Bernard Cornwell - Die Galgenfrist

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London im Jahre 1817: Mit harter Hand bemüht sich die Obrigkeit, Unruhen und Kriminalität einzudämmen. Hinrichtungen sind an der Tagesordnung, Tausende sterben am Galgen. Captain Rider Sandman, ein unverschuldet in finanzielle Not geratener Gentleman, erhält vom Innenministerium den Auftrag, das Gnadengesuch von Charles Corday zu prüfen, der wegen Mordes an einer Gräfin zum Tod durch den Strang verurteilt wurde. Niemand zweifelt an der Schuld des Malers, auch Sandman hält seinen Auftrag für eine reine Formsache – bis ihm erhebliche Zweifel kommen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Hinrichtung soll schon in sieben Tagen erfolgen. Doch die neuerlichen Ermittlungen werden nicht von allen Befragten gerne gesehen, und als der mysteriöse Seraphim Club Sandman eine hohe Bestechungssumme anbietet, die all seine Probleme auf einen Schlag lösen könnte, ist er sich sicher, auf der richtigen Spur zu sein …
Der Autor
Bernard Cornwell wurde 1944 in London geboren. Nach seinem Geschichtsstudium arbeitete er als Reporter für die BBC. 1980 folgte er seiner Frau in die USA, und weil er keine Arbeitserlaubnis erhielt, begann er historische Romane zu schreiben. Bernard Cornwell lebt auf Cape Cod, USA.
© 2001 by Bernard Cornwell
Titel der englischen Originalausgabe:
Gallows Thief

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»Ganz große Wespen gibt’s in Australien«, wiederholte Sally, »und da wandert dieses Weib hin, weil sie vor Gericht nicht für Charlie ausgesagt hat. Das hätte sie nämlich tun müssen, hat sie aber nicht. Sie will ihren Kerl schützen, verstehen Sie? Und Sie schaffen sie doch bestimmt nach Australien, oder, Mylord?« Sally unterstrich diese rhetorische Frage mit einem anmutigen Knicks.

Der Innenminister runzelte die Stirn. »Australien? Das zu entscheiden, ist Sache der Gerichte, mein Kind …« Er brach ab und starrte verblüfft Meg an, die vor Angst zitterte.

»Sehr große Wespen in Australien«, bestätigte Sandman, »berüchtigt.«

»Aculeata Gigantus«, ergänzte Witherspoon eindrucksvoll.

»Nein!«, schrie Meg.

»Riesenwespen«, sagte Sally genüsslich, »mit Stacheln wie Haarnadeln.«

»Er war es nicht!«, rief Meg. »Ich will nicht nach Australien!«

Sidmouth starrte sie an, wie das Publikum die Frau mit Schweinekopf im Lyzeum bestaunt haben musste. »Wollen Sie sagen, dass Charles Corday den Mord nicht begangen hat?«, fragte er eisig.

»Der Marquess war es nicht! Er war es nicht!«

»Nicht der Marquess?«, fragte Sidmouth völlig verständnislos.

»Der Marquess of Skavadale, Mylord«, erklärte Sandman, »in dessen Haus sie versteckt wurde.«

»Er kam erst nach dem Mord«, erklärte Meg verzweifelt aus Angst vor den mythischen Wespen. »Der Marquess kam, als sie schon tot war. Er kam oft ins Haus. Und er war immer noch da!«

»Wer war immer noch da?«, fragte Sidmouth.

»Er!«

»Corday?«

»Nein!«, sagte Meg. »Er!« Sie schaute von Sandman zum Innenminister, der immer noch verständnislos aussah. »Ihr Stiefsohn, der seit einem halben Jahr den Acker seines Vaters gepflügt hat.«

Sidmouth verzog angewidert das Gesicht. »Ihr Stiefsohn?«

»Lord Christopher Carne, Mylord«, erklärte Sandman, »Stiefsohn der Countess und Erbe des Earl-Titels.«

»Ich habe ihn mit dem Messer gesehen«, schnaubte Meg, »und der Marquess auch. Er heulte. Lord Christopher! Er hasste sie, aber er konnte seine dreckigen Finger nicht von ihr lassen. Er hat sie umgebracht! Es war nicht der schwächliche Maler!«

Unzählige Fragen schossen Sandman durch den Kopf, aber Lord Sidmouth herrschte Witherspoon an: »Schicken Sie zur Polizeistation Queen Square und richten Sie aus, ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn sie mir unverzüglich vier Beamte und sechs gesattelte Pferde bereit stellen würden. Aber geben Sie mir zuerst etwas zu schreiben, Witherspoon, Papier, Feder, Wachs und Siegel.« Er schaute auf die Uhr auf dem Kaminsims. »Beeilen wir uns, Mann.« Sein Ton war säuerlich, als ärgere er sich über diese zusätzliche Arbeit, aber Sandman konnte es ihm nicht verübeln. Er tat das Richtige, und er tat es schnell. »Beeilung«, drängte der Innenminister.

Und sie beeilten sich.

»Fuß auf den Block, Junge! Nicht trödeln!«, fuhr der Wärter Charles Corday an, der aufschluchzte, dann aber den rechten Fuß auf den Holzblock stellte. Der Wärter setzte den Meißel an den ersten Reifen und hämmerte ihn entzwei. Corday stöhnte bei jedem Schlag und wimmerte, als die Fessel fiel. Lord Alexander sah, dass die Knöchel des Jungen voller Schwären waren.

