Wilhelm Hauff - Lichtenstein

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Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte.
Dieser erste bedeutende historische Roman der deutschen Literatur erschien 1826, in der Biedermeierzeit, und handelt vor allem von der Herrschaft des Herzogs Ulrich von Württemberg, die Hauff nicht ohne romantische Verklärung beschreibt. Der historische Roman ist schon als Gattung, von Walter Scott herkommend, konservativ ausgerichtet; darin trifft er sich mit der Restaurationszeit.

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Wie beschämt war Georg, wenn er an seine törichte Eifersucht zurückdachte, wie füllte er sich so klein und schwach Mariens zarter Liebe gegenüber. Er suchte sein Erröten zu verbergen, er erzählte, oft unterbrochen von ihren Fragen, wie sich alles so gefügt habe, wie er dem Bunde abgesagt, wie er über die Alb gezogen sei, wie er überfallen worden, wie er der Pflege der Pfeifersfrau sich entzogen habe, um nach Lichtenstein zu reisen.

Georg war zu ehrlich, als daß ihn Mariens Fragen nicht hin und wieder in Verlegenheit gesetzt hätten; besonders als sie mit Verwunderung fragte, warum er denn so tief in der Nacht erst nach Lichtenstein aufgebrochen sei, wußte er sich nicht zu raten. Die schönen, klaren Augen der Geliebten ruhten so fragend, so durchdringend auf ihm, daß er um keinen Preis eine Unwahrheit zu sagen vermocht hätte.

»Ich will es nur gestehen«, sagte er mit niedergeschlagenen Augen, »die Wirtin in Pfullingen hat mich betört, sie sagte mir etwas von dir, was ich nicht mit Gleichmut hören konnte.«

»Die Wirtin? von mir?« rief Marie lächelnd; »nun was war denn dies, daß es dich noch in der Nacht die Berge herauftrieb?«

»Laß es doch! ich weiß ja, daß ich ein Tor war. Der geächtete Ritter hat mich ja schon längst überzeugt, daß ich völlig unrecht hatte.«

»Nein, nein«, entgegnete sie bittend, »so entgehest du mir nicht; was wußte die Schwätzerin wieder von mir; gestehe nur gleich –«

»Nun lache mich nur recht aus; sie erzählte: du habest einen Liebsten und lassest ihn, wenn der Vater schlafe, alle Nacht in die Burg.«

Marie errötete; Unwille und die Lust über diese Torheit zu lachen, kämpften in ihren schönen Zügen. »Nun, ich hoffe« sagte sie, »du hast ihr darauf geantwortet, wie es sich gehört, und aus Unmut über eine solche Verleumdung ihr Haus verlassen? Dachtest vielleicht, du könntest unser Schloß noch erreichen und hier übernachten?«

»Ehrlich gestanden, das dachte ich nicht. Siehe, ich war noch halb krank, ich glaubte ihr auch anfangs gewiß nicht, aber deine Amme, die alte Frau Rosel wurde aufgeführt, sie hatte es der Wirtin gesagt, sie hatte mich selbst mit ins Spiel gebracht und bedauert, daß ich um meine Liebe betrogen sei, da – o sieh nicht weg, Marie, werde mir nicht bös! Ich schwang mich aufs Pferd und ritt vors Schloß herauf, um ein Wort mit dem zu sprechen, der es wage, Marien zu lieben.«

»Das konntest du glauben«, rief Marie, und Tränen stürzten aus ihren Augen. »Daß Frau Rosel solche Sachen aussagt, ist unrecht, aber sie ist ein altes Weib, klatscht gerne; daß die Frau Wirtin solche Sachen nachsagt, nehme ich ihr nicht übel, denn sie weiß nichts Besseres zu tun; aber du, du Georg konntest nur einen Augenblick so arge Lügen glauben, du wolltest dich überzeugen, daß –« von neuem strömten ihre Tränen, und das Gefühl bitterer Kränkung erstickte ihre Stimme.

Georg zürnte sich selbst, daß er so töricht hatte sein können, aber er fühlte auch, daß wenn er ein großes Unrecht an der Geliebten begangen hatte, es nur die Liebe war, die ihn verleitete. »Verzeihe mir nur diesmal«, bat er; »siehe, wenn ich dich nicht so liebgehabt hätte, ich hätte gewiß nicht geglaubt; aber wenn du wüßtest, was Eifersucht ist!«

»Wer recht liebt kann gar nicht eifersüchtig sein«, sagte Marie unmutig; »aber schon in Ulm hast du etwas solches gesagt, und schon damals hat es mich recht tief betrübt. Aber du kennst mich gar nicht, wenn du mich recht gekannt hättest, wenn du mich geliebt hättest wie ich dich, wärest du nie auf solche Gedanken gekommen.«

»Nein! ungerecht mußt du doch nicht werden«, rief Georg und faßte ihre Hand; »wie kannst du mir vorwerfen, daß ich dich nicht liebe, wie du mich? hätte es denn nicht möglich sein können, daß ein Würdigerer als ich erschienen, daß der arme Georg durch irgendeinen bösen Zauber aus deinem Herzen verdrängt worden wäre; es ist ja doch alles möglich auf der Erde!«

