Felix Dahn - Bissula

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»Sieh,« rief Ausonius, ihnen nachschauend. »Meine lykischen Felstäublein aus Burdigala! Wie hat sich doch das Eine Paar gemehrt!« Er zögerte, in das Haus zu treten. Wohl sagte er sich, schwach, ja nichtig sei die Hoffnung, die Gesuchte zu finden. Aber hier schien alles von ihrer Gegenwart zu zeugen: da lag auf der Bank vor dem Hause sogar — wohl erkannte er sie! — die zierliche Gartenschere, die er ihr aus Vindonissa geschickt hatte! Er wollte nicht die Schwelle überschreiten und sich jede Hoffnung nehmen. Da klirrte Erz von der geöffneten Hausthür her: — ein Centurio von der Schar des Herculanus trat heraus, ehrfurchtsvoll grüßend. »Alles leer, vir illuster! läßt dir der Tribunus sagen. Und wir sollen dich fragen — wir brennen alle Höfe der Barbaren nieder — ob wir auch dies ...« —

»Es bleibt unversehrt!« Der Mann nickte befriedigt. »Du befiehlst, was ich wünsche! Es wäre mir schwer gefallen. Sind das doch umbrische Rosen, vicentinische Malven, wie sie um meiner Eltern Haus ranken bei Spoletium! Mitten in den Sümpfen der Barbaren! Wer mag dies Wunder geschaffen haben?« — »Ein Poet,« lächelte Ausonius, »und die vierte, die jüngste der Grazien. — Also Saturninus war schon selbst hier?« — »Ja, aber noch vor ihm — mit mir — dein Neffe. Alles durchsuchte Herculanus sorgfältig, ja gierig. Er verbot mir, ihm zu folgen: am Eingang mußt‘ ich warten.« — »Der gute Junge! Er wollte selbst sie mir zuführen, mich überraschen!« — »Gleich nachdem Herculanus fort, sprengte Saturninus heran.« — »Wohin wandte sich von hier der Zug?«

»Dort hinein in den Wald! Links, immer links: vom See ab! Sonst versinkt Roß und Mann. Du findest Posten gestellt im Walde — je dreihundert Schritt! Ich bilde hier den Anfang der Kette mit drei Mann!« — »Sorge, daß Hof und Garten ja nicht versehrt werden! Ich verspreche dir dafür einen Krug besten Räterweins.« Damit wandte er sich, stieg wieder zu Pferd und ritt mit seinem Gefolge nach links über das gerodete Land und die Wiesen, die das Gehöft umgaben, auf den Eingang des nahen Buschwalds zu, wo Helm und Speer des nächsten Postens hell im Sonnenglanze blitzten. — —

Herculanus aber hatte sich nicht begnügt mit der genauen Durchforschung des verlassenen Hauses. Auch die Umgebung hatte er sorgfältig abgesucht, ob er nicht eine Spur der Verschwundenen fände. In dem gestrüppigen Buschwald konnte er bald nicht mehr fort: er sprang ab, übergab seinen mauritanischen Rotscheck dem einzigen Reiter, der ihm hatte folgen dürfen, und schlüpfte nun durch das Dickicht. Eine Art von Wiespfad, die er mit Anstrengung entdeckt und eine Strecke weit verfolgt hatte, hörte jetzt plötzlich auf. Während er aber vergeblich nach Steinen oder Holzstückchen suchte, die bis dahin, obzwar in weiten Abständen, die Richtung des Gangsteigs angedeutet hatten, bemerkte er deutlich in dem sumpfigen Wiesboden des Waldes frische menschliche Fußspuren.

Und es waren nicht Römer, die hier gegangen! So weit waren die Truppen noch nie nach Osten vorgedrungen. Und es waren nicht Eindrücke, wie sie des Suchers eigne schwere römische Marschschuhe zurückließen: absichtlich trat er ganz leicht auf, dicht neben den vorgefundenen Stapfen: aber wie ganz anders ward die Spur! Gleich füllten sich seine tiefen Tritte mit dem rotgelben Moorwasser, das bei jedem Druck aus dem Grunde quoll. Hier aber war jemand vor kurzer Zeit leichter auftretend, barfuß, gegangen. Und zwar mehrere Menschen.

Denn neben einer Spur, die etwa einem Kind anzugehören schien, war, stets einen Schritt weiter zurück, ein etwas breiterer und tieferer Eindruck wahrzunehmen und, stets rechts davon zur Seite, ein schmales, aber tiefes Löchlein, mit Wasser gefüllt, wie von dem spitzen Fußende eines Stabes, während teils links daneben, auf schlechter gangbarem Grund, teils ein paar Schritte voran ein schwerer, breitspuriger Mannestritt unverkennbar schien.

