Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Stephen sah ihm verständnislos nach. Fünfzig Dollar war doch ein guter Preis für ein paar Batterien, oder?

Wo blieben die verdammten Hubschrauber? Es war doch nicht zu fassen. Vor ein paar Tagen, als sie noch nichts wussten und noch nichts hatten, hatte jeder ihrer Schritte unter Bewachung gestanden. Und jetzt, als sie alles wussten und alles hatten, suchte man nicht einmal mehr nach ihnen!

Nichts. So oft er sich auch drehte, der Himmel war klar und leer bis zum Horizont. Und der Boden ringsum flimmerte, als wären sie von Wasser umgeben.

Judith sagte mit zischender, keuchender Stimme Dinge zu ihm, über ihn, die unfreundlich klangen. Er verstand nicht warum sie das tat. Aber sie erbrach alle diese Worte förmlich, gab sie von sich wie giftigen Ballast, als müsse sie sich davon reinigen und befreien.

Aber sie war doch all diese Wege mit ihm gegangen. Warum hatte sie das getan? Er verstand nicht, was sie wollte, wurde immer einsilbiger, hörte auf, sich zu verteidigen, schwieg.

Dann war Judith am Ende, verstummte mit einem kieksenden Laut.

Er war froh, dass es vorbei war. Er wollte nur noch einen Satz sagen, etwas, um die ganze Sache abzuschliessen, abzurunden, einen Strich darunter zu z iehen, sie zu erledigen.

Man konnte das ja nicht so stehen lassen.

Doch nach dem einen Satz musste er noch einen zweiten sagen, und dann noch einen und noch einen, und plötzlich war es, als bräche ein Damm in ihm, gross wie der Hoover — Staudamm, und dahinter hatte alle Wut, aller Hass, alle Verzweiflung gelagert, die er je empfunden hatte. Er hörte sich krächzend schreien, sah sich toben wie ein verrückt gewordenes Skelett, spürte all das Eklige, Verdorbene aus sich herausfluten, und es traf alles auf Judith, die ihn hilflos ansah, aber er konnte nichts dagegen tun.

Dann war es vorbei. Er war leer. Sein Mund tat weh, blutete aus ein paar eingerissenen Stellen. Judith hatte aufgehört, ihn anzusehen, ging einfach weiter, genau wie er.

Doch plötzlich sah er, wie sie in einem Bein einknickte, stolperte. Noch ehe er reagieren konnte, fiel sie in sich zu — sammen. Judith┘ Die glasige Luft schien aus Gallerte zu bestehen, nur zeitlupenhafte Bewegungen zu erlauben, die ungeheuer viel Kraft verschlangen. Er kniete neben ihr zu Boden, hob sie auf, bettete ihren Kopf auf seinen Schoss. Sie blutete aus einer Platzwunde an der Stirn, nichts Grosses. Ihre Augen waren geschlossen. Judith! Sie hob die Augendeckel so mühsam, als wögen sie Tonnen, und sah ihn traurig an. Ihre Augen waren gerötet. Er sah ihre Halsschlagader wie verrückt pochen.

Sie machte den Mund auf und zu, versuchte zu sprechen, aber es fiel ihr schwer. Er musste sich hinabbeugen, um sie zu verstehen. Ich dachte die ganze Zeit┘ Sie brach ab, schüttelte den Kopf, schwach. Schloss die Augen wieder. Was? flüsterte er. Ich dachte┘ du┘ Ich? Nichts. Es tat gut, als der grosse, breite Schatten über sie fiel. Schritte, hinter ihnen, rechts und links, um sie herum. Es roch nach Benzin, nach Abgasen, nach verbranntem Gummi und heissen Bremsen, nach Rasierwasser.

Ein Mann in einem taubenblauen, zweireihigen Anzug trat vor sie. Seine Schuhe waren so blank geputzt, dass sie glänzten. Er hatte eine goldene Krawattennadel. Der Mann schien nicht einmal zu schwitzen, und er streckte die Hand aus. So hatte sein Vater die Hand ausgestreckt, als er ihn einmal aus dem Kindergarten abgeholt hatte, und er hatte auch immer solche Anzüge getragen. Geben Sie mir die Kamera, Stephen, sagte der Mann. Wir kümmern uns dann um Sie. Das war nicht sein Vater. Sein Vater hatte sich nie um ihn gekümmert. Er hatte immer verlangt, dass seine Kinder stark waren, stark und selbständig. Es tat gut, dass sich ein mal jemand um einen kümmern wollte. So gut. Mit einem schmerzenden Gefühl in den Augenwinkeln, weil keine Tränen kommen wollten, holte er das Bündel aus seinem Hemd.

37

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stellte der diensthabende Nachtwächter Samuel Rosenfeld bei seinem letzten Rundgang um 7:15 früh fest, dass das Vorhängeschloss, das seit zwei Tagen provisorisch die Tür zum Restaurati — onslabor sicherte, entfernt war. Das Wachprotokoll weist ansonsten keinerlei Unregelmässigkeiten auf.

