Harald Winter - Himmel
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Jonathan atmete auf, als die Felswände, die den Weg bisher gesäumt hatten endlich zurückwichen und das Gefühl erdrückt zu werden in gleichem Maße nachließ. Mit jedem Schritt den er zurücklegte wurde der Abstand zwischen den Wänden größer. Es war als würde er einen Trichter in der falschen Richtung durchqueren. Der Winkel in dem die Wände auseinander strebten wurde immer größer, bis sich vor Jonathan eine unübersehbar große Ebene ausbreitete, die bis zum Horizont und darüber hinaus erstreckte. Aber das war es nicht, was ihn dazu brachte erstaunt innezuhalten. „Was zum...“ murmelte er und bemerkte nicht, dass sein Mund offen stehen blieb. Er wandte den Kopf hin und her, aber egal wohin er den Blick richtete zeigte sich doch überall das gleiche Bild. Grabsteine, Kreuze und Hügel aus frisch aufgeschütteter Erde. Das da vor ihm war nichts anderes als ein gigantischer Friedhof. Der größte den er jemals gesehen hatte; jemals sehen würde. So etwas konnte nicht wirklich existieren. Niemand würde auf die verrückte Idee kommen einen Totenacker anzulegen, der die Fläche eines kleinen Landes einnahm. Das war ziemlich abgedreht, selbst für einen Traum. Jonathan rieb sich die Augen, blinzelte und stellte seufzend fest, dass er immer noch auf den größten Friedhof aller Zeiten starrte. Er sah kurz nach unten und vergewisserte sich, dass die Fußspuren, denen er folgte auch wirklich dort hinaus, in das Meer aus kleinen Hügeln und religiösen Symbolen eines Totenkults wiesen. Sie taten es. Wenn die Spur nicht irgendwo unerwartet die Richtung, dann würde er ihr mitten durch die Ruhestätte der unzähligen Begrabenen folgen müssen. Er hatte sich nie vor Friedhöfen gefürchtet; warum auch?; aber jetzt konnte er das unangenehme Gefühl, das langsam aus seinem Magen empor kroch nicht vertreiben. Ach komm schon. Gib einfach zu, dass du die Hosen schon jetzt voll hast. Das war angesichts dessen, dass er sich nicht in der realen Welt aufhielt keine Schande. Hier konnte wer weiß was passieren. Vielleicht erhoben sich die Toten aus ihren Gräbern und zerrten ihn mit hinab in die feuchte Dunkelheit oder taten etwas anderes, kaum weniger Unerfreuliches. Wie hieß es doch immer in den Geschichten? Stirbst du im Traum, dann stirbst du auch in der wirklichen Welt. Vielleicht nicht genau in diesen Worten, aber es traf den Kern der Sache. Hatte wahrscheinlich etwas mit der Angst und dem Stress den sie auslöste zu tun. Jonathan erinnerte sich daran, dass er das mit der Angst mal in irgend einem Magazin über Psychologie gelesen hatte. Linda kaufte diese Magazine manchmal, wenn sie das Bedürfnis hatte etwas für ihre Bildung zu tun. Für gewöhnlich las sie ein oder zwei Artikel und warf die Zeitschrift dann auf einen Stapel, der in irgend einer Ecke verstaubte. Manchmal warf er auch mal einen Blick hinein und las die Titel der Artikel; vielleicht auch mal die ersten Sätze, aber kaum jemals mehr. Hin und wieder blieb dann auch etwas hängen, mit dem er wenn er Glück hatte irgendwann angeben konnte. In der Situation in der er sich befand wäre es ihm lieber gewesen, er hätte den ganzen Stapel durchgearbeitet und würde wirklich etwas von der menschlichen Psyche, am Besten seiner eigenen, verstehen. Vielleicht hätte er dann gewusst wie groß die Gefahr war, dass ihm wirklich etwas zustieß. Vielleicht hätte er dann auch einen Weg gefunden, der aus dieser Traumwelt herausführte. Jonathan schloss ergeben die Augen und atmete einige Male tief durch. Im Augenblick gab es nur einen einzigen Weg für ihn und der führte ihn weiter in den wirren Traum hinein. Zuerst ging er nur zögerlich weiter während sein Blick unstet umher irrte und nach verdächtigen Bewegungen suchte. Jeder Grabstein und jedes Kreuz erschienen ihm