Philip Dick - Der dunkle Schirm

Здесь есть возможность читать онлайн «Philip Dick - Der dunkle Schirm» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 1980, Жанр: Фантастика и фэнтези, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der dunkle Schirm: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der dunkle Schirm»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Am Ende des 20. Jahrhunderts: Amerika ist ein Land der Huren, Junkies und Dealer geworden. Bob Arctor ist ein Geheimagent der Drogenüberwachung, doch mehr und mehr wird auch er ein Opfer des Rauschgifts.
„Es brach mir das Herz, den Roman zu schreiben, es brach mir das Herz, ihn zu lesen … Ich glaube, es ist ein Meisterwerk geworden. Ich glaube, daß es das einzige Meisterwerk ist, das ich jemals schreiben werde …
Die komischen Stellen sind die komischsten, die ich je geschrieben habe, und die traurigen sind die traurigsten, und sie sind beide in ein und demselben Buch!“
Philip K. Dick
„Einer der eigenständigsten amerikanischen Autoren … . der das meiste der europäischen Avantgarde wie Nabelschau in einer Sackgasse erscheinen läßt“
Sunday Times
© Copyright 1977 by Philip K. Dick
Originaltiel: A Scanner Darkly

Der dunkle Schirm — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der dunkle Schirm», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sie mußte plötzlich an einen Typen denken, den sie einmal gekannt hatte – einen Typen, der Gott gesehen hatte. Er hatte sich ganz ähnlich verhalten, gewimmert und geweint, ohne sich allerdings selbst zu beschmutzen. Er hatte Gott während eines Flashbacks nach einem Acid-Trip gesehen, zu einem Zeitpunkt, als er gerade mit riesigen Dosen wasserlöslicher Vitamine experimentierte. Ihre orthomolekulare Struktur sollte angeblich die neuralen Impulse im Gehirn anregen, beschleunigen und synchronisieren. Bei diesem Typen jedoch hatten sie anders gewirkt. Er war nicht einfach nur smarter geworden – er hatte Gott gesehen. Er war völlig überrascht gewesen.

»Ich nehme an«, sagte sie, »wir wissen nie, was das Schicksal für uns bereithält. «

Neben ihr stöhnte Bob Arctor und antwortete nicht.

»Kanntest du einen Macker namens Tony Amsterdam?«

Keine Reaktion.

Donna nahm einen Zug aus der Hasch-Pfeife und versenkte sich in die Lichter, die unter ihnen ausgebreitet lagen; sie roch die Luft und lauschte. »Nachdem er Gott gesehen hatte, fühlte er sich richtig gut, so ungefähr ein Jahr lang. Und dann fühlte er sich richtig mies. Mieser, als er sich je zuvor in seinem Leben gefühlt hatte. Weil er eines Tages schlagartig kapierte, daß er Gott nie wieder sehen würde; er würde für den Rest seines Lebens – Jahrzehnte, fünfzig Jahre vielleicht – dahinvegetieren und nichts außer dem sehen, was er schon immer gesehen hatte. Das, was auch wir sehen. Er war schlechter dran, als wenn er Gott nicht gesehen hätte. Er erzählte mir später mal, daß er daraufhin richtig durchgedreht wäre; er flippte einfach aus und fing an zu fluchen und zerdepperte alle möglichen Sachen in seinem Apartment. Er zerschlug sogar seine Stereoanlage. Er hatte begriffen, daß er für alle Zeit so würde weiterleben müssen, wie er jetzt lebte – nämlich ohne etwas zu sehen. Ohne jeden Sinn. Einfach nur ein Fetzen Fleisch, der sich dahinquält, ißt, trinkt, schläft, arbeitet und scheißt.«

»Wie wir anderen auch.« Es war das erste, was Bob Arctor zu sagen fertiggebracht hatte; die Worte kamen heraus, als müsse er jedes einzelne von ihnen unter großen Schwierigkeiten erbrechen.

