Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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»Gut.« Ravic stand auf und öffnete die Tür. »Ziemlicher Radau«, sagte er. Er hörte von unten Stimmen, Musik, Gelächter und Rufen. »Sind das alles schon Franzosen?«
»Das nicht. Das sind meistens Ausländer.«
»Amerikaner?«
»Nein, das ist das Merkwürdige. Es sind meistens Deutsche. Wir haben noch nie so viele Deutsche hier gehabt.«
»Das ist nicht merkwürdig.«
»Die meisten sprechen sehr gut Französisch. Gar nicht wie Deutsche vor ein paar Jahren.«
»Das habe ich mir gedacht. Sind nicht auch viele Poilus hier? Rekruten und Kolonialsoldaten?«
»Die sind ja immer hier.«
Ravic nickte. »Und die Deutschen geben viel Geld aus, wie?«
Rolande lachte. »Das tun sie. Laden jeden ein, der was trinken will.«
»Speziell Soldaten, denke ich. Dabei hat Deutschland eine Sperrmark, und die Grenzen sind geschlossen. Man kann nur hinaus mit Erlaubnis der Behörden. Und man darf nicht mehr als zehn Mark mitnehmen. Sonderbar, diese lustigen Deutschen mit dem vielen Geld, die so gut Französisch sprechen, wie?«
Rolande zuckte die Achseln. »Von mir aus — solange ihr Geld echt ist...«
Er kam nach acht Uhr nach Hause. »Hat jemand für mich angerufen?« fragte er den Portier. »Nein.«
»Auch nachmittags nicht?« »Nein. Den ganzen Tag nicht.« »War jemand hier und hat nach mir gefragt?« Der Portier schüttelte den Kopf. »Kein Mensch.« Ravic ging die Treppen hinauf. Im ersten Stock hörte er das Ehepaar Goldberg miteinander streiten. Im zweiten Stock schrie ein Kind. Es war der französische Staatsbürger Lucien Silbermann. Ein Jahr und zwei Monate alt. Für seine Eltern, den Kaffeehändler Siegfried Silbermann und seine Frau Nelly geborene Levy aus Frankfurt am Main, war er ein Heiligtum und ein Spekulationsobjekt. Er war in Frankreich geboren, und sie hofften, durch ihn zwei Jahre früher französische Pässe zu bekommen. Lucien hatte mit der Intelligenz der Einjährigen sich daraufh in zum Familientyrann entwickelt. Im dritten Stock dudelte ein Grammophon. Es gehörte dem Refugié Wohlmeier, früher Konzentrationslager Oranienburg, und spielte deutsche Volkslieder. Der Korridor roch nach Kohl und Dämmerung.
Ravic ging in sein Zimmer, um zu lesen. Er hatte irgendwann einige Bände Weltgeschichte gekauft und suchte sie hervor. Es war nicht besonders erheiternd, sie zu lesen. Das einzige, was herauskam, war eine sonderbar deprimierende Genugtuung, daß nichts neu war, was heute passierte. Alles war dutzendemal dagewesen. Die Lügen, die Treubrüche, die Morde, die Bartholomäusnächte, die Korruption durch den Willen zur Macht, die unablässige Kette der Kriege — die Geschichte der Menschheit war mit Blut und Tränen geschrieben, und unter tausend blutbefleckten Statuen der Vergangenheit glänzte nur selten eine, über der das Silber der Güte lag. Die Demagogen, die Betrüger, die Vater- und Freundes-mörder, die nachttrunkenen Egoisten, die fanatischen Propheten, die die Liebe mit dem Schwerte predigten; es war immer dasselbe, und immer wieder waren geduldige Völker da, gegeneinander getrieben in sinnlosem Töten für Kaiser, Religionen und Wahnsinnige — es hatte kein Ende.
Er stellte die Bücher beiseite. Durch das offene Fenster unter ihm kamen Stimmen. Er erkannte sie — es waren Wiesenhoff und Frau Goldberg. »Jetzt nicht«, sagte Ruth Goldberg. »Er kommt bald zurück. In einer Stunde.«
»Eine Stunde ist eine Stunde.«
»Vielleicht kommt er auch früher.«
»Wo ist er hingegangen?«
»Zur Amerikanischen Botschaft. Er macht das jeden Abend. Steht draußen und sieht sie an. Weiter nichts. Dann kommt er zurück.«
Wiesenhoff sagte etwas, das Ravic nicht verstand. »Natürlich«, erwiderte Ruth Goldberg zänkisch. »Wer ist nicht verrückt? Daß er alt ist, weiß ich auch.«
»Laß das«, sagte sie nach einer Weile. »Ich habe keine Lust jetzt. Bin nicht in Stimmung.«
Wiesenhoff erwiderte etwas.
