Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Arc de Triomphe
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 2
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Arc de Triomphe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Arc de Triomphe — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Arc de Triomphe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Ein unterdrückter Schrei weckte ihn aus seinem Brüten. Ein paar Frauen waren inzwischen hereingekommen. Eine von ihnen, die aussah wie eine sehr helle Negerin, ziemlich betrunken, einen Hut mit Blumen hinten auf den Kopf geschoben, warf ein Tischmesser weg und ging langsam die Treppe hinunter. Niemand hielt sie auf. Ein Kellner kam die Treppe herauf. Eine zweite Frau stand oben und blockierte ihm den Weg. »Nichts passiert«, sagte sie.
»Nichts passiert.«
Der Kellner zuckte die Achseln und kehrte um. Ravic sah, wie die rothaarige Frau in der Ecke aufstand. Gleichzeitig ging die Frau, die den Kellner abgewehrt hatte, rasch zur Bar hinunter. Die Rothaarige stand still, die Hand an der vollen Brust. Vorsichtig öffnete sie zwei Finger der Hand und blickte hinunter. Das Kleid war einige Zentimeter weit zerschnitten, und darunter sah man die offene Wunde. Man sah keine Haut, nur die offene Wunde in dem grünen, irisierenden Abendkleid. Die rothaarige Frau starrte darauf, als könne sie es nicht glauben.
Ravic hatte eine unwillkürliche Bewegung gemacht. Dann ließ er sich zurücksinken. Eine Ausweisung war genug. Er sah, daß die Frau in dem Tailormade die Rothaarige zurückriß auf das Kanapee. Im selben Augenblick kam die zweite mit einem Glas Schnaps zurück von der Bar die Treppe herauf. Die Frau im Tailormade kniete auf das Bankett, hielt der Rothaarigen mit einer Hand den Mund zu und zog ihr rasch die Hand von der Wunde. Die zweite Frau goß das Glas Schnaps hinein. Primitive Art von Desinfektion, dachte Ravic. Die Rothaarige stöhnte, zuckte, aber die andere hielt sie eisern fest. Zwei andere Frauen deckten den Tisch ab gegen die übrigen Gäste. Das Ganze ging äußerst rasch und geschickt vor sich. Kaum jemand sah etwas. Eine Minute später, als wären sie herbeigezaubert, strömte eine Anzahl Lesbierinnen und Homosexueller in das Lokal. Sie umringten den Tisch in der Ecke, hoben die Rothaarige an, stützten sie, die anderen deckten die Gruppe lachend und schwatzend, und alle verließen das Lokal, als wäre nichts geschehen. Die meisten Gäste hatten fast nichts gemerkt.
»Gut, was?« fragte jemand hinter Ravic. Es war der Kellner.
Ravic nickte. »Was war los?«
»Eifersucht. Diese Perversen sind eine aufgeregte Bande.«
»Wo kamen eigentlich die andern alle so rasch her? Das war ja die reine Telepathie.«
»Die riechen das, mein Herr«, sagte der Kellner.
»Wahrscheinlich hat eine telefoniert. Aber es ging prompt.«
»Die riechen es. Und sie halten zusammen wie Tod und Teufel. Zeigen sich nicht gegenseitig an. Nur keine Polizei — das ist alles, was sie wollen. Erledigen das schon untereinander.« Der Kellner nahm Ravics Glas vom Tisch. »Doch einen? Was war es?«
»Calvados.«
»Gut. Noch einen Calvados.«
Er schuffelte davon. Ravic sah auf und sah Joan ein paar Tische entfernt sitzen. Sie war hereingekommen, während er mit dem Kellner sprach. Er hatte sie nicht kommen sehen. Sie saß mit zwei Männern zusammen. Im Augenblick, als er sie sah, sah sie ihn auch. Sie erblaßte unter ihrer sonnenbraunen Haut. Eine Sekunde saß sie still, ohne die Augen von ihm zu lassen. Dann schob sie mit einer brüsken Bewegung den Tisch zur Seite, stand auf und kam zu ihm herüber. Während sie ging, veränderte sich ihr Gesicht. Es zerschmolz und wurde verwischt; nur die Augen blieben starr und durchsichtig wie Kristalle. Sie erschienen Ravic heller als jemals zuvor. Sie waren von einer beinahe zornigen Kraft .
»Du bist zurück«, sagte sie leise, fast atemlos.
Sie stand dicht vor ihm. Einen Augenblick machte sie eine Bewegung, als wolle sie ihn umarmen. Aber sie tat es nicht. Sie gab ihm auch nicht die Hand.
»Du bist zurück«, wiederholte sie.
Ravic antwortete nicht.
»Seit wann bist du zurück?« fragte sie dann ebenso leise wie vorher.
