Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Erinnerungen daran waren immer noch mit Schmerz verbunden. Dem Schmerz unwiderbringlicher Verluste. Dem Schmerz, versagt zu haben. Wenn er an Israel dachte, dann hatte er immer das Gefühl, unsichtbare Narben davongetragen zu haben, und wenn er dann in den Spiegel schaute, kam ihm sein glattes, jugendliches Gesicht fremd vor, weil er überzeugt war, man müsse eigentlich tiefe Falten sehen. Selbstverständlich, erklärte Stephen also, wie Sie wünschen.

Lassen Sie mich kurz in den Terminkalender schauen┘ Das konnte er sich sparen. Die nächsten zwei Wochen waren absolut terminfrei, über alle Blätter stand mit roter Tinte schräg Lernen! gekritzelt. Ich könnte morgen gegen zehn bei Ihnen sein. Wunderbar, Mister Foxx. Wissen Sie, bei dieser Aktion darf nichts schiefgehen. Keine Sorge. Das machen wir schon. Zuversicht aus — strahlen!

Als er den Hörer auflegte, fühlte er sich elend. Der Regen prickelte immer noch wie mit feinen Nadelstichen gegen das Fenster. Drei Jahre war das jetzt alles her. Von Yehoshuah hatte er noch ein, zwei E-Mails bekommen, belangloses Blabla. Judith dagegen hatte keinen seiner Briefe beantwortet.

Ihre Telefonnummer besass er nicht. Ihr Bruder hatte be — hauptet, sie habe tatsächlich kein Telefon.

Es war kurz vor zehn und regnete nicht mehr, als er mit seinem roten Porsche auf den Parkplatz von Video World Dispatcher einbog. Das Auto sah immer noch beeindruckend aus, was der Hauptgrund war, warum er es noch fuhr, aber im Grunde wäre es höchste Zeit gewesen, ein neues zu kaufen, denn unter der Motorhaube taten sich öfters hässliche, kostspielige Dinge, und er musste immer befürchten, eines Tages unterwegs liegenzubleiben.

Aber diesmal war es wieder gutgegangen. Ben, der alte Pförtner, hielt ihm lächelnd das Gittertor auf und grüsste ihn wie einen alten Bekannten, was Stephen Foxx auf dem Gelände dieser Firma inzwischen ja auch war. Stephen zog noch einmal am Hemdkragen, der ihm nach den vergangenen Pulloverwochen ungewohnt eng war, und nahm dann den Eingang, der direkt in die grosse Lagerhalle führte.

Die Tür schwang schwergängig auf, und dann umfing ihn wieder die staubige Geschäftigkeit, die den Raum zwischen den haushohen Metallregalen erfüllte. Er wich einem ehe — mals knallgelben, inzwischen in Erfüllung seiner Pflicht zerschrammten Gabelstapler aus und nahm die Gittertreppe hinauf zum Computerraum. Vierzehn Computer verschiedenster Bauart, zu einem Netzwerk zusammengeschaltet summten hier rund um die Uhr, um die verschiedensten Aufgaben zu erfüllen.

Miss Barnett erwartete ihn schon, einen Ausdruck des Briefes in der Hand, den sie verschicken wollte. Stephen setzte sich vor den Rechner, auf dem die Kundendatenbank untergebracht war, und rief mit ein paar Mausklicks eine tabellarische übersicht auf den Bildschirm. Dies war die Liste aller Bestellungen, die je über die Internetseite der Firma Video World Dispatcher getätigt worden waren. Die Liste enthielt die Namen und Adressen der Besteller, Kreditkar tennummern, Datum und Uhrzeit der Bestellung und natür lich die Bestellnummern der gewünschten Geräte oder sonstigen Artikel.

Alles, was er zu tun hatte, war, aus dieser Tabelle die Adressen derjenigen herauszufiltern, die während der Subskriptionszeit ein Gerät der MR-Reihe bestellt hatten. Alle, die vor dem Stichtag bestellt haben, erhalten fünfzehn Prozent Rabatt, erläuterte Miss Barnett. Wenn wir einen vergessen, gibt das Beschwerden, und das wollen wir vermeiden. Kein Problem, meinte Stephen nur und gab die entsprechenden Abfragebefehle ein.

Der Rechner arbeitete. In der Zeit war auf dem Schirm statt des üblichen Sanduhrsymbols eine sich drehende Weltkugel mit dem Logo von Video World Dispatcher davor zu sehen. Stephen kratzte sich gedankenverloren am Handrük-ken, in Gedanken bei den Grundzügen der Wirtschaftslehre nach Keynes, die er während des hastigen Frühstücks noch einmal überflogen hatte.

