Kim Robinson - Roter Mars

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Es ist die größte Herausforderung, der sich die Menschheit je gegenübersah: die Besiedlung unseres Nachbarplaneten Mars. Die Verwandlung einer lebensfeindlichen Wüstenwelt in einen blauen Planeten wie die Erde. Von der ersten bemannten Landung auf dem Mars über die frühen Kolonien und ihre Auseinandersetzungen, welche Form von Gesellschaft sie erbauen sollen, bis zum riskanten Versuch, das Klima einer ganzen Welt zu verändern — Kim Stanley Robinson erzählt in seiner Mars-Trilogie die Geschichte der Zukunft wie ein großes historisches Epos.

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Aber manchmal war selbst Langeweile den Alternativen vorzuziehen. Arkady war ihr Trainigsspezialist und hatte ein geradezu perverses Talent zum Entwerfen von Problemläufen, die so hart waren, dass sie oft jeden ›töteten‹. Diese Läufe waren eigenartig unangenehme Erfahrungen und machten Arkady bei seinen Opfern nicht beliebt. Er mischte willkürlich Problemläufe mit Mantraläufen, aber es waren immer mehr Problemläufe. Sie ›näherten sich dem Mars‹, und rote Lampen flammten auf, bisweilen mit Sirenen; und sie waren wieder in Schwierigkeiten. Einmal hatten sie einen Treffer durch ein Planetesimal von etwa fünfzehn Gramm, das einen großen Riss im Hitzeschild hinterließ. Sax Russell hatte ausgerechnet, dass ihre Chancen, mit etwas größer als ein Gramm zusammenzutreffen, ungefähr zu eins in siebentausend Reisejahren stünden; aber es gab sie dennoch: Notfall! Adrenalin durchströmte sie, obwohl sie schon über diese Idee die Nase rümpften. Sie rannten in die Nabe und legten Anzüge für Außenarbeiten an, um das Loch zu verstopfen, ehe sie in die Marsatmosphäre gerieten und knusprig gebraten würden. Als sie halb soweit waren, kam über ihre Interkoms Arkadys Stimme: »Nicht schnell genug! Wir sind längst alle tot!«

Aber das war noch ein einfacherer Fall. Andere … Zum Beispiel wurde das Schiff durch Drahtflugsystem gesteuert, was bedeutete, dass die Piloten in die Flugcomputer Befehle eingaben, die diese dann in die tatsächlichen Schübe umsetzten, um das verlangte Resultat zu erzielen. Das sollte sein; denn wenn man sich mit ihrer Geschwindigkeit einer gravitierenden Masse wie dem Mars näherte, war es glatt unmöglich zu fühlen oder zu ahnen, welche Zündperioden die gewünschten Effekte erzielen würden. Darum waren sie alle keine Flugzeugpiloten im üblichen Sinne. Nichtsdestoweniger ließ Arkady öfters das ganze massiv redundante System hochgehen, gerade wenn sie einen kritischen Moment erreichten (ein Versagen, das, wie Russell sagte, ungefähr mit einer Wahrscheinlichkeit von einmal in zehn Milliarden Fällen eintrat), und sie mussten übernehmen und alle Raketen mechanisch bedienen, wobei sie die Monitore und ein orangefarbenes Bild auf schwarzem Grund des auf sie zukommenden Mars beobachten mussten. Dann konnten sie entweder weitermachen, in den tiefen Raum entweichen und eines langsamen Todes sterben, oder kurz auf den Planeten prallen und sofort sterben. In diesem Falle mussten sie das bis hin zu dem simulierten tödlichen Zerschellen mit 120 Kilometern in der Sekunde erleben.

Oder es könnte ein mechanisches Versagen eintreten: Hauptantrieb, Stabilisierungsraketen, Computerhardware oder -Software, Entfaltung des Hitzeschildes; all das musste bei der Annäherung perfekt funktionieren. Und Versager in diesen Systemen waren am allerwahrscheinlichsten — im Bereich von, wie Sax sagte (obwohl andere seine Risikoabschätzungsmethoden in Frage stellten) einer bei zehntausend Annäherungen. Also machten sie es noch einmal, und rote Lampen würden aufleuchten, und sie wurden stöhnen und einen ›Mantralauf‹ herbeisehnen, obwohl sie zum Teil die neue Herausforderung begrüßten. Wenn sie es schafften, einen mechanischen Fehler zu überleben, waren sie kolossal stolz. Das konnte der Höhepunkt einer Woche sein. Einmal gelang es John Boone, erfolgreich von Hand eine aerodynamische Bremsung auszuführen bei nur einer funktionierenden Rakete, indem er die sichere Bogenmillisekunde bei der einzig möglichen Geschwindigkeit traf. Niemand konnte das glauben. »Reines Glück«, sagte Boone und grinste breit, als die Tat beim Essen zur Sprache kam.