»Den anderen Fuß, Junge«, befahl der Wärter.

Die beiden Glocken läuteten und würden erst verstummen, wenn die beiden Leichen abgeschnitten wurden. Die Gäste des Gefängnisverwalters beobachteten schweigend die Gesichter der beiden Gefangenen, als könnten sie in diesen Augen, die bald das Jenseits erblicken sollten, einen Hinweis auf die Geheimnisse der Ewigkeit finden.

»Gut, Junge, und jetzt geh zum Henker!«, sagte der Wärter. Charles Corday stöhnte verwundert, als er die ersten Schritte ohne Fußeisen ging. Er stolperte, konnte sich aber an einem Tisch abfangen.

»Ich weiß nicht«, sagte Lord Christopher Carne, brach aber abrupt ab.

»Was, Kit?«, fragte Lord Alexander aufmerksam.

Lord Christopher, der gar nicht gemerkt hatte, dass er gesprochen hatte, fuhr erschrocken auf, nahm sich dann aber zusammen. »Du sagst, es bestehen Zweifel an seiner Schuld?«, fragte er.

»Ja, wahrhaftig«, bestätigte Lord Alexander und zündete sich eine Pfeife an. »Sandman war sich der Unschuld des Jungen recht sicher, aber ich nehme an, dass sie sich nicht beweisen lässt. Leider, leider.«

»Wenn aber der wahre Mörder gefunden würde«, fragte Lord Christopher und starrte gebannt auf Corday, der zitternd vor dem Henker stand, »könnte der Mann dann für das Verbrechen vor Gericht gestellt werden, für das Corday bereits schuldig gesprochen und gehenkt wurde?«

»Eine sehr gute Frage«, sagte Lord Alexander begeistert, »und eine, auf die ich keine Antwort weiß. Aber ich denke mir, wenn der wahre Täter gefasst würde, müsste Corday posthum freigesprochen werden, findest du nicht auch, und man kann nur hoffen, dass ein solcher Freispruch im Himmel anerkannt und der arme Junge aus den niederen Regionen geholt wird.«

»Steh still, Junge«, knurrte Jemmy Botting Corday an. »Trink das, wenn du willst. Es hilft.« Er deutete auf einen Becher Branntwein, aber Corday schüttelte den Kopf. »Wie du willst, Junge, wie du willst«, sagte Botting, nahm eine der vier Kordeln und band Corday die Ellbogen so fest auf den Rücken, dass der Junge gezwungen war, die Brust vorzustrecken.

»Nicht zu fest, Botting«, wandte der Gefängnisverwalter ein.

»Früher hatte der Henker einen Helfer dafür«, murrte Botting. »Da war der Strangknecht für das Fesseln zuständig. Das war nicht meine Aufgabe.« Da er von Corday kein Trinkgeld bekommen hatte, legte er die erste Fessel besonders schmerzhaft an, lockerte sie aber nun ein wenig, bevor er Corday die Hände vor den Bauch band.

»Das ist für uns beide«, sagte Reginald Venables, der große, bärtige Gefangene, und warf eine Münze auf den Tisch. »Also lockere meinem Freund die Fesseln.«

Botting warf einen Blick auf die Münze, war von der Großzügigkeit beeindruckt und lockerte Cordays Fesseln, bevor er ihm eine der Schlingen um den Hals legte. Als Corday vor dem Sisalstrang zurückschreckte, trat Reverend Cotton vor und legte ihm die Hand auf die Schulter. »Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, junger Mann«, sagte er, »und eine allgegenwärtige Hilfe in Zeiten der Not. Flehe zum Herrn, er wird dich erhören. Bereust du deine schlimmen Sünden, mein Junge?«

»Ich habe nichts getan!«, jammerte Corday.

»Ruhig, mein Sohn, ruhig«, drängte Cotton, »und denke in demütigem Schweigen über deine Sünden nach.«

»Ich habe nichts getan!«, schrie Corday.

»Charlie! Mach denen doch nicht die Freude«, mahnte Venables. »Denk dran, was ich dir gesagt habe, geh wie ein Mann!« Venables trank den Becher Branntwein und kehrte Botting den Rücken zu, damit er ihm die Ellbogenfesseln anlegen konnte.

»Aber allein schon die Tatsache, dass der Mann verurteilt und bestraft wurde, dürfte die Behörden doch zögern lassen, den Fall erneut aufzurollen?«, sagte Lord Christopher zu Lord Alexander.

»Der Gerechtigkeit muss Genüge getan werden«, erklärte Lord Alexander unbestimmt. »Aber ich nehme an, dass dein Einwand begründet ist. Niemand gibt gern einen Irrtum zu, am wenigsten ein Politiker, also darf der wahre Mörder sich wohl ein gutes Stück sicherer fühlen, wenn Corday erst einmal tot ist. Armer Junge, armer Junge. Er ist ein Opfer der Unfähigkeit unserer Rechtsprechung, was?«

Botting legte Venables die zweite Schlinge auf die Schultern. Reverend Cotton trat einen Schritt von den Gefangenen zurück und schlug das Seelenamt in seinem Gebetbuch auf: »Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.«

»Ich habe nichts getan«, schrie Corday und schaute nach links und rechts, als suche er einen Ausweg.

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