Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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»Sie ist in Cannes.«
»Cannes!« Der Portier fuhr sich mit der großen Hand über das Gesicht. »Sie würden nicht glauben, mein Herr, daß ich vor achtzehn Jahren Portier im Hotel Ruhl in Nizza war, wie?«
»Doch.«
»Die Zeiten! Das Trinkgeld! Die herrliche Zeit nach dem Krieg! Heute...«
Ravic war ein guter Gast. Er verstand das Hotelpersonal, ohne daß es allzu deutlich zu werden brauchte. Er holte einen Fünffrankschein hervor und legte ihn auf den Tisch.
»Danke, mein Herr. Viel Vergnügen noch! Sie sehen jünger aus, mein Herr!«
»Fühle mich auch so. Guten Abend.«
Ravic stand auf der Straße. Wozu war er in das Hotel gegangen? Jetzt fehlte nur noch, daß er in die Scheherazade ging und sich da besoff .
Er starrte in den Himmel, der voller Sterne hing. Er sollte froh sein, daß es so gekommen war. Er sparte eine Menge unnötiger Auseinandersetzungen. Er hatte es gewußt, und Joan hatte es auch gewußt. Zum Schluß wenigstens. Sie hatte getan, was das einzig Richtige war. Keine Erklärungen. Erklärungen waren zweitklassig. Im Gefühl gab es keine Erklärungen. Nur Handlungen. Gottlob, daß Joan davon nichts wußte. Sie hatte gehandelt. Fertig. Aus. Kein Hin- und Hergezerre. Er hatte auch gehandelt. Was stand er also jetzt noch hier? Es mußte die Luft sein. Dieses weiche Gewebe aus Mai und Abend in Paris. Und die Nacht natürlich. Nachts war man immer anders als am Tage.
Er ging zurück in das Hotel. »Kann ich bitte einmal telefonieren?«
»Gewiß, mein Herr. Wir haben aber keine Telefonzelle. Nur den Apparat hier.«
»Das genügt.«
Ravic sah auf seine Uhr. Es konnte sein, daß Veber in der Klinik war. Es war die Stunde der letzten Nachtvisite. »Ist Doktor Veber da?« fragte er die Schwester. Er kannte ihre Stimme nicht. Sie mußte neu sein.
»Doktor Veber ist nicht zu sprechen.«
»Ist er nicht da?«
»Er ist da. Aber er ist jetzt nicht zu sprechen.«
»Hören Sie«, sagte Ravic. »Gehen Sie und sagen Sie ihm, Ravic sei am Telefon. Gehen Sie sofort. Es ist wichtig. Ich warte am Apparat.«
»Gut«, sagte die Schwester zögernd. »Ich werde ihn fragen, aber er wird nicht kommen.«
»Wir werden sehen. Fragen sie ihn. Ravic.«
Veber war einen Moment später am Apparat. »Ravic! Wo sind Sie?«
»In Paris. Heute angekommen. Operieren Sie etwa noch?«
»Ja. In zwanzig Minuten. Ein eiliger Blinddarm.Wollen wir uns später treffen?«
»Ich kann ’rüberkommen.«
»Großartig. Wann?«
»Gleich.«
»Gut. Ich warte dann auf Sie.«
»Hier ist guter Schnaps«, sagte Veber. »Da sind Zeitungen und Fachblätter. Machen Sie sich’s bequem.«
»Einen Schnaps. Und einen Kittel und Handschuhe.«
Veber sah Ravic an. »Einfacher Blinddarm. Unter Ihrer Würde. Ich kann das rasch mit den Schwestern machen. Sie sind doch sicher müde genug.«
»Veber, tun Sie mir den Gefallen, und lassen Sie mich die Operation machen. Ich bin nicht müde, und ich bin völlig in Ordnung.«
Veber lachte. »Sie haben es verflucht eilig, wieder ins Handwerk zu kommen. Schön. Wie Sie wollen. Kann es eigentlich verstehen.«
Ravic wusch sich und ließ sich den Kittel und die Handschuhe überstreifen. Der Operationsraum. Er atmete den Geruch des Äthers tief ein. Eugenie stand am Kopfende des Tisches und machte die Narkose. Eine zweite, sehr schöne junge Schwester ordnete die Instrumente. »Guten Abend, Schwester Eugenie«, sagte Ravic.
Sie ließ fast den Tropfer fallen. »Guten Abend, Doktor Ravic«, erwiderte sie.
Veber schmunzelte. Es war das erstemal, daß sie Ravic so angeredet hatte. Ravic beugte sich über den Patienten. Das starke Operationslicht brannte weiß und intensiv. Es schloß die Welt ringsum ab. Es schloß die Gedanken ab. Es war sachlich und kalt und unbarmherzig und gut. Ravic nahm das Messer, das die schöne Schwester ihm reichte. Er fühlte den Stahl kühl durch die dünnen Handschuhe. Es war gut, ihn zu fühlen. Es war gut, aus schwankender Ungewißheit wieder zu klarer Präzision zu kommen. Er machte den Schnitt. Schmal und rot lief das Blut dem Messer nach. Alles wurde plötzlich einfach. Er fühlte zum erstenmal, seit er zurück war, sich selbst wieder. Das sausende lautlose Licht. Zu Hause, dachte er. Endlich!
