Stefan Raile - Rückkehr nach Strapen

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Hier traten wir damals an. Ein schlanker Zivilist mit dunkler Hornbrille, der uns vom Sammelpunkt in Dresden begleitet hatte, erteilte die Befehle. Wir war-teten auf Fahrzeuge. Da sie lange nicht eintrafen, durften wir wegtreten. Ich stellte meinen Koffer auf die Bank und blickte mich um. Einige von uns hatten Anzüge an, andere Kordhosen und Lumberjacks, manche schienen in Arbeitssachen gekommen zu sein. Am auffälligsten war Peter Müller gekleidet. Er trug Knickerbocker, ein braunes, graugestreiftes Sakko und auf dem rothaarigen Kopf einen breitkrempigen Filzhut.

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Wir meldeten uns alle. Mergelt zögerte, sah von einem zum andern. Dann entschied er: „Genosse Bylak!“

Ich legte den Sicherungsgurt um, den Doblin mir reichte. Danach stieg ich übers Geländer und schwebte langsam an einem Seil abwärts. Unter mir brodelte das Wasser. Als eine Welle gegen meine Stiefel prallte, zog ich an der Signalleine. Sofort hörte man auf, den Strick nachzulassen. Ich presste die Oberschenkel gegen den Pfahl, schlug zwei Stahlkrampen ins Holz und dicht daneben zwei andere. Dann fädelte ich eins der dünnen Seile, die ich bei mir hatte, durch die Öffnungen, zurrte sie fest, schlang die Enden mehrmals ums Holz und verknotete sie.

Ich keuchte, meine Hände schmerzten. Nicht ausruhen, dachte ich. Weiter!

Noch zweimal schlug ich Krampen ins Holz, fädelte Seile durch die Öffnungen, umwickelte das Ganze so straff wie möglich und zurrte die Knoten fest.

Es fiel mir immer schwerer. Mit Mühe klomm ich am Brückenrand hoch und kletterte übers Geländer. Mergelt trat heran. „Geht‘s noch?“, fragte er.

„Natürlich, Genosse Leutnant!“

Den nächsten Pfosten befestigte Sigi, den folgenden Dudky. Sie arbeiteten zügig und zogen sich danach langsam über die Brüstung. Dudky mussten wir helfen.

Der Fluss stieg und stieg. Von den steilen Hängen ergossen sich zahlreiche Bäche ins enge Tal. Ständig kamen neue Rinnsale hinzu, der Regen – er fiel nun den dritten Tag – verstärkte sich. Dicke, schwere Tropfen prasselten. Sie schlugen mir hart ins Gesicht.

Im Wasser trieben weggerissene Bretter und Balken. Sie jagten auf den Wellen heran. Wenn sie einen Pfosten rammten, merkte ich, wie die Brücke erzitterte.

„Mehr können wir an den Pfeilern nicht tun“, sagte Mergelt. „Jetzt müssen wir Sandsäcke setzen, damit der Fluss die Böschung nicht unterspülen kann.“

Wir bildeten mit den anderen Gruppen eine Kette. Mergelt und Doblin reihten sich ein. Geschickt fing der Leutnant die Säcke auf, warf sie zu Müller und der zu mir. Ich schichtete sie übereinander. Wir arbeiteten pausenlos. Mir wurde heiß. Dicht unter mir gurgelte das Wasser. Es prallte gegen den Wall, schwappte hoch, glitt zurück.

Müller warf zu kurz. „Weiter!“, rief ich.

Aufrichten, fangen, absetzen. Das Blut klopfte hart in meinen Schläfen.

„Wechseln!“, befahl Mergelt.

Müller kam herunter. Ich sah, dass er ziemlich blass war. Würde er durchhalten?

Ich beobachtete ihn aus den Augenwinkeln. Plötzlich wurden seine Bewegungen eckig, er ließ einige Säcke fallen. Und dann schleuderte die Strömung eine Bohle gegen den Wall. Sie keilte sich mit einem Ende zwischen zwei Säcken fest und schaukelte auf dem Wasser. Müller bückte sich und versuchte, sie herauszuziehen. Da rutschte der Sandsack unter ihm weg. Er wollte zurückspringen. Doch zu spät! Er verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Flut.

Ich schrie: „Mann im Fluss!“

Müller griff nach der Bohle, erreichte sie aber nicht. Das Wasser riss ihn mit, auf die Brückenpfeiler zu. Ich stand Sekunden wie erstarrt. Auch die anderen rührten sich nicht. Als Erster fasste sich Doblin. Er eilte ans Ufer. In den Händen hielt er ein Seil, das wirbelte er wie ein Lasso um den Kopf und schleuderte ein Ende von sich. Es klatschte dicht neben Müller ins Wasser. Der klammerte sich daran fest. Ich rannte zu Müller und packte den Strick. Gleich danach sprangen Sigi, Bahle und Mergelt hinzu. Gemeinsam zogen wir, langten Stück um Stück nach. Das Seil straffte sich, die Strömung zerrte, wir mussten alle Kraft aufbieten. Unsre Stiefel drückten sich in die Sandsäcke. Ich dachte: Hoffentlich halten sie!

