Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Er hatte sich angestrengt, hatte gekämpft, hatte all seinen Mut und seine Entschlossenheit in die Waagschale geworfen — und Kaun mit seinen Millionen hatte einfach nur die Intelligenz, das Knowhow und die technischen Ein — richtungen der Russen, die auf jeden Cent angewiesen waren, zu kaufen brauchen, um zur richtigen Zeit an der rich tigen Stelle sein und ernten zu können, was er nic ht gesät hatte.

Es war ein Kampf von David gegen Goliath gewesen, und diesmal hatte Goliath gesiegt. Goliath siegte immer, so war das. Die frommen alten Geschichten, die etwas anderes erzählten, waren einfach nur das — fromme alte Geschichten.

Er schloss die Augen, und im nächsten Augenblick tauchte das Gesicht von Bruder Gregor auf. Das hatte so gut geklungen — die Stunde der Bewährung. Die alte Prophezeiung von den Mächten des Lichts und den Mächten der Dunkelheit, die um den Besitz des Heiligtums streiten. Auch wenn er innerlich gelächelt hatte bei den Worten des Mönchs — etwas in ihm hatte diesen Worten geglaubt, hatte sich stark gefühlt dadurch, hatte Gott an seiner Seite gewähnt.

Und nun? Hatte er versagt? Es kam darauf an, was Kaun mit dem Video vorhatte. Sicher würde er es, in der einen oder anderen Form und sicherlich so, dass er dabei maximalen Profit abschöpfen konnte, auf seinen Fernsehkanälen zeigen. Die ganze Welt würde es sehen. Und mehr war es nicht, was er dem Abt versprochen hatte.

Und er würde es schliesslich auch sehen. Es würde ein schaler Geschmack dabei sein, und wahrscheinlich würde er sich noch einige Zeit gedulden müssen und dann längst zu Hause auf der Couch sitzen, zugleich mit Millionen anderer Neu gieriger, die die entsprechenden Ankündigungen verfolgt haben würden, aber er würde es sehen. Immerhin. Das hätte er zwar auch einfacher haben können, aber er würde es letztlich sehen.

Vielleicht durfte man mehr nicht erwarten.

In diesem Augenblick fuhrwerkte jemand von aussen an den Verriegelungen der hinteren Ladetüren herum, einer der Türflügel öffnete sich und liess einen blendendhellen Lichtstreifen herein. Drei Männer kamen über eine Gittertreppe hereingestiegen, zogen die Tür hinter sich zu und verriegelten sie wieder.

Stephen sah sie an und konnte erst nicht einordnen, was er sah. Er bekam mit, wie die Gestalt des Professors, der sich auf einen Stuhl gesetzt hatte, sich versteifte, als kenne er die Leute und als sei es keine Bekanntschaft, die zu vertiefen ihm angenehm war.

Es waren Priester. Zwei jüngere und ein älterer in ihrer Mitte. Jedenfalls trugen sie lange schwarze Priesterröcke und die unverkennbaren Kragen.

Die Kirche. Eisenhardt fiel ihm wieder ein, ihr Treffen in der Bibliothek. Kaun habe geplant, alle Funde für zehn Milliarden Dollar an die katholische Kirche zu verkaufen. Oh, dieser Hund! Nicht nur, dass ihm sein Reichtum geholfen hatte, den Sieg zu erringen, der Sieg würde diesen Reichtum auch noch in schier unvorstellbarer Weise vermehren. Zehn Milliarden Dollar. Das durfte nicht wahr sein. Guten Tag, sagte der Mann in der Mitte der Gruppe mit gekünstelt wirkender Sanftmut. Mein Name ist Pater Scarfaro. Ich würde gern Mister Kaun sprechen, wenn das möglich ist. Professor Wilford-Smith rümpfte die Nase. Ich fürchte, er ist gerade sehr beschäftigt. Die Miene des Mannes, der sich Pater Scarfaro genannt hatte, verdüsterte sich in einer Weise, die deutlich machte, dass die Bitte gerade eben nur rhetorisch gemeint gewesen war. Ist er da drin? fragte er und deutete auf die Tür zum vorderen Teil des Wagens.

Der Professor nickte nur.

Scarfaro trat an die Tür und klopfte überaus vernehmlich.

Von drinnen kam ein unverständlicher Laut. Der Priester stellte sich wieder zwischen seine beiden Begleiter und meinte, an den alten Wissenschaftler gerichtet: Er erwartet uns. Stephen fühlte endlose Enttäuschung. Es war also schon abgemachte Sache. Die Kirche würde das Video bekommen.

Die würde es zeigen oder in den päpstlichen Geheimarchiven verschwinden lassen, je nachdem, wie ihr das, was darauf zu sehen war, in den Kram passte. Prima.

Die Verbindungstür wurde aufgerissen, Kaun schoss heraus, hemdsärmelig, das Haar zerzaust, auf fremdartige Weise anders, menschlicher, als Stephen ihn in Erinnerung hatte Er hatte die Kamera in der Hand. Das müssen Sie sich ansehen, Professor! rief er. Die ganze Welt muss sich das ansehen, die ganze┘ Erst jetzt fiel sein Blick auf Scarfaro und seine Begleiter und er hielt abrupt inne. Wie kommen Sie denn hierher? fragte er konsterniert Scarfaro neigte den Kopf. Ich bemühe mich, mit Ihnen Schritt zu halten. Stephen hob den Kopf, beobachtete den Medienmagnaten.

