Harald Winter - Himmel

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Ein Leben nach dem Tod gibt es nicht. Gott ist nur ein Konzept. Das dachten Jonathan und Linda jedenfalls, bis ein Autounfall sie aus dem Leben reißt und sie in eine Welt stößt, die sie sich in den schlimmsten Alpträumen nicht hätten ausmalen können. Der Himmel ist nicht das, wofür die Meisten ihn halten. Nur ihre Liebe, die ein unlösbares Band zwischen ihnen schmiedet, gibt ihnen die Kraft sich gegen ewige Gesetze aufzulehnen, denen die Toten sich unterwerfen müssen.

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Jonathan blieb stehen, als er eine Veränderung in der ewig gleichen Landschaft bemerkte. Ungefähr einen halben Kilometer vor ihm – insofern sich die Entfernung ohne weitere Bezugspunkte abschätzen ließ – schien der Boden in einem ziemlich großen Gebiet dunkler zu werden, beinahe Schwarz. War das überhaupt noch feste Erde, oder gab es dort vorne vielleicht Wasser? Einen See? Oder gar eine Küste? Jonathan kniff die Augen zusammen und versuchte genauer zu erkennen worauf er sich zubewegte, aber es gelang ihm nicht. In dieser Einöde schien alles nahtlos ineinander überzugehen; sich zu einem nicht genau erkennbaren Brei zu vermengen. Egal. Geh einfach weiter, dann wirst du schon noch fr ü h genug sehen was es ist. Jonathan nahm seine Fährtensuche wieder auf und hoffte, dass die Spur ihn genau dorthin führen würde, wo es … irgendetwas gab, für das sich der Aufwand lohnte. Wenn es Wasser war – kein Salzwasser – dann konnte er endlich trinken und danach länger durchhalten, als er ursprünglich angenommen hatte. Vielleicht würde er sie dann doch noch finden. Vielleicht war sie auch irgendwo dort vorne. Er spürte wie neue Energie durch seinen Körper pulsierte, wenn auch nur schwach. Dennoch bewahrte ihn dieser dunkle Flecken davor die Hoffnung endgültig zu verlieren und nur noch auf den Tod zu warten. Was wenn er nicht kommt? Jonathan runzelte für einen Moment die Stirn und schob den Gedanken dann so schnell er konnte von sich, ohne eine Antwort auf die Frage zu kennen. Es brachte nichts, wenn er sich über Absurditäten den Kopf zerbrach. Einfach einen Fuß vor den anderen setzen und dabei mit brennenden Augen auf den Boden starren. Mehr musste er nicht tun. Schon nach einigen Minuten fiel er wieder in diese seltsame Trance, die ihn nicht merken ließ wie weit er ging, wie sehr der Durst bereits in seiner Kehle brannte und wie der ziehende Schmerz in seinen Muskeln immer stärker wurde. In seiner Welt existierten nur noch die Spuren im harten Boden und der vage Gedanke an etwas Wertvolles, das er unter allen Umständen finden musste. Er war der Realität so weit entrückt, dass er beinahe zu spät wahrgenommen hätte worauf er zusteuerte. Der dunkle Bereich war kein See; es war überhaupt kein Gewässer. Die dunkle Färbung, die er aus der Entfernung wahrgenommen hatte rührte auch nicht davon her, dass der Boden eine anderen Beschaffenheit aufwies. Er hörte einfach auf. Jonathan blieb dicht vor einem gewaltigen Abgrund stehen und bemühte sich die letzten Schleier der Trance zu zerreißen, die ihn daran hindern wollten klar zu denken. Er rieb sich die Augen und warf noch einen Blick auf die Spuren, die dicht vor dem Abgrund aufhörten, als wären die, denen er folgte einfach weitergegangen und abgestürzt. Dann trat er ebenfalls noch einen Schritt nach vorne. Und noch einen. Bis dicht an die Kante. Als er sich leicht nach vorne beugte um hinunter zu sehen wurde das Schwindelgefühl übermächtig und er wich hastig ein Stück zurück. Diese … Spalte war nicht einfach nur tief. Sie war verdammt tief. Und irgendwo dort unten schimmerte es rot wie im Krater eines aktiven Vulkans. Was zum Teufel... Nach einem seltsamen Berg, der so gar nicht in die Landschaft zu passen schien stand er nun vor dem passenden Gegenstück dazu. Ein Abgrund mitten in einer Ebene, der sicher zwei- vielleicht dreitausend Meter tief war. Etwas, das es eigentlich nur auf dem Meeresgrund gab. Aber langsam