Donna sagte: »Genau das habe ich ihm auch gesagt. Ich hab’ versucht, ihm das klarzumachen. Wir säßen alle im gleichen Boot, und es würde den Rest von uns auch nicht zum Ausflippen bringen. Und er sagte: ›Du weißt nicht, was ich gesehen habe. Du weißt es nicht.‹«

Ein Krampf ging durch Bob Arctor und erschütterte seinen ganzen Körper, und dann würgte er heraus: »Hat er … hat er gesagt, wie es war?«

»Funken. Ganze Kaskaden von farbigen Funken, ungefähr so, als würde an deinem Fernseher was kaputtgehen. Funken, die die Wände hochgingen, Funken in der Luft. Und die ganze Welt war ein lebendiges Wesen, wohin auch immer er blickte. Und es gab keine Zufälle: alles paßte zusammen und geschah planvoll, weil damit etwas erreicht werden sollte – irgendein Ziel in der Zukunft. Und dann sah er eine Pforte. Ungefähr eine Woche lang sah er sie, wohin auch immer er schaute – drinnen in seinem Apartment oder draußen, wenn er zum Laden ging oder durch die Gegend fuhr. Und sie hatte immer die gleichen Proportionen; sie war sehr schmal. Er sagte, sie sei – beglückend gewesen. Das ist der Begriff, den er immer gebraucht hat. Er hat nie versucht, durch die Pforte hindurchzugehen; er hat sie einfach nur angeschaut, weil sie so beglückend war. Klare Konturen aus lebendigem roten und goldenen Licht, sagte er. Als ob sich die Funken entlang bestimmter Linien versammelt hätten, wie in der Geometrie. Und dann, hinterher, meine ich, hat er sie nie wieder gesehen, in seinem ganzen Leben nicht, und das war es, was ihn schließlich so fertiggemacht hat.«

Nach einer Weile sagte Bob Arctor: »Und was war auf der anderen Seite.«

Donna sagte: »Er sagte, da sei noch eine Welt auf der anderen Seite gewesen. Er konnte sie sehen.«

»Er … ist nie hindurchgegangen?«

»Das ist ja der Grund, warum er wie ein Irrer in seinem Apartment rumgetobt ist; er hat nie auch nur daran gedacht, hindurchzugehen, er hat einfach nur die Pforte bewundert, und später konnte er sie überhaupt nicht mehr sehen, und da war’s zu spät. Sie öffnete sich ihm nur für ein paar Tage, und dann war sie wieder dicht und für immer verschwunden. Er hat wieder und wieder jede Menge LSD und diese wasserlöslichen Vitamine genommen, aber er hat sie nie wieder gesehen; er hat nie die richtige Dosierung gefunden.«

Bob Arctor sagte: »Was war auf der anderen Seite?«

»Er sagte, es sei immer Nacht gewesen.«

»Nacht!«

»Da war Mondschein und Wasser, immer das gleiche Bild. Nichts bewegte oder veränderte sich. Schwarzes Wasser, wie Tinte, und ein Ufer, ein Inselstrand. Er war sich sicher, daß es Griechenland war, das Griechenland des Altertums. Er legte sich die Theorie zurecht, daß die Pforte eine schwache Stelle in der Zeit war und daß er zurück in die Vergangenheit sah. Und dann, später, als er sie nicht mehr sehen konnte, meine ich, ist er immer auf den Freeway hinausgefahren, mitten hinein in den dichtesten Lastwagenverkehr, und dabei jedesmal schier wahnsinnig geworden. Er sagte, er könne die ganze Bewegung und den Lärm nicht aushalten, dieses ganze verrückte Hin- und Hergeschiebe, all das Scheppern und Bumsen. Jedenfalls konnte er nie herausfinden, warum ihm das, was er gesehen hatte, gezeigt worden war. Er glaubte wirklich daran, daß es Gott gewesen und die Pforte zur nächsten Welt, aber unter dem Strich ist dabei doch nur herausgekommen, daß es ihn ganz wirr im Kopf gemacht hat. Er konnte es nicht festhalten, und darum konnte er nicht damit fertig werden. Jedesmal, wenn er irgendwen kennenlernte, erzählte er ihm todsicher nach einiger Zeit, er hätte alles verloren.«

