Wilhelm Hauff - Lichtenstein

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Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte.
Dieser erste bedeutende historische Roman der deutschen Literatur erschien 1826, in der Biedermeierzeit, und handelt vor allem von der Herrschaft des Herzogs Ulrich von Württemberg, die Hauff nicht ohne romantische Verklärung beschreibt. Der historische Roman ist schon als Gattung, von Walter Scott herkommend, konservativ ausgerichtet; darin trifft er sich mit der Restaurationszeit.

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»Und wie kam ich denn hieher?« fragte jener wieder.

»Ja wisset Er denn au gar koi Wörtle meh?« lächelte das hübsche Kind, und bediente sich wieder des Zopfbandes. Sie erzählte, ihr Vater sei schon seit einigen Wochen nicht zu Hause gewesen, da sei er einesmals vor neun Tagen in der Nacht an das Haus gekommen und habe stark gepocht, bis sie erwacht sei. Sie habe seine Stimme erkannt, und sei hinabgeeilt, um ihm zu öffnen. Er sei aber nicht allein gewesen, sondern noch vier andere Männer bei ihm, die eine, mit einem Mantel verdeckte Tragbahre in die Stube niedergelassen haben. Der Vater habe den Mantel zurückgeschlagen, und ihr befohlen zu leuchten, sie sei aber heftig erschrocken, denn ein blutender, beinahe toter Mann sei auf der Bahre gelegen. Der Vater habe ihr befohlen, das Zimmer schnell zu wärmen, indessen habe man den Verwundeten, den sie seinen Kleidern nach für einen vornehmen Herrn erkannt habe, auf das Bett gebracht; der Vater habe ihm seine Wunden mit Kräutern verbunden, habe ihm dann auch selbst einen Trank bereitet, denn er verstehe sich trefflich auf die Arzneien: für Tiere und Menschen. Zwei Tage lang seien sie alle besorgt gewesen, denn der Junker habe gerast und getobt; nach dem zweiten Tränklein aber sei er stille geworden, der Vater habe gesagt, am achten Morgen werde er gesund und frisch erwachen, und wirklich sei es auch so eingetroffen.

Der junge Mann hatte mit wachsendem Erstaunen der Rede des Mädchens zugehört; er hatte sie oft unterbrechen müssen, wenn er ihre zierlichen Ausdrücke nicht recht verstand oder wenn sie in ihrer Rede abschweifte, um die Kräuter zu beschreiben, woraus der Pfeifer von Hardt seine Arzneien bereitet hatte.

»Und dein Vater«, fragte er sie, »wo ist er?«

»Was wisset mier wo er ist«, antwortete sie ausweichend, doch als besinne sie sich eines Besseren, setzte sie hinzu »Uich kammes jo saga, denn Ihr müesset guet Freund sei mit em Vater; er ist nach Lichtastoi.«

»Nach Lichtenstein?« rief Georg, indem sich seine Wangen höher färbten; »und wann kommt er zurück?«

»Ja er sott schau seit zwoi Tag da sei, wie ner gsait hot. Wennem no nix gschea ist; d' Leut saget, dia bündische Reiter bassenem uf.« [A13] »Schon seit zwei Tagen sollte er hier sein, wenn ihm nur nichts geschehen ist; die Leut sagen, die bündischen Reiter passen ihm auf.«

Nach Lichtenstein – dorthin zog es ja auch ihn; er fühlte sich kräftig genug wieder einen Ritt zu wagen, und die Versäumnis der neun Tage einzuholen. Seine nächste und wichtigste Frage war daher nach seinem Roß; und als er hörte, daß es sich ganz wohl befinde und im Kuhstall seiner Ruhe pflege, war auch der letzte Kummer von ihm gewichen. Er dankte seiner holden Pflegerin für seine Wartung, und bat sie um sein Wams und seinen Mantel. Sie hatte längst alle Spuren von Blut und Schwerthieben aus den schönen Gewändern vertilgt, mit freundlicher Geschäftigkeit nahm sie die Habe des Junkers aus dem geschnitzten und gemalten Schrein, wo sie neben ihrem Sonntagsschmuck geruht hatte; lächelnd breitete sie Stück vor Stück vor ihm aus, und schien sein Lob, daß sie alles so schön gemacht habe, gerne zu hören. Dann enteilte sie dem Gemach, um die frohe Botschaft, daß der Junker ganz genesen sei, der Mutter zu verkündigen.

Ob sie der Mutter auch gestanden, daß sie schon seit einer halben Stunde mit dem schönen, freundlichen Herrn geplaudert habe, wissen wir nicht; wir haben aber Ursache daran zu zweifeln, denn jene ältliche, runde Frau hatte Erfahrung aus ihrer Jugend, und glaubte ihrem Töchterlein die Warnung nie genug wiederholen zu können: Sie solle sich wohl hüten, mit einem jungen Burschen länger als ein Ave Maria lang zu sprechen.

II

–Was kümmert's dich? Du fragst

Nach Dingen, Mädchen, die dir nicht geziemen.

