Ilija Trojanow - Der Weltensammler

Здесь есть возможность читать онлайн «Ilija Trojanow - Der Weltensammler» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2007, Издательство: DTV, Жанр: Современная проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Weltensammler: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Weltensammler»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein spannender Roman über den englischen Abenteurer Richard Burton (1821–1890). Anstatt in den Kolonien die englischen Lebensgewohnheiten fortzuführen, lernt er wie besessen die Sprachen des Landes, vertieft sich in fremde Religionen und reist zum Schrecken der Behörden anonym in den Kolonien herum. Trojanows farbiger Abenteuerroman über diesen Exzentriker zeigt, warum der Westen bis heute nichts von den Geheimnissen der anderen Welt begriffen hat.

Der Weltensammler — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Weltensammler», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

— Gott behüte uns!

— Nein, Sidi, nicht schon wieder diese Geschichte, diese Schande!

— Ach, ich weiß nicht, wieso du dich so aufregst, Baba Quddus, ich habe das Gefühl, unsere Brüder hier genießen ein wenig Schande, besonders auf Kosten anderer. Außerdem stammte der Vorschlag nicht von mir, damals wußte ich nichts von einem Mganga. Es war der Wunsch von Salim bin Said, es war der Wunsch aller Nyamwezi. Ihr wollt einen Zauberer aufsuchen? Kann das nicht warten, bis wir diese Etappe hinter uns gebracht haben? Die Wazungu haben reagiert, wie manche von euch reagiert hätten, sie haben reagiert, wie ich es von ihnen erwartet hatte. Vor allem Bwana Speke, der kaum etwas wußte und kaum etwas verstand, der aber glaubte, es gebe nichts, was er nicht durchschaute. Auch Bwana Burton äußerte sich abschätzig, zunächst, reine Zeitverschwendung, sagte er, doch dann dachte er nach, er war ein Mensch, der seine Meinungen gelegentlich überprüfte, so wie die Menschen in den Dörfern ihre Häuser nach der Regenzeit überprüfen, und manchmal änderte er dann seine Meinung, manchmal errichtete er sogar ein völlig neues Haus. Leise sagte er: Was kann es schon schaden? Ich sehe nicht, antwortete ich, wie es uns schaden könnte. Im Gegenteil — seine Stimme richtete sich auf —, es kann uns von Nutzen sein. Also trat er vor die gesamte Männerschaft und begrüßte diesen Vorschlag mit Feuer in seinen Worten, und als wir einen Mganga gefunden hatten, zog er mich zur Seite und bat mich, dem Mann ein Geschenk in Aussicht zu stellen, für eine gute Prophezeiung, fügte er hinzu, und in seinen Händen hielt er auf einmal eine jener Korbmützen aus Indien, eine schöne, weiße Mütze, und er rieb seinen Daumen an ihr, als genieße er es, den Stoff zu berühren. Der Mganga, dem wir uns anvertrauten, war ein Mann von hoher Geburt, seine Würde überragte ihn um eine Haupteslänge, er hatte einen bunten Stoff um seine Stirn gebunden, es hingen viele Ketten um seinen Hals, und jede dieser Ketten war mit unterschiedlichen Perlen, mit unterschiedlichen Muscheln, besetzt. Er war ein Mann, den ich mir auf unserer Seite wünschte, denn ich spürte, in ihm war eine Kraft umzäumt, die jederzeit aus ihm herausbrechen konnte. Als sich das Schweigen auf uns alle gelegt hatte, nahm er eine starke Prise Schnupftabak, holte seine Gurde heraus, die Medizin enthielt, und begann sie zu schütteln, worauf es in ihr rasselte, als sei sie voller Kieselsteine. Seine Stimme donnerte von weit unten, als wurzele sie in der Erde. Ich hatte so eine Stimme noch nie gehört. Es war seine Stimme, doch sie gehörte nicht ihm allein. Sie klarte auf, langsam näherte sie sich der Luft. Ich sage euch, meine Brüder, ich hatte so etwas noch nie zuvor erlebt. Ich war erstaunt, und doch wirkte er vertraut auf mich, wie ein Mensch, dem du zum ersten Mal begegnest und dessen Gesicht dir trotzdem bekannt ist. Ich war gebannt. Als seine Stimme hoch und leicht war, die Vögel hätten ihr nicht folgen können, legte der Mganga die Gurde auf den Boden, sie rollte ein wenig zur Seite, die Gurde wackelte, und ich hatte das Bedürfnis, ich weiß nicht wieso, ich war mir in diesem Augenblick fremd, ich wollte den Kürbis beruhigen, ich wollte ihn anfassen, ich streckte meine Hand aus, zum Kürbis hin, aber er lag zu weit entfernt von mir, und es war mir nicht möglich, mehr zu bewegen als meine Hand. Der Mganga holte zwei Ziegenhörner aus seinem Sack, einem Jutesack, den ich an diesem Ort nicht erwartete und über den ich euch später noch etwas sagen muß, sie waren mit Schlangenhaut zusammengebunden, diese Ziegenhörner, und mit kleinen eisernen Glocken verziert. Er packte die Hörner an der Spitze und schwang sie im Kreis, er richtete sie gegen Bwana Burton, er richtete sie auf mich, er richtete sie auf die Träger und auf die Belutschen, und ich konnte nichts anderes sehen als diese Hörner, die vor meinen Augen tanzten, und nichts anderes hören als das Murmeln und das Flüstern und das Spucken des Mganga, der seinen Oberkörper hin und her wiegte, der die Hörner schneller und schneller schüttelte, und die Glocken erklangen immer lauter. Ich zitterte. Später erfuhr ich, die anderen haben auch gezittert, auch sie waren wie gelähmt. Hätte der Mganga seine Hand ausgestreckt, ich wäre ihm gefolgt. Ich spürte, er stand mit den Geistern im Einklang, er war verbunden mit den Geistern der Vorfahren, und in mir war ein Schmerz, als würden vergessene Vorfahren mein Herz aus mir herausschneiden, der Mganga stand in Verbindung, dachte ich, mit dem Geist seines Vaters und mit dem Geist seines Großvaters, und ich wußte nicht einmal, wie mein Vater und mein Großvater aussahen, wie ihre Stimmen klangen. Öffne mich, flehte ich ihn stumm an, zeige mir den Weg zurück. Aber der Mganga war fertig, er riß seine Augen auf, räudigere Augen habt ihr nie gesehen, nur ein Narr hätte keine Angst empfunden vor den Geheimnissen, die hinter diesen Augen glühten. Er drehte sich zur Seite und sprach sein Urteil, und es klang wie das Wort eines heiligen Mannes: Wir hätten Feinde, aber unsere Feinde seien nicht mächtiger als wir, sie seien nicht entschlossener als wir. Unsere Reise werde erfolgreich verlaufen. Wir atmeten auf, langsam, als sei noch nicht sicher, ob wir uns diesen Atemzug erlauben durften. Es werde viel Streit, aber wenig Morden geben. Wir würden eine große Menge an Elfenbein einfahren. Wir würden zurückkehren zu Frau und Familie. Unter jenen, die keine Frau hätten, werde einer seine Frau auf dieser Reise finden, ein anderer werde die Treue einer Wartenden belohnen, und ein Dritter werde die Frau verlassen, die ihm geschenkt werden würde. Bevor wir uns auf einen großen, tiefen See wagten, sollten wir ein farbiges Huhn opfern. Das war eine leichte Aufgabe, die Aussichten waren beruhigend, wir waren erleichtert und beglückt.

