Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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Sie trug ein einfaches schwarzes Dressing-gown, das so geschnitten war wie das eines Mannes. Es war eine ihrer Eigenschaften, die Ravic gern an ihr hatte: sie trug nie irgendwelche wolkigen Tüll- oder Seidenangelegenheiten. Ihr Gesicht war blasser als gewöhnlich und etwas erregt. »Komm«, sagte sie. »Ich habe auf dich gewartet. Du sollst doch sehen, wie ich wohne.«
Sie ging ihm voran. Ravic lächelte. Sie war geschickt. Sie brach im voraus jede Frage ab. Er blickte auf die schönen, geraden Schultern. Das Licht fiel auf ihr Haar. Er liebte sie einen atemlosen Augenblick sehr.
Sie führte ihn in einen großen Raum. Es war ein Studio, das voll im Mittagslicht lag. Ein hohes, breites Fenster ging zu den Gärten zwischen der Avenue Raphael und der Avenue Proudhon hinaus. Nach rechts konnte man bis zur Porte de la Muette sehen. Dahinter schimmerte golden und grün ein Stück des Bois.
Der Raum war im halbmodernen Geschmack eingerichtet. Eine große Couch mit zu blauem Bezug; ein paar Sessel, die bequemer aussahen als sie waren; zu niedrige Tische; ein Gummibaum; ein amerikanisches Grammophon und einer von Joans Koffern in der Ecke. Es störte nichts; aber Ravic hatte trotzdem nicht viel dafür übrig. Entweder ganz gut oder ganz scheußlich — halbe Sachen sagten ihm nichts. Und Gummibäume konnte er nicht ausstehen.
Er merkte, daß Joan ihn beobachtete. Sie war nicht ganz sicher, wie er es nehmen würde; aber sie war sicher genug gewesen, es zu riskieren.
»Schön«, sagte er. »Groß und schön.«
Er hob den Deckel des Grammophons auf. Es war ein guter Truhenapparat mit einem Mechanismus, der automatisch die Platten wechselte. Auf einem Tisch daneben lag ein Haufen Platten, Joan nahm einige und legte sie auf.
»Weißt du, wie er funktioniert?«
Er wußte es. »Nein«, sagte er.
Sie drehte einen Knopf. »Er ist wunderbar. Spielt für Stunden. Man braucht nicht aufzustehen und Platten zu wechseln und umzuschalten. Man kann daliegen und zuhören und sehen, wie es draußen dunkler wird, und träumen.«
Der Apparat war ausgezeichnet. Ravic kannte die Marke und wußte, daß er ungefähr zwanzigtausend Frank kostete. Er füllte den Raum mit weicher, schwebender Musik — mit den sentimentalen Liedern von Paris. »J’attendrai«...
Joan stand vorgebeugt und lauschte. »Gefällt es dir?« fragte sie.
Ravic nickte. Er sah nicht auf den Apparat. Er sah auf Joan. Er sah auf ihr Gesicht, das entzückt war und hingegeben an die Musik. Wie leicht das bei ihr war — und wie er sie geliebt hatte wegen dieser Leichtigkeit, die er nicht hatte! Vorbei, dachte er ohne Schmerz, mit einem Gefühl wie jemand, der Italien verläßt und zurückgeht in den nebligen Norden.
Sie richtete sich auf und lächelte. »Komm — du hast das Schlafzimmer noch nicht gesehen.«
»Muß ich es sehen?«
Sie sah ihn eine Sekunde forschend an. »Willst du es nicht sehen? Warum nicht?«
»Ja, warum nicht?« sagte er.
»Natürlich.«
Sie streifte sein Gesicht und küßte ihn, und er wußte, weshalb. »Komm«, sagte sie und nahm seinen Arm.
Das Schlafzimmer war französisch eingerichtet. Das Bett groß, im Stil Louis XVI. und künstlich antiquiert — ein nierenförmiger Toilettentisch der gleichen Art — ein falscher Barockspiegel — ein moderner Aubussonteppich — Stühle, Sessel, alles im Stile eines billigeren Filmsets. Dazwischen eine sehr schöne, gemalte florentinische Truhe aus dem sechzehnten Jahrhundert, die überhaupt nicht hineinpaßte und wirkte wie eine Prinzissin unter reich gewordenen Portierskindern. Sie war achtlos in die Ecke geschoben. Ein Hut mit Veilchen und ein paar silberne Schuhe lagen auf ihrem kostbaren Deckel.
