Андреас Эшбах - Das Jesus Video
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- Название:Das Jesus Video
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Selbst zu dem Zeitpunkt, als die Ausgrabungen bei Bet Hamesh stattfanden, enthielten die Kundeninformationen von SONY noch keinen Hinweis auf das neue MR-System. Es gab nur Gerüchte in Insiderkreisen. Als Sie erfuhren, dass entsprechende Geräte in nur drei Jahren auf den Markt kommen würden, erlahmte Ihr Interesse an der Suche, und als Sie ein Abspielgerät bestellt hatten, erlosch es ganz. Während wir alle wie Fieberkranke umherrannten, brauchten Sie nur abzuwarten, denn Sie besassen ja bereits eines der drei JesusVideos. Sie hatten dreissig Jahre in Israel jeden Stein herumgedreht auf der Suche nach der Kamera; Sie würden pro — blemlos noch drei Jahre warten können. Stephen beugte sich vor. Ich weiss, dass Ihr Abspielgerät vorletzte Woche geliefert wurde. Ich bin gekommen, weil ich das Video sehen will. Stephen hatte Gegenargumente erwartet, zumindest aber ein mitleidiges Kopfschütteln oder äusserungen wie etwa, dass er zuviel Phantasie habe oder die falschen Romane lese. Und wenn er ehrlich war, kam ihm seine Theorie in diesem Augenblick, nachdem er sie in den Raum gestellt hatte und nur noch ein gespanntes, beinahe verblüfftes Schweigen übrig war, selber reichlich überspannt vor. Eine Art archäologisches Pendant zu einer UFO-Paranoia.
Doch Professor Wilford-Smith lachte nicht, und er ver — suchte auch nicht, ihn lächerlich zu machen. Er sass nur eine ganze Weile da und betrachtete ihn mit dem feinen, beinahe wohlwollenden Lächeln, mit dem er ihm die ganze Zeit zugehört hatte. Dann stand er mit einiger, seinem Alter angemessener Mühe auf und sagte einfach: Gut. Kommen Sie mit. Eisenhardt, dessen Englisch nach eigenem Eingeständnis in den letzten Jahren weiter eingerostet war und der deshalb die ganze Zeit nichts gesagt, wahrscheinlich sogar Mühe gehabt hatte, der Unterhaltung überhaupt zu folgen, fuhr auf wie angestochen. Moment! rief er aus. Heisst das, Stephen hat recht mit seiner Theorie? Der weisshaarige Archäologe nickte bedächtig. Ja. Genau so war es. Sie folgten ihm in sein Arbeitszimmer wie Lämmer ihrem Hirten. Dort stand der Fernseher, ein grosses, teures Modell, darüber ein gewöhnlicher Videorecorder und auf diesem ein schmaler, elegant aussehender schwarzer Kasten: der MR-S das Abspielgerät für das neue System. Darum herum standen Regale, vollgestopft mit Büchern, Manuskripten und Fundstücken, kleinen Tonvasen oder Statuen etwa. Zwei schmale Türfenster führten auf die Terrasse hinaus. An der Wand dazwischen hing eine — den eingedruckten Staatsgrenzen zufolge ziemlich alte — Karte von Israel, auf der farbige Aufkleber die Stellen markierten, an denen Professor Wilford — Smith Ausgrabungen unternommen hatte. Im Jahr 1947 sind, wie Sie vielleicht wissen, die Schriftrollen von Qumran gefunden worden, begann er zu erzählen, während er Stühle vor den Fernseher schob. Ich hatte davon gehört. Die Geschichte faszinierte mich — Sie sehen, eine gewisse Neigung zur Archäologie muss wohl schon damals in mir geschlummert haben —, und ic h konnte es irgendwann einrichten, nach Jericho zu reisen und mir von einem beduinischen Führer die Höhle zeigen zu lassen, in der man die Schriftrollen entdeckt hatte. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen — er lächelte —, dass ich damals knapp Anfang Zwanzig und entsprechend naiv war. Es gibt in den Bergen dort Hunderte von Höhlen, und die Führer hatten sie gerecht unter sich aufgeteilt. Je nachdem, an welchen Führer man geriet, erhielt man eine andere Höhle gezeigt, die einzig wahre selbstverständlich. Er bedeutete ihnen, sich zu setzen. Mein Führer damals war geldgierig, aber grosszügig, wenn er sich gut bezahlt fühlte. Nachdem ich ihm einen zusätzlichen Schein zuge — steckt hatte, liess er mich die Höhle auf eigene Faust durchstreifen, und während er am Eingang sass und eine stinkende Zigarette rauchte, fand ich in einer Nebenhöhle in einem Spalt eine zerbrochene, aber noch vollständige Amphore. Als ich die Scherben aufhob, lag darin ein kleines rechteckiges Paket, ein fettiges, schmieriges Bündel aus