Андреас Эшбах - Das Jesus Video

Здесь есть возможность читать онлайн «Андреас Эшбах - Das Jesus Video» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2001, Жанр: Фантастика и фэнтези, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das Jesus Video»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das Jesus Video — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das Jesus Video», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

36

Bei einem Wasserverlust von mehr als 4,5 Litern und damit über 5 % des Körpergewichts kommt es neben starke m Durstgefühl zu ersten körperlichen Behinderungen: der Speichelfluss stockt, das Schlucken wird zunehmend un — möglich, die Stimme wird rauh und heiser, Mund- und Rachenschleimhäute und Augen röten sich, der Puls ist be — schleunigt, Benommenheit und Desinteresse tritt auf. Es kann zu Panik kommen. Der Tod durch Verdursten tritt bei einem Flüssigkeitsverlust von mehr als 12 % des Körpergewichts ein.

Jerome K. Wilson, überleben in der Wüste ALS ER ERWACHTE, war sein erster Gedanke: Ich brauche Batterien!

Erst nachdem dieser Gedanke durch sein Hirn geschossen war wie der gellende Ton des Signalhorns im Pfadfinderlager, das alle aus dem Schlaf riss, kam ihm alles andere zu Bewusstsein: wo er war, warum er hier war, und was geschehen war.

Dass er Judith im Arm hielt, sie die ganze Nacht in den Armen gehalten hatte. Sie lagen immer noch zwischen den zwei grossen, kalten Steinen auf sandigem Boden, und es war ver — dammt kalt gewesen in der Nacht.

Das hatte er natürlich immer gehört, jeder hatte ihm das erzählt: nimm dich in acht, in der Wüste kann es nachts sehr kalt werden. Er hatte es gewusst, aber er hatte es nie wirklich geglaubt. Tatsächlich hatte er es nicht fassen können, dass es in einer Wüste, die den Tag über mit Hitze und Eicht auf ihn eingeprügelt hatte, durch die er lief wie durch eine gigantische Bratpfanne, dass ein solcher glühender Ofen ahkühlen konnte zu Temperaturen wie im Eisschrank. Im Sommer!

Kein Wunder, dass Steine zersprangen und Felsen platzten.

Sie hatten sich aneinandergedrängt wie Erfrierende, hatten einander umschlungen, die kalten Nasen zusammengesteckt, und es hätte beinahe romantisch sein können, wenn es nicht so kalt gewesen wäre!

Jetzt begann es schon wieder warm zu werden. Stephen hob den Kopf, äugte in Richtung des verhalten glühenden Balls, der da mit neuer Energie am Horizont hochstieg. Auch der Wind ging wieder, pünktlich zum Beginn des Tages.

Sie mussten wohl irgendwann tatsächlich eingeschlafen sein. Judith schlief noch, das Gesicht sandig, erschöpft. Er nahm den Arm vorsichtig weg, mit dem er sie gehalten hatte, und richtete sich auf. Sein Mund fühlte sich staubtrocken an, tat richtig weh beim Schlucken. So ähnlich musste sich Dörrobst fühlen.

Sein nächster Griff galt dem Beutel. Er hatte die Kamera wieder hineingestopft und dazu die Einzelteile seines Handys, das er gestern nacht noch zerlegt hatte in dem Versuch, mit den Batterien daraus die Kamera in Gang zu bekommen.

Es war eine abenteuerliche Fummelei im Dunkeln gewesen, mit Kabeln und Haarnadeln, doch es hatte sich nichts ge — rührt. Jetzt, im ersten Tageslicht, besah er sich die einzelnen Teile noch einmal genauer. Es war, wie er befürchtet hatte.

Die Batterien aus seinem Telefon, seit Jahren in Betrieb und mittlerweile reichlich ausgelaugt, waren nicht nur ohnehin schon fast entladen gewesen, sie hatten auch eine viel zu niedrige Spannung. Damit hatte er keine Chance. Er wog bewundernd die kleinen Batterien in der Hand, die er aus der Videokamera geholt hatte: aufladbar, stand da, und wenn man bedachte, dass sie mit einer einzigen Aufladung — sicher hatte der Zeitreisende kein Netzteil mit Aufladegerät mit in die Vergangenheit genommen, und wenn, dann hatte es ihm dort nichts genützt — zweitausend Jahre lang funktioniert hatten, dann konnte man sich nicht beschweren. Wäre keine schlechte Werbung, dachte er.

Er setzte das Mobiltelefon wieder zusammen, so gut es ging. Judith hatte sich Sorgen gemacht, als er darangegangen war, es auseinanderzubauen. Falls sie sich verirrten, meinte sie, war das Telefon die letzte Möglichkeit, die ihnen blieb Hilfe herbeizurufen. Aber nicht einmal diese Möglichkeit bestand mehr; als er das Gerät wieder einschaltete, meldete es sich zwar noch mit einem Pieps, gleich darauf verlosch aber die digitale Anzeige, und nichts rührte sich mehr. Vielleicht, wenn wir fünfzig Jahre warten┘? murmelte er und schob sich das nutzlose Teil in die Hemdtasche.

