Erich Maria Remarque - Der Weg zurück

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In den Schützengräben an der Westfront erleben Ernst Birkenholz, der Ich-Erzähler, und seine Kameraden das Ende des Ersten Weltkriegs, worauf sie sich auf den Weg nach Hause machen. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass sie nicht als Helden gefeiert werden, sondern dass von der Kriegsbegeisterung, mit der man sie Jahre zuvor in den Krieg „gelockt“ hat, nichts mehr übrig ist. Ein Großteil der Bevölkerung, unter anderem auch die Eltern und Ehefrauen von Ernst und seinen Kameraden, kann und will nicht anerkennen, dass die Jahre des Krieges die jungen Soldaten verändert und traumatisiert haben. Der Einstieg in das für die Soldaten ziel- und belanglose zivile Leben erscheint ihnen nach dem Leben im Schützengraben unmöglich. Die ehemaligen Soldaten fühlen sich immer weiter von der Gesellschaft ausgeschlossen und orientierungslos. Während einige sich als skrupellose Schieber aus der Not der Bevölkerung Kapital schlagen, enden andere im Irrenhaus, Gefängnis oder begehen Selbstmord. Ernst Birkenholz beendet sein durch den Krieg unterbrochenes Studium am Lehrerseminar und tritt eine Stelle als Lehrer in einem Dorf an, welche er jedoch bereits kurze Zeit später wieder kündigt, da ihn die Perspektive auf ein ewig gleichförmiges Leben abschreckt. Zu diesem Zeitpunkt tritt sein psychisches Trauma weiter in den Vordergrund was in einem Nervenzusammenbruch endet. Das Buch endet damit, dass der Protagonist erkennt, dass vieles durch den Krieg zerstört wurde, aber auch manches wieder aufzubauen und wieder gutzumachen ist.

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Ich antworte nicht, denn dieser farbige, wolkige Ausschnitt Leben erregt mich merkwürdig. Es ist etwas Unwirkliches darin, fast als träumte ich nur, hier auf der dunklen Straße im nassen Schneebrei zu stehen und dieses Bild durch den Türspalt zu sehen. Ich bin gebannt davon, ohne zu vergessen, daß da vermutlich nur eine Anzahl Schieber ihr Geld ausgibt — aber wir haben zu lange in dreckigen Erdlöchern gelegen, als daß nicht manchmal eine heftige und ganz irrsinnige Gier nach Luxus und Eleganz in uns aufspränge — denn Luxus ist Behütet- und Gepflegtsein —, und gerade das kennen wir ja überhaupt nicht.

«Na, Mann, wie ist das?«fragt Anton mich noch einmal,»ganz mollige Bettmiezen, was?«

Ich komme mir albern vor, aber ich kann im Moment nicht richtig antworten. Dieser ganze Ton, den ich nun schon jahrelang gedankenlos mitmache, erscheint mir mit einmal roh und widerlich. Zum Glück erstarrt Anton gerade in Haltung und Würde, weil ein Auto vorfährt. Ein schlankes Geschöpf steigt aus und geht durch die Tür, ein wenig vorgebeugt, den Pelz mit einer Hand auf der Brust gerafft, das Haar glänzend unter einem eng anliegenden goldenen Helm, die Knie dicht beieinander, mit schmalen Füßen und schmalem Gesicht. Mit leicht nachgebenden Gelenken schreitet es an mir vorüber, in einem matten, bitteren Duft — und plötzlich erfaßt mich ein rasender Wunsch, mit diesem Frauenkind durch die Drehtür zu den Tischen gehen zu können in die wohlige, behütete Atmosphäre der Farben und des Lichtes, sorglos schlendernd durch ein von Kellnern, Dienern und der Isolierschicht des Geldes eingefaßtes, mildes Dasein, ohne die Not und den Dreck, die seit Jahren unser tägliches Brot sind. Ich muß wohl sehr schuljungenhaft aussehen, denn Anton Demuth läßt ein Gelächter aus seinem Bart kollern und pufft mich mit schiefem Blick in die Seite.»Wenn sie auch in Samt und Seide gehen — im Bett ist das alles dasselbe.«

«Natürlich«, sage ich und setze einen schweinischen Witz darauf, damit er mir ja nicht anmerkt, was los ist.»Also bis eins, Anton!«»Pupille«, antwortet er würdig,»oder Bonßoahr, wie der Franzose sagt.«

Ich gehe weiter, die Hände tief in den Taschen. Der Schnee quatscht unter meinen Schuhen. Unwillig stoße ich ihn weg. Was könnte ich denn schon machen, wenn ich wirklich mit einer solchen Frau am Tisch säße? Ich könnte sie nur anstarren, weiter nichts. Noch nicht einmal essen könnte ich, ohne in Verlegenheit zu kommen. Wie schwierig muß das sein, denke ich, mit einem solchen Wesen den ganzen Tag zusammen zu sein. Immer aufpassen, immer aufpassen. Und erst des Nachts — da wüßte ich überhaupt nichts. Ich habe wohl schon was mit Frauen gehabt, aber das habe ich von Jupp und Valentin gelernt, und bei solchen Damen ist das sicher nicht richtig. —

Im Juni 1917 bin ich zum ersten Male bei einer Frau gewesen. Unsere Kompanie lag damals in Barackenquartieren, es war Mittag, und wir balgten uns auf der Wiese mit zwei jungen Hunden herum, die uns zugelaufen waren. Mit fliegenden Ohren und glänzendem Fell tobten die Tiere durch das hohe, sommerliche Gras, der Himmel war blau und der Krieg weit fort.

