Greg Bear - Blutmusik

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Blutmusik: краткое содержание, описание и аннотация

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Der Biochemiker Vergil Ulam ist ein Genie seines Fachs, aber er ist ebenso risikofreudig wie sorglos. Erarbeitet in einem gentechnischen Forschungsunternehmen auf dem Gebiet der Biologik. Sein Ziel: die Herstellung »intelligenter« Zellen durch DNS-Rekombination von menschlichem Genmaterial mit dem von Einzellern. Er tut dies auf eigene Faust und ohne Genehmigung der Firmenleitung.
Der Durchbruch gelingt ihm: es ergeben sich intelligente Lymphozyten. Als das Management von seinen gefährlichen Experimenten erfährt, die Unterlagen beschlagnahmt und ihn zwingt, die gezüchteten Kulturen zu vernichten, und ihn feuert, injiziert er sich eine von ihnen in die Blutbahn. Ein paar Tage später ist er kein Mensch mehr, sondern eine überaus produktiv und fehlerfrei arbeitende biologische Struktur, die sich alles einverleibt, mit dem sie in Berührung kommt.
Die Evolution nimmt eine neue Wendung: optimal für das Leben — aber für die Menschheit das nackte Grauen.

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Paulsen-Fuchs setzte die Diskussion fort, aber Bernard schloß die Augen und versuchte, die Besucher auszuschließen. Es war schlimmer, als er sich vorgestellt hatte; in nur vier Tagen war er — sehr höflich, und mit großer Fürsorglichkeit — vierzehn solcher Zusammenkünfte ausgesetzt worden, hatte eine Serie von Versuchen über sich ergehen lassen, die auf indirektem Wege vorgenommen worden waren, hatte Fragen nach beinahe jedem Aspekt seines Lebens, seiner Vergangenheit, Gegenwart, seiner privaten und öffentlichen Funktionen beantwortet. Er war der Mittelpunkt einer sekundären Schockwelle, die um die Welt ging — die Welle der Reaktion auf das Geschehen in Nordamerika.

Er war eben noch rechtzeitig herausgekommen. Die Etiologie der Seuche hatte sich drastisch verändert und folgte nun mehreren Mustern, oder vielleicht überhaupt keinem Muster; es war denkbar, daß die Organismen auf ihre jeweilige Umgebung reagierten und ihre Methoden dementsprechend veränderten. So waren die großen Städte beinahe sofort zum Schweigen gebracht worden; die meisten oder alle ihrer Bewohner wurden innerhalb von achtundvierzig Stunden infiziert und umgewandelt. Abgelegenere Kleinstädte und ländliche Gegenden waren weniger rasch betroffen worden, vielleicht wegen des Fehlens einer gemeinsamen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Die Ausbreitung der Seuche auch auf diese Gebiete schien durch Säugetiere, Vögel und Insekten ebenso zu erfolgen wie durch unmittelbare menschliche Kontakte.

Infrarotaufnahmen, die von Landsat- und Spionagesatelliten aufgenommen, verarbeitet und in anderen Ländern ausgewertet wurden, zeigten bedeutsame Veränderungen selbst in den Wäldern und Wasserwegen Nordamerikas.

Schon hatte er das Gefühl, daß Michael Bernard nicht mehr existiere. Er war von etwas Größerem und weitaus Eindrucksvollerem verschluckt worden, und nun war er in einem Museum ausgestellt, etikettiert und, seltsam genug, in der Lage, Antworten zu geben. Exneurochirurg, männlich, einst wohlbekannt und wohlhabend, in letzter Zeit nicht sehr aktiv…

Es schien durchaus möglich, daß Michael Bernard seit sechs Jahren nicht mehr existiert hatte, irgendwann verschwunden war, nachdem er das letzte Mal ein Skalpell angesetzt, einen Schädel angebohrt hatte.

Er öffnete die Augen und sah die Männer und eine Frau im benachbarten Raum.

»Dr. Bernard…« Die Frau versuchte seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, offenbar zum dritten oder vierten Mal.

»Ja?«

»Trifft es zu, daß Sie zumindest teilweise mitschuldig an dieser Katastrophe sind?«

»Nein, nicht unmittelbar.«

»Und mittelbar?«

»Ich konnte die Konsequenzen, die sich aus den Handlungen anderer Menschen ergaben, unmöglich voraussehen. Ich bin kein Hellseher.«

Die Frau errötete. »Ich habe — oder hatte — eine Tochter und eine Schwester in den Vereinigten Staaten. Ich komme aus Frankreich, ja, aber ich bin in Kalifornien geboren. Was ist mit ihnen geschehen? Wissen Sie es denn?«

»Nein, Madame, ich weiß es nicht.«

Die Frau verlor die Fassung, wehrte Paulsen-Fuchs’ Beschwichtigungsversuch ab und rief mit schriller Stimme: »Wird es niemals enden? Katastrophen und Tod, Wissenschaftler dafür verantwortlich, ja, Sie alle sind verantwortlich! Wird es…« Und sie wurde hinausgeführt. Paulsen-Fuchs hob resignierend die Hände und schüttelte den Kopf. Das Zimmer leerte sich rasch, und Bernard blieb hinter der Panzerglasscheibe allein zurück.