gewöhnte er sich an die Überraschungen, die dieser Ort bereithielt. Jonathan sah sich lange aufmerksam um. Die andere Seite des Spalts, dort wo sich die Landschaft eintönig wie in jeder anderen Richtung auch fortsetzte war ungefähr zweihundert Meter entfernt. Jeden Gedanken daran den Spalt zu überqueren konnte er also getrost abschreiben. Wenn er auf die andere Seite wollte, dann musste er das Gebilde schon umrunden, was angesichts der schieren Größe einen gewaltigen Umweg bedeutete. Außerdem hörten die Spuren, denen er wer weiß wie lange gefolgt war hier auf. Wozu sollte er also den Spalt umrunden? Auf der anderen Seite gab es sowieso nichts das ihn interessierte. Nein. Er musste hinunter. Den gleichen Weg nehmen, den auch seine Frau genommen hatte. Jonathan tastete sich erneut bis direkt zur Kante des Abgrunds nach vorne und sah vorsichtig nach unten. Da musste irgendwo... Ja. Da war es. Eine Möglichkeit zum Abstieg. So etwas wie eine besonders steile natürliche Treppe, die in die Tiefe führte. Wenigstens nahm er das an. Er konnte schließlich kaum mehr als zehn Meter der Treppe erkennen, bevor sie im Abgrund verschwand. Es gab kaum einen Unterschied zu einer senkrechten Wand. Normalerweise würde niemand ohne entsprechende Ausrüstung diesen Abstieg wagen – es sei denn er wäre ein Freikletterer oder ein Verrückter, was genaugenommen das selbe war, aber hier war nichts normal. Jonathan hatte nichts bei sich als das war am Leib trug und davon eignete sich nicht ein einziges Stück für Gebirgsexpeditionen. Trotzdem musste er dort hinunter. Die andere Möglichkeit war hier oben zu verdursten. Jonathan drehte sich um, schluckte trocken und tastete mit dem rechten Fuß nach dem ersten Stufenabsatz. Er musste rückwärts absteigen um nicht sofort abzustürzen. Er war kein Bergsteiger; schon gar keine erfahrener. Sein Fuß traf auf Widerstand, der wie ein kurzer Versuch zeigte sein Gewicht tragen konnte. Also stellte er auch den linken Fuß auf dem Vorsprung ab. Seine Finger krallten sich in die Kante hinter der der feste Boden der Ebene begann. Es fiel ihm unglaublich schwer loszulassen um nach einem tiefer liegenden Halt zu greifen. Trotz allem was er durchgemacht hatte gewann die Furcht vor dem Tod in der Tiefe schnell die Oberhand über seine Gedanken und Gefühle. Im Moment wollte er einfach nur so schnell wie möglich wieder nach oben klettern um sich irgendwo zu verkriechen. Die Hand die er eben erst mit äußerster Willenskraft von der Kante gelöst hatte griff beinahe ohne sein Zutun wieder danach. Er kämpfte dagegen an und stoppte die Bewegung. Eine Ewigkeit stand er zitternd da, dicht an den Fels gepresst und versuchte die Angst zu überwinden, oder sie wenigstens zu ignorieren. Schließlich gewann er den Kampf und tastete mit der Hand nach unten. Nach einigen quälend langen Sekunden in denen sein Entschluss weiterzumachen erneut zu schwanken begann fand er endlich Halt. Wenn er in diesem Tempo weitermachte würde er noch während des Abstiegs verdursten und musste sich keine Sorgen mehr machen bei einem Absturz ums Leben zu kommen. Was w ü rde wirklich passieren wenn du f ä llst fragte eine provozierende Stimme in seinem Kopf. „Keine Ahnung“ murmelte er. Es gab nur eine Möglichkeit die Antwort herauszufinden und die würde er garantiert nicht wählen. Sein rechter Fuß baumelte über dem Nichts und suchte nach der nächsten Stufe. Bereits jetzt stand Schweiß auf seiner Stirn. Es war viel weniger als sonst, wenn er unter extremem Stress stand. Sein Körper war anscheinend schon ziemlich dehydriert. In einer Welle überfiel ihn beinahe schmerzhafter Durst, der gleich darauf wieder verschwand. Er war es nicht gewohnt unter irgend einem Mangel zu leiden. Verdammt er war Amerikaner und kein Beduine, der sich sein ganzes Leben mit Entbehrungen herumschlagen musste. Das hier ist aber nicht Amerika. Jonathan kniff wütend die Augen zusammen. „Ach halt doch die Klappe“ knurrte er. Er setze das linke Bein nach und löste die rechte Hand von ihrem Halt. Weiter hinab.