Judith war von dem Signalton aufgewacht. Sie schien nicht weniger zerknittert und desorientiert zu sein, als sie sich aufsetzte. Eine Weile blickte sie verschlafen umher, dann stiess sie etwas hervor, was nur ein hebräischer Kraftausdruck sein konnte. Ich dachte, ich hätte nur schlecht geträumt, meinte sie dann unglücklich.

Stephen sah sie an. Selbst mit ihrem heillos zerwühlten Haar gefiel sie ihm. Mach keine Witze, meinte er. Ich war mir sicher, dass das hier der schlechte Traum ist. Stephen┘ Sie warf ihm einen verschleierten Blick zu, den er nicht so recht zu deuten wusste, und schüttelte sacht den Kopf. Immer cool. Egal, wie es steht. Sie seufzte und rappelte sich hoch. Ich habe Durst. Stephen zuckte nur mit den Schultern. Es konnte doch nicht so schwierig sein, aus dieser Wüste herauszufinden. Klar, das hier war der Negev, eine richtige Wüste, aber doch klein und überschaubar, handlich gewissermassen. Soweit er sich an die Karte erinnerte, zudem von zahllosen Strassen durchzogen, Wüstenpisten zwar nur, aber klar definierte Wegmarken. Um sich zu verlaufen, war einfach nicht Platz genug. Lass uns den Morgen nutzen, ein Stück voranzukom — men, schlug er vor. Und wohin sollen wir gehen? Irgendwohin, meinte Stephen, wo es Batterien gibt. Sie gingen nach Westen. Langsam, hintereinander. Eine Weile lang befiel sie ein regelrechtes Mitteilungsbedürfnis, das sie dazu brachte, sich gegenseitig zu erzähl en, was sie über das überleben in der Wüste gelernt hatten. Judith hatte in der Armee ein überlebenstraining mitgemacht, drei Tage lang allerdings nur, und sie war damals schlecht drauf gewesen und hatte kaum etwas mitbekommen. Natürlich waren auch elende Tagesmärsche mit vollem Gepäck Teil der militä rischen Ausbildung gewesen. Ihre diesbezüglichen Schilde rungen verursachten Stephen einen gelinden Schauer, und so oft er sie auch verstohlen musterte, konnte er diese Erzählungen nicht so recht mit der schlanken, fast zarten Frau verbinden, die er sah.

Er hatte, abgesehen davon, dass er stets aufmerksam den Erzählungen der Veteranen der Explorer's Society gelauscht hatte, einmal an einem überlebenstraining teilgenommen: zehn Tage in den endlosen Wäldern Kanadas. Die Stillung des Durstes war dabei zwar auch Tagesordnungspunkt gewesen, aber nicht wirklich ein Problem.

Natürlich kannten sie beide die gängigen Tricks, in der Wüste Wasser zu beschaffen. Der bekannteste, auf den man praktisch in jedem Buch, jedem Film und jedem Comic stiess, war der, ein trichterförmiges Loch in den Boden zu graben, eine Blechbüchse am tiefsten Punkt einzugraben und dann eine Plastikfolie darüber zu spannen, sie am Kraterrand mit Steinen oder Sand zu beschweren und abzudichten und i n ihre Mitte einen Stein zu legen, so dass die Folie trichterförmig durchhängt und sich gleichzeitig strafft. Scheint die Sonne darauf, entsteht darunter eine enorme Treibhaushitze, so dass die Bodenfeuchtigkeit, die in Spuren selbst in scheinbar staubtrockenem Sand vorhanden ist, verdunstet, nach oben steigt, an der Folie kondensiert und Tropfen um Tropfen nach unten rinnt, um sich in der Büchse zu sammeln.

Tolle Theorie. Nur hatten sie weder eine Plastikfolie dabei noch eine Blechbüchse, noch die Zeit und Energie, derartige Löcher zu graben und dann stundenlang daneben auszuharren.

Einig waren sie sich darüber, dass sie vor allem verhindern mussten, mehr zu schwitzen als irgend notwendig. Das hiess: sich langsam bewegen, die Kleidung anbehalten, nach Schatten suchen.

Sie würden, sobald die Sonne noch höher stieg und es anfing, wieder richtig heiss zu werden, nach einem Unterschlupf suchen, wo sie den Rest des Tages verbringen konnten, um dann in den Abendstunden und nachts weiter-zumarschieren. Alles kein Problem. Ausserdem mussten sie nach einigen Kilometern ohnehin auf die Sinaistrasse stossen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das Jesus Video»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das Jesus Video» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Андреас Эшбах - Видео Иисус
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Квантовый мусор
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Триллион евро
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Солнечная станция
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Особый дар
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Выжжено
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Железный человек
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Субмарин [litres]
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Управление
Андреас Эшбах
Андреас Эшбах - Субмарин
Андреас Эшбах
Отзывы о книге «Das Jesus Video»

Обсуждение, отзывы о книге «Das Jesus Video» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x