Андреас Эшбах - Das Jesus Video

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Das Jesus Video: краткое содержание, описание и аннотация

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Aber da war nichts gewesen. Sie hatten keine Strasse passiert. Nichts, was entfernt nach Strasse ausgesehen hätte. Unmöglich.

Judith sah ihn an. Sie sah erschöpft aus, zu Tode erschöpft. Geht dein Telefon wirklich nicht mehr? Er schüttelte den Kopf.

Sie seufzte und sah wieder geradeaus. Wenn man's einmal wirklich brauchen könnte┘ Sie sassen. Die Sonne stieg höher, verkleinerte den Schatten.

Es schien unmöglich, sich jemals wieder von hier zu erheben.

Sie würden sitzenbleiben, bis die Sonne über das Wagendach kam, um sie zu grillen. Stephen holte den Stoffbeutel mit der Kamera heraus, nahm die Kamera heraus, die so seltsam klein war, kaum grösser als ein Notizbuch, und so leicht, und wog sie in der Hand. Glaubst du, das ist wirklich alles wahr? fragte Judith, die ihn beobachtet hatte. Wie meinst du das? Sie sieht so neu aus. Stephen drehte sie in seinen Händen. Ist sie ja auch. Eigentlich gibt es sie überhaupt noch nicht. Und wenn wir hier heil herauskommen und sie nach Japan bringen, was geschieht dann? Keine Ahnung. Das konnte einem den Schädel spren — gen, darüber nachzudenken. Sie würden sie auseinander — nehmen, herausfinden, wie sie funktioniert, und dann nachbauen. Das machen die Japaner doch immer so. Und wer hat sie dann erfunden? Stephen wollte antworten, aber seine trägen, verdurstenden Gedanken verknoteten sich und kamen zum Stillstand. Keine Antwort. Es gab keine Antwort. Zu viele Wenn und Aber.

Eine Gleichung mit überzähligen Unbekannten.

Aber wenn man die Wenns und die Abers wegliess┘ Gute Frage, würgte er hervor. Er sah die Kamera an in seinen Händen. Wenn alles wahr war, wenn dieses Gerä t wirklich durch die Zeit gereist war und eigentlich aus einer Zukunft stammte, die noch drei oder vier Jahre entfernt war wenn man alles, was geschehen war, als unabänderlich betrachtete┘ ┘ dann hiesse das, dass sie etwas über die Zukunft wussten.

Etwas, das ihm Angst machte. Etwas, das unabwendbar geschehen würde.

Judith sprach es aus. Die einzige Antwort ist, dass es nicht geschehen wird, überlegte sie, dachte Schritt für Schritt unbefangen vor sich hin, wie jemand, der neugierig einen Weg entlangspaziert, immer wissen will, wie es hinter der nächsten Ecke aussieht, und nicht weit genug voraussehen kann, um zu ahnen, wo der Weg enden würde. Die Möglichkeit besteht überhaupt nicht. Egal, ob wir denken, dass es geschehen könnte.

Die Kamera wird nicht nach Japan gelangen. Das heisst┘ Jetzt sah sie es. Ihre Augen wurden unnatürlich gross. Ja, sagte Stephen nur.

Das war es also, was man Schicksal nannte. Er hielt es in der Hand. Mit müden Bewegungen stopfte er das kleine Gerät, dessen Plastikverkleidung so neu aussah, in den Beutel zurück, zwischen die wattigen Flocken. Lass uns weitergehen. Der Durst wurde mörderisch. Erbarmungsloses Verlangen nach Wasser, nach Flüssigkeit brannte in jeder Zelle des Körpers. Oder wenn er Batterien finden würde. Er wusste nicht genau, wieso, aber das würde das Verlangen auch stillen.

Die Beine bewegten sich von alleine. Die Lunge arbeitete wie ein Blasebalg. Die ganze Welt war längst versunken, es gab nur noch dieses flache, steinige Stück unmittelbar vor ihm.

Es würde nicht mehr lange gehen. Sie waren gezeichnet. Er hatte vergessen warum, aber ihr Schicksal stand unabänderlich fest. Sengende Todesfinger griffen schon nach ihnen, dörrten den letzten Tropfen Leben aus ihnen heraus. Sie schwitzten längst nicht mehr.

Ein Gedanke tauchte in ihm auf, seltsam drängend und zusammenhanglos. Wir hätten miteinander schlafen sollen, sagte er. Was? schreckte Judith hoch. Wenn wir hier sterben, wird es mir leid tun, dass wir nicht miteinander geschlafen haben. Das musste noch gesagt werden.

Sie sah ihn an mit einem Blick, in dem Verletztheit schimmerte. Ist das alles, was du im Leben willst von einer Frau? Da hatte er etwas, worüber er nachdenken musste die nächsten hundert oder tausend Kilometer.