Aus dem Polizeibericht ES WAR KüHL, als er erwachte. Er musste geschlafen haben, ja, und es hatte gut getan. Die Kühle ringsumher schien die Hitze aufzusaugen, die immer noch in seinem Körper ge — speichert war und nach allen Seiten abstrahlte. Und es war dunkel. Nein, nicht eigentlich dunkel. Er wusste nicht, wo er war. Er sah kahle, mattg länzende Metallwände, Reihen schimmernder Nieten darauf, eine Decke aus Metall. Durch schmale Luken dicht unter der Decke drang etwas Licht herein, genug.

Eine Frau beugte sich über ihn. Sie trug einen weissen Kittel und sah ihn aufmerksam an. Er war sich sicher, dass er sie noch nie gesehen hatte. Sie hängte einen durchsichtigen, mit klarer Flüssigkeit prall gefüllten Plastikbeutel an einen Metallhaken über ihn, befestigte einen Plastikschlauch daran, der unter einem Verband an der Oberseite seiner rechten Hand endete. Was┘? begann er krächzend. Was machen Sie da? Die Frau sah zu ihm herunter und lächelte nur freundlich.

Er hob mühsam den Arm, betrachtete den Anschluss auf seiner Hand. Was hatte das zu bedeuten?

Die Frau verschwand. Ein anderes Gesicht erschien über ihm, das Gesicht eines alten, weisshaarigen Mannes.

Er kannte dieses Gesicht. Professor Wilford-Smith. Jetzt fiel ihm alles wieder ein. Die Wüste. Die Hitze. Judiths Zusammenbruch. Judith!

Er drehte den Kopf zur Seite, was scheusslich weh tat, suchte nach ihr. Ja, da neben ihm lag sie, auch auf einer zusam — mengeklappten Liege, auch am Tropf, und schlief. Jemand hatte ihr Gesicht gewaschen.

Er erinnerte sich. Man hatte ihnen zu trinken gegeben, eine salzige Flüssigkeit, die leicht nach Orangen geschmeckt hatte. Viel davon, er hatte bestimmt einen ganzen Eimer voll getrunken. Hatte gewürgt, aber nichts erbrechen können, und noch mehr getrunken. Dann wusste er nichts mehr. Wo sind wir? Der Professor hob den Kopf und sah sich um, als frage er sich das auch schon die ganze Zeit. Das ist ein übertra — gungswagen, sagte er. Und was geschieht hier mit uns? Er blickte zu dem Infusionsbeutel hin.

Der alte Wissenschaftler lächelte traurig. Das ist nur eine Kochsalzlösung. Flüssigkeit eben. Sie beide waren stark dehydriert, als wir Sie fanden. Dehydriert? Es hat nicht mehr viel gefehlt. Stephen Foxx schloss die Augen. Jetzt, da die Erinnerung zurückkehrte, verspürte er zu seiner eigenen Verwunderung so etwas wie Scham. Es war hochmütig gewesen, ohne jede Ausrüstung, ohne Vorbereitung durch die Wüste zu mar — schieren. Leichtfertig das Leben aufs Spiel zu setzen, für ein Wettrennen, um etwas zu beweisen, um zu gewinnen. Es war falsch gewesen, Judith da mit hineinzuziehen. Wie haben Sie uns überhaupt gefunden? Das war nicht leicht. Sie waren nicht dort, wo man Sie gesucht hat. Kaun hat schliesslich kurzerhand Beobachtungszeit auf russischen Spionagesatelliten gekauft, und die haben Sie ausfindig gemacht. Was? Die Russen? Ja. Stephen versuchte sich vorzustellen, was geschehen war. Wir sind zuerst nach Süden, und dann immer nach Westen.

Wir wollten zu der Strasse entlang der Grenze zum Sinai. Der Archäologe hob die Augenbrauen. Wie ich Kaun kenne, wird er es sich nicht nehmen lassen, Ihnen die Bilder zu zeigen. Man erkennt Sie beide gut, selbst aus dem Weltraum.

Und Sie werden sich wundern, wo Sie überall gewesen sind. Ah. Auch das noch. Sie hatten sich verlaufen. Aber wieso?

Sie waren doch immer auf die Berge zumarschiert┘? Was ist mit der Kamera? Professor Wilford-Smith wandte den Blick auf einen Punkt, der über Stephens Kopfende lag. Stephen verdrehte den Hals. Dort war eine Trennwand mit einer schmalen, verschliessbaren Durchgangstür und einem grossen Glasfenster, hinter dem ein schwarzer Vorhang zugezogen war. Kaun ist da drin. Schon ziemlich lange. Er hat sich ein paar Batteriepacks geben lassen und sich dann damit eingeschlossen. Mit einem unwillkürlichen, klagenden Laut sank Stephen zurück. Verloren! Er hatte das Rennen verloren, verdammt noch mal. Vor Enttäuschung traten ihm Tränen in die Augenwinkel. Es war so ungerecht, so verdammt ungerecht.

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