Felix Dahn - Bissula

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»Vielleicht unterwirft sich dann auch die Kleine — wie hieß sie doch? Bissula! — dem Ausonius,« neckte der Tribun. — »O, das liebe Kind! Wenn ich sie nur wieder sähe.« — »Wünsche das nicht, Präfectus Prätorio.« — »Warum!«

»Vielleicht unterwirft sie dich! Wäre nicht die erste Barbarin. Pipa hieß — oder Pipara? — jene Markomannin, in die sogar ein Imperator ›ganz verzweifelt und verloren‹ sich verliebte.« — »Du vergissest: ich wollte sie zur Tochter, nicht zur Frau.« — »Damals. Jetzt ist sie kein Kind mehr: — und du bist Witwer.« — »Ach, sie ist wohl längst mit den Ihrigen geflüchtet! Und doch: — ich glaube so gern, was ich wünsche! —« — »Ja, das ist eine deiner liebenswürdigen Schwächen!«

»Soll ich etwa hoffen, was ich fürchte?« — »Nein, aber das Unerwünschte für wahrscheinlicher als das Erwünschte halten! Das ist meine Weisheit.« — »Nein, nein! Ich lasse mir die Hoffnung nicht rauben: ich sehe es wieder, das Busch-Nymphlein dieses Walddickichts.« — »Greif‘ ich sie aber,« lachte der Tribun, »so wird sie mein: — nach Kriegsrecht.« Jäh zuckte es — wie ein Blitz — über des hagern Neffen lauernde Züge. Der Tribun sah es nicht: er hatte Ausonius scharf ins Auge gefaßt: er staunte, diesen angstvoll erbleichen zu sehen. »So tief geht dem Wackern dies Gefühl!« dachte er. »Oheim, du weißt ja, der Tribun spricht im Scherz,« rief Herculanus, wie tröstend. Da wandte sich der Illyrier drohend gegen ihn und sprach streng und ernst: »Wer sagt dir das?«

Besorgt warf Ausonius einen raschen Blick auf den schönen, stattlichen Mann: dann versuchte er zu lächeln: — aber es gelang ihm schlecht: »Dein Scherz führte mir die Möglichkeit des Ernstes, des fürchterlichen Ernstes vor! Wenn das reizende, unschuldige Kind in die Hände eines unserer erbarmungslosen Centurionen fiele! Grauenhaft.« — »Es ist das Los von Tausenden — bah, was sag‘ ich! — von vielen Hunderttausenden gewesen seit wir Römer unsere Adler über den Erdkreis tragen. Ihr Poeten — auch du, mein weichherziger Freund! — ihr besingt ja den Krieg so gern! Ich sage dir: wer ihn kennt, wer ihn führt, — besingt ihn selten! Krieg ist notwendig: ich lache der thörichten Schwächlinge, welche, wie die guten Stoiker oder die Mönche, wähnen, es komme dereinst ein Reich des ewigen Friedens! Der Krieg ist groß: ja Heldentod fürs Vaterland ist das Gewaltigste, was Mannheit leistet. — Aber der Krieg ist grauenhaft! — Mir gilt es gleich,« lachte er und trank die Schale leer. »Ich brauche ihn nur zu machen, nicht zu verantworten — und vor allem! — nicht zu besingen. Ich bin nicht Arm, nicht Amboß, nicht Lyra: ich bin Hammer und: wehe den Besiegten! Tausend Jahre haben wir die Schrecken unserer Siege über alle Völker gebracht: eine unerhörte Treue der Fortuna! Nun aber — ich hoffe, es nicht zu erleben! — nun rollt allmählich ihr Rad rückwärts — gegen uns — über uns hinweg!« »Nimmermehr!« rief der Dichter. »Was können diese halbnackten Barbaren gegen uns. Solang wir Krieger haben gleich dir und für den Dienst der Musen Geister« — »Wie Ausonius, willst du sagen? Beneidenswertes Selbstgefühl! Ich sage dir: ich erachte mich — und viel bessere Krieger als mich — unfähig, dieses unerschöpflich heranwogende Meer abzuwehren, das man ›Germanen‹ nennt. Hab‘ ich doch schon gar manchen Feldzug gegen sie — auch gegen diese Alamannen, — hinter mir. Ich denke, sie kennen meinen Namen! — Aber diesem Heranbrausen liegt etwas Unheimliches zu Grunde: — ich weiß nicht was: — eine uns allen unerkennbare treibende Kraft, die mit Schwert und Schild so wenig wie die Meerflut abzuwehren ist. Ich suche schon lange nach diesem Geheimnis: — kann‘s nicht finden! Was aber den ›Dienst der Musen‹ angeht: — vergieb einem rauhen Soldaten: Bauern brauchen wir, nicht Poeten! Es giebt nur noch Millionäre, Bettler und Sklaven! Gieb mir hunderttausend freie Bauern altlatinischer Zucht — ich opfere dafür alle latinischen Poeten, die toten und die lebendigen und will wieder glauben an die Zukunft Roms. So aber! — Doch« — er sprang auf — »es ist schon spät. Laß uns die Pfühle suchen! Wir tragen diesen unsern alten Streit nicht aus! Die kommenden Geschlechter werden ihn entscheiden. Aber nicht mit Worten! — Gute Nacht! Träume von Bissula, — daß wir sie finden: — du glaubst ja an Träume! — Denn morgen — Nannienus hat wenigstens ein paar Schiffe fertig gestellt, die er morgen am Nordufer hinkreuzen lassen will — streifen wir einmal ein wenig nach Osten.« Er hob den Vorhang und schritt klirrend in die Nacht hinaus; er mußte stets der schönen Waldnymphe gedenken. Auch der Neffe verabschiedete sich; kaum stand er draußen vor dem Zelt, als er die drohend geballte Faust gen Osten hob und leise knirschte: »Warte, Barbarenhexe!« Ausonius aber streckte sich auf das Feldbett, löschte das Licht und sprach vor sich hin: »Schlafe friedlich, meine Bissula, wo du auch weilest; morgen vielleicht seh‘ ich sie wieder, — diese unvergeßlichen Augen!«

