Rita Brown - Die Sandburg

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August 1952: Die siebenjährige Nickel verbringt mit ihrer Mutter, ihrer Tante Louise und ihrem Cousin Leroy einen Tag am Meer. Die vier sitzen am Ufer der Chesapeake Bay, die bekannt ist für ihren Reichtum an Muscheln und Krebsen. Mit Blick auf das glitzernde Wasser, das ein Labyrinth kleiner Inseln umspült, verbringen die Schwestern, Nickel und Leroy einen zunächst unbeschwerten Nachmittag. Sie bauen eine prächtige Sandburg, ziehen einen Burggraben und basteln aus Eisstielen eine Zugbrücke. Doch als die Erwachsenen sich im Wasser abkühlen, bleibt Leroy skeptisch; er fürchtet sich vor Haien. Nickel, die keine Gelegenheit auslässt, ihren Cousin zu necken, versichert ihm, dass ihn kein Hai je erwischen wird - sondern ein Krebs. Später, im für seine Schalentiere berühmten Strand-Restaurant, ist Leroy das Essen verleidet. Doch damit nicht genug - denn als die vier zu ihrer Sandburg zurückkehren, ist dort ein erster Bewohner eingezogen ...

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«Ich wusste gar nicht, dass Onkel Jim so schnell rennen konnte.» Louise kreischte vor Lachen.

«Wenn sie den Mund gehalten hätte, dann wäre allenfalls ein paar Leuten eine dicke, weiße, nackte Frau an der Pumpe aufgefallen, aber nein, sie musste Zeter­mordio schreien, und der ganze Strand hat das viele wallende Wabbelfleisch zu sehen gekriegt.»

Sie lehnten lachend Schulter an Schulter. Wenn die eine sich beruhigte, kam die andere wieder so richtig in Wallung. Sie waren schlimmer als Leroy und ich. Es war schön, Tante Louise lachen zu sehen.

«Was hat sie mit euch gemacht?» Leroy, stets auf der Hut vor Strafe, legte seinen Schinkenbiskuit hin.

«Wir mussten uns auf die Bank setzen, und sie hat gesagt, wir dürfen nicht in der Bucht schwimmen gehen. Wir sollten an Ort und Stelle sitzen bleiben, bis der Maultierbus vorbeikommen und uns mit zum Bahnhof nehmen würde.» Die Erinnerung ließ Mutter lächeln. «Und? Habt ihr gewartet?»

«Na ja ...» Mutter wich aus, weil Leroy und ich nicht wissen sollten, was für ein Teufel sie sein konnte, dabei wussten wir das sowieso, weil sie sich kaum ver­ändert hatte, bloß dass sie jetzt größer war.

«Deine Mutter hat jedem gesagt, der vorbeikam, eine böse dicke Frau hätte uns gezwungen, in der sengenden Hitze auf der grünen Bank zu sitzen. Wir würden austrocknen und umkippen. Oh, es war eine mitleiderregende Vorstellung.» Leroy fragte atemlos: «Und dann?»

«Ein netter Herr ist zur Polizei gegangen, und der Polizist kam angeritten, um zu sehen, was los war.

Juts hat alle Register gezogen, darauf hat er uns zum Bahnhof gebracht, und die Dame am Schalter hat uns sauber gemacht. Wir waren ganz voll Sand, und sie haben uns ein Eis geschenkt.» Tante Louise genoss die Geschichte. «Und sie haben Tante Doney wegen Kindesmisshandlung verhaftet.» Mutter lachte so hemmungslos, dass sie sich an Louise festhalten musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

«Es war ein heilloses Schlamassel, sag ich euch, und Onkel Jim musste eine Geldstrafe zahlen, und dann hat er noch mehr gezahlt, damit es nicht in die Zeitung kam. Was für ein Tag.»

«Tante Doney hat auf dem ganzen Heimweg nicht mit uns gesprochen, und es war eine lange Zugfahrt, das kann ich euch sagen.» Mutter wischte sich wieder Tränen aus den Augen.

«Was hat eure Mama gemacht, als ihr nach Hause gekommen seid?» Leroy war schon so bange zumute, dass er die Schultern hochzog.

«Sie hat gelacht und gelacht. Tante Doney war so wütend, dass sie einen ganzen

Monat nicht mit ihr gesprochen hat, und Mama hat gesagt, das war eine

Wohltat.» Louise stützte sich auf ihre Schwester.

«Wir konnten doch nichts dafür, dass plötzlich ein

starker Wind aufgekommen ist.» Mutter schob kurz das Kinn vor.

«Und wir konnten auch nichts dafür, dass sie so viel Torte und Kuchen gegessen

hat. Die Frau konnte futtern wie ein Scheunendrescher. In der Öffentlichkeit hat

sie nicht so gefuttert, aber wenn wir unter uns waren, hat sie die Gabel benutzt

wie eine Schaufel. Ich hab mir geschworen, nie so auszusehen, wenn ich mich an

den Tisch setze.» Um das zu unterstreichen, tupfte Louise sich wieder mit ihrer

Stoffserviette die Lippen ab.

«Du isst nicht viel, Louise. Dein Tischgebet dauert so lange, dass das Essen kalt wird. Dabei vergeht dir der Appetit», zog Mutter sie auf. «Juts, du bist so ein Philister.» «Was ist ein Philister?», fragte Leroy.

