Frei, Max - Einfache Zauberdinge

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Einfache Zauberdinge: краткое содержание, описание и аннотация

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»Was redest du da schon wieder? Wir sind hier doch nicht im Stadtteil Rendezvous! Oder trennt man in deiner alten Heimat die verrückten Männer von den verrückten Frauen?«

»Allerdings«, bestätigte ich.

»Warum hat man dort bloß solche Angst vor Verrückten?«, fragte mein Chef erstaunt. »Je mehr ich über deine Heimat erfahre, desto mehr fürchte ich, dass auch du irgendwann in so einer streng abgeschirmten Anstalt gelandet wärst.«

»Vielleicht«, antwortete ich lächelnd. »Allerdings habe ich ziemlich überzeugend den Normalen gespielt.«

»Na schön, wir finden sicher einmal Zeit, deine verlorene Jugend näher zu besprechen. Jetzt haben wir leider Wichtigeres zu tun.«

Wir sahen uns weitere Zimmer an.

»Das bringt nichts«, murmelte mein Chef, doch wir machten weiter. Als wir gut die Hälfte der Räume inspiziert hatten, empfand ich an einer Tür ein Unbehagen.

Irgendwie spürte ich, dass der Mensch in diesem Zimmer sich unfassbar einsam und von aller Welt verlassen fühlte. Auch mich überkam ein Gefühl absoluter, eisiger Isolation, einer Einsamkeit, die keine Chance bot zu begreifen, was einem widerfuhr - und keine Möglichkeit, je wieder ins normale Leben zurückzukehren. Etwas Ähnliches hatte ich gespürt, als ich in meinem Dienstwagen im Wald von Mahagon eingenickt war und kurz das Tor zwischen den Welten geöffnet hatte. Wie sehr hatte ich mich damals erschrocken!

»Wenn man sonst kein Instrument zur Verfügung hat, kann man sich an deiner Mimik orientieren«, sagte mein Chef. »Du wirkst sehr beunruhigt. Ich glaube, wir haben gefunden, was wir suchen. Es sei denn, die Seele dieses armen Menschen hat das Tor zwischen den Welten bereits durchquert.«

»Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie je solche Worte verwendet haben«, meinte ich lächelnd.

»Stimmt, aber wie gesagt: Die Atmosphäre dieser Anstalt beeinflusst mich«, antwortete Juffin und setzte sich auf den Boden. »Lass dich nicht irritieren, und lenke vor allem mich nicht von der Arbeit ab. Ich werde jetzt diesen armen Menschen bitten, seine Geschichte zu erzählen, und du setzt dich neben ihn und versuchst, Mitgefühl zu zeigen. Stell dir dabei aber bitte vor, du hättest es nicht mit einem Menschen, sondern mit einem Gegenstand zu tun, einer Schachtel oder einem Besen zum Beispiel. Es ist schwerer, die Vergangenheit eines Menschen zu erfahren als die eines Gegenstands, denn Menschen sind viel verschlossener.«

Ich setzte mich neben Juffin und lehnte mich an die Wand. Auch sie war weich und angenehm und ähnelte den Gummizellen in meiner Heimat.

Dann starrte ich auf eine kleine Erhöhung unter der Bettdecke. Der Bewohner, den wir zuletzt besucht hatten, war äußerst schwach gewesen, hatte aber immerhin Kraft genug besessen, sich die Decke über den Kopf zu ziehen. Das hatte ihm allerdings nichts genutzt, da mein Blick wie ein Röntgenstrahl durch das Federbett gegangen war.

Eine Zeit lang spürte ich nicht das Geringste. Ich saß auf dem Boden und starrte den Schlafenden an. Hätte ich ihn um seine Bettdecke gebeten, wäre ich womöglich an wichtige Informationen gekommen. Plötzlich schlug mir das Herz im Hals, und ich spürte höchste Gefahr.

Im nächsten Moment zog ein Kaleidoskop verworrener Erscheinungen an meinem inneren Auge vorbei. Diese Bilder waren aber nichts im Vergleich zu der ungeheuren Einsamkeit, die der Kranke spüren musste. Er steckte offenbar im Tor zwischen den Welten fest. Dieser Gedanke ließ mich frösteln.

Juffin rüttelte mich an der Schulter. »Max, wach auf. Wir müssen uns beeilen. Ich habe alles erfahren, was ich wissen muss. Dir geht es nicht besonders, stimmt's?«

»Stimmt«, sagte ich kopfschüttelnd. Ein Teil von mir schien durch die Irrenanstalt zu geistern, ein großer Teil von mir sogar, und ich glaubte, ohne diesen Teil viel angenehmer leben zu können. Da das Kopfschütteln nicht half, wieder zu Kräften zu kommen, gab ich mir zwei heftige Ohrfeigen.

