Wilhelm Hauff - Lichtenstein

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Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte.
Dieser erste bedeutende historische Roman der deutschen Literatur erschien 1826, in der Biedermeierzeit, und handelt vor allem von der Herrschaft des Herzogs Ulrich von Württemberg, die Hauff nicht ohne romantische Verklärung beschreibt. Der historische Roman ist schon als Gattung, von Walter Scott herkommend, konservativ ausgerichtet; darin trifft er sich mit der Restaurationszeit.

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Diese Männer handelten übrigens eine Materie ab, die Georgs Interesse sehr in Anspruch nahm. Sie sprachen über die Unternehmungen des Bundes im württembergischen Unterland. Der Krämer mit dem ledernen Rücken hatte erzählt, daß Meckmühl, worin sich Götz von Berlichingen eingeschlossen, von den Bündischen erstürmt, und jener tapfere Mann gefangen worden sei. [23] Lebensbeschreibung Götzens von Berlichingen. (von ihm selbst geschrieben), edit. Pistorius. Nürnberg. 1731.

Der Ratsherr hatte zu dieser Nachricht listig gelächelt, und einen guten Zug von seiner besseren Sorte getrunken; der Hagere ließ aber den Lederrücken nicht aussprechen, er schlug den Takt mit den langen Fingern etwas vernehmlicher, und sagte mit hohler Stimme: »Das ist erstunken und erlogen, Freund! seht, das ist gar nit möglich, denn der Berlichingen versteht die schwarze Kunst und ist fest, das muß ich wissen; und überdies hat er allein mit seiner eisernen Hand in mancher Schlacht zweihundert Mann maustot geschlagen, was wird er sich denn fangen lassen?«

»Mit Verlaub«, unterbrach ihn der fette Herr; »dem ist nicht also, sondern Götz ist in der Tat gefangen, und sitzt in Heilbronn. Aber nicht weil er erlegen ist, denn sein Schloß in Meckmühl ist nicht erstürmt worden, sondern die Bündischen haben ihm und den Seinigen freien Abzug versprochen; wie er aber aus dem Tor kam, wurde er überfallen, seine Knechte getötet und er gefangen. Seht, das ist nicht recht, und da hat der Bund schändlich gehandelt.«

»Da muß ich doch bitten, Herr«, sprach der Lange, »daß man nicht also von den Bundesobersten spricht; ich kenne viele Herren davon genau, wie z.B. Herr Truchseß von Waldburg mein geneigter Herr und Freund ist.«

Der fette Herr schien etwas erwidern zu wollen, spülte aber das, was ihm auf der Zunge lag, mit einigem Wein hinunter. Jedoch die Bürger brachen bei Erwähnung so vornehmer Bekanntschaften in ein Gemurmel des Staunens aus, und lüfteten ehrerbietig ihre Mützen.

»Nun, wenn Ihr bei dem Bunde so gut bekannt seid«, sagte der Zerlumpte mit etwas trotziger Miene, »so werdet Ihr uns die beste Nachricht geben können, wie es um Tübingen aussieht.«

»Es pfeifet auf dem letzten Loch«, antwortete der Gefragte; »ich war vor kurzer Zeit dort, und sah die fürtrefflichen und schrecklichen Anstalten zur Belagerung.«

»Ei, – So, – Wie«, flüsterten die Bürger und rückten näher zusammen, als erwarteten sie wichtige Kunde.

Der hagere Mann lehnte sich an die Lehne seines Stuhles zurück, steckte die langen Finger in die Degenkuppel, streckte die Beine um einige Zoll länger aus und sprach: »Ja, ja ihr Leute, dort sieht es arg aus; alle Ortschaften in der Nachbarschaft sind in großem Schaden, denn die Obstbäume sind alle abgehauen, man schießt mit aller Macht auf Stadt und Schloß, und die Stadt hat sich schon ergeben; im Schloß liegen vierzig Ritter, aber sie können die paar Mäuerlein nicht mehr lange halten!«

»Was? ein paar Mäuerlein?« rief der fette Herr und setzte seine Kanne klirrend auf den Tisch; »wer je das Schloß von Tübingen gesehen hat, kann nicht von ein paar Mäuerlein reden. Hat es nicht auf den Seiten, wo es an den Berg stößt, zwei tiefe Graben, daß die Bündler mit keiner Leiter hinaufkönnen, und Mauern zwölf Schuh dick, und Türme, aus welchen sie ihre Feldschlangen nicht übel spielen lassen.«

»Umgeschossen, umgeschossen!« rief der lange Mann mit so greulich hohler Stimme, daß die erschrockenen Bürger die Türme von Tübingen krachen zu hören glaubten; »den neuen Turm, den der Ulerich neulich aufbaute, hat der Frondsberg umgeschossen, wie wenn er nie dagestanden wäre.« [24] Sattler II. §. 9. Hierüber ist vorzüglich zu vergleichen Fried. Stumphardt, Chron. §. III. Die Geschichte der Herren v. Frondsberg. Frankfurt a. M. 2. Buch, und Tethinger, Commentarius de Würt. reb. gest. Lib. II.