Schiller

Als die runde Frau und Bärbele von der Bodenkammer herabstiegen, war ihr erster Gang, nicht in das Gemach, wo ihr Gast war, sondern nach der Küche. Und zwar aus zweierlei Gründen. Einmal, weil jetzt dem Gast ein kräftiges Habermus gekocht werden mußte, und dann – von der Küche ging ein kleines Fenster in die Stube, dorthin stellte sich die Mutter, um die Mienen des Junkers zu rekognoszieren.

Bärbele stellte sich auf die Zehen und schaute ihrer Mutter über die Schulter durchs Fensterlein. Sie staunte und ihr Herz pochte seit siebzehn Jahren zum erstenmal recht ungestüm, denn so hübsch hatte sie sich doch den Junker nicht gedacht. Sie war zwar oft von seinem Anblick bis zu Tränen gerührt gewesen, wenn er mit starren Augen ohne Bewußtsein, beinahe ohne Leben, dalag; seine bleichen, noch im Kampf mit dem Tode so schönen Züge hatten sie oft angezogen, wie ein rührendes, erhabenes Bild den frommen Sinn einer Betenden anziehet, aber jetzt, sie fühlte es, jetzt war es was ganz anderes. Die Augen waren wieder gefüllt von schönem, mutigem Feuer, es wollte »dem Bärbele auf den Zehen« bedünken, als habe sie, so alt sie geworden, noch gar keine solche gesehen. Das Haar lag nicht mehr in unordentlichen Strängen um die schöne Stirne, es fiel geordnet und reich in den Nacken hinab.

Seine Wangen hatten sich wieder gerötet, seine Lippen waren so frisch wie die Kirschen an Peter und Paul; und wie ihn das seidengestickte Wams gut kleidete; und der breite weiße Halskragen, den er über das Kleid herausgelegt hatte. Aber das konnte das Mädchen nicht ergründen, warum er wohl immer auf eine aus weiß und blauer Seide geflochtene Schärpe niedersah; so fest, so eifrig, als wären geheimnisvolle Zeichen eingewoben, die er zu entziffern bemüht sei. Ja, es kam ihr sogar vor als drücke er die Feldbinde an das Herz, als führe er sie an die Lippen voll Andacht und Inbrunst, wie man Reliquien zu verehren pflegt.

Die runde Frau hatte indessen ihre Forschungen durch das Fensterlein vollendet. »'s ist a Herr wie na Prenz«, sagte sie, indem sie das Habermus umrührte; »was er a Wammes a hot; dia Herra z' Stuagerd kennets et schöner hau. Was duet er no mit dem Fetza, won er in der Hand hot? Er guckta jo schier ausenander! Es ist, ka sei, a bisle Bluat na komma, daß ens verzirnt.« [A14] »Es ist ein Herr wie ein Prinz, welch ein Wams er anhat, die Herren in Stuttgart können es Nicht schöner haben, was tut er nur mit dem Fleckchen, das er in der Hand hat? er sieht es ja beinahe auseinander. Vielleicht kam ein wenig Blut dorthin, und er ist darüber erzürnt.«

»Noi sell isch et«, entgegnete Bärbele, die jetzt bequemer das Zimmer übersehen konnte; »aber wisseter Muater wia mers fürkommt? er macht so gar fuirige Auga druf na; sell ist gewiß ebbes von seim Schaz.« [A15] »Nein, das ist es Nicht! aber wißt Ihr was ich denke? er macht so feurige Augen darauf hin, es ist gewiß etwas von seinem Mädchen.«

Die runde Frau konnte sich nicht enthalten, über die richtige Vermutung ihres Kindes etwas weniges zu lächeln, doch schnell nahm sie ihre mütterliche Würde wieder zusammen, indem sie entgegnete: »A, was woist du von Schäz! So na Kind wia du muaß gar an nix so denka. Gang jetzt weg vom Fensterle dort, lang mir sell Häfele her. Der Herr wird a fürnehms Fressa gwohnt sei, i muaß am a bisle viel Schmalz in da Brei dauh.« [A16] »Was weißt du von einem Schatz; ein Kind wie du soll nichts dergleichen denken. Gehe jetzt weg vom Fenster, reiche mir das Töpfchen dort. Der Herr wird vornehm zu essen gewohnt sein, ich muß ihm ein wenig viel Schmalz in den Brei tun.«

Bärbele verließ etwas empfindlich das Fenster: sie wußte, daß sie ihrer Mutter nicht widersprechen dürfe, aber diesmal hatte sie offenbar unrecht. Ging nicht das Mädchen schon seit einem Jahr in den Lichtkarz, wo von den Mädchen des Dorfes über Schätzchen und Liebe viel gesprochen und gesungen wurde, hatten nicht einige ihrer Gespielinnen, die wenige Wochen älter waren als sie, schon jede einen erklärten Schatz, und sie allein sollte nicht davon sprechen, nicht einmal etwas davon wissen dürfen? Nein, es war recht unbillig von der runden Frau, ihrem Töchterlein, das, wenn sie sich auf die Zehen stellte, der Mutter über die Schulter sehen konnte, solche Wissenschaft geradehin zu verbieten. Aber wie es zu geschehen pflegt: das Verbot reizt gewöhnlich zur Übertretung, und Bärbele nahm sich vor, nicht eher zu ruhen, als bis sie wisse, warum der junge Ritter mit so gar »fuirigen Augen« auf seine Feldbinde hinschaue.

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