»Soll ich weitermachen?«, fragte mein Chef belustigt.

»Danke, das schaff ich schon allein. Außerdem brauche ich jetzt unbedingt Wasser.«

»Nichts leichter als das. Die kleine Tür dort führt ins Bad. Aber beeil dich bitte. Wir müssen wirklich los.«

Ich ging ins Bad, setzte meinen Turban ab und hielt den Kopf unter den Hahn. Die Wassertemperatur war ideal. Flugs wusch ich die jüngsten Ereignisse von mir ab. Juffin stand in der Tür und beobachtete neugierig jede meiner Bewegungen.

»Ich habe erschütternde Dinge erfahren, Max - genau wie du. Aber ich glaube, dir mangelt es noch an Erfahrung, um das Geschehene in eine verständliche Sprache zu übersetzen.«

»Gut möglich«, antwortete ich matt.

»In dieser Anstalt dürften wir noch weitere Opfer unseres geheimnisvollen Reiters finden - wesentlich mehr, als ich vermutet hatte. Aber wir werden damit keine Zeit verlieren, denn das Zentrum der Unheil stiftenden Kraft befindet sich zweifellos in diesem Zimmer. Der Mann beispielsweise, den wir eben untersucht haben, ist schon seit über achtzig Jahren von einer fremden Kraft besessen, also die ganze Zeit über, die er hier verbracht hat. Man muss allerdings zugeben, dass er sich perfekt getarnt hat. Wer hätte gedacht, dass der mächtigste Magister des Ordens vom Stab im Sand hier einsitzt? Ich jedenfalls wäre nie auf diese Idee gekommen.«

»Kennen Sie diesen Mann etwa?«, fragte ich meinen Chef.

»Aber ja! Magister Gugimagon und ich waren gute Freunde. Seinerzeit hat er versucht, über mich an alle Geheimnisse der Unsichtbaren Magie zu gelangen. Doch in seinem Gesicht stand geschrieben, dass er dieses Wissens nicht würdig war - und zwar mit so großen Buchstaben«, sagte Juffin und breitete die Hände aus wie ein Angler, der einen kapitalen Hecht gefangen haben will.

»Sie hatten wirklich interessante Freunde. Hat der Alte hier Ihnen vielleicht verraten, wo wir den gesuchten Reiter finden?«

»Das weiß er nicht. Er ist ihm nur im Traum begegnet. Oder denkst du, dass Gugimagon seinen Verfolger zu einer Tasse Kamra eingeladen hätte?«

»Woher soll ich wissen, welche Sitten bei bösartigen Magiern herrschen?«

»Gehen wir, du gutartiger Magier«, spöttelte mein Chef. »Und hör auf zu simulieren - es geht dir doch längst wieder bestens. Auf uns warten wichtige Aufgaben, ein Abschiedsessen bei Slobat Katschak zum Beispiel.«

Er gab mir einen leichten Tritt in den Hintern, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen.

Wir traten auf den Flur, wo der Heiler uns schon sehnsüchtig erwartete.

»Haben Sie erfahren, was Sie wissen wollten?**, fragte er.

»Jedenfalls einiges«, antwortete Juffin allgemein. »Nun allerdings brauchen wir Ihre Hilfe.«

»Aber gern!«, rief Slobat so begeistert, als hätte mein Chef ihm eine Tüte Drops angeboten.

»Sie müssen möglichst rasch einen Patienten enttarnen«, sagte Juffin und hielt inne, um die richtigen Worte zu finden. »Er ist nicht krank, sondern ein begnadeter Simulant und sitzt seit mindestens achtzig Jahren in der Anstalt. Er muss gleich zu Beginn der Epoche des Gesetzbuchs eingeliefert worden sein. Jedenfalls habe ich ihn seitdem nicht mehr gesehen. Er hat immer etwas älter gewirkt als ich und ist groß und muskulös, aber nicht dick. Womöglich hat er sein Aussehen verändert, aber groß ist er nach wie vor. Außerdem ist er auf dem linken Auge blind.«

»Das ist der alte Koto Chalis!«, rief Slobat aufgeregt. »Aber der ist harmlos. Sie ahnen ja nicht, wie verrückt er ist! Man kann ihm so viele Kristalle der Demut verabreichen, wie man will - der Erfolg ist gleich null.«

»Das hab ich mir gedacht. In bewusstem Zustand kann er ohnehin nichts unternehmen. Führen Sie uns sofort zu ihm.«

»Aber natürlich.« Slobat Katschak wandte sich zum Gehen. Er wirkte verunsichert. »Sein Zimmer liegt im Nachbargebäude. Dort sind ähnlich hoffnungslose Fälle untergebracht wie hier.«

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