Ной Гордон - Die Klinik

Здесь есть возможность читать онлайн «Ной Гордон - Die Klinik» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 1992, Жанр: Современная проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Klinik: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Klinik»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Boston, Suffolk General Hospital: Hier praktizieren Adam Silverstone, der vielversprechende Operateur und Wissenschaftler, Rafael Meomartino, ein kubanischer Aristokrat und ehemaliger Playboy, und der Farbige Spurgeon Robinson. Sie alle unterliegen der unerbittlichen Aufsicht von Dr. Longwood. Eines Tages pflanzt Meomartino einem jungen Mädchen eine Niere ein und gibt sie in die Obhut von Silverstone. Alles verläuft gut, aber dann stirbt das Mädchen über Nacht. Dr. Longwood wittert einen Kunstfehler und sucht einen Schuldigen ...

Die Klinik — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Klinik», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Sie sah die beiden Gastprofessoren aus Cleveland an. »Sie sind Nierenfachleute«, sagte sie. »Können Sie etwas vorschlagen, das wir versuchen könnten?«

Der Arzt namens Rogerson beugte sich vor. »Sie müssen warten, bis ein Leichenspender mit B-negativer Blutgruppe verfügbar ist«, sagte er.

»Aber das können wir nicht«, sagte sie verächtlich. »Haben Sie nicht zugehört?«

»Miriam«, sagte Dr. Kender, »du mußt dich mit der Situation abfinden. Wir bekommen keinen B-negativen

Spender. Und wir können Harland Longwood nicht ohne B-negativen Spender retten.«

»Ich bin B-negativ«, sagte Meomartino.

Sie befaßten sich zu lange mit dem Risiko seiner eventuell verminderten Lebenserwartung. »Ich habe Nieren wie ein Roß«, sagte er. »Ich werde mit einer genauso lange auskommen wie mit beiden.«

Kender und Miriam Parkhurst sprachen unter vier Augen mit ihm und gaben ihm jede Gelegenheit, das Angebot ehrenhaft zurückzuziehen.

»Wollen Sie es wirklich tun?« fragte Kender zum drittenmal. »Im allgemeinen ist der Spender ein Verwandter.«

»Er ist mein angeheirateter Onkel«, sagte Meomartino.

Kender schnaubte, Rafe aber lächelte. Er wußte, daß sie mit ihren Argumenten am Ende waren. Ihr Gewissen war beruhigt, und sie würden sich gierig auf seine Niere stürzen.

Kender bestätigte es. »Ein nicht verwandter lebender Spender ist viel besser als eine Leiche«, sagte er. »Wir werden Tests machen müssen.« Er sah Rafe an. »Was das Chirurgische dabei betrifft, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Einen lebendigen Spender hat noch nie jemand verloren.«

»Ich mache mir keine Sorgen«, sagte Rafe. »Ich habe nur eine Bedingung. Er darf nicht wissen, von wem die Niere stammt.«

Die arme Miriam sah verwirrt aus.

»Er würde sie nicht annehmen. Wir mögen einander nicht.«

»Ich sage ihm, daß der Spender keine Publicity will«, sagte Kender.

»Nehmen wir an, er will sie trotzdem nicht annehmen«, sagte Miriam.

»Dann wiederholen Sie einfach Ihre Rede über das geniale Werk, das es zu vollenden gilt«, sagte Meomartino. »Dann nimmt er sie.«

»Wir werden diesmal Anti-Lymphocytenserum nehmen«, sagte Kender. »Adam Silverstone hat die Dosis ausgearbeitet.«

Das einzige mögliche Hindernis stellte sich als nicht vorhanden heraus, als man Gewebeproben von ihm und dem alten Mann verglich und fand, daß sie durchaus miteinander verträglich waren. In einer, wie es ihm schien, erschreckend kurzen Zeit lag er im OP 3 auf dem Rücken: es war ein seltsames Gefühl, jetzt selbst in diesem Haus auf dem Operationstisch zu liegen und von Norman Pome-rantz freundlich und schmerzlos anästhesiert zu werden.

»Rafe«, sagte Pomerantz zu ihm, und die Worte kollerten in seine Ohren.

»Rafe? Kannst du mich hören, Freundchen?«

Natürlich kann ich dich hören, versuchte er zu sagen.

Er sah, wie sich Kender dem Tisch näherte, hinter ihm Silverstone.

Schneide gut, mein Feind, dachte er.

Ausnahmsweise zufrieden, einmal andere arbeiten zu lassen, schloß er die Augen und schlief ein.

Die Rekonvaleszenz war eine langsam dahinschleichende Unwirklichkeit.

Liz' Abwesenheit fiel auf, und die Leute schienen langsam zu begreifen, daß ihre Ehe gescheitert war.

Die Flut von Besuchern versickerte zu einem Geriesel, als die Zeit verging und sich die Sensation legte. Miriam

Parkhurst schenkte ihm einen kleinen trockenen Kuß und einen Korb mit Obst, der viel zu groß war. Im Lauf der Tage wurden die Bananen schwarz, und die Pfirsiche und Orangen entwickelten eine schleichende weiße Fäulnis und verbreiteten einen Geruch, der ihn zwang, alles außer den Äpfeln wegzuwerfen.

