Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

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»Nein«, sagte Ravic. »Es ist vernünftig.«

Sie sah ihn an. »Bist du nicht deshalb nach Paris gekommen, damals?« fragte er. — »Ja.«

Da sitzt sie, dachte er, eine leise klagende Unschuldige, der das Leben und ich hart zugesetzt haben. Sie ist ruhig, der erste Sturm ist abgeschlagen; sie wird verzeihen, und wenn ich nicht bald gehe, wird sie mir die Geschichte der letzten Monate noch mit allen Einzelheiten erzählen, diese stählerne Orchidee, zu der ich gekommen bin, um klar Schluß zu machen, und die es jetzt bereits so weit gebracht hat, daß ich ihr fast recht geben muß.

»Gut, Joan«, sagte er. »Du bist jetzt soweit. Du wirst schon vorwärtskommen.«

Sie beugte sich vor. »Glaubst du?«

»Bestimmt.«

»Wirklich, Ravic?«

Er stand auf. Noch drei Minuten, und er würde in einem Fachgespräch über Film sein. Man darf mit ihnen nicht diskutieren, dachte er. Man kommt immer als Verlierer heraus. Logik ist Wachs in ihren Händen. Man soll handeln, fertig.

»So meinte ich das nicht«, sagte er. »Da fragst du besser deinen Spezialisten.«

»Willst du schon gehen?« fragte sie.

»Ich muß.«

»Warum bleibst du nicht noch?«

»Ich muß zur Klinik zurück.«

Sie nahm seine Hand und sah zu ihm auf. »Du sagtest vorhin, du wärest fertig in der Klinik, wenn du kämest.«

Er überlegte, ob er ihr sagen sollte, er käme nicht wieder. Aber es war genug für heute. Es war genug für sie und ihn. Das hatte sie immerhin verhindert. Aber es würde von selbst kommen. »Bleib hier, Ravic«, sagte sie.

»Ich kann nicht.«

Sie stand auf und lehnte sich dicht an ihn. Das auch noch, dachte er. Das alte Spiel. Billig und erprobt. Sie läßt nichts aus. Aber wer will von einer Katze verlangen, daß sie Gras frißt? Er machte sich los. »Ich muß. In der Klinik liegt ein Mann und stirbt.«

»Ärzte haben immer gute Gründe«, sagte sie langsam und sah ihn an.

»Wie Frauen, Joan. Wir verwalten den Tod und ihr die Liebe. Darin sind alle Gründe und alles Recht der Welt.«

Sie antwortete nicht.

»Wir haben auch gute Mägen«, sagte Ravic. Wir brauchen sie. Sonst könnten wir es nicht. Wo andere ohnmächtig werden, da fangen wir an, uns zu beleben. Adieu, Joan.«

»Du kommst wieder, Ravic?«

»Denk nicht darüber nach. Nimm dir deine Zeit. Du wirst es selbst herausfinden.«

Er ging rasch zur Tür und blickte sich nicht mehr um. Sie folgte ihm nicht. Aber er wußte, daß sie ihm nachsah. Er fühlte sich sonderbar taub — als ginge er unter Wasser.

22

Der Schrei kam aus dem Fenster der Familie Goldberg. Ravic horchte einen Augenblick. Es schien ihm ziemlich unmöglich, daß der alte Goldberg seiner Frau etwas an den Kopf geworfen oder sie geschlagen hatte. Er hörte auch nichts weiter. Nur ein Rennen, dann ein aufgeregtes Gespräch im Zimmer des Emigranten Wiesenhoff und Türenklappen.

Gleich darauf klopfte es an seiner Tür, und die Proprietaire stürzte herein. »Rasch — rasch — Monsieur Goldberg...«

»Was?«

»Erhängt. Am Fenster. Rasch...«

Ravic warf sein Buch weg. »Ist Polizei da?«

»Natürlich nicht. Sonst hätte ich Sie nicht gerufen! Sie hat ihn gerade erst gefunden.«

Ravic lief die Treppen mit ihr herunter. »Hat man ihn abgeschnitten?«

»Noch nicht. Sie halten ihn...«

In dem dämmrigen Zimmer stand eine dunkle Gruppe am Fenster. Ruth Goldberg, der Emgirant Wiesenhoff und noch jemand. Ravic drehte das Licht an. Wiesenhoff und Ruth Goldberg hatten den alten Goldberg in den Armen wie eine Puppe, und der dritte Mann versuchte nervös, den Knoten einer Krawatte zu lösen, die am Fenstergriff befestigt war.

»Schneiden Sie ihn ab...«

»Wir haben kein Messer hier«, schrie Ruth Goldberg.

Ravic holte eine Schere aus seiner Tasche und schnitt. Die Krawatte war aus dicker, schwerer, glatter Seide, und es dauerte ein paar Sekunden, ehe sie durchschnitten war. Ravic hatte Goldbergs Gesicht dabei dicht vor sich. Die herausgequollenen Augen, den offenen Mund, den dünnen, grauen Bart, die offene Zunge, die dunkelgrüne Krawatte mit weißen Punkten, die tief in den schrumpelig geblähten Hals einschnitt. — Der Körper schwankte leicht in den Armen Wiesenhoffs und Ruth Goldbergs, als wiege er sich in einem schrecklichen, erstarrten Gelächter lautlos hin und her.

