Annemarie Singer - Kopfstand

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Johanna steht mit beiden Beinen in einem sehr geordneten Leben. Sie hat einen Mann, ein schönes Haus, zwei wohl geratene Kinder und einen gut bezahlten Job. Alles da, alles sicher, alles gut.
Und dann wird alles anders. Ihre Mutter stirbt und damit auch die gute Tochter.
Johanna kann selbst kaum fassen, was sie alles tut und treibt. Mit einer unglaublichen Zielstrebigkeit fährt sie mit einem Bulldozer durch ihr Leben und walzt alles nieder, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie trennt sich von allem, das ihr vertraut ist und das ihrem Leben Stabilität gibt.
Das alte Leben gibt es nicht mehr und ein neues hat noch nicht begonnen.
In dieser Schwellenzeit versucht sie herauszufinden, wer denn eigentlich Johanna ist. Sie möchte die Zusammenhänge zwischen gestern und morgen verstehen. Wo kommt sie her und wo will sie hin? Und irgendwo dazwischen ist Jetzt. Und da erlebt sie die verrücktesten Geschichten. Hinzu kommt, dass ihre tote Mutter dabei immer noch gerne ein Wörtchen mitreden möchte.

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War ich in Deutschland, ging ich nach der Arbeit zum Yoga und dann malte ich oft stundenlang. Mit der Malerei hatte ich ein neues Hobby gefunden, mit dem ich alles um mich herum vergessen konnte. Ich liebe es, mit den Farben zu experimentieren und ohne Überlegung einfach drauflos zu pinseln. Je unbefangener ich bin und je freier von jeder Intention, desto besser wird das Ergebnis. Auf der Leinwand ist alles möglich. Und ich überlege mir oft, dass ich genauso leben sollte wie ich male. Mutig immer weiter, ohne Angst einen Fehler zu machen. Manchmal gefällt mir etwas nicht, und doch muss ich irgendwann erkennen, dass es genau das gebraucht hat, damit eine neue tolle Komposition entstehen konnte. Ich will neugierig sein und etwas ausprobieren. Die Schönheit eines Bildes entsteht nicht durch schön sein wollen, sondern durch Ehrlichkeit. Gelingt es mir, mich frei zu machen von Sollen und Müssen, dann kann man das in den Bildern sehen. Nur dann bekommen sie Kraft und werden richtig gut.

Johanna - crazy life

Seit meinem Weiblichkeitsseminar ging ich regelmäßig zu Ariana zur Trommelmeditation. Wir wussten nie vorher, wie der Abend verlaufen würde. Es wurde immer getrommelt, aber das Programm um das Trommeln herum, entschied sie spontan nach Stimmung und Anliegen der Teilnehmer. Ich liebte diese Abende. Am letzten Treffen vor den Osterferien erzählte sie mir, dass sie am Ostermontag mit einer Gruppe von Musikern in einem kleinen Dorf im Chiemgau trommeln würde und fragte, ob ich nicht Lust hätte auch zu kommen. Ich wusste noch nicht genau, wie ich die Feiertage verbringen würde, deshalb haben wir uns nicht fest verabredet und sollte ich kommen wollen, würde ich einfach direkt dorthin fahren. Und so hielt ich es auch. Vormittags war ich mit meinem Sohn auf einer Bergwanderung und unsere Rückkehr am Nachmittag, passte zeitlich genau richtig, um noch das Konzert besuchen zu können. Ich wusste, wo das Dorf war, in dem die Veranstaltung stattfinden sollte. Ich meinte mich zu erinnern, dass es dort nicht viele Häuser gab. Es sollte keine Schwierigkeit sein den Veranstaltungsort zu finden. Als ich dann aber vor Ort war, konnte ich nichts ausmachen, das irgendwie Ähnlichkeit gehabt hätte mit einem Konzertsaal, einem Restaurant oder Café. Es gab in dem kleinen Kaff natürlich kein Mobilnetz und ich war schon leicht genervt. Nachdem ich schon zweimal durchs Dorf gefahren und auch alle Seitenstraßen abgelaufen war, kam nur noch ein größeres Wohnhaus in Frage, vor dem mehrere Autos parkten.

