Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Er trug eine grüne Strickweste mit wulstigem Kragen, aus dem sein faltiger, ledriger Hals in einer Art herausragte, dass man unwillkürlich an eine uralte Riesenschildkröte denken musste. Was für eine überraschung! entfuhr es dem alten Mann, als die Schrecksekunde überwunden war. Mister Foxx! Mister Eisenhardt! Was machen Sie denn hier? Kommen Sie doch herein, ich bitte Sie┘ Er rude rte einladend mit den Armen. Was für ein Glück, dass ich gerade zu Hause war!

Ich bin so oft unterwegs, dass mich praktisch niemand mehr ohne telefonische Voranmeldung besucht. Da ist weniger Glück im Spiel, als Sie denken, sagte Stephen Foxx mit einem schmalen Lächeln, während sie durch die Tür traten. Guten Tag, Professor Wilford-Smith. Eine halbe Stunde später sassen sie in einem geräumigen, gut geheizten Wohnzimmer, das durch breite, altmodische Terrassentüren einen romantischen Ausblick auf den Garten gewährte, und balancierten dünnwandige Porzellantassen, in denen goldgelber Tee duftete. Der Professor thronte in einem wuchtigen, ledernen Ohrensessel. Jeder Meter Wand wurde entweder von dicht bestückten Bücherregalen oder von alten ölgemälden in klobigen Rahmen in Beschlag genommen. Es ist lange her, meinte er versonnen. über drei Jahre.

Eine lange Zeit. Die beiden Besucher, nebeneinander aufgereiht auf dem Sofa im Kolonialstil, nickten bestätigend. Sie haben mir noch nicht verraten, was Sie in diese Gegend führt. Wir wollten Sie besuchen. Einfach so? Nein, sagte Stephen und stellte seine Teetasse behutsam auf dem Couchtisch ab, nicht einfach so. Plötzlich war es still im Raum. Draussen im Garten ver — sammelten sich Raben im Geäst der entlaubten Bäume, als wollten sie verfolgen, was nun geschehen würde. Als Kind habe ich oft Puzzle gespielt, begann Stephen Foxx. Jedes Weihnachten kauften meine Eltern ein neues Puzzlespiel, und dann sass die ganze Familie die Weihnachtstage über stundenlang um den grossen Couchtisch und versuchte, das Bild zusammenzusetzen. Je älter meine Geschwister und ich wurden, desto mehr Teile hatten die Puzzles, und irgendwann gingen unsere Eltern dazu über, Puzzles ohne Bildvorlage zu kaufen. Wir hatten also nur Tausende von kleinen Teilen und keine Ahnung, wie das Bild dazu aussah. Oft sassen wir stundenlang da und probierten nur herum, ohne irgendwelche Fortschritte zu machen. Aber irgendwann findet man ein ganz bestimmtes Teil, das zu einem anderen passt, und zusammen ergeben sie einen winzigen Bildaus schnitt, der einen plötzlich ahnen lässt, wie das Ganze aussehen muss. Dann geht es manchmal rasend schnell. Die Teile scheinen sich wie von selbst zusammenzufügen, ihre richtigen Plätze zu finden, alles passt plötzlich zusammen — nur, weil man dieses eine, bedeutsame Puzzlesteinchen gefunden hat. Stephen machte eine Pause. Vor ein paar Wochen, sagte er dann und sah den Professor, dessen buschige weisse Augenbrauen immer höher gewandert waren, an, bin ich auf so ein Puzzlesteinchen gestossen. Professor Wilford-Smith griff nach der Teetasse auf dem kleinen Beistelltisch neben seinem Sessel. Das klingt spannend, meinte er. Allerdings auch reichlich rätselhaft, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten. Keine Sorge. Ich bin hier, um das Rätsel aufzulösen. Beruhigend. Stephen beugte sich vor, die Unterarme auf die Oberschen-kel gestützt. Als unser Abenteuer in Israel zu Ende war, sah es so aus, als seien alle Fragen geklärt. Aber das waren sie nicht.

