Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

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Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация

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»Ja«, sagte er. »Es ist gut. So oder so.«

»Ich hätte es nicht ertragen, Ravic.«

»Was?«

»Daß du fort gewesen wärest. Ganz fort.«

»Du sagtest doch, du hättest geglaubt, ich käme nie wieder?« »Das ist nicht dasselbe.Wenn du in einem andern Land gelebt hättest, das wäre anders gewesen. Wir wären nur getrennt gewesen. Ich hätte zu dir kommen können. Aber hier, in derselben Stadt... verstehst du das nicht?«

»Doch.«

Sie richtete sich auf und strich ihr Haar zurück. »Du kannst mich nicht allein lassen. Du bist verantwortlich für mich.«

»Bist du allein?«

»Du bist verantwortlich für mich«, sagte sie und lächelte.

Er haßte sie eine Sekunde — für das Lächeln und dafür, wie sie es sagte. »Rede keinen Unsinn, Joan.«

»Doch, du bist es. Von damals her. Ohne dich...«

»Schön. Ich bin auch verantwortlich für die Besetzung der Tschechoslowakei. Und nun hör auf damit. Es wird hell. Du mußt bald gehen.«

»Was?« Sie starrte ihn an. »Du willst nicht, daß ich hierbleibe?«

»Nein.«

»So...«, sagte sie leise und plötzlich sehr böse. »So ist das also! Du liebst mich nicht mehr!«

»Großer Gott«, sagte Ravic. »Auch das noch. Mit was für Idioten bist du in den letzten Monaten zusammen gewesen?«

»Das waren keine Idioten. Was sollte ich denn tun? Im Hotel Milan sitzen und die Wände anstarren und verrückt werden?«

Ravic richtete sich halb auf. »Nur keine Bekenntnisse«, sagte er. »Ich wollte keine Bekenntnisse. Ich hatte nur die Absicht, das Gesprächsniveau etwas zu heben.«

Sie starrte ihn an. Ihr Mund und ihre Augen waren flach. »Warum kritisierst du mich immer? Andere Menschen kritisieren mich nicht. Bei dir wird immer gleich alles zu einem Problem!«

»Richtig.« Ravic nahm einen Schluck Calvados und legte sich zurück.

»Es ist wahr«, sagte sie. »Man weiß nie, woran man mit dir ist. Du machst einen Dinge sagen, die man nicht sagen will. Und dann fällst du über einen her.«

Ravic holte tief Atem. Was hatte er da vorher nur gedacht? Dunkelheit der Liebe, Gewalt der Phantasie, wie rasch sich das korrigieren konnte! Sie taten es selbst, unaufhörlich selbst. Sie waren die eifrigsten Zerstörer der Träume. Aber was konnten sie schon dafür? Was konnten sie wirklich schon dafür — schöne, verlorene Getriebene — ein Riesenmagnet, irgendwo, tief unter der Erde — und darüber die bunten Figuren, die glaubten, einen eigenen Willen und ein eigenes Schicksal zu haben — was konnten sie schon dafür? War er selbst nicht einer davon? Mißtrauisch noch, sich festhaltend an einem bißchen mühsamer Vorsicht und etwas billigem Sarkasmus — und im Grunde schon wissend, was unvermeidlich geschehen würde?

Joan hockte am Fußende des Bettes. Sie sah aus wie eine ärgerliche, schöne Waschfrau- und gleichzeitig wie etwas, das vom Mond hergeflogen war und sich nicht zurechtfinden konnte. Die Dämmerung war in Frührot übergegangen und strahlte sie an. Der junge Tag hauchte von weit her seinen reinen Atem über die dreckigen Höfe und die rauchigen Dächer in das Fenster, und es war immer noch Wald und Leben darin.

»Joan«, sagte Ravic. »Weshalb bist du gekommen?«

»Weshalb fragst du?«

»Ja — weshalb frage ich?«

»Weshalb fragst du immer? Ich bin da. Ist das denn nicht genug?«

»Ja, Joan, du hast recht. Es ist genug.«

Sie hob den Kopf. »Endlich! Aber erst muß du einem die ganze Freude nehmen.«

Freude! Freude nannte sie das! Getrieben sein von vielen schwarzen Propellern, in einer Luft schraube von atemlosem Wiederhabenwollen — Freude? Da draußen, das war ein Augenblick der Freude, der Tau vor den Fenstern, die zehn Minuten Stille, bevor der Tag seine Klauen ausstreckte. Aber zum Teufel, was sollte das alles? Hatte sie nicht recht? Hatte sie nicht recht wie der Tau und die Sperlinge und der Wind und das Blut? Wozu fragte er? Was wollte er wissen? Sie war da, herangeflogen, bedenkenlos, ein Nachtschmetterling, ein Ligusterschwärmer, ein Pfauenauge, rasch — und nun lag er da und zählte die Punkte und die schmalen Risse an seinen Flügeln und starrte auf den etwas verwischten Schmelz. Sie war gekommen, und ich bin nur so albern überlegen, weil sie gekommen ist, dachte er. Wäre sie nicht gekommen, dann würde ich hier liegen und grübeln und versuchen, mich heroisch zu beschwindeln und dabei heimlich nichts anderes wünschen, als daß sie käme.

