Uwe Tellkamp - Der Turm

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Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der "süßen Krankheit Gestern" der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze — oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen eines Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der "roten Aristokratie" im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk "Ostrom", wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird.

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«… und überhaupt!«Muska fuchtelte herum, Pfannkuchen hob ihn mit einem Arm hoch, stemmte ihn über Kopf, steckte sich mit der Linken eine Zigarette in den Mund, zündete sie mit der langen Flamme eines roten» Bic«-Feuerzeugs an (Muska japste, die Feuerzunge sengte an der Hosengabel), wartete, bis Muska die Stiefel verloren hatte und setzte ihn behutsam in eine Novemberpfütze ab, seinen in die Luft klopfenden Fäusten geschickt ausweichend. Karge wollte sich halb totlachen.»Gebratne Kommandanteneier, garantiert ungewaschen — «

Costa meinte, das geschehe dem Maulaufreißer recht. Irrgang kam vom Park und rief, wenn das auch zur E-Bewegung gehöre, sei er dabei.

Pfannkuchen ließ sich seinen Spitznamen gefallen, schien ihn sogar mit Wohlwollen und behäbig der Kategorie Schmeichelei zuzuordnen, denn er begehrte nicht dagegen auf, meldete sich hin und wieder, wenn er Dienst stand, mit» Unteroffizier Pfannkuchen«, maliziös lächelnd über die Verwirrung, die er anstellte. In den ersten Tagen, so schien es Christian, probierte er aus, besah sich die Offiziere, hatte Respekt vor Schlückchen, der ihn mit Blicken aus vergilbten Skleren bedachte, ein» StunkmachenbestimmeichissasklarGenosse «hochprozentig ausatmete, taxierte den Bataillonskommandeur, Major Klöpfer, (den sämtliche Soldaten seines Bataillons für komplett unfähig hielten, was er selbst nicht zu bemerken schien), hörte dem Polit mit halbgesenkten Lidern zu, beobachtete Christian, der sein Kommandant war. Pfannkuchen schien eine intuitive, rasch urteilende Menschenkenntnis zu besitzen, ein kühl hinter Geschrei und Pose blickendes Organ, das in» nützlich«,»unnütz«,»gefährlich «und» ungefährlich «einstufte, eine grobe, aber wahrscheinlich bewährte Registrierung, nach der er sein Verhalten richtete. Christian schien er nicht eindeutig zuordnen zu können, mehr als einmal begegnete Nemo, wie auch Pfannkuchen ihn nannte, den Forschungen seiner Graupunktaugen unter den schläfrig schweren Lidern. Den armen Burre ernannte Pfannkuchen nach einigen Tagen zu seinem» Sklaven«(was Christian wunderte: daß keiner der übrigen Fahrer dagegen protestierte; vielleicht hatte sie seine Vorstellung mit Muska gänzlich überzeugt?); das Brummkreiseln Schlückchens tat er mit einem fleischigen Mundwinkelzucken ab; der Kompaniechef mischte sich nicht in die Angelegenheiten der unteren Dienstgrade, und beim Zugführer, der bei jeder Entlassung jammerte, daß immer die Erfahrenen gingen und nun die Plage mit den jungen Genossen aufs neue beginne, war Pfannkuchen wohlgelitten, denn er war der beste Fahrer, den das Bataillon je gesehen hatte. Er war besser als Popov, denn Pfannkuchen getraute sich, seinen T 55 mit Vollgas rückwärts in den Panzerhangar des Technikparks zu fahren (und ohne Einweiser, so ging das Spiel, bei dem der Sekundenbruchteil eines Lenkhebeleinschlags über» Ach «oder» Krach «eines Doppel-T-Trägers entschied); er unterbot auf der von der Wehrmacht überkommenen und auf russische Verhältnisse angelegten Lehrfahrstrecke den Regimentsrekord, den ein legendärer Reservist in den frühen Siebzigern aufgestellt hatte; in Pfannkuchens Faust wirkte die» Luken-Elli«, der rechtwinklig gebogene Stahlhaken zum Öffnen der Einstiegsriegel, so zart wie der Griff eines Damenhutkoffers.

Es gab keine Taufe. Sie versuchten zu fünft, Pfannkuchen zu überwältigen; Christian, der UvD stand, schreckte aus dem Flimmerschlaf, als sie die Tür zur Fahrerstube aufrissen; den ersten warf Pfannkuchen aus dem geöffneten Fenster (einen grobkehligen Ladeschützen, für jede Sauferei und Prügelei zu haben, auch wenn es um einen Unteroffizier ging — sonst herrschte strenge Trennung zwischen den Mannschaftsdienstgraden); dann legte Pfannkuchen einen Schlagring an, setzte sich an den Tisch, vor sich ein aufgeklapptes Messer, trank einen Schluck Tee und erklärte seelenruhig, er könne auch anders. Er schien nachzudenken, während die anderen unschlüssig zwischen Tür und Angel stehenblieben, dann hob er lächelnd den Zeigefinger, ließ ihn gegen den Spind und einen Silberpapierblock kreiseln, verpaßte dem Bett, in dem Burre schlief, einen Stiefeltritt:»Los, Nutella! Servier uns die Steaks!«

