1 „Ich danke dir schön, mein gutes Kind“, antwortete die alte Frau, gab ihm den Zwanzigmarkschein zurück und sagte: „Der ist für dich! Weil du so ein tüchtiger Detektiv bist.“
2 „Nein, das nehme ich nicht. Ich habe ja von Mutter noch zwanzig Mark in der Tasche.“
3 „Emil, man muss seiner Großmutter folgen. Marsch, steck es ein!“
4 „Nein, ich nehme es nicht.“
5 „Menschenskind!“ rief Pony Hütchen. „Das ließe ich mir nicht zweimal sagen!“
6 „Ach nein, ich möchte nicht.“
7 „Entweder du nimmst es, oder ich kriege vor Wut Rheumatismus“, erklärte die Großmutter.
8 „Schnell, steck das Geld weg!“ sagte Tante Martha und schob ihm den Schein in die Tasche.
9 „Ja, wenn ihr durchaus wollt“, jammerte Emil. „Ich danke auch schön, Großmutter.“
10 „Ich habe zu danken, ich habe zu danken“, entgegnete sie.
11 Dann überreichte Emil den Blumenstrauß. Pony schleppte eine Vase heran. Aber als man die Blumen ausgewickelt hatte, wusste man nicht, ob man lachen oder weinen sollte.
12 „Das reinste Dörrgemüse“, sagte Pony.
13 „Sie haben seit gestern nachmittag kein Wasser mehr gehabt“, erklärte Emil traurig. „Das ist ja kein Wunder. Als Mutter und ich sie gestern bei Stamnitzens kauften, waren sie noch ganz frisch.“
14 „Glaube ich, glaube ich“, meinte die Großmutter und stellte die verwelkten Blumen ins Wasser.
1 „Vielleicht werden sie wieder (может, еще отойдут: „они еще будут снова“)“, tröstete (утешила) Tante Martha. „So, und nun wollen wir zu Mittag essen (а теперь давайте: „хотим мы“ обедать: „есть к полудню“). Der Onkel kommt erst zum Abend heim (дядя придет домой только к вечеру, m). Pony, deck den Tisch (накрой на стол)!“
2 „Jawohl (так точно = хорошо, будет сделано)“, sagte das kleine Mädchen (сказала маленькая девочка). „Emil, was gibt's (что имеется = что у нас на обед)?“
3 „Keine Ahnung (понятия не имею).“
4 „Was isst du am liebsten (что ты ешь охотнее всего: essen)?“
5 „Makkaroni mit Schinken (мaкароны с ветчиной, m).“
6 „Na also (ну вот). Da weißt du ja, was es gibt (вот ты и знаешь, что будет)!“
7 Eigentlich hatte Emil ja schon (собственно, Эмиль ведь уже) am Tage vorher (накануне) Makkaroni mit Schinken gegessen (поел). Aber erstens (но, во-первых) verträgt man sein Lieblingsessen fast alle Tage (свою любимую еду можно вынести = есть с удовольствием почти все дни = каждый день). Und zweitens (во-вторых) kam es Emil so vor (Эмилю казалось: vorkommen), als wäre seit dem letzten Mittag (как будто с последнего полудня = обеда), in Neustadt bei der Mutter (в Нейштадте у мамы), mindestens (по меньшей мере) eine Woche vergangen (неделя прошла: vergehen). Und er hieb auf die Makkaroni los (накинулся: „рубанул“ на макароны: hauen), als wären sie (как будто они были) Herr Grundeis-MüllerKießling.
8 Nach dem Essen (после еды, n) liefen (побежали: laufen) Emil und Hütchen ein bisschen auf die Straße (немного = ненадолго на улицу) = (сбегали на улицу), weil der Junge Ponys kleines vernickeltes Rad probieren wollte (потому что мальчик хотел попробовать, испытать маленький никелированный велосипед). Großmutter legte sich aufs Sofa (легла на кушетку). Und Tante Martha buk einen Apfelkuchen im Ofen (пекла: backen яблочный пирог: der Apfel + der Kuchen в печи, m). Ihr Apfelkuchen war in der ganzen Familie berühmt (ее яблочный пирог был знаменит во всей семье).
1 „Vielleicht werden sie wieder“, tröstete Tante Martha. „So, und nun wollen wir zu Mittag essen. Der Onkel kommt erst zum Abend heim. Pony, deck den Tisch!“
2 „Jawohl“, sagte das kleine Mädchen. „Emil, was gibt's?“
3 „Keine Ahnung.“
4 „Was isst du am liebsten?“
5 „Makkaroni mit Schinken. “
6 „Na also. Da weißt du ja, was es gibt!“
7 Eigentlich hatte Emil ja schon am Tage vorher Makkaroni mit Schinken gegessen. Aber erstens verträgt man sein Lieblingsessen fast alle Tage. Und zweitens kam es Emil so vor, als wäre seit dem letzten Mittag, in Neustadt bei der Mutter, mindestens eine Woche vergangen. Und er hieb auf die Makkaroni los, als wären sie Herr Grundeis-Müller-Kießling.
8 Nach dem Essen liefen Emil und Hütchen ein bisschen auf die Straße, weil der Junge Ponys kleines vernickeltes Rad probieren wollte. Großmutter legte sich aufs Sofa. Und Tante Martha buk einen Apfelkuchen im Ofen. Ihr Apfelkuchen war in der ganzen Familie berühmt.
1 Emil radelte durch (катил на велосипеде по: „через“) die Schumannstraße. Und Hütchen rannte hinter ihm her (бежала вслед за ним: rennen), hielt den Sattel fest (держала крепко седло) und behauptete (утверждала), das sei nötig (что это необходимо), sonst fliege der Vetter hin (иначе кузен слетит: „улетит туда“). Dann musste er absteigen (затем он был вынужден слезть), und sie fuhr ihm Kreise und Dreien und Achten vor (и она проехала перед ним, демонстрируя круги, тройки и восьмерки: fahren).
2 Da kam ein Polizist auf sie zu (тут к ним подошел полицейский), der eine Mappe trug (у которого был портфель, папка: „который нес портфель“: tragen), und fragte: „Kinder, hier in Nummer 15 wohnen doch Heimbolds (дети, здесь, в доме номер 15 живут Геймбольды)?“
3 „Jawohl (так точно)“, sagte Pony, „das sind wir (это мы). Einen Moment (минуточку), Herr Major.“ Sie schloss ihr Rad in den Keller (она заперла свой велосипед в подвал: schließen - закрывать, запирать).
4 „Ist es etwas Schlimmes (что-нибудь плохое = что-то случилось)?“ erkundigte sich (осведомился) Emil.
5 „Ganz im Gegenteil (совсем наоборот). Bist du der Schüler (ты ученик) Emil Tischbein?“
6 „Jawohl.“
7 „Na, da kannst du dir aber wirklich gratulieren (ну, тогда ты действительно можешь себя поздравить)!“
8 „Wer hat Geburtstag (у кого день рождения)?“ fragte Pony, die dazukam (которая подошла = подойдя).
9 Aber der Wachtmeister erzählte nichts (ничего не рассказал), sondern stieg schon die Treppe hoch (а уже поднимался вверх по лестнице: steigen). Tante Martha führte ihn in die Stube (тетя Марта ввела его в комнату). Die Großmutter erwachte (бабушка проснулась), setzte sich auf (села вверх = села на кушетке, села прямо) und war neugierig (была любопытна = ее разбирало любопытство, следила с интересом за происходящим). Emil und Hütchen standen am Tisch (стояли у стола: stehen) und spannten (сгорая от нетерпения).
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