Er warf die Decken beiseite, schwang die Füße über den Bettrand und fuhr in seine Slipper. »Was willst du?« fragte Joan überrascht. »Willst du mich hinauswerfen?«

»Nein. Ich will dich küssen. Ich hätte es längst tun sollen. Ich bin ein Idiot, Joan. Ich habe Unsinn geredet. Es ist wunderbar, daß du da bist!«

Ein Schein ging durch ihre Augen. »Du brauchst nicht aufzustehen, um mich zu küssen«, sagte sie.

Das Morgenrot stand hoch hinter den Häusern. Der Himmel darüber war schwach und blau. Ein paar Wolken schwammen darin wie schlafende Flamingos. »Sieh dir das an, Joan! Welch ein Tag! Weißt du noch, wie es regnete?«

»Ja. Es regnete immer, Liebster. Es war grau, und es regnete.«

»Es regnete noch, als ich abfuhr. Du verzweifeltest unter all dem Regen. Und jetzt...«

»Ja«, sagte sie. »Und jetzt...«

Sie lag dicht neben ihm. »Jetzt ist alles da«, sagte er. »Sogar ein Garten. Die Nelken unten vor dem Fenster des Emigranten Wiesenhoff. Und Vögel im Hof in der Kastanie.«

Er sah, daß sie weinte. »Warum fragst du mich nicht, Ravic?« sagte sie.

»Ich fragte dich schon zuviel. Hast du das vorhin nicht selbst gesagt?«

»Dies ist anders.«

»Es ist nichts zu fragen.«

»Was inzwischen gewesen ist.«

»Es ist nichts gewesen.«

Sie schüttelte den Kopf.

»Wofür hältst du mich, Joan?« sagte er. »Sieh dir das da draußen an. Das Rot und Gold und Blau. Fragt das, ob es gestern geregnet hat? Ob Krieg in China oder Spanien war? Ob in diesem Augenblick tausend Menschen sterben oder tausend Menschen geboren werden? Es ist da, es steigt auf, das ist alles. Und du willst, daß ich frage? Deine Schultern sind Bronze unter diesem Licht, und ich soll dich fragen? Deine Augen sind in diesem roten Widerschein wie das Meer der Griechen, violett und weinfarben, und ich soll etwas wissen wollen, was vorbei ist? Du bist da, und ich soll ein Narr sein und im abgewelkten Laub der Vergangenheit herumsuchen wollen? Wofür hältst du mich, Joan?«

Ihre Tränen hatten aufgehört. »Ich habe das lange nicht mehr gehört«, sagte sie.

»Dann warst du unter Holzköpfen. Frauen soll man anbeten oder verlassen. Nichts dazwischen.«

Sie schlief, dicht an ihn geklammert, als wollte sie ihn nie mehr loslassen. Sie schlief tief, und er fühlte ihren leichten, regelmäßigen Atem auf seiner Brust. Er lag noch eine Zeitlang wach. Die Geräusche des Morgens begannen im Hotel. Wasserleitungen rauschten, Türen klappten, und unten hustete der Emigrant Wiesenhoff sein Erwachen aus dem Fenster. Er fühlte Joans Schultern an seinem Arm, er fühlte ihre warme, schlummernde Haut, und wenn er den Kopf wendete, konnte er ihr völlig gelöstes, hingebendes Gesicht sehen, das rein war wie die Unschuld selbst. Anbeten oder verlassen, dachte er. Große Worte. Wer das könnte! Aber wer wollte es auch schon?

20

Er erwachte. Joan lag nicht mehr neben ihm. Er hörte das Wasser im Badezimmer rauschen und richtete sich auf. Er war sofort ganz wach. Die letzten Monate hatten ihn das wieder gelehrt. Wer sofort wach war, konnte manchmal noch entkommen. Er sah auf die Uhr. Es war zehn Uhr früh. Joans Abendkleid lag mit ihrem Mantel auf dem Boden. Ihre Brokatschuhe standen vor dem Fenster. Einer war umgefallen.

»Joan«, rief er. »Was machst du unter der Brause mitten in der Nacht?«

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