Das Bett war offen und nicht gemacht. Ravic konnte sehen, wo Joan gelegen hatte. Eine Anzahl Parfümflaschen stand auf dem Toilettentisch. Einer der eingebauten Schränke war geöffnet. Eine Anzahl Kleider hing darin. Mehr, als sie früher gehabt hatte. Joan hatte Ravics Arm nicht losgelassen. Sie lehnte sich an ihn. »Gefällt es dir?«
»Gut. Paßt sehr gut zu dir.«
Sie nickte. Er fühlte ihren Arm und ihre Brust, und ohne zu denken, zog er sie näher an sich. Sie ließ es geschehen und gab nach. Ihre Schultern berührten seine Schultern. Ihr Gesicht war ruhig; es war nichts mehr von der leichten Erregung des Anfangs darin. Es war sicher und klar, und es schien Ravic, als wäre mehr als unterdrückte Befriedigung darin — ein fast unsichtbarer, ferner Schatten von Triumph.
Sonderbar, wie gut ihnen Niederträchtigkeiten bekommen, dachte er. Ich soll hier zu einer Art von Zweiter-Klasse-Gigolo gemacht werden und bekomme mit naiver Unverschämtheit sogar die Bude gezeigt, die ihr Liebhaber ihr eingerichtet hat — und dabei sieht sie gerade jetzt aus wie die Nike von Samothrake.
»Schade, daß du so etwas nicht haben kannst«, sagte sie. »Eine Wohnung. Man fühlt sich ganz anders darin. Anders als in diesen traurigen Hotelzimmern.«
»Du hast recht. Es war gut, dies hier noch gesehen zu haben. Ich gehe jetzt, Joan...«
»Du willst gehen? Schon? Du bist gerade jetzt erst gekommen.«
Er nahm ihre Hände. »Ich gehe, Joan. Für immer. Du lebst mit jemand anderem. Und ich teile Frauen, die ich liebe, nicht mit anderen Männern.«
Sie riß ihre Hände los. »Was? Was sagst du da? Ich... wer hat dir denn das erzählt? So etwas!« Sie starrte ihn an. »Ich kann mir schon denken! Morosow natürlich, dieser...«
»Kein Morosow! Mir braucht niemand etwas zu erzählen. Es erzählt sich von selbst.«
Ihr Gesicht war plötzlich voll bleicher Wut. Sie war schon sicher gewesen, und jetzt kam es doch. »Ich weiß schon! Weil ich diese Wohnung habe und nicht mehr in der Scheherazade bin! Da muß natürlich gleich einer da sein, der mich aushält! Natürlich! Anders geht es ja nicht!«
»Ich habe nicht gesagt, daß dich jemand aushält.«
»Es ist dasselbe. Ich verstehe schon! Erst bringst du einen in diese Nachtklubbude hinein, dann läßt du mich allein, und wenn man dann einmal mit jemand redet oder jemand kümmert sich um einen, dann heißt es gleich, man wird ausgehalten! So ein Portier hat ja nichts anderes als eine schmutzige Phantasie! Daß man selber etwas ist und selber arbeiten und etwas werden kann, geht natürlich nicht in diese Trinkgeldseele hinein! Und du, du, ausgerechnet du kommst damit an! Daß du dich nicht schämst!«
Ravic drehte sie um, packte sie an den Armen, hob sie hoch und warf sie über das Fußende hinüber auf das Bett. »So!« sagte er. »Und nun hör auf mit diesem Unsinn!«
Sie war so überrascht, daß sie liegenblieb. »Willst du mich nicht auch schlagen?« fragte sie dann.
»Nein. Ich will nur, daß dieses Geschwätz aufhört.«
»Es sollte mich nicht wundern«, sagte sie leise und gepreßt. »Es sollte mich nicht wundern.«
Sie lag still da. Ihr Gesicht war leer und weiß, der Mund war blaß, und ihre Augen glänzten leblos wie Glas. Ihre Brust war halb offen, und ein Bein hing nackt über die Ecke des Bettes. »Ich rufe dich an«, sagte sie, »ahnungslos, ich freue mich, ich will mit dir zusammen sein — und dann kommt so etwas! So etwas!« wiederholte sie verächtlich. »Und ich dachte, du wärest anders!«
Ravic stand an der Tür des Schlafzimmers. Er sah den Raum mit seiner falschen Einrichtung, er sah Joan auf dem Bett liegen, und er sah, wie gut das alles zusammen paßte. Er ärgerte sich, daß er etwas gesagt hatte. Er hätte gehen sollen, ohne etwas zu sagen, und damit Schluß. Aber dann wäre sie zu ihm gekommen, und es wäre dasselbe gewesen.
»Du«, wiederholte sie. »Von dir hätte ich das nicht erwartet. Ich dachte, du wärest anders.«
Er antwortete nicht. Es war alles so billig, daß es fast unerträglich war. Er begriff plötzlich nicht mehr, daß er drei Tage lang geglaubt hatte, wenn sie nicht wiederkäme, könne er nie mehr schlafen. Was ging ihn das alles noch an? Er zog eine Zigarette hervor und zündete sie an. Sein Mund war trocken. Er hörte, daß das Grammophon immer noch spielte. Es wiederholte die Platte, die es am Anfang gespielt hatte: J’attendrai. — Er ging in das Nebenzimmer und stellte es ab.
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