Die meisten von Arkadys Übungsläufen endeten aber mit Versagen, was für alle den Tod bedeutete. Simuliert oder nicht, es war für alle hart, bei diesen Erfahrungen nicht ernüchtert zu werden und überdies gereizt, weil Arkady sie erfunden hatte. Einmal reparierten sie jeden Monitor auf der Brücke gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie die Schirme den Treffer eines kleinen Asteroiden verzeichneten, der durch die Nabe stieß und sie alle tötete. Ein andermal machte Arkady als Teil des Navigationsteams einen ›Fehler‹ und wies die Computer an, die Rotation des Schiffs zu erhöhen, anstatt sie herabzusetzen. »Mit sechs G auf den Fußboden genagelt!« schrie er in gespieltem Entsetzen; und sie mussten eine halbe Stunde lang auf dem Boden kriechen und so tun, als ob sie den Fehler berichtigten, während sie jeder eine halbe Tonne wogen. Als sie Erfolg hatten, sprang Arkady vom Boden auf und fing an, sie vom Kontrollmonitor wegzustoßen.

»Was, zum Teufel, machst du?« kreischte Maya.

»Er ist verrückt geworden«, sagte Janet.

»Er hat simuliert, dass er verrückt wurde«, korrigierte Nadia sie. »Wir müssen uns vorstellen …« — dabei drehte sie eine letzte Runde um Arcady —, »wie man mit jemand zurechtkommt, der auf der Brücke verrückt wird!«

Was ohne Zweifel stimmte. Aber sie konnten die ganze Zeit das Weiße in Arkadys Augen sehen, und es war keine Spur von Erkennen in ihm, während er sie stumm attackierte. Alle fünf waren nötig, um ihn festzuhalten, und Janet und Phyllis Boyle wurden durch seine spitzigen Ellbogen verletzt.

»Nun?« sagte er später beim Essen und grinste schief, als er eine Schnute zog. »Wie, wenn das passiert? Wir stehen hier oben unter Druck, und die Annäherung wird das Allerschlimmste sein. Was, wenn jemand zusammenbricht?« Er wandte sich zu Russell, und sein Grinsen wurde noch wilder. »Wie stehen die Chancen dafür, he?« Und er stimmte ein Lied aus Jamaika an mit slawisch karibischem Akzent: »Druckabfall, oh, Druckabfall, oho, der Druck wird fallen auch bei euch, oho!«

Also übten sie weiter und nahmen die Problemläufe so ernst sie konnten, selbst den Angriff durch Eingeborene auf dem Mars oder die Loskopplung von Torus D, verursacht durch ›Sprengbolzen, die beim Bau des Schiffs versehentlich eingesetzt wurden‹, oder das Ausscheren von Phobos aus seiner Bahn im letzten Moment. Der Umgang mit weniger plausiblen Szenarien nahm bisweilen eine Art von surrealem schwarzen Humor an; und Arkady spielte einige seiner Videobänder zur Unterhaltung nach dem Essen ab, wodurch manchmal Leute lachend Luftsprünge machten.

Aber die plausiblen Problemläufe … Die kamen ständig, jeden Morgen, einer nach dem anderen. Und trotz den Lösungen, trotz den Protokollen, um Lösungen zu finden, war da immer wieder dieser Anblick, wie der Rote Planet mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit von 40000 Kilometern in der Sekunde auf sie zuraste, bis er den Bildschirm ausfüllte und kleine schwarze Buchstaben darauf erschienen: Kollision.

Sie reisten zum Mars auf einer Hohmann-Ellipse vom Typ II. Das war ein langsamer, aber wirksamer Kurs, den man gegenüber anderen Alternativen hauptsächlich deshalb gewählt hatte, weil die beiden Planeten in der richtigen Position dafür waren, als das Schiff endlich fertig war, indem der Mars in der Ebene der Ekliptik ungefähr fünfundvierzig Grad vor der Erde stand. Während der Reise würden sie gerade halb um die Sonne fahren und dreihundert und ein paar Tage später den Mars treffen. Das war ihre vorgeburtliche Zeit, meinte Hiroko.

Die Psychologen daheim hatten es der Mühe für wert erachtet, von Zeit zu Zeit Veränderungen vorzunehmen, um auf der Ares den Ablauf der Jahreszeiten vorzutäuschen. Die Dauer von Tag und Nacht, Wetter und Farben der Umwelt wurden zu diesem Zweck verändert. Manche hatten gewollt, dass ihre Landung ein Herbst sein sollte; andere wollten einen Frühling. Nach kurzer Debatte wurde durch Abstimmung unter den Reisenden beschlossen, dass man mit einem zeitigen Frühling anfangen sollte, so dass sie im Sommer und nicht im Winter reisen würden. Und wenn sie sich dem Ziel näherten, würden die Farben des Schiffs die Herbsttöne des Mars annehmen anstelle der hellen grünen und blütenhaften Pastellfarben, die sie so weit hinter sich gelassen hatten.

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