Dem war die Anwesenheit der Priester ganz offensichtlich alles andere als recht. Und schon gar nicht hatte er sie erwartet.

Was ging hier vor?

Vielleicht war doch noch Hoffnung. Niemand weiss, dass ich hier bin, sagte Kaun misstrau — isch. Niemand ausser meinen Leuten. Wie haben Sie mich gefunden? Es war nicht leicht, erwiderte Scarfaro, die eigentliche Frage fast auffällig umschiffend. Ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen, dass das Geld bereitsteht. Ein Wort von mir genügt, und es fliesst auf Ihre Konten. Scarfaro neigte wieder den Kopf. Und das sollte kein Problem sein, sobald ich die Ware gesehen und festgestellt habe, da ss sie das ist, was sie verspricht. Kaun wirkte unwillig. Wir müssen noch einmal darüber reden, meinte er schliesslich. Die Situation hat sich geändert.

Das Angebot galt zum damaligen Zeitpunkt und für die übernahme des damaligen Standes der Ausgrabungen. Scarfaro streckte die Hand aus. Wie Sie wollen. Sie gestatten mir sicher trotzdem schon einmal einen Blick? Kaun zögerte. Er betrachtete die leicht zerschrammte Videokamera in seiner Hand, betrachtete den Gesandten des Vatikans. Stephen hielt den Atem an. Irgend etwas stimmte hier nicht.

Bitte, sagte Scarfaro mit einer seltsam sanften, fast hypnotischen Stimme.

Kaun reichte ihm das Gerät. Er schien sich unwohl dabei zu fühlen, aber er reichte es ihm. Es sah so falsch aus, dass alles in Stephen aufschrie dabei.

Scarfaro nahm das kleine Gerät, das kaum grösser war als eine Zigarettenschachtel, und wog es nachdenklich in der Hand. Die Kirche, sagte er, ist, um es in Ihrer Sprache auszudrücken, Mister Kaun, ein multinationaler Konzern, der Sinn produziert — Lebenssinn für eine Milliarde Menschen. Das ist ein wichtiges Produkt, vielleicht das wichtigste überhaupt. Und ein begehrtes, denn sonst gäbe es uns längst nicht mehr. Sie sehen ein, fügte er mit einem freudlosen Lächeln hinzu, dass wir nichts dulden können, das dieses Produkt gefährdet? An das, was im nächsten Augenblick geschah, sollte sich Stephen Foxx für den Rest seines Lebens immer nur so erinnern, als sei es in Zeitlupe passiert. In zahllosen Träumen erlebte er diese Sekunde wieder und wieder, sah immer wieder, wie der Mann aus Rom die Hand mit der Kamera anhob, dann herabfuhr, um auszuholen, das kleine Gerät aus dem Schultergelenk heraus in einer kreisförmigen Bewegung nach hinten und nach oben schwang und es schliesslich mit ungeheu rer Kraft auf den Boden schmetterte, wo es in hundert Stücke zersprang.

Jemand schrie auf, Kaun. Im nächsten Sekundenbruchteil hatten die beiden Priester rechts und links von Scarfaro Revolver in der Hand und sahen überhaupt nicht mehr wie Priester aus, sondern wie zu allem entschlossene Revolvermänner in Priesterröcken. Ein Schuss bellte durch den Innenraum des Lastwagens, so laut, dass es weh tat, und Kaun prallte zurück, sich den Arm haltend, und Blut quoll zwischen seinen Fingern hindurch. Was tun Sie da?! heulte er auf. Scarfaro, was tun Sie?! Der Priester mit der Hakennase gab sich noch nicht zufrieden mit dem zertrümmerten Gerät, er hob ein Bein und stampfte mit dem Schuh auf die Splitter ein. Es knirschte, als ob Knochen brächen, es splitterte und knallte, Metall kratzte heulend über Metall, Bruchstücke schössen davon und prallten von den Wänden ab. Dann bückte er sich und hob hoch, was das Herzstück der Videocassette gewesen sein mochte, eine runde, dünne Scheibe aus einem durchsichtigen, schimmernden Material — war das Silizium? — , hob sie hoch und brach sie, einen erbarmungslosen Ausdruck auf dem Gesicht, mittendurch. Die Heilige Schrift ist vollkommen, sagte er. Das haben wir die Menschen seit Jahrhunderten gelehrt, so lange, bis sie es glaubten, zu ihrem eigenen Heil und Seelenfrieden. Können wir zulassen, dass nun womöglich etwas hinzugefügt werden muss? Wir können es nicht. Dürfen wir es erlauben festzustellen, dass Jesus etwas anderes gesagt hat als das, was überliefert ist? Wir dürfen es nicht. Täten wir es, käme alles durcheinander, wäre dem Zweifel Tür und Tor geöffnet, würde der Glaube zerstört. Aber ohne Glaube gibt es keinen Seelenfrieden. Es ist unsere Pflicht, den Menschen zu ermöglichen, ihren Glauben zu bewahren — selbst um den Preis, dass wir selber ihn verlieren. Kaun sank langsam, mit schmerzverzerrtem Gesicht, an der Zwischenwand herab. Der ärmel seines Hemdes färbte sich rot.

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