Dann war da plötzlich di ese hohe Gestalt vor ihnen. Ein Mann auf einem Kamel. Ein Beduine, der aus rätselhaften Augen auf sie herabblickte. Stephen starrte ihn an, während Judith sprach. Er hörte nur das Wort Sinai heraus.

Der Wüstensohn nickte gelassen und wies mit einer Hand in eine ganz andere Richtung als die, in die sie marschiert waren.

Judith fragte etwas anderes, nach Wasser vielleicht. Aber der Mann neigte bedauernd den Kopf. Er hatte kein Wasser, oder vielleicht wollte er ihnen einfach keines geben. Er hatte sein Kamel, das ihn an sein Ziel bringen würde, ehe Durst ein Problem werden konnte. Salaam aleikum, verabschiedete er sich schliesslich, als passiere ihm das ständig, dass er verirrte Wanderer in der Wüste traf, und setzte, ehe er nach den Zügeln seines Kamels griff, wieder den dünnen Metallbügel eines Kopfhörers auf, der während der Unterhaltung lose um seinen Hals gelegen hatte. Da! entfuhr es Stephen. Er zeigte auf den Kopfhörer Was ist das? Der Beduine sah ihn irritiert an, nahm die Kopfhörer wieder ab. Er warf Judith einen fragenden Blick zu. Die sagte etwas, worauf er unter seinem Burnus einen silberglänzenden Cassettenrecorder hervorholte und ihn Stephen zeigte. SONY Walkman, sagte er dazu mit näselndem arabischem Akzent. Ein Walkman! krächzte Stephen. Ein original SONY Walkman! Ein irrsinniges, gackerndes Lachen brach aus ihm heraus, beutelte ihn, schien seinen verschmachteten Körper zerbrechen zu wollen. Stephen! mahnte Judith. Was soll das? Der stolze Sohn der Wüste, sichtlich indigniert über Stephens Lachkrampf, schob das Gerät mit steinernem Gesicht wieder zurück unter den hellen, weiten Umhang. Nein, halt! rief Stephen und streckte die Hand aus. Entschuldigen Sie. Es tut mir leid. Judith, bitte sag ihm, dass es mir leid tut. Frag ihn, ob ich die Batterien haben kann. Bitte! Was willst du denn mit den Batterien? Das wusste er auch nicht so genau. Batterien waren irgendwie wichtig. Und ein SONY Walkman war irgendwie witzig. Als Kind hatte er sich immer einen gewünscht, aber nie be — kommen. Von seinem ersten selbstverdienten Geld hatte er sich schliesslich einen gekauft, genau so einen.

Aber wann und wo war das gewesen? Er konnte sich nicht mehr erinnern. Nur, dass er die Batterien brauchte. Frag ihn! Sie sagte etwas auf Arabisch. Er hatte nicht gewusst, dass sie Arabisch sprach. Er wusste so vieles nicht über sie, und jetzt war es zu spät.

Der Beduine musterte ihn von oben bis unten und schüttelte dann kurz den Kopf. Mit seiner stolzen Hakennase sah er aus wie eine mythologische Figur, und aus seinen Augen sprach kalte Ablehnung.

Stephen griff in seine Hosentaschen, fand einen zusam — mengeknüllten Geldschein, einen Fünfzigdollarschein sogar, faltete ihn hastig auseinander und streckte ihn dem Beduinen hin. Die Batterien, bitte! Ich zahle fünfzig Dollar! Stephen, was soll das? Du fängst doch überhaupt nichts an mit den paar Batterien. Du machst dich nur lächerlich┘ Fünfzig Dollar! wiederholte Stephen hartnäckig. Nur die Batterien! Der Araber faltete die Hände auf dem Knauf seines Sattels, die Zügel griffbereit haltend, und sagte etwas zu Judith. Das Kamel betrachtete derweil die beiden Wanderer mit stumpfer Gleichgültigkeit. Was sagt er? Er sagt, wenn dir die Batterien fünfzig Dollar wert sind, dann sind sie dir sicher auch hundert Dollar wert. Na klar! rief Stephen und fasste sich wieder in die Hosentaschen. Hundert Dollar, ja. Er begann wie wild zu suchen, fand aber nichts mehr.

Nichts, nicht eine Münze, geschweige denn einen Schein. Er sah zu dem Beduinen auf, der reglos abwartete. Tut mir leid, ich habe nicht mehr. Nur fünfzig Dollar. Der Wüstensohn verstand offenbar doch mehr Englisch, als er zunächst zugegeben hatte. Er neigte den Kopf, verzog den Mund zu einem hochmütigen Lächeln und sagte mit leiser Schärfe: Then have a nice day! Damit fasste er die Zügel und jagte davon wie ein Sandsturm.

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