Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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Der Mann erhob sich gehorsam. Abwesend bürstete er die Knie seiner Hose vom Staub ab. Ravic sah sein Gesicht. Tränen! Auch das noch! »Ich wollte es nicht, mein Herr! Ich schwöre es Ihnen, ich wollte sie nicht treffen; ich wollte es nicht, ein Zufall, ein blinder, unglücklicher Zufall!«
Ravic würgte der Magen. Blinder Zufall! Gleich würde er in Jamben reden. »Das weiß ich. Gehen Sie jetzt hinunter, und warten Sie auf die Ambulanz.«
Der Mann wollte etwas sagen. »Gehen Sie!« sagte Ravic. »Halten Sie den verdammten Fahrstuhl bereit. Gott weiß, wie wir die Bahre hinunterbringen werden.«
»Du wirst mir helfen, Ravic«, sagte Joan schläfrig.
»Ja«, sagte er ohne jede Hoffnung.
»Du bist da. Ich bin immer ruhig, wenn du da bist.«
Das verschmierte Gesicht lächelte. Der Clown grinste, die Hure lächelte mühsam.
»Bebée, ich wollte nicht...«, sagte der Mann von der Tür.
»’raus«, sagte Ravic. »Verdammt, so gehen Sie doch!«
Joan lag eine Weile still. Dann öffnete sie die Augen. »Er ist ein Idiot«, sagte sie überraschend klar. »Natürlich wollte er es nicht — das arme Lamm —, wollte nur großtun.« Ein sonderbarer, fast verschmitzter Ausdruck kam in ihre Augen. »Ich habe es auch nie geglaubt — habe ihn... geärgert damit...«
»Du mußt nicht sprechen.«
»Geärgert.« Die Augen schlossen sich zu einem Spalt. »Das bin ich nun, Ravic... mein Leben... wollte nicht treffen... trifft... und...«
Die Augen schlossen sich ganz. Das Lächeln erlosch. Ravic horchte nach der Tür.
»Wir können die Bahre nicht in den Aufzug ’reinbringen. Er ist zu schmal. Höchstens halb stehend.«
»Können Sie sie um die Treppenaufsätze herumbringen?«
Der Träger ging hinaus. »Vielleicht. Wir müssen sie hoch anheben. Besser, wir schnallen sie fest.«
Sie schnallten sie fest. Joan schlief halb. Manchmal stöhnte sie. Die Träger verließen die Wohnung.
»Haben Sie einen Schlüssel?« fragte Ravic den Schauspieler.
»Ich... nein... warum?«
»Um die Wohnung abzuschließen.«
»Nein. Aber da ist ein Schlüssel irgendwo.«
»Suchen Sie ihn und schließen Sie ab.« Die Träger arbeiteten am ersten Treppenaufsatz. »Nehmen Sie den Revolver mit heraus. Sie können ihn draußen wegwerfen.«
»Ich... ich werde... mich der Polizei stellen. Ist sie gefährlich verletzt?«
»Ja.«
Der Mann begann zu schwitzen. Das Wasser drang so plötzlich durch seine Poren, als wäre unter seiner Haut nichts anderes.
Er ging in die Wohnung zurück.
Ravic folgte den Trägern mit der Bahre. Das Haus hatte eine elektrische Beleuchtung, die nur drei Minuten anhielt und dann erlosch. Auf jeder Etage befand sich ein Knopf, um sie wieder in Betrieb zu setzen. Die Träger kamen die halben Treppen ziemlich gut hinunter. Die Drehungen waren schwierig. Sie mußten die Bahre hoch über die Köpfe und über das Geländer heben, um herumzukommen. Die Schatten schwankten riesig an den Wänden. Wann war das nur so gewesen? Irgendwo war das schon einmal so gewesen — dachte Ravic verstört. Dann fiel es ihm ein. Mit Raczinsky, damals im Anfang.
Türen öffneten sich, während die Träger sich zuriefen und die Bahre Stücke Mörtel aus den Wänden riß. Neugierige Gesichter erschienen in den Spalten, Pyjamas, zerzauste Haare, aufgequollene Schlafgesichter, Schlafröcke, purpurn, giftgrün, mit tropischen Blumen...
Das Licht erlosch wieder. Die Träger knurrten in der Dunkelheit und hielten inne. »Licht!«
Ravic suchte nach dem Knopf. Er faßte in eine Brust, roch einen faulen Atem, etwas strich um seine Beine. Das Licht flammte wieder auf. Eine Frau mit gelben Haaren starrte ihn an. Ihr Gesicht hing in fettigen Falten, Cold-cream glänzte, und mit der Hand hielt sie einen Crêpe-de-Chine-Morgenrock mit tausend koketten Rüschen zusammen. Sie sah aus wie eine fettige Bulldogge in einem Spitzenbett. »Tot?« fragte sie mit glitzernden Augen.