»Du hast gut reden«, sagte sie. »Er hat doch das Geld. Ich habe keinen Centime. Und du...«
Ravic stand auf. Er blickte auf das Telefon und zögerte. Es war beinahe zehn Uhr. Er hatte von Joan nichts mehr gehört, seit sie morgens gegangen war. Er hatte sie nicht gefragt, ob sie abends kommen würde. Er war sicher gewesen, daß sie kommen würde. Jetzt war er es nicht mehr.
»Für dich ist das einfach! Du willst nur dein Vergnügen haben, sonst nichts«, sagte Frau Goldberg.
Ravic ging zu Morosow. Sein Zimmer war verschlossen. Er stieg die Treppen hinunter zur Katakombe. »Wenn jemand anruft, ich bin da unten«, sagte er zu dem Concierge.
Morosow war da. Er spielte Schach mit einem rothaarigen Mann. Ein paar Frauen saßen in den Ecken herum. Sie strickten oder lasen mit sorgenvollen Gesichtern.
Ravic sah eine Zeitlang dem Schachspiel zu. Der rothaarige Mann war gut. Er spielte rasch und völlig unbeteiligt, und Morosow war am Verlieren. »Allerhand, was mir hier passiert, was?« fragte er.
Ravic zuckte die Achseln. Der rothaarige Mann sah auf. »Das ist Herr Finkenstein«, sagte Morosow. »Frisch aus Deutschland.«
Ravic nickte. »Wie ist es da jetzt?« fragte er ohne Interesse, nur um etwas zu sagen.
Der rothaarige Mann hob die Schultern und sagte nichts. Ravic hatte es auch nicht erwartet. Das hatte es nur in den ersten Jahren gegeben: das eilige Fragen, die Erwartung, das fieberhafte Horchen auf einen Zusammenbruch. Jetzt wußte jeder längst, daß nur ein Krieg das bringen konnte. Und jeder Mensch mit etwas Verstand wußte ebenso, daß eine Regierung, die ihr Arbeitslosenproblem durch die Rüstungsindustrie löste, nur zwei Möglichkeiten hatte: Krieg oder eine interne Katastrophe. Also Krieg.
»Matt«, sagte Finkenstein ohne Enthusiasmus und stand auf. Er sah Ravic an. »Was macht man nur, damit man schläft? Ich kann hier nicht schlafen. Ich schlafe ein und wache sofort wieder auf.«
»Trinken«, sagte Morosow. »Burgunder, viel Burgunder oder Bier.«
»Ich trinke nicht. Ich bin schon stundenlang durch die Straßen gegangen, bis ich dachte, ich wäre todmüde. Es nützt nichts. Ich kann nicht schlafen.«
»Ich werde Ihnen ein paar Tabletten geben«, sagte Ravic. »Kommen Sie mit mir herauf.«
»Komm zurück, Ravic«, rief Morosow ihm nach. »Laß mich nicht hier allein, Bruder!«
Ein paar Frauen blickten auf. Dann strickten oder lasen sie weiter, als hinge ihr Leben davon ab. Ravic ging mit Finkenstein zu seinem Zimmer. Als er die Tür öffnete, kam ihm die Nachtluft durch das Fenster entgegen wie eine dunkle, kühle Welle. Er atmete tief, drehte das Licht an und blickte rasch durch den Raum. Niemand war da. Er gab Finkenstein einige Tabletten.
»Danke«, sagte Finkenstein, ohne sein Gesicht zu bewegen, und ging wie ein Schatten hinaus.
Ravic wußte plötzlich, daß Joan nicht kommen würde. Er wußte auch, daß er es schon morgens getan hatte. Er hatte es nur nicht wahrhaben wollen. Er blickte sich um, als hätte jemand hinter ihm etwas gesagt. Es war auf einmal alles ganz klar und einfach. Sie hatte erreicht mit ihm, was sie wollte, und jetzt ließ sie sich Zeit.Was hatte er denn erwartet? Daß sie alles hinwerfen würde seinetwegen? Daß sie zurückkommen würde wie früher? Welch eine Narrheit! Natürlich war da ein anderer, und nicht nur ein anderer, sondern auch ein anderes Leben, das sie nicht aufgeben wollte!
Er ging wieder hinunter. Er fühlte sich ziemlich elend. »Jemand angerufen?« fragte er.
Der Nachtconcierge, der gerade gekommen war, schüttelte den Kopf, den Mund voll Knoblauchwurst.
»Ich warte auf einen Anruf. Bin einstweilen unten.«
Er ging zu Morosow zurück.
Sie spielten eine Partie Schach. Morosow gewann und sah sich zufrieden um. Die Frauen waren inzwischen lautlos verschwunden. Er läutete mit der Ministrantenglocke. »Clarisse! Eine Karaffe Rosé.«
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