Fertig. Man hörte die Festplatte knattern, das Wartesymbol verwandelte sich in den normalen Mauszeiger zurück, und die Ergebnistabelle baute sich auf dem Schirm auf. Stephen griff nach der Maus. Prima. In spätestens einer Stunde würde er wieder draussen sein, heimfahren, eine saftige Rechnung schreiben und sich mit neuem Schwung auf die Examensvorbereitungen stürzen.

Er las den ersten Namen und erstarrte.

Dieser Name. Wie kam dieser Name in diese Liste┘? Das ist nicht wahr, murmelte er. Das ist nicht wahr┘ Miss Barnett fragte irgend etwas, aber er hörte nur bedeutungslose Geräusche. Seine Gedanken rotierten plötzlich wie Hubschrauberflügel, eine überlegung jagte die andere, Splitter von Erkenntnis taumelten durcheinander wie ein zerborstenes Riesenpuzzle. Er musste die Teile einfangen, aufsammeln und zusammensetzen. An ihm war es, den Splittern hinterherzujagen.

Wie kam dieser Name in diese Liste?

Er blätterte zur Seite, las Datum und Uhrzeit der Bestel — lung. Las, was bestellt worden war. In seinem Inneren dröhnte es wie Glocken. Unglaublich. Er rechnete nach. Ja, das Jahr stimmte. Und der Monat. Und der Tag, das war┘ Unglaublich. Mister Foxx! Sie rüttelte an seiner Schulter. Was ist denn, Mister Foxx? Stimmt etwas nicht mit den Daten? Stephen sah auf. Mit den Daten? echote er blöde. Mit den Daten ist alles in Ordnung. Gott sei Dank, atmete Miss Barnett auf.

Stephen las den Namen wieder und wieder.

Die Vergangenheit war dabei, ihn einzuholen.

40

DAS KLEINE, GEDUCKTE Landhaus, das schier erdrückt zu werden schien von seinem mächtigen grauen Dach, dem einzigen in der Nachbarschaft, auf dem keine Satellitenantenne montiert war, lag am Rand der kleinen südenglischen Ortschaft Barnford. Auf der anderen Seite der schmalen Strasse erstreckten sich nur noch Felder, die bereits für den Winterfrost umgepflügt worden waren. Darüber zog sich ein konturloser, blasser Himmel. In den erdigen Brodem, der von den äckern ausging, mischte sich ein kalter Geruch, der verriet, dass es bald Schnee geben würde.

Das Auto, das an diesem Vormittag in die Strasse einbog und vor dem Haus hielt, hatte ein Londoner Kennzeichen.

Zwei Männer stiegen aus, so bedächtig, wie man an einem Ziel aussteigt, das man zum ersten Mal im Leben sieht. Der eine war jung und schlank, beinahe drahtig, trug eine dünnrandige Brille und trotz der herbstlichen Kälte nur ein Jakkett. In seiner Art, sich zu bewege n, war eine nur mühsam gebändigte Energie zu spüren, und sein Gesicht zeigte einen Ausdruck düsterer Entschlossenheit. Der andere, etwas älter und wesentlich fülliger um die Leibesmitte, wickelte sich beim Aussteigen fröstelnd in seinen graugrünen Parka, z u dem er einen farblich unpassenden Schal mit Schottenmuster um den Hals geschlungen hatte. In seinen Augen lag etwas Unsicheres, Staunendes, er schaute umher wie ein Kind, das sich noch unschlüssig ist, ob es etwas Angenehmes oder etwas Unangenehmes erwarten soll.

Die beiden überquerten die Strasse, hielten vor dem schmalen, hellgrün lackierten Gartentürchen kurz inne, um die Be — schriftung auf dem Briefkasten zu studieren, der auf der rauh verputzten Einfriedungsmauer angebracht war. Sie nickten einander zu: Ja, hier waren sie richtig. Der jüngere der beiden öffnete die nachlässig geschmiedete Gartentür.

Dem Garten dahinter schien jede Art von Pflege fremd zu sein. Laub moderte auf dem Rasen rings um einen verwilderten Teich, so wie es von den herbstlic h kahlen Bäumen und Büschen gefallen war. Ein Fahrrad stand gegen eine verrostete, zugedeckte Wassertonne gelehnt. Entlang der Mauern wucherte immergrünes Heckengewächs, wie es wollte.

Die beiden Männer gingen bis zur Haustür und klingelten.

Eine Weile geschah nichts, dann waren Schritte zu hören, und die Tür wurde schwungvoll aufgerissen.

Der Mann, der die Tür geöffnet hatte, war weit älter als seine beiden Besucher. Schneeweisse Haare, ungebärdig nach allen Seiten stehend, als habe er das Kämmen aufgegebe n, umrahmten ein sonnenverbranntes Gesicht, aus dem leuchtend graue, lebendige Augen die Ankömmlinge hellwach ansahen.

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