Ein paar seltsame kleine Einzelheiten passten nicht in das Bild. Wir waren alle zu erschöpft und zu enttäuscht, um sie wahrzunehmen, doch diese winzigen, scheinbar unbedeutenden Details sind überaus bedeutsam. Darauf bin ich in den letzten Wochen gekommen, als ich das ganze Bild noch einmal zerlegt und Steinchen für Steinchen rund um dieses eine, von dem ich gerade gesprochen habe, neu aufgebaut habe. Und siehe da, auf einmal entstand ein ganz anderes Bild. Faszinierend, meinte der Professor. Erlauben Sie mir eine Frage? Nur zu. Was hat Sie eigentlich bewogen, Archäologie zu studieren? Professor Wilford-Smith blinzelte irritiert. Oh┘ Das ist so lange her┘ Inwiefern ist das von Belang? Sie waren schon über vierzig, hatten in einem einträglichen Beruf Karriere gemacht, und wenn Sie dabei geblieben wären, wären Sie heute wahrscheinlich Mitinhaber einer der bedeutendsten Tuchwarenfabriken Grossbritanniens. Aber Sie warfen all das hin — warum? über das Gesicht des Gelehrten huschte eine Spur von Gelangweiltsein, die ahnen liess, wie oft er diese Frage schon hatte beantworten müssen. Geld ist eben nicht alles im Leben. Und würden Sie sagen, dass es sich gelohnt hat? Selbstverständlich. Es war eine faszinierende Sache.

Sonst wäre ich ja wohl kaum dabei geblieben. Stephen sah ihn an. Ich habe viel recherchiert in den letzten Wochen, Ich habe mit vielen Leuten gesprochen, ehemaligen Mitarbeitern von Ihnen, anderen Archäologen. Die sa gen teilweise ziemlich negative Dinge über Sie. Das weiss ich. Da können Sie sehen, wie Neid die Wissenschaft beherrscht. Das sind Leute, die im Elfenbeinturm geboren und aufgewachsen sind, und der Grund, warum sie neidisch auf mich sind, ist der, dass ich aus der Wirtschaft kam und wusste, wie man mit Geldgebern und Sponsoren verhandeln muss, und sie nicht. Ich war ein Quereinsteiger, und ich konnte mit Geld umgehen. Schwer zu sagen, was sie mir mehr nachtragen. Sie haben immer sehr grosse Ausgrabungen organisiert, mit Hunderten von Mitarbeitern. So wie die letzte, bei der ich dabei war. Ja, nickte Wilford-Smith. Das war sogar eher eine kleinere. Ich kannte Sie damals überhaupt nicht, hatte nie von Ihnen gehört. Es war Yehoshuah Menez, der mir die Stelle in Ihrer Ausgrabung verschafft hatte. Ich glaube, das erste Mal, dass wir mehr als zwei Worte miteinander gewechselt haben, war, als ich den Fund in Areal 14 machte. Stephen Foxx lehnte sich zurück und schlug ein Bein über das andere. Wissen Sie, worüber ich mich in den Jahren seither immer mehr gewundert habe? Der weisshaarige Professor hob nur fragend die Augen — brauen. Sie haben praktisch sofort gewusst, um was es ging, fuhr Stephen fort. Sie kamen zu mir herunter, sahen die Plastikhülle und die Gebrauchsanleitung darin und waren sich sofort darüber im klaren, dass wir es mit einer Sensation zu tun hatten. Ich meine, bei mir hat es Tage gedauert, bis ich das begriffen habe. Selbst er — er deutete auf Eisenhardt, der schweigend neben ihm sass — hat es nicht so schnell durchschaut. Er kam zwar relat iv rasch auf die Idee, dass es das Skelett eines Zeitreisenden sein musste. Aber was es bedeutete — nämlich, dass die zugehörige Kamera immer noch irgendwo existieren musste —, darauf kam er erst, als Kaun es ihm sagte. Und der ist sicher nicht von selbst auf diese Idee gekommen. Wilford-Smith hob eine Hand in einer Geste, die zu besagen schien, bitte entschuldigen Sie, dass ich so schlau bin. Vielleicht sollte ich auf meine alten Tage anfangen, Science Fiction zu schreiben. Und wissen Sie, was mir Mister Eisenhardt noch Merkwürdiges erzählt hat? fuhr Stephen fort. Er sagte, in den endlosen Besprechungen, die abgehalten wurden, wirkten Sie von Anfang an seltsam teilnahmslos. Je länger das Ganze dauerte, desto weniger schien es Sie zu berühren. Seltsam, oder? Der alte Mann lehnte sich in seinem Ohrensessel zurück. Sie wollen doch auf irgend etwas hinaus, Stephen, stellte er ruhig fest. Oder irre ich mich? Ganz recht, nickte Stephen grimmig. Ich bin dabei, all die losen Enden, die die Geschichte noch hat, aufzudröseln.

Da gibt es noch ein Detail, das mir Mister Eisenhardt erzählt hat. Ein scheinbar bedeutungsloses Detail, wenn man es für sich allein betrachtet. An dem Morgen nach meiner Flucht aus dem Lager sind Sie nämlich in aller Frühe in den Besprechungsraum gegangen, in dem man alle Gegenstände aus meinem Zelt zusammengetragen hatte, und haben sich auf meinem Laptop die gespeicherten Internetseiten angeschaut, auf denen die Kameras der MR — Serie beschrieben wurden.

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