Bob Arctor sagte: »So fühle ich mich auch.«

»Da war eine Frau auf der Insel. Keine richtige – mehr so ‘ne Art Statue. Er sagte, es sei eine Statue gewesen, die die Aphrodite von Kyrene darstellte. Und sie stand einfach nur da im Mondschein, bleich und kalt und ganz aus Marmor verfertigt.«

»Er hätte durch die Pforte gehen sollen, als er die Chance dazu hatte.«

Donna sagte: »Er hatte die Chance gar nicht. Es war ein Versprechen. Etwas, was später sein würde. Etwas Besseres, das ihn in ferner Zukunft erwartete. Vielleicht, nachdem er –« Sie hielt inne. »Wenn er starb.«

»Er hat sie verpaßt«, sagte Bob Arctor. »Man kriegt nur eine Chance, und damit hat sich’s.« Er schloß die Augen, als wolle er sich so vor der Qual und dem Schweiß schützen, der in Bächen über sein Gesicht rann. »Und überhaupt, was weiß denn so ein ausgebrannter Säurekopf schon? Was weiß überhaupt einer von uns? Ich kann nicht mehr reden. Vergiß es.« Er wandte sich von ihr ab, der Dunkelheit zu, zuckend und zitternd.

»Sie zeigen uns jetzt Vorschauen«, sagte Donna. »Wie im Kino.« Sie legte ihre Arme um ihn und preßte ihn so dicht an sich, wie sie es nur vermochte, wiegte ihn sanft vor und zurück. »Damit wir durchhalten.«

»Genau das versuchst du auch gerade zu tun. Für mich.«

»Du bist ein guter Mann. Dir ist verdammt übel mitgespielt worden. Aber das Leben ist für dich noch nicht vorüber. Du bedeutest mir sehr viel. Ich wünschte –« Sie ließ ihn nicht mehr los, hielt ihn schwiegend in den Armen, in der Dunkelheit, die ihn von innen heraus aufzehrte. Die ihn selbst jetzt, da sie ihn an sich drückte, ihr immer mehr entriß. »Du bist ein guter und freundlicher Mensch«, sagte sie. »Und es ist ungerecht so, aber es kann nicht anders sein. Versuche, das Ende abzuwarten. Irgendwann einmal, sehr weit vom Hier und Jetzt entfernt, wirst du den Weg wiedererkennen, den du früher schon gegangen bist. Es wird dir alles wieder einfallen.« Zurückgegeben werden, dachte sie. An dem Tage, da den Menschen alles, was ihnen ungerechterweise weggenommen worden ist, zurückgegeben wird. Es mag tausend Jahre dauern oder sogar noch länger, aber jener Tag wird kommen, und dann werden alle Konten ausgeglichen. Vielleicht hast du wie Tony Amsterdam eine Vision von Gott gesehen, die nur vorübergehend verschwunden ist; die dir entzogen wurde, dachte sie, aber nicht für alle Zeit erloschen ist. Und tief drinnen in den schrecklich verbrannten, den immer noch brennenden Schaltkreisen deines Kopfes, die mehr und mehr verschmoren, selbst jetzt, da ich dich halte, hat sich vielleicht unerkannt ein Funke aus Farbe und Licht gebildet, der sein wahres Wesen nicht preisgibt und der dich doch dank der darin beschlossenen Erinnerung durch die Jahre, die vor dir liegen, diese schrecklichen Jahren, leiten wird. Ein Wort, nicht einmal ganz verstanden, irgendein winziges Ereignis, das man zwar sieht, doch nicht begreift; ein Splitter eines Sterns, begraben unter dem Gerümpel dieser Welt, der dich durch Reflexe leiten soll, bis zu dem Tag … aber wie schwach glomm dieser Funke doch. Nicht einmal sie selbst vermochte ihn sich wirklich vorzustellen. Vermengt mit dem Gewöhnlichen, Alltäglichen, war Bob Arctor vielleicht etwas aus einer anderen Welt erschienen, für einen Augenblick nur.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der dunkle Schirm»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der dunkle Schirm» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der dunkle Schirm»

Обсуждение, отзывы о книге «Der dunkle Schirm» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x