Wilhelm Hauff - Lichtenstein

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Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte.
Dieser erste bedeutende historische Roman der deutschen Literatur erschien 1826, in der Biedermeierzeit, und handelt vor allem von der Herrschaft des Herzogs Ulrich von Württemberg, die Hauff nicht ohne romantische Verklärung beschreibt. Der historische Roman ist schon als Gattung, von Walter Scott herkommend, konservativ ausgerichtet; darin trifft er sich mit der Restaurationszeit.

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Er hielt inn', als erwarte er die Antwort des Ritters, doch dieser schlug die Augen nieder und winkte schweigend dem jungen Mann, fortzufahren: »Nun, so dachte ich von dem Herzog, als ich bündisch wurde, so, und nur etwas stärker sprach man von ihm im Heere; aber eine große Fürsprecherin hatte er an Marien, und es ist Euch vielleicht bekannt, daß ich mich auf ihr Zureden lossagte; nun bekamen die Sachen bald eine andere Gestalt in meinen Augen, sei es weil ich von Natur mitleidig bin, und niemand ungerecht mißhandeln sehen kann, oder auch weil ich die Absichten der Bündischen besser durchschaute – ich sah, daß dem Herzog zu viel geschehe, denn der Bund hatte offenbar kein Recht, den Herzog aus allen seinen Besitzungen, und sogar von seinem Fürstenstuhl zu vertreiben und ihn ins Elend zu jagen. Und da gewann der Herzog wieder in meinen Augen; er hätte ja vielleicht noch eine Schlacht wagen können, aber er wollte nicht das Blut seiner Württemberger auf ein so gewagtes Spiel setzen; er hätte können den Leuten Geld abpressen und die Schweizer damit halten, aber er war größer als sein Unglück, und sehet – das hat mich zu seinem Freunde gemacht.«

Der Ritter schlug die Augen auf, seine Brust schien höher zu schlagen, seine edle Gestalt richtete sich stolzer empor, er sah Georg lange an und drückte seine Hand an sein pochendes Herz. »Wahrlich«, sagte er, »es lebt eine heilige, reine Stimme in dir, junger Freund! ich kenne den Herzog wie mich selbst, aber ich darf sagen wie du sagtest, er ist größer als sein Unglück, und – besser als der Ruf von ihm sagt. Aber er hat wenige gefunden, die ihm Probe gehalten haben! Ach, daß er nur hundert gehabt hätte, wie du bist, und es hätte kein Fetzen der bündischen Paniere auf einer württembergischen Zinne geweht. Daß du sein Freund werden könntest! doch es sei ferne von mir, dich einzuladen sein Unglück mit ihm zu teilen, es ist genug, daß deine Klinge und ein Arm wie der deinige, nicht mehr seinen Feinden gehört; mögen deine Tage heiterer sein als die seinigen, möge der Himmel dir deine guten Gesinnungen gegen einen Unglücklichen belohnen.«

Es wehte ein Geist in den Worten des geächteten Ritters, der manch verwandte Saite in dem Herzen des Jünglings anschlug. War es die Anerkennung seines persönlichen Wertes, der ihm aus dem Munde eines Tapferen so ermunternd klang, war es die Ähnlichkeit des Schicksales dieses Unglücklichen mit seiner eigenen Armut und mit dem Unglück seines Hauses, war es die romantische Idee nicht für das siegende Unrecht, sondern für die gerechte Sache, gerade weil sie im tiefsten Unglück war, sich zu erklären. – Georg fühlte sich unwiderstehlich zu diesem geächteten Mann, zu der Sache, für die er litt, hingezogen, begeistert faßte er seine Hand und rief: »Es spreche mir keiner von Vorsicht, nenne es keiner Torheit, sich an das Unglück anzuschließen! mögen andere dieses schöne Land dort oben teilen, und in den Gütern des unglücklichsten Fürsten schwelgen – ich fühle Mut in mir, mit ihm zu tragen was er trägt, und wenn er sein Schwert zieht, seine Lande wieder zu erobern, so will ich der erste sein, der sich an seine Seite stellt. Nehmt meinen Handschlag, Herr Ritter, ich bin, wie es auch komme, Ulerichs Freund für immer!«

Eine Träne glänzte in dem Auge des Geächteten, indem er den Handschlag zurückgab. »Du wagst viel, aber du bist viel, wenn du Ulerichs Freund bist. Das Land da oben gehört jetzt den Räubern und Dieben, aber hier unten ist noch gut Württemberg. Hier vor mir sitzt der Ritter und der Bürger, vergesset einen Augenblick, daß ich ein armer Ritter und ein unglücklicher geächteter Mann bin, und denket ich sei Fürst des Landes, wie ich der Herr der Höhle bin. Ha! noch gibt es ein Württemberg wo diese drei zusammenhalten, und sei es auch tief im Schoß der Erde. Fülle den Becher Hanns, und lege deine rauhe Hand in die unsrigen, wir wollen den Bund besiegeln!«