Vierzehntes Kapitel

Bei Tagesanbruch schmetterte die Tuba durch das Römerlager, die zur Teilnahme an dem Streifzug bestimmten Scharen zum Aufbruch mahnend.

»Wo ist mein Neffe?« fragte Ausonius, den schönen kantabrischen Schimmelhengst besteigend, den alten Prosper, welcher ihm den Bügel hielt. »Er pflegt mich doch sonst als der erste an meinem Bette zu begrüßen.« — »Er ist schon lange vorausgeeilt mit seinen Panzerreitern. Noch vor dem Tribun brach er auf!« — »Welcher Eifer! Das gefällt mir,« sprach der Oheim, den Hals seines edlen Rosses klopfend. »Zu Hause in Burdigala verbrachte er seine Zeit nur mit ... —« »Mit dem Ausgeben deines Geldes, o Patronus,« brummte der Alte. »Bah, laß ihn, Graukopf! Mein Geld, — bald ist es sein Geld!« — »Verhüten es die olympischen — vergieb: die Heiligen!« — »Thu‘ dir keinen Zwang an um meinetwillen. Mir sind sie auch lieber. Sie haben den Vorzug, besser in die Metra zu passen, wenigstens die meisten. — Wo ist Saturninus?« — »Auch schon voraus. Er läßt dir sagen, du mögest folgen: des Weges könnest du nicht verfehlen. Siehe, dort die letzten Helme seiner Nachhut. Sein Landsmann Decius führt sie.« — »Ich sehe! Vorwärts! Wie schön das Morgenlicht uns zulacht! Hilf mir, unbesiegter Sonnengott!« Er gab dem Roß den Sporn und sprengte, gefolgt von einer glänzenden Umgebung von Reitern, den Hügel hinab und durch die porta principalis dextra hinaus nach Osten, der Sonne entgegen.

Ein mitgeführter Wegweiser hatte bereits bei dem ersten Tagesdämmern die gangbarsten Steige gesucht und bezeichnet durch kleine, in bestimmten Abständen niedergelegte Steine, welche die ihn begleitenden und bewachenden Pioniere in Säcken mit sich trugen. Bald gelangte der Präfectus Prätorio von Gallien, zum Teil auf dem uns bekannten Pfade, den wenige Tage vorher Adalo eingehalten, an Suomars einsames Waldgehöft. Mit pochendem Herzen begrüßte er, wieder erkennend, die erinnerungstraute Umgebung: den kleinen Bühl, darauf die breitästige Eiche, den nahen Quell: nichts war verändert in den wenigen Jahren: nur ein Stück Ackerlandes mehr dem durch Feuer gerodeten Urwald abgewonnen. An dem Pfahlzaun, der die Hofwere umhegte, sprang er ab: sein Gefolge hatte er an dem Eichenbühl Halt machen lassen. Das Blut stieg ihm ins Gesicht, so gespannt war seine Erwartung: die schmale Zaunthüre stand halb geöffnet. Er trat in den Hofraum: da stieß er einen Ruf freudigen Staunens aus: in dem Wiesengrund vor der Hausthüre war ein kleiner Blumengarten abgegrenzt: mit Rührung erkannte er an den bunt prangenden Blumen, welche jetzt im schönsten Sommerflor standen, die Sämereien und Stecklinge wieder, die er dem Kinde drüben in Arbor geschenkt, ja bis aus Gallien verschrieben hatte. Italische und gallische Blüten und Sträucher, sichtbar mit liebenden Händen gepflegt, veredelte, gefüllte Rosen, dann immergrüner Taxus begrüßten ihn in dichten Beten: auch die Stämmchen der Obstbäume: der pontischen Kirschen, der picentinischen Äpfel, der aquitanischen Birnen hatten sich lustig bis über die Höhe der Hausthüre emporgereckt. »Ja, ja,« lächelte er »was erwächst, was erblüht nicht alles in fünf Jahren!« Da schwirrte etwas zu seinen Häupten: aus den Luken des Stalldaches flatterte ein ganzer Schwarm zierlich kleiner, blaugrauer Täubchen über den Garten hin in das nahe Haferfeld.

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