Dieter Gronau - Und jetzt, kommen Sie!
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An der ersten Haltestelle halten wir mit einer irgendwo quietschenden Radbremse. Es steigt ein Mann mittleren Alters ein. Er beeilt sich in den hinteren Teil des Busses zu gelangen und setzt sich dort in die letzte Reihe. Er kramt mit seiner rechten Hand in seinem Rucksack, den er von seinem Rücken geschwenkt und vor sich auf seine Oberschenkel gestellt hat. Zieht einen ungewöhnlich langen roten Kamm aus einer Seitentasche des Rucksackes und beginnt genüsslich seine Kopfhaare von vorne nach hinten zu kämmen. Er macht es immer und immer wieder. Hat er heute Morgen vielleicht verschlafen und ist mit seiner Morgentoilette noch nicht ganz fertig geworden? Womöglich beginnt er auch noch gleich sich im Bus zu rasieren? Das kann alles nicht sein. Denn dieser Mann benutzt jeden Morgen den gleichen Bus wie ich und jeden Morgen beobachte ich das gleiche Ritual bei ihm.
„Du, he, ich habe es dir doch schon beim ersten Mal gesagt, der Kerl hat eine Klatsche, aber Hundert prozentig, das kannst du mir glauben, auch wenn du es mir noch immer nicht glauben willst, der Kerl ist total abgefahren!“ tönte es von meinem Ich, meine innere Stimme, die doch fast immer Recht hat und behält, auch wenn wir es ungerne Wahrnehmen wollen. Das ist die Stimme der Wahrheit Wir verrennen uns immer zuerst in den falschen Weg. Ganz selten machen wir auf Anhieb gleich das richtige. So ist das nun einmal mit uns komischen Menschen! Es gibt da irgendwo im Gehirn, auf unserer Festplatte, eine Fehlschaltung, deshalb sollen wir auch erst einmal gut überlegen, bevor wir etwas unternehmen, aber dafür fehlt uns immer die Zeit, wir sind alle viel zu hektisch.
Zum Glück setzte sich der Fahrgast, mit Rücksicht auf die anderen noch zusteigenden Fahrgäste, immer in die hinterste Reihe des Buses. Er benutzte immer den gleichen Sitzplatz. Ich möchte nicht wissen, wie es hinter seinem Sitzplatz aussieht. Bestimmt liegen und hängen da unzählige lange Haare von dem Fahrgast mit dem roten Kamm. „Brr, das wäre nichts für mich diesen Sitzplatz muss ich in allen Bussen meiden. Ich habe keine Lust mit vollgespicktem und vollgehängtem Rückenteil meiner Jacke wieder den Bus an der Endhaltestelle zu verlassen. Diese widerlichen langen Haare, wie ekelhaft“, murmelte ich vor mich hin und zog meinen Kopf zwischen meine Schulterblätter ein. „Na siehste, es gefällt dir ganz und gar nicht. Kannst mir ruhig glauben, der Kerl ist nicht normal.“ Belehrte mich mein Wahrsager in mir. „Na klar, du kleines, schlaues Ekel, warum kommst du immer so spät mit deinen Weisheiten,“ zischte es zwischen meinen Lippen hervor.
Aber eines beruhigte mich ungemein, irgendwann wird dieser haarige Bus auch mal in der Busservicestation gereinigt und wahrscheinlich auch gründlich ausgesaugt. So könnte ich vielleicht, wenn nur noch ein Sitzplatz frei war, vielleicht doch diesen Sitzplatz mal benutzen? Nein, nein, das ging nicht, dieser Sitzplatz hatte etwas magisches und abstoßendes, müsste ich dort einmal Platz nehmen. Der Ekel wäre zu groß und ich müsste mich bestimmt übergeben und die Schweinerei wäre somit noch größer und unangenehmer, als ich es mir vorstellen könnte.
Jetzt fahren wir zwei Haltestellen durch ohne anzuhalten, denn kein Fahrgast wollte aussteigen und keiner wollte zu uns einsteigen.
Dann vor einem Supermarkt. Natürlich ist er zu so früher Stunde noch geschlossen, aber dort steigen immer vier Personen ein. Immer die gleichen Personen. Wenn einer mal fehlt, ist er vermutlich krank und kann nicht zur Arbeit mit uns fahren oder er hat seinen Arbeitsplatz gewechselt, vielleicht hat er ihn auch durch einen dummen Vorfall im Betrieb verloren, womöglich hat er auch mal keine Lust immer so früh auszustehen? Aber so sahen die vier Personen nicht gerade aus. Diese Vierergruppe bestand aus einem etwas korpulenten jungen Mann mit Beinen, wie ein kleiner Elefant. Seine Harre waren sehr wirr durcheinander gewirbelt. Einen Kamm, oder eine Haarbürste benutzte er vermutlich nie. Oder war es ein wahres Kunstwerk der Friseurtechnik. Erst das Kopfhaar ausgiebig bürsten und kämmen, dann einen Haarföhn zum Einsatz bringen, die Haare in alle Richtungen wirbeln, sie dann mit einem Magnet in die Senkrechte ziehen, um danach alles abzuschalten und die Haare in sich und auf sich zusammenfallen zu lassen. So, oder so ungefähr musste bei ihm das morgendliche Haarritual ablaufen.. Passende Kleidung für seinen enormen Leibesumfang zu finden, muss ein wahres Kunststück sein. Vermutlich hinterlässt in etlichen Konfektionsgeschäften seine Visitenkarte mit seiner Telefonnummer, damit das Verkaufspersonal ihn anrufen kann, wenn sie einmal versehentlich etwas von der Konfektionsnummer zu großes erhalten haben. Dann hatte er seinen großen Tag. Es gab mal
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wieder etwas Neues für ihn. Wie musste die Freude doch groß für ihn sein! „Mit dir zu fahren, ist manchmal aber wirklich sehr peinlich. Du ziehst ja förmlich alle nackt aus. Wie peinlich! Du solltest dich wirklich was schämen!“ flüsterte es in meinem Kopf, in meinem Oberstübchen.