»Aber damit ist noch nicht alles hin«, antwortete der Zerlumpte. »Und die Ritter machen Ausfälle aus dem Schloß, und haben schon manchen auf dem Wörth am Neckar schlafen gelegt. Und dem Frondsberg haben sie den Hut vom Kopf geschossen, daß er heute noch Ohrensumsen hat.« [25] Bei dieser Belagerung wurde Georg von Frondsberg das Barett vom Kopf geschossen. So erzählen Sattler, Stumphardt, Tethinger u.a.

»Da seid Ihr falsch berichtet«, sprach der Hagere nachlässig; »Ausfälle? dafür haben die Belagerer leichte Reiter wie die Teufel; es sind Griechen, ich weiß nicht vom Ganges oder Epiros, man heißt sie Stratioten; die haben einen Obersten, den Georg Samares, der läßt keinen Hund aus dem Loch ausfallen.« [26] Diese Griechen sind eine sonderbare Erscheinung bei der Belagerung von Tübingen: man hieß sie Stratioten; ihr Hauptmann war Georg Samaras aus Corona in Albanien. Er ist in der Stiftskirche in Tübingen begraben. Ausführlich beschreibt sie Tethinger, Comment. de Würt. gest. 931. Crusius nennt sie vorzüglich berühmt im Lanzenschwingen. kontario poroysin

»Der hat halt auch ins Gras beißen müssen«, entgegnete der zerlumpte Mann mit einem höhnischen Seitenblicke; »die Hunde, wie Ihr sie nennt, sind dennoch ausgefallen, obgleich der Grieche vor dem Loch stand, und haben ihn gebissen und gefangen, und –«

»Gefangen? den Samares?« rief der Lange aus seiner vornehmen Ruhe aufgeschreckt; »Freund, das habt Ihr falsch gehört!«

»Nein«, antwortete jener sehr ruhig, »ich habe die Glocken läuten hören, als man ihn in Sankt-Jörgen-Kirche begraben hat.«

Die Bürger schauten aufmerksam nach dem langen Fremden um zu erforschen, was für einen Eindruck diese Nachricht auf ihn mache? Er ließ seine buschigen Augenbrauen herab, daß von seinen Augen nichts mehr zu sehen war, zwirbelte seinen langen dünnen Knebelbart, schlug mit der knöchernen Hand auf den Tisch und sagte: »Und wenn sie ihn auch in zehn Stücke zerhauen hätten, den Griechen, es hilft doch nichts! das Schloß muß über, da hilft nichts, und hat man Tübingen, dann gute Nacht Württemberg. Der Ulerich ist zum Land hinaus, und meine gnädige Herren und Gönner sind Meister.«

»Wer steht Euch davor, daß er nicht wiederkommt? und dann? – –« sagte der kluge, fette Herr, und klappte den Deckel zu.

»Was? wiederkommen«, schrie jener; »der Bettelmann? wer sagt das, daß er wiederkommt; wer wagt es? He?«

»Was geht es uns an?« murmelten die Gäste unmutig; – »wir sind friedliche Bürger, uns ist's einerlei, wer Herr im Land ist, wenn nur die Steuern anders werden. – Wenn man in der Herberg ist, wird doch auch noch ein Wort erlaubt sein?« So sprachen sie, und der Hagere schien zufrieden, daß ihm keiner etwas Ernstliches entgegnete. Er sah einen um den andern mit stechendem Blicke an, zog dann sein Gesicht in freundlichere Falten und sagte: »Es war nur zur Erinnerung, daß wir den Herzog fürder nicht mehr brauchen; mein Seel, mir ist er wie Gift und Operment, darum gefällt mir auch das Paternoster so gut, das einer auf ihn gemacht hat; ich will es einmal singen.« Die Bürger sahen finster vor sich hin, und schienen nicht sehr begierig auf den Spottgesang, der ihrem unglücklichen Herzog galt. Jener aber befeuchtete seine Kehle mit einem guten Trunk, und sang mit heiserer, unangenehmer Stimme:

»Vater unser
Reutlingen ist unser.
Der du bist
Eßlingen hat nicht lange Frist.
Geheiligt werde dein Nam';
Heilbronn und Weil wollen wir han,
Zukomm uns dein Reich,
Ulm sieht uns auch gleich.
Dein Will geschehe
Die Münz' hat gereiht ein anderes Geprähe.
Unser täglich Brot
Wir haben Geschütz für alle Not.
Gib uns heut und vergib uns unsere Schuld,
Wir haben des Königs in Frankreich Huld,
Als wir vergeben unseren Schuldigern,
Wir wollen dem Bund das Maul zusperrn!
Laß uns nicht versucht werden
Wir wöllen bald Kaiser werden.
Sondern erlös uns vom Übel. Amen!
So behalten wir des Kaisers Namen.« [27] Man vergleiche über diesen Volkswitz des Freiherrn von Aretin Beiträge zur Geschichte und Literatur 1805. 5. Stück, Seite 438.

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