Unter Jonathans linkem Fuß brach das hervorstehende Stück Fels ab, auf das er sein Gewicht verlagert hatte. Das verdächtige Knirschen war ihm nicht entgangen, aber seine Reaktion kam dennoch zu spät. Es gelang ihm nicht mehr mit dem anderen Fuß sicheren Halt zu finden, bevor der Fels brach. Seine Finger verkrampften sich, als ein Damm in ihm brach und die Panik jeden vernünftigen Gedanken fortspülte. Der Selbsterhaltungstrieb übernahm die Kontrolle und verlieh ihm Kräfte, von denen er nicht gewusst hatte, dass er sie besaß. Nur an den Fingerspitzen hing er über dem Abgrund, der immer noch unendlich tief zu sein schien. Lange würde er sich nicht mehr halten können. Er rutschte Millimeter für Millimeter ab. Seine Füße schabten über den Fels als er strampelte wie ein Käfer der auf dem Rücken lag. Er war damit auch ungefähr so erfolgreich wie einer dieser Käfer. Außer dass noch mehr Gestein zerbröselte und in den Abgrund rieselte erreichte er nichts. Nur mit Mühe gelang es ihm sich so weit zu beherrschen, dass er mit den Füßen systematisch nach einem Vorsprung suchte, der zumindest einen Teil seines Gewichts tragen konnte. Er musste die Finger so schnell wie möglich entlasten; noch eine Minute und er würde abrutschen und hilflos aus der Wand fallen. Von seinen Fingern aus begann brennender Schmerz sich über seine Hände zu den Armen vor zu arbeiten. Auch seine Schultern und eine Anzahl von Muskeln, deren Namen er nicht kannte sandten elektrische und chemische Hilferufe durch seinen Körper. Wie es wohl sein würde in die Leere zu stürzen, zu fallen und schließlich mit Knochen zerschmetternder Wucht irgendwo dort unten aufzuprallen? Jonathan neigte den Kopf so gut er konnte und sah an seinen hilflos baumelnden Beinen vorbei in die Tiefe. Das Schwindelgefühl mit dem er gerechnet hatte blieb aus. Stattdessen schien von dem Abgrund plötzlich eine unerwartete Verlockung auszugehen. Es war fast als würde ihn etwas rufen, das ihm einreden wollte wie gut es doch wäre einfach loszulassen. Er ertappte sich dabei, dass er einen Moment lang tatsächlich versucht war der Verlockung nachzugeben und aufzuhören, sich an diese schmerzhafte Existenz zu klammern. Sofort zwang er sich dazu, sich auf die vermeintlich einfache Aufgabe zu konzentrieren wieder Halt zu finden. Alles andere war jetzt unwichtig. Er sah wieder nach oben und erkannte, dass ihn nur noch seine Fingerkuppen davor bewahrten abzustürzen. Sie waren es, die sein ganzes Gewicht trugen. Hätte er ein ähnliches Kunststück auf einer Klimmzugstange versucht – er hätte schon lange aufgegeben. Welchen Unterschied doch die kreatürliche Angst machte. „Ein kleines Stück nach rechts mit dem rechten Fuß. Und ein kleines Stück nach unten.“ Jonathan stockte der Atem. Beinahe hätte er vor Schreck den schmalen Felsvorsprung losgelassen als er die Stimme irgendwo über ihm hörte. Wie konnte hier plötzlich jemand aufgetaucht sein, der mit ihm redete? Zum Teufel er hing in einer beinahe senkrechten Wand über einem unheimlich tiefen Abgrund und kämpfte um sein Leben und plötzlich sollte da jemand über ihm sein, der genügend Atem übrig hatte um mit ruhiger Stimme Ratschläge zu geben? Irgendwie rechnete er plötzlich damit, dass ihm einer dieser berühmten Bergsteiger zuwinken würde, locker in der Wand hängend als handelte es sich um eine einfache Kletterpartie, wenn er den Kopf hob. Als er wirklich nach oben sah erlitt er den zweiten Schock, der seine Finger erneut um einen Millimeter abrutschen ließ. Über ihm, nur knapp zwei Meter von ihm entfernt hing der fette Kerl