Meine Fantasie schien nicht mehr zu bremsen. So ging es trotz der Proteste von meinem Ich, munter weiter und weiter. Der junge Mann, einer von den soeben vier zugestiegenen, hatte wirklich einen enormen Leibesumfang. Es gab keine Tailie noch einen Hals unter seinem Kopf. Schultern und Kopf schienen zusammengewachsen zu sein. Ob es bei seinem Skelett noch Halswirbel gab? Vielleicht war eine besondere Konstruktion der Natur, ein Mensch ohne Halswirbel! Warum hatten wir übrigen Menschen eigentlich einen Hals? Vermutlich, um ihn sich im Laufe des Lebens öfter mal zu brechen. Wie kam der arme Kerl wohl morgens in seine hautengen Jeans, die wie angegossen saßen? Das überlasse ich lieber der Fantasie meiner Mitmenschen, mir wäre es, das auszusprechen doch ein wenig zu peinlich. Seine Jacke, ebenfalls in Stoff und Farbe perfekt zu seiner Hose passend, war so groß, ich hätte bestimmt dreimal da reingepasst. Bestimmt war das alles eine Spezialanfertigung von einem türkischen Änderungsschneider, da waren die Preise noch erschwinglich und human. Alles, die herrliche Menschlichkeit und der riesige Aufwand an Jeansstoff und das Baumwollene darunter, wurde getragen von zwei ungewöhnlich großen Füßen und den dazugehörigen Schuhen. Diese Schuhe konnte man bestimmt nicht in einem Schuhgeschäft einmal verwechseln, da passte wohl kein anderer Fuß rein. Der arme, oder der glückliche hielt sich während der restlichen Fahrt bis zur Bushaltestelle mit beiden Händen an zwei Haltestangen im Bus Gang fest. Einen Sitzplatz gab es in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht. Hätte ein Sitzplatz in der Breite vielleicht doch gepasst, so reichte die Sitzreihentiefe bestimmt mal wieder nicht. So blieb er lieber stehen. An seinem Arbeitsplatz gab es bestimmt für ihn einen speziellen Sitzplatz. Darauf konnte er sich nach der Busfahrt und vielleicht nach einer weiteren U-Bahnfahrt dann freuen. Wie schön für ihn! Ob er verlobt oder sogar verheiratet war, konnte ich leider nicht erkennen, obwohl ich ihn jeden Morgen ausgiebig und sehr interessiert musterte. Einen Ring an einem Finger konnte ich nirgends entdecken. Nun ja, bei diesen Fingern! Aus zwei Ringen vielleicht einen passenden verlöten beim Goldschmied, das wäre doch durchaus möglich. Der Preis, vielleicht, vielleicht auch noch tragbar. Der Umfang seiner Hände glichen denen einer Salatschüssel. Wenn er einmal zupackt, müsste ich dreimal zugreifen. Er könnte vieles mindestens zwei oder gar dreimal so schnell erledigen, wäre es eine Tätigkeit, bei der es um das Volumen der Hände ginge.
Bei bestimmten Tätigkeiten wäre mir der junge Mann haushoch überlegen. Darüber gab es bei mir keinen Zweifel. Oh je, was machte er im Winter, bei Frost und klirrender Kälte? Was ist mit Handschuhen für ihn? Sowas könnte nur noch Oma für ihn stricken. Vermutlich benutzte er seine Jackentaschen oder die Taschen eines passenden Mantels als wärmendes Plätzchen für seine Hände. Man oh man, dieser Mann führte schon jetzt ein aufregend aufwendiges Leben! Wie viele Jahre hatte er wohl noch vor sich? Vielleicht wurde ihm von einem entsprechenden Arzt einmal geholfen, etwa mit einer Magenverkleinerung oder so Ähnlichem! So ohne Grund, nur auf Grund irgendwelcher Gene, war er bestimmt nicht so geworden, wie er jetzt war! Er musste sein ganzes Leben nur für sich arbeiten, für seinen aufwendigen Lebenswandel, der bestimmt in allen Punkten sehr kostspielig war. Heiraten, eine Familie, war bestimmt sehr schwer sich für ihn vorzustellen. Ja, ja, so hatte eben jeder Mensch seinen kleinen oder großen Kummer mit sich und der Welt. Dem einen flog alles nur so zu, der andere musste sich abrackern bis zur Vergasung. Aber glücklich waren wir doch ab und zu mal, wie wir es später immer wieder feststellen können. Das er aus einem begüterten Elternhaus stammte, konnte ich mir eigentlich nicht gerade vorstellen, denn dann wäre er nicht jeden Morgen zur gleichen Uhrzeit mit uns in unserem Bus.
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