Gerade als ich auf der gegenüber liegenden Straßenseite geparkt hatte, fuhr ein anderes Auto direkt vor das Haus, das ich als meine letzte Chance ausgespäht hatte. Ich beeilte mich, um den Fahrer noch zu erwischen, bevor er oder sie im Haus verschwand. Kennt ihr das, ihr seid irgendwie vollkommen von der Rolle, habt nur noch eins im Kopf und könnt nicht mehr links und rechts schauen. In meinem Fall wollte ich nur diesen Veranstaltungsort finden, alles andere war in dem Moment ausgeblendet. Ich rief dem Mann hinterher: „Können Sie mir bitte helfen? Ich bin auf der Suche nach dem Klangschalen Konzert.“ Er drehte sich um und vor mir stand ein Mann mit schwarzen langen Haaren, dunklen Augen, und schwarzem, sauber gestutztem Vollbart. Er trug Jeans, ein schwarzes Jackett mit passender Weste und weißem Hemd darunter. Einer von der Sorte Edelhippie. Wow. Dieses Bild von einem Mann stand also vor mir, breitete seine Arme aus und sagte: „Madame, sie sind ier rischtiesch“. Ein echt witziger Typ. Ich bedankte mich mit meinem strahlendsten Lächeln. Wollte ich Ariana noch begrüßen, bevor es losging, hatte ich jetzt leider keine Zeit mich länger mit ihm zu beschäftigen. Es kam mir seltsam vor, dass ich ihr Auto nirgends gesehen hatte. Ich folgte dem schönen Mann mit dem französisch klingenden Akzent. Er steuerte auf eine etwas versteckte Glastür zu, hinter der sich eine seltsam anmutende kleine Gruppe von Leuten versammelt hatte. Sie schienen sich alle zu kennen, begrüßten ihn mit Küsschen und waren sehr vertraut miteinander. Ich lief einfach hinterher, wurde aber von einem großen, bärtigen, alten Mann mit wallend grauem Haar gestoppt. „Der Haupteingang ist auf der anderen Seite.“ Vollkommen untypisch für mich und vielleicht wegen dieser ganzen Sucherei vorher und weil es inzwischen schon ziemlich spät geworden war, sagte ich ihm ganz einfach und bestimmt, dass ich aber jetzt hier reingehen wollte, tat dies und ließ ihn stehen. Saufrech siegt also doch. Ich stand in einem riesigen Raum, der durch jeweils zwei Säulen aufgeteilt war. Wie in einer Kirche, in der Mitte viel Platz, links und rechts zwei Seitengänge und dort, wo in einem Gotteshaus der Altar zu finden wäre, gab es drei hohe Steinstufen, die heute als Bühne fungierten. Die niedrige Gewölbedecke gab dem Raum eine geborgene Atmosphäre. Schätzungsweise war es früher mal ein Kuhstall. Im rechten Seitenteil stand nicht ein Klavier, nein, da waren gleich drei Flügel. Gegenüber der Bühne hatte man für etwa 20 Menschen bestuhlt und links davon lagen große Matratzen, auf denen es sich fünf oder sechs Männer und Frauen gemütlich gemacht hatten. Manche alleine, ein paar kuschelnd zu zweit. Interessant! Die Instrumente standen schon bereit, aber von den Musikern oder Ariana war nichts zu sehen. Irgendwie war das alles merkwürdig hier. Ich war durch meine italienischen Freunde und auch durch Ariana einiges an seltsamen Szenarien gewohnt, doch wo war ich hier gelandet? Ich schnappte mir einen der freien Stühle, weil ich nicht so verunsichert und alleine im Weg herumstehen wollte. So konnte ich mich auch besser umsehen und unauffällig die Leute beobachten, die sich hier versammelt hatten. Insgesamt können es nicht mehr als dreißig gewesen sein. Ich war mir sicher, die kannten sich alle. Ich war die einzige fremde Person hier. Hätte ich nicht die Kristallschalen auf der Bühne gesehen, wäre ich mir sicher gewesen, dass ich auf der falschen Veranstaltung gelandet war.

Da war der Mann mit seinen langen schwarzen Haaren, der mit mir hier angekommen war. Ich musste schmunzeln. Er erinnerte mich etwas an eine Jesusdarstellung und unterhielt sich mit einem anderen Mann, der mit seinem grauen wilden Schopf und Bart, vollkommen weiß gekleidet, dann wohl Gott Vater verkörperte. Neben den beiden standen zwei ältere Damen. Eine mit wallendem, türkis farbigen, bodenlangem Kleid, Hochsteckfrisur und roter Blume im Haar, die andere Lady mehr im Stil von Queen Elisabeth. Und dann war da der Seebär, der mich nicht reinlassen wollte. Mein freches Eintreten schien jetzt niemanden mehr zu interessieren. Im Gegenteil, als die fünf sich Sitzplätze suchten, kamen sie auf mich zu, begrüßten mich mit Handschlag und Gott Vater meinte, wie schön, dass ich den Weg zu ihnen gefunden hätte.

„Versteckte Kamera oder Sekte? Auf alle Fälle Bühnenreif! Ariana, wo bist du?“ Die Musiker hatten zwischenzeitlich die Bühne betreten und der Mann, der sich vorher mit einer schönen Blonden auf einer der Matratzen geräkelt hatte, begrüßte die Klangkünstler. Er kündigte an, dass es nach der ersten Performance eine kleine Pause gäbe und im Anschluss Petra Obertöne für uns singen würde. Er bat noch darum, das Eintrittsgeld in den Korb im Eingangsbereich zu legen und fragte, ob noch jemand eine Liege möchte, weil die entspannende Wirkung der Klangreise liegend viel besser aufgenommen werden könne. Inmitten dieser Ansammlung von unkonventionellen Menschen hatte ich keine Hemmung, mich zu melden. Der Mann ging und brachte eine dicke große Matratze für mich, die er auf der freien Fläche zwischen Stühlen und Bühne ablegte. Na Bravo, ich lag also direkt im Blickfeld der sitzenden Zuhörer. Ja was soll’s, dachte ich mir, für den Rückzug ist es jetzt zu spät. Über die wunderbaren Klänge von Kristallschalen und Monochord vergaß ich bald, dass ich praktisch wie auf einem Präsentierteller lag. Wenn mir danach war, bewegte oder streckte ich mich. Ich ließ mich vollkommen fallen und genoss das Konzert mit allen Sinnen. Als die letzten Töne abgeklungen waren und ich wieder realisierte, dass ich umgeben von Menschen war, musste ich über mich selber lachen. Was für ein Abend. Ich machte mich auf die Suche nach etwas zu trinken. Auf dem Weg zum Ausgang kam mir eine Frau in meinem Alter entgegen, die meinem Blick mit einem Lächeln begegnete und die einen für diese Umgebung vollkommen bodenständigen Eindruck auf mich machte. Sie hieß Paula. Ich erklärte ihr, wie ich hier her gekommen war. Und auch, dass ich gar nicht wüsste, wo ich denn hier gelandet war, was das hier eigentlich sei und wie das alles zusammenhänge. Sie lachte und versicherte mir, dass sie meine Verwirrung durchaus verstehen könne.

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