Mergelt kommandierte: „Hau-Ruck! Hau-Ruck!“

Der Strick schnitt schmerzhaft in die Haut, wir keuchten. Langsam kam Müller näher. Wasser schwappte ihm über den Kopf, und wir fürchteten, dass er loslassen könnte.

„Festhalten!“, rief Doblin.

Müller umkrallte das Seilende. Wir zogen, langten nach. Eine Welle überrollte ihn. Dann noch eine. Endlich war er am Wall, wir halfen ihm hoch. Er hing schlaff in unsren Armen und rang nach Luft.

„Zu den LKWs!“, befahl Doblin.

Sie standen oben auf der Straße. Wir trugen Müller hin und legten ihn auf eine Sitzbank.

Der Sanitäter fragte: „Schmerzen?“

„Nein.“

„Die anderen machen weiter“, entschied Mergelt.

Wir gingen auf unsre Plätze. Erneut flogen die Sandsäcke von Mann zu Mann. Meine Arme wurden gefühllos, aber sie bewegten sich unablässig: fangen, werfen, fangen. Der Regen peitschte, das Wasser gurgelte und wogte. Es brandete gegen die verstärkten Pfeiler, prallte von ihnen ab und quirlte unter der Brücke hindurch.

Wir arbeiteten lange. Das Scheinwerferlicht verblasste. Fahlgrau kroch der Morgen über die Hänge.

Endlich rief Mergelt: „Pause!“ Der Wind fetzte ihm das Wort von den Lippen. Er formte die Hände wieder zum Trichter und schrie noch einmal: „P-a-u-s-e!“

Wir tappten zu den LKWs. Müller hockte im Fahrerhaus und lächelte unsicher. „Ich konnte nicht mehr“, sagte er, „war fix und fertig.“

Ich bin‘s auch, dachte ich. Schlafen müsste man, sich einfach hinhauen und schlafen. Ich merkte, wie mir langsam meine Lider über die Augen rutschten, als Mergelt sagte: „Ihr wart gut. Wenn wir noch eine Weile ranklotzen, wird der Wall halten. Aber jetzt wollen wir uns erst mal stärken.“ Er griff in seinen Brotbeutel und holte eine Schnapsflasche heraus. „Nur Gläser hab ich keine.“

„Macht nichts“, meinte Dudky. „Wir leiden alle an der gleichen Krankheit.“

„So? An welcher denn?“

„Brand, Genosse Leutnant.“

Mergelt lächelte, öffnete den Verschluss und reichte Müller die Flasche. Der nahm einen Schluck daraus und gab sie an Dudky weiter. Ich sah, wie der schon beim Trinken genüsslich sein Gesicht verzog und hörte dann, dass er mit der Zunge schnalzte. „Bei meiner Seele“, sagte er, „solch köstlicher Tropfen hat lange nicht meinen Gaumen gekitzelt.“

Während die Flasche reihum ging, beobachtete ich die anderen. Der Alkohol wirkte bei allen, die abgespannten Gesichter belebten sich. Ich dachte: Woher hat er bloß den Schnaps?

Auch ich spürte, wie mir wärmer wurde.

Als Sigi die Flasche an den Mund führte, sagte jemand hinter uns: „Mir scheint, hier wird gezecht anstatt gearbeitet!“

Ich drehte mich um und erkannte Sawade, den Kompaniechef, der auf dem B-Krad die Einsatzstellen abfuhr. Sigi ließ seine Hand sinken.

„Genosse Hauptmann“, meldete Mergelt, „erster Zug bei einer kurzen Rast. Die Genossen müssen ein paar Minuten verschnaufen, sie haben geschuftet wie Berserker.“

„Die Pause geht in Ordnung“, stimmte Sawade zu, „aber nicht der Alkohol. Sie sind im Dienst!“

„Ich weiß“, erwiderte Mergelt. „Doch extreme Bedingungen rechtfertigen Ausnahmen, meine ich. Oder soll ich zusehen, wie die Genossen Soldaten aus den Stiefeln kippen?“

2

„Du bist so schweigsam“, sagt Mergelt. „Überlegst wohl?“

„Ein bisschen.“

„Ihr Schriftsteller seid verrückte Menschen: Könnt ihr mal kein Blatt bekritzeln, müsst ihr wenigstens meditieren.“

„So schlimm ist‘s nicht“, widerspreche ich. „Aber manchmal findet man wirklich keine Ruhe. Dann kommt einem alles Mögliche in den Sinn. Sogar Geschehnisse, die längst vergessen schienen.“

„Was ist dir denn eingefallen?“

„Der Einsatz an der Brücke. Erinnerst du dich?“

„Natürlich“, entgegnet er. „Sogar sehr gut. Für mich gab es nämlich noch ein Nachspiel. Sawade hat mir gehörig die Leviten gelesen und von einer Bestrafung wohl nur mit Rücksicht auf unsere Leistung beim erfolgreichen Hochwassereinsatz an der Gottleuba Abstand genommen.“

„Er hatte sich schon vor Ort tüchtig erregt“, sage ich. „Warum eigentlich?“

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