— Und der Sack, was war mit dem Sack?

— Es war ein Jutesack, wie sie ihn verwenden für Reis oder Gewürze, ein Jutesack aus Sansibar, auf dem ein Name geschrieben stand, der Name eines der größten Händler dieser Stadt, ihr kennt ihn alle, es war der Name des Banyan, der mich als Junge auf dem Sklavenmarkt für einige Münzen erworben hatte.

— Du bist an diesem Tag von Dschinns überwältigt worden, Baba Sidi. Deine Gebete in der Zeit danach haben deinen Verstand wieder befreit.

— Ich habe danach nie mehr wieder gebetet, nicht so, wie du das Gebet verstehst.

— Wie es vorgeschrieben ist!

— Mir nicht, das habe ich erkannt, als der Mganga die Hörner in meine Richtung schüttelte. Ich unterwerfe mich Gott, ja, aber die fünf Gebete, sie sind nicht mir vorgeschrieben worden. Vielleicht dir, Baba Quddus, vielleicht den Arabern, aber nicht mir. Ich habe Vorfahren, und sie heißen nicht Mohammed und nicht Abu Bakr und nicht einmal Bilal, ich habe andere Vorfahren, nur weiß ich nicht, wie sie heißen. Der rechte Glaube, er kann mir die Namen meiner Vorfahren nicht nennen. Er ist machtlos. Der rechte Glaube, er verspricht mir ein besseres Morgen, aber ich will den Weg ins Gestern finden. Der rechte Glaube, er behauptet, es gebe nur eine Richtung, die Richtung gegen Mekka, weil es nur einen Mittelpunkt gebe, den Allmächtigen, aber in den Augen des Mganga habe ich eine andere Richtung gesehen, viele andere Richtungen, und du hast recht, mein Verstand war vielleicht benommen, mein Herz aber war befreit.

— Wenn das Herz weint, weil es etwas verloren hat, lacht der Geist, weil er es gefunden hat. Ein altes arabisches Sprichwort.

— Deswegen, Bruder, deswegen scheust du selbst am Freitag die Gemeinschaft des Gebetes. Du hast es uns noch nie so deutlich erklärt.

— Heute abend muß ich euch einiges sagen, was ich bislang verschwiegen habe, weil es wichtig ist, wenn auch traurig und ernst.

— Sei mir nicht böse, Baba Sidi, ich werde weiterhin für dich beten. Gott soll entscheiden, was wir nicht klären können.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Weltensammler»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Weltensammler» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Edgar Burroughs - TARZAN, DER UNBESIEGBARE
Edgar Burroughs
Iwan Sergejewitsch Turgenew - Der Mann mit der grauen Brille
Iwan Sergejewitsch Turgenew
M. TroJan - Der Schummler
M. TroJan
Ilja Steffelbauer - Der Krieg
Ilja Steffelbauer
Iwan Turgenew - Der Oberst
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Fatalist
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Raufbold
Iwan Turgenew
Iwan Turgenew - Der Faktor
Iwan Turgenew
Отзывы о книге «Der Weltensammler»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Weltensammler» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.