Ruth Goldbergs Gesicht war rot und tränenüberströmt, und neben ihr schwitzte Wiesenhoff unter der Last des Körpers, der schwerer war als je im Leben. Zwei nasse, entsetzte, stöhnende Gesichter und darüber, schweigend, der sanft rollende Kopf, ins Jenseits grinsend, der, als Ravic die Krawatte durchschnitt, gegen Ruth Goldberg fiel, so daß sie mit einem Schrei zurückfuhr, die Arme losließ und der Körper mit schlenkernden Armen zur Seite rutschte und ihr mit einer grotesk clownhaften Bewegung zu folgen schien.

Ravic fing ihn auf und legte ihn mit Wiesenhoffs Hilfe auf den Fußboden. Er löste die Krawattenschlinge und begann die Untersuchung.

»Ins Kino«, plapperte Ruth Goldberg. »Ins Kino hat er mich geschickt. ›Ruthchen‹, hat er gesagt, ›du hast so wenig Unterhaltung; warum gehst du nicht mal ins Théâtre Courcelles, sie spielen da einen Garbo-Film, die Königin Christine; warum siehst du ihn dir nicht mal an? Nimm einen guten Platz, nimm Fauteuil oder nimm Loge; sieh es dir an, zwei Stunden ’raus aus der Misere ist auch schon was‹, ruhig und freundlich hat er es gesagt und mir die Backen getätschelt, ›und nachher ißt du ein Schokoladen- und Vanilleeis vor der Konditorei am Parc Monceau, tu dir mal was zugute, Ruthchen‹, hat er gesagt, und ich bin gegangen, und als ich zurückgekommen bin, da...«

Ravic stand auf. Ruth Goldberg brach ab. »Er muß es gleich gemacht haben, nachdem Sie gegangen sind«, sagte er.

Sie hielt die Fäuste vor den Mund. »Ist er...«

»Wir werden noch etwas versuchen. Künstliche Atmung zunächst. Verstehen Sie etwas davon?« fragte Ravic Wiesenhoff .

»Nein. Nicht viel. Etwas.«

»Passen Sie auf.«

Ravic nahm die Arme Goldbergs, zog sie zurück bis zum Boden, preßte sie dann vorwärts bis zur Brust, und zurück, und wieder vorwärts. Goldbergs Kehle begann zu rasseln. »Er lebt!« schrie die Frau.

»Nein. Das ist die zusammengedrückte Luft röhre.«

Ravic machte die Bewegung noch ein paarmal vor. »So, probieren Sie es jetzt«, sagte er zu Wiesenhoff .

Wiesenhoff kniete zögernd hinter Goldberg nieder.

»Los«, sagte Ravic ungeduldig. »Nehmen Sie die Handgelenke oder besser die Unterarme.«

Wiesenhoff schwitzte. »Stärker«, sagte Ravic. »Pressen Sie alle Luft aus den Lungen.«

Er wandte sich an die Wirtin. Inzwischen waren mehr Leute ins Zimmer gekommen. Er winkte der Wirtin, herauszukommen. »Er ist tot«, sagte er auf dem Korridor. »Das drinnen ist Unsinn. Ein Rituell, das gemacht werden muß, sonst nichts. Es wäre ein Wunder, wenn es noch irgendwas nützte.«

»Was sollen wir machen?«

»Das Übliche.«

»Rettungsstation? Erste Hilfe? Das heißt zehn Minuten später die Polizei.«

»Die Polizei müssen Sie ohnehin anrufen. Hatten die Goldbergs Papiere?« — »Ja. Gute. Paß und Carte d’Identité.«

»Wiesenhoff ?«

»Aufenthaltserlaubnis. Verlängertes Visum.«

»Gut. Dann sind sie in Ordnung. Sagen Sie beiden, nicht zu erwähnen, daß ich da war. Sie ist nach Hause gekommen, hat ihn gefunden, geschrien, Wiesenhoff hat ihn abgeschnitten und hat künstliche Atmung versucht, bis die Ambulanz kam. Können Sie das?«

Die Wirtin sah ihn mit ihren Vogelaugen an. »Natürlich. Ich werde ohnehin dabeibleiben, wenn die Polizei kommt. Ich werde schon aufpassen.«

»Gut.«

Sie gingen zurück. Wiesenhoff war über Goldberg gebeugt und arbeitete. Es wirkte einen Moment, als machten beide Freiübungen auf dem Boden. Die Wirtin blieb an der Tür stehen. »Mes Dames et Messieurs«, sagte sie. »Ich muß die Rettungsstation anrufen. Der Sanitäter oder Arzt, der von dort mitkommt, wird dann die Polizei sofort benachrichtigen müssen. Sie wird spätestens in einer halben Stunde hier sein. Wer von Ihnen keine Papiere hat, packt besser sofort seine Sachen, zum wenigsten das, was offen herumliegt, bringt es in die Katakombe und bleibt unten. Es ist möglich, daß die Polizei die Zimmer nachsieht oder nach Zeugen fragt.«

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