19
»Sie ist da«, sagte Morosow.
»Wer?«
Morosow strich seine Uniform glatt. »Tu nicht so, als wenn du es nicht wüßtest. Ärgere deinen Vater Boris nicht auf offener Straße. Meinst du, ich weiß nicht, weshalb du in zwei Wochen dreimal in der Scheherazade warst? Einmal mit einem Wunder von blauen Augen und schwarzen Haaren, aber zweimal allein? Der Mensch ist schwach — wo wäre sonst sein Reiz?«
»Geh zum Teufel«, sagte Ravic. »Demütige mich nicht, gerade wenn ich meine Kraft nötig habe — du geschwätziger Türöffner.«
»Wäre es dir lieber gewesen, ich hätte es dir nicht gesagt?«
»Natürlich.«
Morosow trat zur Seite und ließ zwei Amerikaner ein. »Dann geh zurück, und komm an einem andern Abend wieder«, sagte er.
»Ist sie allein hier?«
»Allein lassen wir nicht einmal regierende Fürstinnen ’rein, das müßtest du wissen. Sigmund Freud würde an deiner Frage gefallen haben.«
»Was weißt du von Sigmund Freud. Du bist betrunken, und ich werde mich über dich bei deinem Manager, dem Captain Tschedschenedse, beschweren.«
»Captain Tschedschenedse war einer der Leutnants in dem Regiment, in dem ich Oberstleutnant war, Knabe. Er weiß das noch immer. Versuch’s mal.«
»Schön. Laß mich vorbei.«
»Ravic!« Morosow legte ihm seine schweren Hände auf die Schultern. »Sei kein Esel! Geh, telefoniere dem Wunder mit den blauen Augen und komm mit ihr wieder, wenn du schon mußt. Einfacher Ratschlag eines erfahrenen alten Mannes. Äußerst billig, dafür aber immer wirksam.«
»Nein, Boris.« Ravic sah ihn an. »Tricks haben hier keinen Zweck. Ich will auch keine.«
»Dann geh nach Hause«, sagte Morosow.
»In den muffigen Palmenraum? Oder in meine Bude?«
Morosow ließ Ravic los und schritt einem Paar voraus, das ein Taxi wollte. Ravic blieb stehen, bis er zurückkam. »Du bist vernünftiger, als ich dachte«, sagte Morosow. »Sonst wärst du schon drin.«
Er schob seine goldbetreßte Kappe zurück. Bevor er weiter sprechen konnte, erschien ein angetrunkener, junger Mann in einem weißen Smoking in der Tür. »Herr Oberst! Einen Rennwagen!«
Morosow winkte dem nächsten Taxi in der Reihe und geleitete den leicht Schwankenden hinein. »Sie lachen nicht«, sagte der Betrunkene. »Oberst war doch ein guter Witz — oder nicht?«
»Sehr gut. Rennwagen war fast noch besser.«
»Ich habe mir die Sache überlegt«, sagte Morosow, als er zurückkahm. »Geh ’rein. Pfeif auf das andere. Ich würde es auch so machen. Irgendwann passiert es doch; warum dann nicht sofort? Bring es zu Ende, so oder so. Wenn wir nicht mehr kindisch sind, sind wir alt.«
»Ich habe es mir auch überlegt. Ich gehe anderswohin.«
Morosow blickte Ravic amüsiert an. »Schön«, sagte er schließlich. »Ich sehe dich dann in einer halben Stunde wieder.«
»Oder auch nicht.«
»Dann in einer Stunde.«
Zwei Stunden später saß Ravic in der Cloche d’Or. Das Lokal war noch ziemlich leer. An der langen Bar unten hockten die Huren wie Papageien auf der Stange und schwatzten. Dazwischen standen ein paar Händler mit Gipskokain, die auf Touristen warteten. Oben saßen einige Paare und aßen Zwiebelsuppe. Auf einem Sofa in der Ecke gegenüber von Ravic flüsterten zwei Lesbierinnen, die Sherry Brandy tranken. Eine, in einem Tailormade mit Krawatte trug ein Monokel; die andere war eine rothaarige, volle Person in einem tief ausgeschnittenen, glitzernden Abendkleid.
Idiotisch, dachte Ravic.Warum bin ich nicht in die Scheherazade gegangen? Wovor fürchte ich mich? Und weshalb laufe ich weg? Es ist gewachsen, ich weiß es. Diese drei Monate haben es nicht zerbrochen; sie haben es stärker gemacht. Es ist zwecklos, mir etwas vorzuspielen. Es ist fast das einzige gewesen, das mit mir geblieben ist in all dem Schleichen über Gassen, in all dem Warten in versteckten Zimmern, in der tropfenden Einsamkeit fremder, sternloser Nächte. Die Abwesenheit hat es stärker genährt, als sie selbst es jemals gekonnt hätte, und jetzt…
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