»Nein.« Ravic ging weiter. Etwas quietschte, fauchte. Eine Katze sprang zurück. »Fifi!« Die Frau bückte sich, die schweren Knie weit gespreizt. »Mein Gott, Fifi, hat man dich getreten?«
Ravic ging die Treppen hinunter. Unter ihm schwankte die Bahre. Er sah Joans Kopf, der sich mit den Bewegungen der Träger bewegte. Er konnte ihre Augen nicht sehen.
Der letzte Absatz. Das Licht erlosch wieder. Ravic lief die letzte Treppe wieder hinauf, den Knopf zu finden. In diesem Augenblick surrte der Aufzug, und hell erleuchtet in der Dunkelheit, als käme er vom Himmel, surrte der Fahrstuhl hernieder. In dem offenen, vergoldeten Drahtkorb stand der Schauspieler. Er glitt lautlos, unaufhaltsam hernieder, vorbei an Ravic, vorbei an der Bahre, wie eine Erscheinung. Er hatte den Fahrstuhl oben gefunden und ihn benutzt, um schneller nachzukommen. Es war vernünftig, aber es wirkte geisterhaft und entsetzlich lächerlich.
Ravic blickte auf. Das Zittern war vorbei. Die Hände fühlten sich nicht mehr schweißig unter den Gummihandschuhen an. Er hatte sie zweimal gewechselt.
Veber stand ihm gegenüber. »Wenn Sie wollen, Ravic, rufen Sie Marteau herüber. Er kann in fünfzehn Minuten hier sein. Sie können assistieren, und er kann es machen.«
»Nein. Zu spät. Ich könnte es auch nicht. Zusehen noch weniger als dieses.«
Ravic holte Atem. Er war jetzt ruhig. Er begann zu arbeiten. Die Haut. Weiß. Haut wie jede, sagte er sich. Joans Haut. Haut wie jede.
Blut. Joans Blut. Blut wie jedes. Tupfer. Der gerissene Muskel. Tupfer. Vorsicht. Weiter. Ein Fetzen Silberbrokat. Fäden.Weiter. Der Wundkanal. Splitter.Weiter. Der Kanal, führend, führend...
Ravic fühlte seine Stirn leer werden. Er richtete sich langsam auf. »Da, sehen Sie — der siebente Wirbel...«
Veber beugte sich über die Wunde. »Das sieht schlecht aus.«
»Nicht schlecht. Hoffnungslos. Da ist nichts zu tun.«
Ravic sah auf seine Hände. Sie bewegten sich unter den Gummihandschuhen. Es waren starke Hände, gute Hände, sie hatten Tausende Male geschnitten und zerrissene Körper wieder zusammengenäht; oft war es geglückt und manchmal nicht, und einige Male hatten sie fast Unmögliches möglich gemacht, die eine Chance unter hundert — aber jetzt, jetzt, wo alles daran lag, waren sie hilflos.
Er konnte nichts tun. Niemand konnte etwas tun. Hier war nichts zu operieren. Er stand da und starrte auf die rote Öffnung. Er konnte Marteau anrufen lassen. Marteau würde dasselbe sagen.
»Ist nichts zu tun?« fragte Veber.
»Nichts. Ich würde es nur verkürzen. Schwächen. Sie sehen, wo das Geschoß sitzt. Ich kann es nicht einmal entfernen.«
»Puls flattert, steigt — hundertdreißig...«, sagte Eugenie hinter dem Schirm.
Die Wunde wurde einen Schatten grauer, als wehe ein Hauch Dunkelheit darüber. Ravic hatte die Koffeinspritze schon in der Hand. »Coramin! Rasch! Aufhören mit der Narkose!«
Er machte die zweite Spritze. »Wie ist es jetzt?«
»Unverändert.«
Das Blut hatte noch immer den bleiernen Schein. »Halten Sie eine Adrenalinspritze bereit und den Sauerstoffapparat!«
Das Blut wurde dunkler. Es war, als zögen draußen Wolken und würfen ihre Schatten vorüber. Als stünde jemand vor den Fenstern und zöge die Vorhänge zu. »Blut«, sagte Ravic verzweifeit. »Wir brauchen eine Blutübertragung. Aber ich weiß die Blutgruppe nicht.« Der Apparat begann wieder zu arbeiten. »Nichts? Was ist es? Nichts?«
»Puls fällt. Hundertzwanzig. Sehr weich.«
Das Leben kam zurück. »Jetzt? Besser?«
»Dasselbe.«
Er wartete. »Jetzt? Besser?«
»Besser. Regelmäßiger.«
Die Schatten wichen. Die Wundränder verloren das Fahle. Das Blut war wieder Blut. Noch immer Blut. Der Apparat arbeitete. »Augenlider flattern«, sagte Eugenie. »Macht nichts. Kann aufwachen.« Ravic machte den Verband. »Wie ist der Puls?« »Regelmäßiger.« »Das war knapp«, sagte Veber. Ravic fühlte einen Druck auf seinen Augenlidern. Es war Schweiß. Dicke Tropfen. Er richtete sich auf. Der Apparat surrte. »Lassen wir ihn noch.«
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