Hanns ergriff den vollen Krug und füllte den Becher. »Trinkt edle Herren, trinkt«, sagte er, »ihr könnet euch in keinem edleren Wein Bescheid tun, als in diesem Uhlbacher.«

Der Geächtete trank in langen Zügen den Becher aus, ließ ihn wieder füllen und reichte ihn Georg. »Wie ist mir doch?« sagte dieser, »blühte nicht dieser Wein um Württembergs Stammschloß? Ich glaube man nennt also den Wein, der auf jenen Höhen wächst?«

»Es ist so«, antwortete der Geächtete; »Rotenberg heißt der Berg, an dessen Fuß dieser Wein wächst, und auf seinem Gipfel steht das Schloß, das Württembergs Ahnen gebaut haben. – Oh, ihr schönen Täler des Neckars, ihr herrlichen Berge voll Frucht und Wein! von euch, von euch auf immer?!« Er rief es mit einer Stimme, die aus einem gebrochenen Herzen voll Schmerz und Kummer heraufstieg, denn die Wehmut hatte die Decke gesprengt, womit der feste, unbeugsame Sinn dieses Mannes seine kummervolle Seele verhüllt hatte!

Der Bauer kniete nieder zu ihm, ergriff seine Hand und weckte ihn aus dem düsteren Hinbrüten, dem er sich einige Augenblicke hingegeben hatte. »Seid stark, guter Herr! Ihr werdet sie wiedersehen, fröhlicher als Ihr sie verlassen habt.«

»Ihr werdet sie wiedersehen, die Täler Eurer Heimat«, rief Georg, »wenn der Herzog einrückt in sein Land, wenn er einziehet in die Burg seiner Ahnen, wenn die Täler des Neckars und seine weinreichen Höhen widerhallen vom Jubel des Volkes, dann werdet auch Ihr Eurer Wohnung wieder entgegenziehen. Verscheuchet die trüben Gedanken, nunc vino pellite curas, trinket, vergesset nicht, was wir vorhin gesprochen haben, ich tue Euch Bescheid in diesem Württemberger Weine – der Herzog und seine Treuen! –«

Ein angenehmes Lächeln ging wie ein Sonnenblick bei diesen Worten auf den düsteren Zügen des Ritters auf. »Ja!« rief er, »Treue ist das Wort das Genesung gibt dem gebrochenen Herzen, wie ein kühler Trank dem einsamen Wanderer in der Wüste. Vergesset meine Schwäche, Junker; verzeihet sie einem Mann, der sonst seinem Kummer nicht Raum gibt. Aber wenn Ihr je vom Gipfel des Rothenberges hinabgesehen hättet, auf das Herz von Württemberg, wie der Neckar durch grüne Ufer zieht, wie mannshohe Halmen in den Feldern wogen, wie sanfte Hügel am Fluß sich hinauf ziehen, bepflanzt mit köstlichem Weine, wie dunkle, schattige Forsten die Gipfel der Berge bekränzen, wie Dorf an Dorf mit seinen freundlichen roten Dächern aus den Wäldern von Obstbäumen hervorschauen, wie gute fleißige Menschen, kräftige Männer, schöne Weiber auf diesen Höhen, in diesen Tälern walten, und sie zu einem Garten anbauen – hättet Ihr dieses gesehen, Junker, gesehen mit meinen Augen, und säßet jetzt hier unten, hinausgeworfen, verflucht, vertrieben, umgeben von starren Felsen, tief im Schoß der Erde! Oh, der Gedanke ist schrecklich und oft zu mächtig für ein Männerherz!«

Georg bangte, der Ritter möchte durch die traurige Gegenwart und seine schöneren Erinnerungen wieder in seine Wehmut zurückgeführt werden, daher suchte er schnell dem Gespräch, eine andere Wendung zu geben: »Ihr waret also oft um den Herzog, Herr Ritter? O saget mir, ich bin ja jetzt sein Freund, saget mir, wie ist er im Umgang? wie sieht er aus? nicht wahr, er ist sehr veränderlich und hat viele Launen?«

»Nichts davon«, entgegnete der Geächtete, »Ihr werdet ihn sehen und lernet ihn am besten ohne Beschreibung kennen. Aber schon zu lange haben wir von fremden Angelegenheiten gesprochen, von Euren eigenen saget Ihr gar nichts? nichts von dem Zweck Eurer jetzigen Reise, nichts von dem schönen Fräulein von Lichtenstein? – Ihr schweiget und schlaget die Augen nieder? glaubet nicht, daß es Neugierde sei, warum ich frage; nein, ich glaube Euch in dieser Sache nützlich sein zu können.«

»Nach dem was diese Nacht zwischen uns geschehen ist«, antwortete Georg, »ist von meiner Seite keine Zurückhaltung, kein Geheimnis mehr nötig. Es scheint auch, Ihr wußtet längst, daß ich Marien liebe, vielleicht auch, daß sie mir hold ist?«

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