übereinandergewickelten Stoffbahnen, die ich in meiner Einfalt für Papyri hielt. Im Grunde war es recht unspektakulär — ich wühlte noch eine Weile herum, fand aber nichts weiter, wickelte dann meinen Fund in ein grosses Taschentuch und steckte ihn ein, und dann gingen wir wieder. Wilford-Smith ging an eine Schublade, aus der er einen kleinen Blechkasten holte, eine ehemalige Keksschachtel. Als ich zurück war und meinen Fund bei Tageslicht betrachtete, wurde mir klar, dass es sich um einfachen Leinens toff handelte, der mit einer harzigen Substanz getränkt war. Ich verbrachte Tage damit, Lage um Lage zu entfernen, und schliesslich fand ich im Inneren das hier. Er öffnete den Dekkel der Schachtel und holte eine flache schwarze MR-Cassette heraus. Als wäre es nichts Besonderes, reichte er sie Stephen. Sie haben recht, ich wusste lange nicht, was es war. Ich hielt das Material für einen mir unbekannten Halbedelstein, und weil lateinische Buchstaben eingraviert waren, dachte ich, dass es vielleicht ein römisches Schmuckstück sein konnte. Stephen hatte vor drei Wochen, im Lager von Video World Dispatcher, zum ersten Mal eine MR-Cassette in der Hand gehalten. Diese hier sah genauso aus: ein flaches, quadratisches Gebilde aus schwarzem Kunststoff, das schwer in der Hand lag und nicht wie herkömmliche Videocassetten klapperte.
An einer Seite wies es geheimnisvolle Bohrungen und rechteckige Hohlräume auf, hatte aber ringsum keine sichtbare öffnung. Das eigentliche Speichermedium, eine speziell behandelte Siliziumscheibe, war von aussen unzugänglich.
Diese Cassette war reichlich zerschrammt, und auf der Seite, auf der der Schriftzug SONY eingeprägt war, war ein Stück herausgebrochen und mit Klebstreifen sorgfältig wieder an Ort und Stelle eingefügt worden. Man hätte sie nicht für fabrikneu gehalten, aber man mochte auch kaum glau ben, dass sie zweitausend Jahre alt sein sollte.
Er drehte sie unschlüssig in den Händen. Jetzt, da die Suche allem Anschein nach zu Ende war, fühlte er eine seltsame Leere in sich. Das war es also, was sie so brennend gesucht hatten.
Oder jedenfalls so etwas ähnliches. Jetzt, da er es in Händen hielt, schien es auf merkwürdige Weise bedeutungslos geworden zu sein. Als wäre es darauf angekommen, zu suchen, nicht darauf, zu finden. Ich muss Ihnen noch ein Geständnis machen, unterbrach der Professor seine Gedanken. Es betrifft meine vielge — rühmte und noch mehr beneidete Fähigkeit, Sponsoren für meine Ausgrabungen zu gewinnen. Stephen sah hoch. Er liess es zu, dass Eisenhardt ihm die Cassette aus der Hand nahm. Meine Erfahrungen aus der Wirtschaft waren zwar oft sehr nützlich, und wer jemals im Leben zweihundert Strickerinnen und Weberinnen zu beaufsichtigen hatte, dem kommt die Organisation einer Ausgrabung wie ein Spaziergang vor, fuhr Wilford-Smith fort. Aber all das war nicht ent — scheidend, oder jedenfalls nicht immer. Das, worauf ich in schwierigen Situationen zurückgegriffen habe, war der Splitter, der aus der Vorderseite herausgebrochen ist. Wie bitte? fragte Eisenhardt verblüfft. Ich hatte gar nicht so viele Sponsoren, wie man immer behauptet. Ich hatte sehr ausdauernde, zahlungskräftige Sponsoren — zuerst vor allem die Universität von Barnford, später, nach einer Reihe von kürzeren Episoden, John Kaun.
Ihm habe ich nur diesen Splitter gezeigt, ihm hoch und heilig versichert, dass ich ihn 1947 in Palästina gefunden habe, und daraus dann ungefähr die Theorie entwickelt, die uns heute ja allen geläufig ist. Er wusste also, dass Sie in Israel nach einer Videokamera suchten, sagte Stephen. Aber er wusste nicht, dass Sie bereits die zugehörige Videocassette besassen. Genau. Mir war klar, dass jemand wie Kaun die Cassette sofort von Wissenschaftlern untersuchen lassen würde. Und das wollte ich nicht. Weil Sie befürchteten, dadurch ein — Eisenhardt suchte nach dem passenden Wort — Zeitparadoxon auszulösen! Der Archäologe sah ihn mit einem überraschten Gesichtsausdruck an, der besser als alle Worte verriet, dass ihm dieser Gedanke noch nie gekommen war. Nein, schüttelte er den Kopf, ich hatte Angst, die Aufnahme könnte zerstört werden. Oh! machte der Schriftsteller.
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