»Seit zwei Wochen.«
»Seit zwei... und ich habe es nicht... du hast nicht einmal...«
»Niemand wußte, wo du warst. Dein Hotel nicht — und die Scheherazade auch nicht.«
»Die Scheherazade... ich war doch...« Sie brach ab. »Warum hast du mir nie geschrieben?«
»Ich konnte nicht.«
»Du lügst.«
»Gut. Ich wollte nicht. Ich wußte nicht, ob ich wiederkommen würde.«
»Du lügst wieder. Das ist kein Grund.«
»Doch. Ich konnte wiederkommen oder nicht.Verstehst du das nicht?«
»Nein, aber ich verstehe, daß du zwei Wochen hier bist und nicht das geringste getan hast, um mich...«
»Joan«, sagte Ravic ruhig. »Du hast diese braunen Schultern nicht in Paris bekommen.«
Der Kellner strich schnuppernd vorbei. Er warf einen Blick auf Joan und Ravic. Die Szene von vorher saß ihm wohl noch in den Knochen. Er nahm wie zufällig mit einem Teller zwei Messer und zwei Gabeln von der rotweiß gewürfelten Tischdecke fort. Ravic bemerkte es. »Alles in Ordnung«, sagte er.
»Was ist in Ordnung?« fragte Joan.
»Nichts. Da war irgend etwas vorher.«
Sie starrte ihn an. »Wartest du hier auf eine Frau?«
»Mein Gott, nein. Irgendwelche Leute hatten eine Szene. Jemand blutete. Ich habe mich diesmal nicht eingemischt.«
»Eingemischt?« Sie verstand plötzlich. Ihr Ausdruck veränderte sich. »Was machst du hier? Sie werden dich wieder verhaften. Ich weiß jetzt alles. Ein halbes Jahr Gefängnis ist das nächste. Du mußt fort! Ich wußte nicht, daß du in Paris bist! Ich dachte, du kämest nie wieder.«
Ravic antwortete nicht.
»Ich dachte, du kämest nie wieder«, wiederholte sie.
Ravic sah sie an. »Joan...«
»Nein! Es ist alles nicht wahr! Nichts ist wahr! Nichts!«
»Joan«, sagte Ravic behutsam. »Geh zu deinem Tisch zurück.«
Ihre Augen waren plötzlich feucht. »Geh zu deinem Tisch zurück«, sagte er.
»Du bist schuld!« stieß sie hervor. »Du! Du allein!«
Sie drehte sich abrupt um und ging zurück. Ravic schob seinen Tisch beiseite und setzte sich. Er sah das Glas Calvados und machte eine Bewegung, es zu trinken. Er tat es nicht. Er war ruhig gewesen, während er mit Joan sprach. Jetzt plötzlich fühlte er die Erregung. Sonderbar, dachte er. Die Brustmuskeln unter der Haut vibrierten. Warum gerade die? Er nahm das Glas und betrachtete seine Hand. Sie war ruhig. Er trank nicht zu ihr hinüber. Der Kellner kam vorbei. »Zigaretten«, sagte Ravic. »Caporal.«
Er zündete eine an und trank die zweite Hälfte seines Glases. Wieder spürte er Joans Blick. Was erwartete sie? dachte er. Daß ich mich vor ihren Augen aus Unglück betrinke? Er winkte dem Kellner und zahlte. Im Augenblick, als er aufstand, begann Joan lebhaft zu einem ihrer Begleiter zu sprechen. Sie blickte nicht auf, als er an ihrem Tisch vorbeiging. Ihr Gesicht war hart und kalt und ohne Ausdruck, während sie angestrengt lächelte.
Ravic ging durch die Straßen und fand sich, ohne es überlegt zu haben, wieder vor der Scheherazade. Morosows Gesicht lächelte auf. »Gute Haltung, Soldat! Gab dich schon fast verloren. Freut einen immer, wenn eine Prophezeiung eintrifft.«
»Freu dich nicht zu früh.«
»Du dich auch nicht. Du kommst zu spät.«
»Das weiß ich. Ich habe sie schon getroffen.«
»Was?«
»In der Cloche d’Or.«
»Da soll doch...«, sagte Morosow verblüfft. »Mutter Leben hat immer neue Drehs auf Lager.« »Wann bist du hier fertig, Boris?« »In ein paar Minuten. Niemand mehr da. Muß mich umziehen. Komm solange ’rein. Trink einen Wodka auf Kosten des Hauses.« »Nein. Ich warte hier.« Morosow sah ihn an. »Wie fühlst du dich?«
»Zum Kotzen.«
»Hast du etwas anderes erwartet?«
»Ja. Man erwartet immer was anderes. Geh und zieh dich um.«
Ravic lehnte sich an die Wand. Neben ihm packte die alte Blumenverkäuferin ihre Blumen zusammen. Sie bot ihm nicht an, welche zu kaufen. Er kam sich albern vor, aber er hätte gern gehabt, wenn sie ihn gefragt hätte. So war es, als erwarte sie nicht, daß er welche brauchen könne. Er blickte die Häuserreihe entlang. Ein paar Fenster waren noch hell. Taxis streiften langsam vorbei. Was hatte er erwartet? Er wußte es genau. Was er nicht erwartet hatte, war, daß Joan die Initiative ergreifen würde. Aber warum eigentlich nicht? Wie recht jemand schon hatte, wenn er nur attackierte!
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Arc de Triomphe»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Arc de Triomphe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Arc de Triomphe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.