Dieter Gronau - Und jetzt, kommen Sie!
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„Hauptsache der Schuh da vorne fiel jetzt nicht auch noch von diesem Fuß, freiwillig oder wurde abgestreift, dann steige an der nächsten Haltestelle aus und suche mir einen anderen U-Bahnwaggon mit ordentlichen Menschen und Frühaufstehern,“ das murmelte ich verärgert vor mich hin.
„Hab nur keine Angst, so schlimm wird es nun bestimmt nicht werden. Deine feine, etwas zu groß geratene Nase soll heute Morgen nicht beleidigt werden,“ beruhigte mich mein Ich.
Wäre es wirklich doch noch so gekommen, wie von mir vermutet und befürchtet, so hätte sich unser Waggon an der nächsten und übernächsten Haltestelle vollends geleert, dieser Duft wäre bestimmt viel schlimmer, als das gesamte menschliche Wesen, das da vorne auf der Sitzbank lag und ich hoffte nur inständig, nur friedlich schlief und nicht noch schlimmere Macken hatte, das man dann als einen Notfall bezeichnete. Ich weiß nicht und wahrscheinlich der stolze Schuhbesitzer saß vorne ganz in unserer Nähe, wusste es selber nicht mehr, wann dieser Schuh, natürlich der andere, der Zweite, am anderen Fuß, das letzte Mal das Tageslicht erblickt, gewaschen und ausgiebig getrocknet und gelüftet worden war. Ich tippte ,nach dem Aussehen, auf bestimmt vier Wochen wenn nicht noch länger. Die Socke konnte man bestimmt beim Auslüften schon senkrecht hinstellen, so steif und fest war das edle Gewebe schon, nach dem Einwirken der vielen Sekrete aus Schweiß, Wasser, Hautresten und so weiter. Die Socken wären so einmalig präpariert und über viele hundert Jahre haltbar und unzerstörbar.
Die Schuhspitze neigte sich nach vorne, fuhr unsere Bahn mal wieder an und richtete sich senkrecht, mit der Schuhspitze steil nach oben, auf, bremste unsere U-Bahn vor einer Haltestelle, einem Bahnsteig wieder ab. Aus diesen ständig wechselnden Bewegungen, konnte ich mit absoluter Sicherheit erkennen, hier lag ein vollkommen entspannter menschlicher Körper. Alle Muskeln waren gelockert und ohne Kontrolle, nichts, keine elektrischen Ströme durch Nerven und Muskeln deuteten sich mit einem Zucken an, absolut nichts, hier ruhte ein total erschöpfter menschlicher Körper, der durch äußere Einflüsse in diesen Zustand versetzt war. Würde dieser Körper durch eine Zwangsbremsung der U-Bahn von der Sitzfläche der Bank rollen und auf den Fußboden fallen, es gäbe keine Reaktion, keinen Schrei oder sonst ein Hinweis, hier war noch Leben in diesem Häufchen Haut, Fleisch und Knochen. Der Körper würde am Fußboden, im Dreck und Staub, weiter liegen bleiben und weiterhin das tun, was er auf der Sitzbank auch schon getan hatte, nämlich liegen, in welcher Lage auch immer. Hier herrschte ein Tiefschlaf oder vielleicht inzwischen schon Tod?
„Na nun komm mal endlich wieder auf den Teppich, das sieht doch ein Blinder, der da, ist stinkbesoffen, hört und sieht nichts mehr und kommt irgendwann von alleine wieder auf die Beine,“ schimpfte mein Ich mit mir. Der U-Bahnzug fuhr in eine scharfe Linkskurve. Da wurde das weißgelb bestrumpfte Bein immer länger und länger. Es kam ein graues Hosenbein zum Vorschein. Von einer Art Bügelfalte, wie es sich für so eine Art Hose, die bestimmt schon einmal viel bessere Zeiten gesehen hatte, jetzt befand sie sich in der Endphase ihres Daseins, wahrscheinlich wurde es irgendein Papierkorb neben eine Parkbank im Sommer, gehörte, konnte ich leider nichts mehr erkennen. Diese Hose war bestimmt jetzt zugleich Ausgehhose und Schlafsack für das Häufchen Elend, das zur Zeit in ihr steckte. Woher sollte da noch eine Bügelfalte kommen, ein Bügelbrett, ein Bügeleisen, dafür reichte es inzwischen nicht mehr, viel wichtiger war eine Blechdose oder eine Flasche mit etwas drinnen.
In der nächsten Haltestelle wurde der Zug sehr abrupt aus mir nicht erkennbaren Gründen plötzlich abgebremst. Hatte jemand die Notbremse gezogen? Einige Aktenkoffer, Rucksäcke und Taschen, sorgfältig neben den
Kapitelüberschrift 6
Fahrgästen auf den Sitzen abgestellt, kippten um oder fielen sogar auf den Fußboden.