Die Neuen: bei den Kommandanten ein käsehäutiger, aknezerfressener Mensch, der sein Gesicht wie eine Handpuppe in Falten legte, wenn ihm etwas nicht gefiel — und dann alle Naselang zum Politoffizier rannte, der seinen Eifer mit allerlei Belobigungen dämpfte. Ein schweigsamer Goldschmied, der mit Serviette aß und sie faltete, bevor er sie wegwarf. Es gab Streit um die Reviervergabe, Burre wollte die Toilette behalten. Christian wußte, daß es ihm nicht um die verdreckte Mannschafts-, sondern um die Offizierstoilette ging, die man abschließen konnte. Pfannkuchen jedoch meinte, da wolle er bloß abducken und Schweinkram verfassen, es genüge, wenn er sich den Fahrern zur persönlichen Verfügung halte.

«Ich will aber die Toilette«, beharrte Burre. Ein stämmiger, untersetzter Fahrer gab ebenfalls nicht nach.

«Ah, ihr Sklaven wollt was! Na schön«, Pfannkuchen stellte zwei Püppchen auf den Tisch, aus Holz geschnitzt, eine grüne und eine rote.»Ich kenn’s so. Es gibt im Grunde zwei Sorten von Menschen: die oben und die unten, die mit Knete und die ohne. Diejenigen, die Befehle erteilen, und diejenigen, die sie kriegen. Und wenn der eine was will, und der andere will’s nicht, na, Gott, was passiert dann? Wenn zwei die Schlotte bürsten wollen, aber nur einer darf ’s am Ende machen, müssen sie drum kämpfen.«»Wir könnten sie ihre Schwänze vergleichen lassen«, schlug Karge vor.»Aber das ist unfair, Nutellas ist vom dauernden Wichsen geschwollen.«

«Es muß gerecht zugehen!«krähte Muska.»Schlaumeier haben immer kleine Schwänze. Und wer weiß, ob der Muchpilz hier«, er wies auf den Fahrer,»meine Klobrille so gut wienert wie Nutella.«

«Oh Mann«, seufzte Popov,»daß ich das noch erlebe: Zwei Ohren kloppen sich drum, wer das Scheißhaus schrubbt. Na dann, ich will Blut sehen.«

«Sie sollen Hanteln stemmen. Ein fairer Wettbewerb. «Pfannkuchen bewegte sich zu seinem Bett, rollte die Hantelstange mit den beiden 50-kg-Scheiben vor. Er stammte aus einer Zirkusdynastie, seine Vorfahren waren Eisenbieger, Kraftartisten, die mit Halbzentnerkugeln jonglierten, Ringkämpfer und Wettbewerbsesser gewesen; er selbst hatte bei» Aeros «und» Berolina «als Schmied gearbeitet; es hatte Streit gegeben, eine» Sache, eine Erledigung«, wie er mit seinem maliziösen Lächeln formulierte; seit einiger Zeit handelte er mit Autos, und es hieß, er sei einer dunklen Angelegenheit wegen für drei Jahre in die Armee abgetaucht (auch hier gab es Planvorgaben, was scherte einen Werber die Vergangenheit, wenn er einen brauchbaren Unteroffizier dafür bekam). Pfannkuchen hob das Gewicht ohne Mühe. Zuerst versuchte sich der Fahrer, sein Kopf wackelte wie bei einem halsmuskelschwachen Säugling; aber schließlich bekam er die Arme gestreckt. Burre trat vor, und als er sich bückte, wußte Christian, daß er die Last nicht hochbekommen würde. Die dünnen Arme schlenkerten über der Hantel, dann legte Burre die Brille auf den Tisch, spuckte in die Hände und begann theatralisch herumzutänzeln, eine Art Voodoo oder Beschwörungsspiel; vielleicht half ’s; immerhin riß er das Gewicht mit einem energischen Ruck an die Brust — Christian hätte das dem dicklichen, unbeholfen wirkenden Burre nicht zugetraut —, ein Kampfschrei folgte, wie ihn die Gewichtheber in» Sport aktuell «ausstießen, Ausfallschritt rechts, noch in den Knien, er pustete, die Hände unter der Stange wurden weiß, konzentrierte sich, das rechte, winklig vorgestellte Bein begann zu schlottern, Muska sagte:»Jetzt bloß nicht lachen«; Burre schloß die Augen, kämpfte, sein Gesicht verfärbte sich, dann stieß er einen dumpfen Laut aus, es klang wie beiläufige Enttäuschung, mit Erstaunen gemischt, dieses den eigenen begrenzten Körper und seine Schwäche verdammende» Oooh «Burres, dem im Moment des Umgriffs, der entscheidenden Kraftanspannung zum Emporstemmen der Hantel, alle seine Gedichte nicht geholfen hatten.

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