Und da er niemand war, bedeutete es, daß, wenn er allein war, es in der Kammer überhaupt nichts gab.

Nichts als die Mikroben, die Noozyten mit ihrem unglaublichen Potential, die sich Zeit ließen…

Die warteten, um mehr aus ihm zu machen, als er je gewesen war.

22

Am vierten Tag gingen die Lichter aus — am Morgen, kurz nachdem sie erwachte. Sie zog ihre Modelljeans an, ihren besten Büstenhalter und einen Pullover, nahm die Windjacke aus dem Schrank hinter der Treppe, und trat hinaus ins Tageslicht. Nicht mehr gesegnet, dachte sie. Nicht mehr begehrenswert für den Teufel oder sonstwen. »Mit meinem Glück geht’s zu Ende«, sagte sie laut.

Aber sie hatte Nahrung, und das Wasser lief noch immer. Sie überdachte ihre Lage und kam zu dem Schluß, daß sie nicht allzu schlecht dran sei. »Entschuldige, lieber Gott«, sagte sie und blinzelte zum Himmel auf.

Die Häuser auf der anderen Straßenseite waren vollständig verhängt mit braun und weiß gefleckten Laken, die wie Haut oder Leder in der Sonne glänzten. Die Bäume und Eisengeländer waren mit Fetzen vom gleichen Zeug behangen. Auch auf ihrer Seite waren die Laken drauf und dran, die Häuser zu überwachsen.

Es war Zeit, fortzugehen. Sie würde nicht mehr lange verschont bleiben.

Sie packte Lebensmittel in Kartons und stapelte diese im Einkaufswagen. Auch das Gas war noch an; mit den letzten Eiern und Speckstreifen briet sie sich ein feines Frühstück, toastete Brot über der Gasflamme, wie ihre Mutter es ihr beigebracht hatte, bestrich es mit dem Rest Butter und legte dick Marmelade auf. Davon aß sie vier Schnitten, dann ging sie die Treppe hinauf und packte eine kleine Reisetasche. Unbeschwert reisen, dachte sie. Dicke Winterjacke und warme Sachen, Revolver, Stiefel. Wollsocken aus den Schubladen ihrer Brüder. Handschuhe. Grenzlandzeit. Pionierzeit.

»Vielleicht bin ich die letzte Frau auf Erden«, überlegte sie. »Ich muß praktisch denken.«

Der letzte Gegenstand, der in den am Fuß der Stufen auf dem Gehsteig wartenden Einkaufswagen kam, war das Transistorradio. Sie spielte es jeden Abend nur ein paar Minuten lang, und sie hatte bei Mithridates eine Schachtel Batterien mitgehen lassen. Das sollte für einige Zeit reichen.

Aus dem Radio hatte sie erfahren, daß die Leute sehr besorgt waren, nicht bloß wegen Brooklyn, sondern wegen der gesamten Vereinigten Staaten, bis zu den Grenzen, auch wegen Mexiko und Kanada. Kurzwellensendungen aus England verbreiteten sich über die Stille, die »Seuche«, über Flugreisende in Quarantäne, und über U-Boote und Flugzeuge, die die Küsten überwachten. Bisher sei noch kein Flugzeug in das Innere Nordamerikas vorgedrungen, sagte ein sehr distinguiert klingender britischer Kommentator, aber Satellitenaufnahmen, so hieß es, zeigten eine gelähmte, vielleicht tote Nation.

Ich nicht, dachte Suzy. Gelähmt bedeutet ohne Bewegung. »Ich werde mich bewegen. Kommt nur mit euren U-Booten und Flugzeugen und schaut mich an! Ich werde mich bewegen.«

Am Spätnachmittag schob sie den Einkaufswagen durch die Straßen. Nebel verhüllte die fernen Türme Manhattans und ließ nur die blasse Silhouette des World Trade Centers über weißlich graue Undurchsichtigkeit aufragen. Sie hatte noch nie so dichten Nebel auf dem East River gesehen.

Als sie über die Schulter zurückblickte, sah sie große braune und gelbliche Fetzen wie Segel oder Drachen im Wind über der Cadman Plaza schweben. Die Williamsburgh-Sparkasse war in ihrer ganzen Höhe von hundertfünfzig Metern in braune Laken eingehüllt, wie ein Wolkenkratzer, der als Paket verschickt werden soll. Sie hielt auf die Brückenrampe zu, als ihr der Gedanke kam, wie sehr sie einer der mit Plastikbeuteln behangenen obdachlosen Frauen ähneln mußte.

Sie hatte immer befürchtet, einmal obdachlos zu werden. Sie wußte, daß Leute mit Problemen wie den ihren bisweilen kein Dach über dem Kopf finden konnten und auf den Straßen lebten.

Jetzt fürchtete sie das nicht mehr. Alles war anders. Und der Gedanke weckte ihren Sinn für Humor. Eine Obdachlose in einer mit braunem Packpapier bedeckten Stadt. Es war sehr lustig, aber sie war zu müde, um darüber zu lachen.

Jede Art von Gesellschaft wäre ihr willkommen gewesen — Obdachlose, Katzen, Vögel. Aber außer den braunen Laken, die im Wind wehten, bewegte sich nichts.

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