Eine Frau, die gerade auf dem Weg zur vorderen Ausgangstür war, bekam plötzlich so einen Schwung, konnte sich nicht mehr an den Sitzreihen rechts und links rechtzeitig festhalten und torkelte nach vorne, in den von allen Fahrgästen gemiedenen Teil unseres Waggons, prallte mit beiden gestreckten Händen gegen die Heckscheibe des Bahnwagens, die, Gott sei Dank, dem weiblichen Schwung und Ansturm, standhielt, verlor dann das Gleichgewicht und stürzte auf das dort auf der Sitzbank liegende und nach allen weniger angenehmen Düften riechende menschliche Lebewesen, blieb auf ihm halb sitzend mehr liegend einen Moment fast ohnmächtig vor Gestank und Schreck, so verharrte sie eine Weile an diesem unmöglichen Ort. Dann raffte sie all ihren Mut zusammen und erhob sich an der Rückenlehne der Sitzbank abstützend wieder. Stürzte entsetzt und angeekelt durch die inzwischen geöffnete U-Bahnwaggontür mehr stolpernd als laufend auf den Bahnsteig und rannte schweratmend, ihre Kleidung zurechtrückend in die Mitte des Bahnsteiges. Dort blieb sie, fertig mit den Nerven, über das eben erlebte und durchgemachte Ereignis stehen. Die Wagentüren knallten wieder hinter ihr zu, der Zug setzte sich in Bewegung und nahm Kurs auf die nächste Station.
Einige Fahrgäste um mich herum saßen noch immer da, mit weit geöffnetem Mund über das, was sie soeben erlebt und gesehen hatten.
Was war da geschehen? Wie konnte so etwas passieren? Warum hatte der U-Bahnfahrer so plötzlich bremsen müssen? Warum fuhr er jetzt in aller Seelenruhe wieder weiter, als wäre nichts geschehen bei ihm da vorne und bei uns in unserem Waggon?
„Nun spinn mal nicht so herum! Dafür gibt es alles eine ganz einfache Erklärung. Der Bahnfahrer hatte ein sich mit einem Signal vertan und somit, bei seinem Dämmerlicht, das er als Fahrlicht an seinem Führerwagen hatte, den Beginn des nächsten Bahnsteiges nicht so recht erkannt, oder, er war kurz selber, zu so früher Morgenzeit, selber eingenickt und aufgeschreckt rechtzeitig wieder wach geworden und reagiert. Allerdings hätte sich die arme Frau bei dir im Wagen leicht etwas brechen können. Das wäre dann natürlich sehr übel und unsere Fahrt zur Arbeit wäre erst einmal beendet, denn es hätte einen Notarzteinsatz gegeben. Auf alle Fälle wäre es eine Verspätung geworden, für uns und alle nachfolgenden Züge.,“ belehrte mich mein Ich.
„Du hast Recht! Die Frau hatte wirklich einen Schutzengel, bis auf den Sturz auf das Wesen da hinten, der den halben U-Bahnwaggon für sich hatte und niemand von uns in seiner Nähe haben wollte. Er wollte lieber ganz alleine da vorne hausen. In der Tat, erbrauchte dort vorne sehr viel frische Luft, bei seinem Duft, der ihn umgab.
Da tauchte über der Sitzreihe, im besagten vorderen Teil unseres Wagens, über der Sitzlehne, eine rote Pudelmütze auf. Von der Pudelmütze fast vollkommen verdeckt, blickte ein ungesundes rotes männliches Gesicht zu uns in den hinteren Teil des U-Bahnwaggons. Viel war von dem Gesicht nicht mehr zu erkennen. Die untere Gesichtshälfte war von einem wild und munter wuchernden Vollbart verdeckt. Zwei glasige blaue Augen blickten neugierig zu uns hinüber. Bestimmt war er sehr erstaunt, warum wir alle da hinten, hinter ihm saßen und nicht um ihn herum, wie es sich seiner Meinung nach gehörte. Er war doch kein Aussätziger oder von einer Seuche befallener Mensch. Er war doch genau so, wie du und ich, oder?
Besoffen waren bestimmt schon alle einmal oder auch schon öfters. Also bitte, warum stellen die sich alle so komisch an? Der Kopf mit der Pudelmütze schüttelte sich erstaunt ein paar Mal und versank langsam und dann immer schneller werdend wieder hinter der Sitzbank da vorne und verfiel sofort wieder in diesen so wohltuenden und erholsamen Tiefschlaf wie zuvor.
Alle Fahrgäste hatten ihre Zeitungen auf den Schoß gelegt, um zu der roten Pudelmütze zu blicken, die da so plötzlich und unverhofft für großes Interesse und Neugierde sorgte. Die Mütze war wieder verschwunden und alles ging der morgendlichen und wichtigen Beschäftigung nach, nämlich weiter und wieder Zeitunglesen.. Erschreckt fuhren alle Nasen aus den weit ausgebreiteten Tageszeitungen auf, ein sehr lautes und blubberndes Schnarchen hallte aus dem vorderen Teil des Waggons zu uns herüber.
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