bedrohlich und düster. Als nach einiger Zeit noch immer nichts geschehen war gab er seine Vorsicht auf und beschleunigte seine Schritte. Um ihn herum gab es nichts mehr anderes als Gräber. So viele, als wären alle Menschen die jemals gestorben waren hier begraben. Und dann begriff er. Vielleicht war es das. Er bildete sich ein, an dem Ort zu sein, an den alle irgendwann einmal kommen mussten. Aber auch hier gab es kein Leben nach dem Tod. Nur ein anderes Loch in der Erde, in dem die leeren Hüllen verrotteten. Jonathan musste trotz der bedrückenden Umgebung grinsen. Auch im Traum blieb er einigen seiner Prinzipien treu und fand Wege absurde Konzepte wie ein Leben nach dem Tod durch etwas anderes zu ersetzen. Etwas Fantasy war in Ordnung, aber es durfte nicht ins religiöse abgleiten. Das Grinsen verharrte nicht lange auf seinem Gesicht. Schnell gewannen die stumme Drohung und eine Gefühl von Traurigkeit von dem er nicht genau wusste woher es kam die Oberhand. Er blieb vor einem der Gräber stehen und las die Inschrift auf dem makellosen Grabstein, der aussah als wäre er gerade erst fertig gestellt worden. Jonathan Ross, 1961-2009 stand da. Sonst nichts. Nur der Name und die Zahlen. Unglaublich, welche Details in diesem Traum steckten. So etwas hatte er noch nie erlebt. Egal wohin er sich wandte; es gab keine blinden Flecken, keine Sprünge die sie sonst so oft in seinen Träumen auftraten. Kaum jemand träumte eine Geschichte vom Anfang bis zum Ende, mit all ihren Nuancen und Zwischenstufen. Das war auch gar nicht möglich, da sonst die meisten Träume den Rahmen einer einzigen Nacht gesprengt hätten. Es gab aber auch Anzeichen, die zeigten, dass er sich in einer Welt aufhielt, die seiner Vorstellung entsprang. Warum zum Beispiel war er noch nicht halb wahnsinnig vor Durst? Warum ließ der Hunger nicht längst seinen Magen knurren? Doch nur deshalb, weil er solche Details nicht in seinen Traum einbaute. Und vorhin war er eine Schlucht hinabgestürzt und hatte sich dabei nicht einmal verletzt. Nein. Nichts hier existierte wirklich. Auch nicht die unzähligen Toten die überall um ihn herum begraben waren. Als er sich aus aus dem Wust seiner Gedanken befreit hatte und eben weitergehen wollte, nahm er aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahr. Zuerst glaubte er, dass der fette Kerl ihn aufgestöbert hatte um sich weiter über ihn lustig zu machen, aber als er genauer hinsah wünschte er sich es wäre nur das gewesen. Seine Augen weiteten sich, als wollten sie aus den Höhlen fallen. Das was dort drüben, nur wenige Meter von ihm entfernt vor sich ging hätte gut und gerne in einen beliebigen Gruselfilm gepasst. Aus der lockeren Erde grub sich eine Hand, die nur noch aus Knochen zu bestehen schien. Irgend etwas versuchte sich aus dem verdammten Grab zu befreien. Er wollte schreien, aber seine Stimmbänder waren wie gelähmt. Er brachte nicht einmal ein Krächzen hervor. Wie hypnotisiert starrte er auf die bleiche Hand, der nun langsam ein mit Erde beschmierter Arm folgte. Jonathan blinzelte angestrengt, aber das Bild verschwand nicht. Er versuchte sich zu erinnern, aus welchem Film er eine solche Szene kannte. Oder war es ein Buch gewesen? Irgendwoher musste sein Unterbewusstsein die Idee für das nehmen, was es ihm vorgaukelte. Wenn er... falls er wieder erwachte würde er darüber nachdenken seine Gewohnheiten zu ändern. Weniger von all dem, das die Fantasie dazu anregte im mystische Gefilde abzugleiten. Solltest du nicht endlich irgend etwas unternehmen? Bald wird unweigerlich ein Toter vor dir stehen. Jonathan erwachte aus seiner Starre. Egal ob Traumwelt oder nicht; er hatte keine Lust auf eine Unterhaltung mit einem Auferstandenen. Er rannte los so schnell er konnte und bemühte sich dabei die Spur, die ihn zu Linda führen musste nicht aus den