunde, und hundert Reiter flogen über die breite, schneebedeckte Straße dahin; voran ritt Pan Kmicic, ohne Mütze, das blanke Schwert in der Hand. –

Der Mond hatte gerade den höchsten Punkt am Himmelsbogen erreicht, als sein Licht sich plötzlich mit einem schwachen, rosigen Schein, der aus der Erde zu kommen schien, zu vermischen begann. Allmählich wurde der Himmel immer röter, bis ein blutiger Feuerschein die ganze Gegend einhüllte. – – Ein Feuermeer wütete in den Besitzungen der Butryms, und der rasende Kmicic schlug und mordete inmitten des Rauches, der Flammen und der Funken, die garbenweise zum Himmel flogen, die bestürzten und um den Verstand gekommenen Edelleute. –

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