Mit heißem Eifer folgte der Römer den Fußtritten: fand er nicht die Gesuchte, immerhin erwarb er sich das Verdienst, zuerst die Richtung zu entdecken, in welcher die Barbaren geflohen. Da schienen plötzlich die Spuren aufzuhören vor einem dichten Weißdornbusch, der mitten im Wege stand. Vor der tastenden Hand, die das Gedörn zur Seite schob, flog ängstlich ein braunes, rotbrüstiges Vögelein auf: — vorgebeugt spähte der Sucher in das Gebüsch: da entfuhr dem froh Überraschten der wilde Schrei: »Ha! Sie ging hier! Sie selbst!«

Langsam, langsam zog er durch seine Hand ein leuchtend rotes Haar, das sich hier an einem Dorn gefangen: es war wohl eine Elle lang. Und jenseit des Weißdornbusches waren nun auch ganz deutlich — schärfer als irgendwo zuvor — auf einer feuchtsandigen Strecke — die Tritte wahrzunehmen. »Was eines Kindes Spur schien, das kam von ihren Füßen! Nach!«

Fünfzehntes Kapitel

Das Gestrüpp ward lichter, offenbar hier von Menschenhand beseitigt: noch ein paar Schritte und der Verfolger stand auf einem freien, durch Feuer gerodeten Platz im Urwald. Hier erhob sich eine kleine Hütte, aus unbehauenen Stämmen, sehr kunstlos, im Viereck gefügt: statt der Thüren, einander gegenüber, zwei schmale niedrige Lücken: solche Waldhäuslein dienten dem Jäger zum Anstand, dem Hirten, der im Wald von Unwetter überrascht ward, zur Zuflucht; vor allem aber barg man so Vorräte von Waldheu, die man nicht in das ferne Gehöft schleppen mochte. — So war es hier: man sah durch die Lücke hochgeschichtet Gras heurigen Erstschnitts.

Bevor Herculanus die Waldhütte erreicht hatte, schlug von seiner Rechten, von dem Seeufer her unbestimmtes Geräusch an sein Ohr. Er zog das Schwert und blieb stehen. Angestrengt horchte er: da nochmal! War es ein Ruf? Es schien ihm der Ton dem Anrufen gleich, mit welchem Römer auf Wache sich untereinander vor dem Feinde warnten. Gleich darauf ein andrer Ton: wie das Schwirren der Sehne bei dem Abdrücken und das Anschlagen an das Holz des geschweiften Bogens: darauf ein dumpfer Fall oder Schlag in das Wasser —: und nun alles still! Nur das metallische Klopfen des Buntspechts scholl durch den schweigenden Urwald.

Vorsichtig den Schild bis an die Augen hebend und nach rechts ausspähend, harrte der Römer, die hagere Gestalt hoch aufrichtend, noch einige Sekunden: nichts rührte sich. Jetzt sprang er in ein paar Sätzen über die Waldblöße auf die Heuhütte zu, bückte sich und drang durch die Lücke von Norden her ein.

Da raschelte etwas unter dem dichten Grase: dieses schien lebendig zu werden: aus den tiefen Schichten glitt etwas — war es ein Wiesel? — nach der gerade gegenüber liegenden Öffnung und wollte entwischen: nur die wogende Bewegung der Grasgarben verriet die Richtung. — Hastig griff Herculanus mit dem Schildarm nach dem Raschelwesen, die Rechte mit dem gezückten, breiten, kurzen Schwert zu mörderischem Stoß erhebend.

Er faßte etwas Warmes und riß es aus dem dichten Heu nach oben: die Garben fielen rechts und links zur Seite und er zog heraus ein Mädchen, von rotem Wirrhaar und von Heuhalmen überflutet das Antlitz, welches in tödlichem Schreck und mit flammendem Zorn zugleich zu dem Ergreifer aufblickte.

So wunderbar, so sinneberauschend schön war das junge Geschöpf, daß Herculanus einen wilden Schrei der Lust ausstieß.

Er hatte sich fest geschworen, der erste Augenblick, da er die gefährliche Barbarin allein vor dem Schwerte haben würde, sollte ihr letzter werden: und auch jetzt ward er in diesem Beschluß wahrlich nicht wankend; weder Erbarmen noch Leidenschaft mochten seinen lediglich auf den Reichtum des Oheims gerichteten Sinn beirren: aber doch weckte ihm soviel Jugendreiz eine kurze Wallung der Gier: — bevor er die Feindin erstach, wollte er einmal diese roten Lippen küssen. So zog er sie, mit der Rechten zum Todesstreich ausholend, mit der Linken näher an sich.

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