Augen zu verlieren. Immer wieder redete er sich ein, dass er sich nicht umdrehen durfte. Wenn er das tat würde er stolpern oder irgend etwas anderes Unangenehmes würde geschehen. Vielleicht sah er auch nur, dass ein Toter bereits die Hand nach ihm ausstreckte und ihn aus leeren Augenhöhlen anstarrte. Er rannte und würde erst stehen bleiben, wenn ihn die Kräfte verließen, oder ihn jemand … oder etwas aufhielt. Als ihm der Schweiß in die Augen rann und seinen Blick verschleierte wische er ihn mit dem Ärmel weg und wünschte sich gleich darauf es nicht getan zu haben. Überall reckten sich Gliedmaßen in unterschiedlichen Stadien der Verwesung hervor. Es schien als hätten alle Toten zugleich beschlossen, dass es Zeit war sich aus den Gräbern zu erheben; als wäre der Erste nur die Vorhut gewesen. Jonathans Herz begann noch schneller zu schlagen. Er hatte Angst. Einfache, kreatürliche Angst wie ein Kind, das sich in einem dunklen Wald verirrte. Gehetzt suchte er nach einem Ausweg, aber es gab keinen. Überall waren Gräber; Vor ihm, neben ihm und hinter ihm. Und überall wühlten sich verdammte Leichen aus dem Boden. Jonathan rannte bis seine Lungen zu bersten drohten und das Blut in seinen Schläfen pochte. Und dann noch etwas weiter. Aber egal wie sehr er sich anstrengte; er konnte den lebenden Toten nicht entkommen. Der Friedhof schien einfach keine Ende zu nehmen. Schließlich musste er stehen bleiben. Mit offenem Mund und hervorquellenden Augen starrte er keuchend auf die Kette von halb verwesten Leibern, die ihm den Weg versperrten. Verdammte Zombies. Gedanken an Silber und Weihwasser schossen durch seinen Kopf, wirbelten durcheinander und lösten sich wieder auf. Was übrig blieb war Leere. Er hatte seine Grenzen längst überschritten. Er wusste nicht wo er war, hatte keine Ahnung was mit Linda geschehen war und hatte keine Erinnerung daran, was in den Minuten Stunden? z wischen dem Moment wo er das Steuer des Wagens fester umklammert hatte weil es zu Regnen begonnen hatte und seinem Erwachen an diesem seltsamen Ort vorgefallen war. Das alleine reichte bereits aus, um ihn an der Grenze zwischen nervöser Unruhe und panischer Angst entlang balancieren zu lassen. Zumindest hätte er das erwartet. Aber hier schien nichts so zu sein, wie er es gewohnt war. Er war auf einem Berg herum geklettert, hatte einen schwebenden Mann getroffen und war eine Schlucht hinabgestürzt. Ganz nebenbei war da auch noch die Entführung seiner Frau und eine Spur, der er folgte wie Hänsel den Brotkrumen. Er hätte längst unter der Last der Eindrücke zusammenbrechen müssen. Er war kein Held; ja, er war noch nicht einmal besonders mutig; wie zum Teufel hatte er also so lange durchhalten können? Und wieso denkst du gerade jetzt dar ü ber nach? Da vorne warten ein paar Untote auf dich um dich... ja was eigentlich? Jonathan verspürte den irrationalen Drang zu kichern. Das Kaleidoskop aus Gedankensplittern in seinem Kopf drehte sich schneller und schneller. Die grotesk aussehenden Bewegungen mit denen die Untoten näher kamen reizten ihn einerseits zum Lachen und ließen ihn gleichzeitig vor Angst erstarren. Er war wieder ein Kind das vor Angst zitternd und im selben Moment freudig erregt einem Puppenspiel zusah in dem Zauberer, Helden und schreckliche Monster um die Vorherrschaft kämpften. Als die zum Teil bereits stark verwesten Leichen ihn erreichten und ihre Hände nach ihm ausstreckten war er völlig erstarrt. Nur noch seine Augen bewegten sich hektisch hin und her wie kleine Tiere, die ein Eigenleben hatten. Sein Mund stand halb offen und die Spitze seiner tonnenschweren Zunge ragte ein Stück weit daraus hervor. Plötzlich wurde es stockdunkel und alle Geräusche verstummten. Der Vorhang war gefallen; die Vorstellung zu Ende.
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