Seine Niere funktionierte in dem Alten großartig. Rafe fragte absichtlich nie danach, aber man hielt ihn über Har-land Longwoods Fortschritt auf dem Laufenden.

Das Fernsehen bot zeitweilige Ablenkung. Eines Tages blätterte er im Fernsehprogramm, als Joan Anderson mit Eiswasser in sein Zimmer kam. »Ist das Spiel heute auch im Fernsehen oder nur im Rundfunk?« fragte er.

»Fernsehen. Wissen Sie schon von Adam Silverstone?«

»Was ist mit ihm?«

»Er ist an die Fakultät ernannt worden.«

»Nein, wußte ich noch nicht.«

»Dozent für Chirurgie.«

»Fein. Auf welchem Kanal ist das Spiel?«

»Fünf.«

»Stellen Sie es mir ein? Seien Sie ein Schatz!«, sagte er.

Oft lag er einfach nur da und dachte nach. Eines Nachmittags sah er eine Annonce imMassachusetts Physician, und er las sie mehrmals mit zunehmendem Interesse, bis die Idee in ihm Wurzel faßte.

Am Tag seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nahm er ein Taxi zum Federal Building und führte dort ein sehr langes Gespräch mit einem Repräsentanten der Behörde für Internationale Entwicklungshilfe, nach dessen Beendigung er die Dokumente für achtzehn Monate Dienst als Zivilchirurg unterzeichnete.

Auf dem Weg zu der leeren Wohnung hielt er bei einem Juweliergeschäft an und kaufte eine rotsamtene Schachtel, nicht unähnlich derjenigen, in der sein Vater die Uhr aufbewahrt hatte, als Rafe noch ein kleiner Junge war. Als er heimkam, setzte er sich in seinem stillen Arbeitszimmer nieder, nahm Feder und Papier, und entschloß sich nach mehreren Versuchen, mit »Mein lieber Miguel«, »Mein lieber Sohn«, schließlich zu folgendem Kompromiß:

Mein lieber Sohn Miguel,

Ich muß Dir zunächst für ein Glück danken, das größer war, als ich es je gekannt habe: jemanden - nämlich Dich - zu lieben. In der kurzen Zeit Deines Lebens hast Du mir die schönsten Eigenschaften meiner Familie vor Augen geführt, und nicht eine einzige Schwäche, von denen, wie Du noch sehen wirst, die Welt immer zerrissen wurde, und mit der Welt auch wir selbst.

Wenn man Dir diesen Brief irgendwann einmal zu lesen gibt - wenn Du alt genug bist, ihn zu verstehen -, dann deshalb, weil ich von der Reise, die jetzt vor mir liegt, nicht zurückgekehrt bin.

Falls ich aber doch zurückkehre, werde ich die gesamte Juristenwelt auf den Kopf stellen, um die Vormundschaft über Dich zu erlangen. Sollte es sich jedoch herausstellen, daß diese Welt unmöglich auf den Kopf zu stellen ist, werde ich es einzurichten wissen, Dich regelmäßig und oft zu sehen.

Es ist jedoch möglich, daß Du diese Worte lesen wirst. Daher wünsche ich, ich könnte sie zu einem Credo machen, nach dem man leben kann, zu all dem, was ein Vater seinem Sohn zu geben vermag, oder zumindest einem wesentlichen Rat, der Dir hilft, den Schmerz des Daseins zu erleichtern. Leider vermag ich das nicht. Ich kann Dir nur raten, Dein Leben so zu leben, daß Du anderen so wenig Schaden wie möglich zufügst. Versuche, bevor Du stirbst, etwas zu tun oder gutzumachen, das nicht geschehen wäre, wenn Du nicht vorhanden gewesen wärst.

Das beste, das ich in meinem Leben gelernt habe, ist: Wenn man Angst hat, ist es am besten, sich ihr zu stellen und entschlossen darauf loszugehen. Ich weiß, daß dies einem Unbewaffneten, der vor einem hungrigen Tiger steht, als fragwürdiger Rat erscheinen mag. Ich gehe nach Vietnam, um dem Tiger zu begegnen und herauszufinden, welche moralischen Waffen ich als Mensch und als Mann besitze.

Die Uhr, die diesen Brief begleitet, ist viele Generationen hindurch jeweils dem ältesten Sohn weitergegeben worden. Ich bete, daß sie durch Dich noch viele Male weitergegeben wird. Poliere die Engel hie und da und öle das Werk. Sei gut zu Deiner Mutter, die Dich liebt und Deine Liebe und Unterstützung brauchen wird.

Denke an die Familie, aus der Du kommst, und daß Du einen Vater hattest, der wußte, daß sehr viel Gutes von Dir kommen wird.

In tiefster Liebe Rafael Meomartino

Er packte die Uhr sorgfältig ein, indem er die Schachtel zuerst mit zusammengeknüllten Seiten desChristian Science Monitor ausstopfte, um die Uhr gegen Stöße abzusichern. Dann schrieb er einen kurzen erklärenden Begleitbrief an Samourian.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Klinik»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Klinik» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die Klinik»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Klinik» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x