in einem Seil dessen Ursprung Jonathan nicht sehen konnte und lächelte ihm freundlich zu. Mit einer seiner großen Hände deutete er auf eine Stellte irgendwo rechts von Jonathan. Wahrscheinlich findest du dort tats ä chlich Halt. Natürlich. Wenn der fette Kerl ihn hätte umbringen wollen, dann hätte er einfach nur zu warten und zuzusehen brauchen, wie Jonathan schließlich abstürzte. Was hätte er davon ihm einen falschen Ratschlag zu geben, der die Geschehnisse wenn überhaupt nur unwesentlich beschleunigte? Jonathan folgte der Geste des fetten Kerls und tastete mit dem Fuß nach dem Vorsprung der dort sein mochte oder auch nicht. Was hatte er schon zu verlieren? In wenigen Augenblicken würde er zum ersten Mal in seinem Leben erfahren, was freier Fall wirklich bedeutete; und zugleich auch zum letzten Mal, wenn kein Wunder geschah. Jonathan schloss die Augen und streckte sich so weit er konnte. Und tatsächlich; da war etwas an dem sein Fuß Halt fand. Genug jedenfalls um seine schmerzenden Finger zu entlasten und endlich wieder tief durch zu atmen. Gleichzeitig mit dem Sauerstoff fluteten neue Kräfte durch seine Adern, die sie seine verkrampften Muskeln lockerten und ihm den Willen durchzuhalten zurückgaben, den er schon verloren geglaubt hatte. „Toll“ rief der fette Kerl mit fröhlicher Stimme und klatschte in die Hände. Jonathan verzichtete darauf nach oben zu sehen und ignorierte den seltsamen Fremden. Er musste weiter nach unten. Stück für Stück schob er sich weiter, immer wieder vorsichtig tastend, nach den Schwierigkeiten, die er gerade überstanden hatte in dem Bewusstsein, dass der Fels dieser Wand auch brüchig sein konnte. Gleichzeitig schwor er sich mit jedem Meter den er mühsam zurücklegte, nie wieder auf irgend etwas zu klettern das höher war als eine Leiter. Plötzlich fiel ein Schatten über ihn. Erstaunt sah er, dass der fette Kerl direkt neben ihm in der Luft schwebte, ohne sich irgendwo festzuhalten. Der Typ kann fliegen. „Das hat jetzt lange genug gedauert, findest du nicht auch? So war das nicht vorgesehen.“ Bevor Jonathan verstand was er damit meinte bewegten sich die großen Hände des Kerls, griffen nach seinen Fingern und lösten sie mit einem Ruck vom Fels. Für einen kurzen Moment gelang es Jonathan das Gleichgewicht zu halten. Dann kippte er wie ein Brett nach hinten und fiel. Er ruderte mit den Armen, überschlug sich und hörte mit zunehmender Panik, wie die Luft immer schneller an seinen Ohren vorbei rauschte. Wie lange würde es dauern, bis er gegen die Felswand prallte? Oder würde er ungebremst bis zum Boden der Schlucht fallen? Er wusste, dass er nicht schneller als mit einer gewissen Geschwindigkeit fallen konnte. Das hatte etwas mit der Gravitation zu tun; und mit dem Luftwiderstand. Genau wusste er es nicht mehr. Wenn er unten ankam würde er aber auf jeden Fall viel zu schnell sein, um auch nur den Hauch einer Überlebenschance zu haben. Jonathan hatte viele Geschichten gelesen, die besagten, dass vor dem sicheren Tod das ganze Leben wie ein geraffter Film an einem vorbeilief. Die Wahrheit war wesentlich profaner und beinahe beschämend. In seinem Kopf war nur Platz für kreatürliche Angst und sinnlose Gedankenspielereien. Keine großen Erkenntnisse bevor er abtrat; keine Einsicht getragen von der Weisheit der letzten Momente. Vielleicht bist du auch nicht... Jonathan blinzelte. Plötzlich raste der Boden unheimlich schnell auf ihn zu. Bevor er die Augen schließen konnte löschte ein greller Blitz seine Gedanken aus.

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