Tante Louise zog ihren Pullover aus, weil die Sonne höher gestiegen war und die allmählich feuchte Morgenkälte vertrieb. «Was lernt ihr eigentlich in der St.- Patrick-Kirche? Du weißt nicht, was ein Philister ist?»

«Ich bin offensichtlich einer.» Mutters roter Lippenstift betonte ihr Grinsen. «Juts.» Louise schlug ihren schulmeisterlichen Ton an. «Und?» «Jesus konnte die Philister nicht leiden», meldete ich mich zu Wort. «Deine Tante Louise kann sie nicht leiden», sagte Mutter mit einem diabolischen Klang in der Stimme.

«Mach du dich nur über mich lustig, wenn dir nichts Besseres einfällt, aber die Kinder müssen was lernen.» Louise wartete einen Moment, während - zumindest in ihrem Kopf - ein Drama seinen Lauf nahm. «Die Philister haben in Südwestpalästina gelebt und mit den alten Israeliten Krieg geführt. Aber wenn man Leute Philister nennt, meint man, sie sind vulgär, gewöhnlich, und sie sorgen sich nur um materielle Dinge.»

«Oh, wie Mrs. Mundis.» Ich atmete den Geruch der Bucht ein, der bei Point Lookout leicht salzig war.

«Na, na.» Louise klang sehr nachsichtig; denn eigentlich gefiel ihr die Antwort, weil Claudia Mundis mehr Geld hatte als Gott und eifrig darauf bedacht schien, es auszugeben.

«Stell dir vor, Schwesterherz, ihr neues Gartenhaus ist fast fertig.»

«Sie ist bloß neureich, da dran gibt's nichts zu rütteln.» Tante Louise seufzte. «Lieber neureich als gar nicht reich.» Mutter kramte in ihrer Strohtasche nach einer Chesterfield, wurde fündig, fischte dann ihr Feuerzeug heraus. «Blut spricht.»

«Um Himmels willen, Louise, nicht das schon wieder.»

«Unsere Familie ist 1634 mit Leonard Calvert in Maryland gelandet. Aus diesem Landeplatz wurde später St. Mary's City, und wir sind hier im Bezirk St. Mary's County.» Tante Louise warf sich in die imposante Brust.

«Und es hat mir nie einen Penny in die Tasche gebracht.» Mutter sah nach oben, wo eine Schar Seeschwalben schwirrte. «Ist es nicht wunderbar, dass alle Vögel verschieden sind und jeder Vogel genau richtig ist für das, was er zu tun hat? Ich beobachte sie zu gerne.»

Die Hochnäsigkeit der Südstaatler in puncto Abstammung war Mutter verhasst. Dads Familie war 1620 nach Virginia gekommen. Er hat es nicht ein einziges Mal erwähnt, seine Mutter dagegen posaunte diese unsterbliche Mitteilung pausenlos lauthals heraus und weithin vernehmlich. Vielleicht war die Verachtung für Abstammungshochmut eins von den Dingen, die Mutter und Dad verbanden. Gegen halb acht füllte sich der herrliche Strand allmählich. Bunte Schirme wurden in den Sand gesteckt, Decken ausgebreitet, große gestreifte Handtücher zusammengefaltet an die Seite gelegt. Alle schleppten Körbe. Leroy und ich sahen keine Kinder in unserem Alter. Wir wollten nicht mit Babys spielen, schreckliche Vorstellung. Die Teenager dachten dasselbe von uns.

«Ich geh schwimmen.» Mutter stand auf, streifte ihre Shorts ab und zog ihr weißes Polohemd aus. Ihr einteiliger Badeanzug in einem schönen Melonenton brachte ihre Figur gut zur Geltung. Nach Mutter drehten sich die Leute um. Sie genoss es sichtlich.

«Ich komm gleich nach.» Louise setzte sich einen weichen Strohhut auf ihre Locken. Sie trug gerne Hüte.

Ich sprang auf, um hinter Mutter herzusausen, blieb aber stehen. «Komm, Leroy.»

«Nein. Haie. Ich hab gesehen, wie die Fische gesprungen sind.»

«Ach, das ist schon lange her. Komm mit.»

«Nee.»

«Hier an Land sind es die Krebse, die dich beißen», drohte ich, und wie zum Beweis ging ich seitwärts wie ein kleiner Taschenkrebs. «Guck, so.» «Lieber ein Krebs als ein Hai.» «Schisser.»

«Philister.» Er sprach das große Wort grinsend aus.

Das brachte Tante Louise zum Lachen, was Leroy sehr freute.

Gerade als Mutter in das noch kalte Wasser stieg, platschte ich an ihr vorbei,

sodass sie über und über nass wurde. Sie blinzelte, dann bückte sie sich und

bespritzte mich mit Wasser.

«Du bist ganz nass, Kind.»

«Du auch.» Ich liebte Mutter.

Erst in späteren Schuljahren wurde mir klar, dass manche Kinder ihre Mütter oder Väter nicht liebten, 'türlich, wenn man ihre Eltern kennenlernte, verstand man, warum.

Sie nahm meine Hand. «Komm.»

Wir wateten hinaus, bis ich keinen Boden mehr unter den Füßen hatte, aber jedes Mal, wenn eine Welle anrollte, hob sie mich hoch. Als ihr das Wasser bis an den Busen reichte, hielt sie mich mit beiden Händen.

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