»Möglich?« unterbrach ihn Marie, und jener Stolz, den Georg oft mit Lächeln an der Tochter des Ritters von Lichtenstein betrachtet hatte, schien sie allein zu beseelen. »Möglich? wenn Ihr nur einen Augenblick so Arges von mir für möglich gehalten hättet, ich wiederhole es, Herr von Sturmfeder! so habt Ihr mich nie geliebt; ein Mann muß sich nicht wie ein Rohr hin und her bewegen lassen, er muß fest stehen auf seiner Meinung, und wenn er liebt, so muß er auch glauben.«

»Diesen Vorwurf habe ich von dir am wenigsten verdient«, sagte der junge Mann, indem er unmutig aufsprang; »wohl bin ich ein Rohr, das vom Winde hin und her bewegt wird, und mancher wird mich darum verachten –«

»Es könnte sein!« flüsterte sie, doch nicht so leise, daß es sein Ohr nicht erreichte, und seinen Unmut zum Zorn anblies.

»Auch du wirst mich also darum verachten, und doch bist du es, was mich hin und her bewegt! Ich habe dich auf bündischer Seite gesucht, ich war selig als ich dich dort fand. Du batest mich davon abzulassen, ich ging; ich tat noch mehr; ich kam zu euch herüber, es kostete mich beinahe das Leben, und doch ließ ich mich nicht abschrecken; ich ergriff Württembergs Partei, ich kam zu deinem Vater, er nahm mich wie einen Sohn auf und freute sich, daß ich sein Freund geworden – aber seine Tochter schilt mich ein Rohr, das vom Winde hin und her bewegt wird! aber noch einmal will ich mich – zum letztenmal von dir bewegen lassen; ich will fort, weil du meine Liebe so vergiltst, noch in dieser Stunde will ich fort!«

Er gürtete unter den letzten Worten sein Schwert um, ergriff sein Barett und wandte sich zur Türe.

»Georg!« rief Marie mit den süßesten Tönen der Liebe, indem sie aufsprang und seine Hand faßte; ihr Stolz, ihr Zorn, jede Wolke des Unmuts war verschwunden, selbst die Tränen hemmten ihren Lauf, und nur bittende Liebe blickte aus ihrem Auge, »um Gottes willen, Georg! ich meinte es nicht so böse; bleibe bei mir, siehe ich will alles vergessen, ich schäme mich, daß ich nur so unwillig werden konnte.«

Aber der Zorn des jungen Mannes war nicht so schnell zu besänftigen, er sah weg, um nicht durch ihre Blicke, durch ihr bittendes Lächeln gewonnen zu werden, denn sein Entschluß stand fest, das Schloß zu verlassen. »Nein!« rief er; »du sollst das Rohr nicht mehr zurückwenden. Aber deinem Vater kannst du sagen, wie du seinen Gast aus seinem Hause vertrieben hast«; die runden Fensterscheiben zitterten vor seiner Stimme, sein Auge blickte wild umher, er entriß seine Hand der Geliebten, gefolgt von ihr schritt er fort, er riß die Türe auf, um auf ewig zu fliehen, als ihn auf der Schwelle eine Erscheinung fesselte, die wir im nächsten Kapitel näher beschreiben werden.

IX

Herrengunst, Aprillenwetter,

Frauenlieb und Rosenblätter,

Würfel, Karten, Federspiel,

Verkehren sich oft, wer's glauben will.

Altes Sprichwort

Als Georg die Türe öffnete, richtete sich aus einer sehr gebückten Stellung die hagere, knöcherne Gestalt der Frau Rosel auf. Es war dies eine jener alten Dienerinnen, die, wenn sie von früher Jugend an in einer Familie bleiben, sich einbürgern, in die Familie verwachsen und gleichsam ein notwendiger Zweig davon werden. Sie hatte ihre Nützlichkeit besonders nach dem Tode der Frau von Lichtenstein erprobt, wo sie Marie mit großer Sorgfalt pflegte und aufzog. Sie war so von einer Zofe zur Kindsfrau, von der Kindsfrau zur Haushälterin, von diesem Posten zu Mariens Oberhofmeisterin und Vertrauten avanciert. Sie hatte aber wie ein kluger Feldherr sich den Rücken gesichert, sie hatte jene Posten, aus denen sie in die höheren Stellen vorgerückt war, nicht wieder besetzen lassen, sondern verwaltete sie alle zusammen, wie sie behauptete, mit großer Gewissenhaftigkeit, und weil es doch sonst niemand verstehe. Sie hatte durch diesen Kunstgriff und durch ihre lange Dienstzeit die Zügel der häuslichen Regierung an sich gebracht, das Gesinde ging und kam nach ihrem Blick und sie gab zu verstehen, daß sie beim Herrn alles gelte, obgleich seine ganze Gnade nur darin bestand, daß er sie nicht in Gegenwart der übrigen auszankte.

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