Da kam Jupp von der Schreibstube hergelaufen. Die Hunde rannten ihm entgegen und sprangen an ihm hoch. Er schüttelte sie ab und rief:»Befehl gekommen, heute abend müssen wir los!«Wir wußten, was das bedeutete. Seit Tagen grollte das Trommelfeuer der großen Offensive am westlichen Horizont, seit Tagen sahen wir abgekämpfte Regimenter zurückkehren, und wenn wir jemand davon fragten, antwortete er nur mit einer Handbewegung und blickte weiter starr geradeaus, seit Tagen rollten Wagen mit Verwundeten vor

über, seit Tagen schanzten wir Morgen für Morgen lange Reihengräber —.

Wir standen auf. Bethke und Weßling gingen zu ihren Tornistern, um Briefpapier herauszusuchen, Willy und Tjaden wanderten zur Gulaschkanone, und Franz Wagner und Jupp redeten mir zu, mit ihnen zum Puff zu gehen.

«Mensch, Ernst«, sagte Wagner,»du mußt doch auch mal eine Ahnung davon kriegen, was ein Weib ist! Wer weiß, ob wir nicht morgen alle schon hops sind, die sollen da ja einen Haufen neue Artillerie haben. Das wäre doch zu blödsinnig, wenn du als keusche Jungfrau in die Binsen hautest.«

Das Feldbordell lag in einer kleinen Stadt, ungefähr eine Stunde weit weg. Wir bekamen einen Ausweis und mußten ziemlich lange warten; denn es gingen noch andere Regimenter nach vorn, und da wollten viele noch schnell vom Leben mitnehmen, was sie konnten. In einer kleinen Stube mußten wir unsern Ausweis abgeben. Ein Sanitätsgefreiter untersuchte uns, ob wir gesund wären, dann bekamen wir einige Tropfen Protargol eingespritzt, und ein Feldwebel erklärte uns, es koste drei Mark und dürfe wegen des Andranges nicht länger als zehn Minuten dauern. Darauf stellten wir uns auf der Treppe an.

Die Reihe rückte langsam vorwärts. Oben klappten die Türen. Jedesmal kam einer heraus, und dann hieß es: der nächste.

«Wieviel Kühe sind da?«fragte Franz Wagner einen Pionier.»Drei«, erwiderte der,»aber aussuchen darfst du nicht. Es ist eine Lotterie — wenn du Schwein hast, schnappst du 'ne Großmutter.«

Mir wurde fast schlecht in dem muffigen Treppenaufgang, in dem die Hitze und der Dunst der ausgehungerten Soldaten brodelte. Ich hätte mich gerne gedrückt, denn mir war alle Neugier vergangen. Aber ich fürchtete mich davor, daß die anderen mich auslachen würden, deshalb wartete ich weiter.

Schließlich kam ich an die Reihe. Mein Vorgänger stolperte an mir vorbei, und ich trat in das Zimmer. Es war niedrig und dunkel und roch so sehr nach Karbol und Schweiß, daß es mir sonderbar erschien, vor dem Fenster die Äste einer Linde zu sehen, in deren frischem Laub Wind und Sonne wirbelten: so verbraucht war alles in dem Raum. Eine Schüssel mit rosa Wasser stand auf einem Stuhl, und in der Ecke war eine Art Feldbett, auf dem eine zerschlissene Decke lag. Die Frau war dick und trug ein durchsichtiges, kurzes Hemd. Sie sah mich gar nicht an, sondern legte sich gleich hin. Erst als ich nicht kam, blickte sie ungeduldig auf; dann erschien ein Zug des Verstehens auf ihrem schwammigen Gesicht. Sie sah, daß ich noch ganz jung war. Ich konnte einfach nicht, ein Schauder ergriff mich und ein würgender Ekel. Die Frau machte ein paar Gesten, um mich aufzurütteln, plumpe, widerliche Gesten, sie wollte mich heranziehen und lächelte sogar dabei, süßlich und geziert, man hätte Mitleid mit ihr haben können, denn sie war ja schließlich nur eine armselige Armeematratze, die jeden Tag zwanzig, dreißig Kerle und mehr aushalten mußte — aber ich legte ihr das Geld hin und ging rasch wieder fort, die Treppe hinunter.

Jupp zwinkerte mir zu.»Wie war's?«

«Sache«, antwortete ich wie ein alter Fachmann, und wir wollten fortgehen. Aber wir mußten erst wieder bei dem Sanitätsgefreiten vorbei und bekamen eine neue Protargoleinspritzung.

Das ist nun die Liebe, dachte ich verzweifelt und matt, als wir unsere Sachen packten, das ist nun die Liebe, von der alle meine Bücher zu Hause voll waren, und von der ich so vieles erwartet hatte in den unbestimmten Träumen meiner Jugend! Ich rollte meinen Mantel und packte meine Zeltbahn, ich empfing Munition, und dann marschierten wir, ich war schweigend und traurig und dachte daran, daß nun von all den hochfliegenden Träumen vom Leben und von der Liebe nichts übriggeblieben war als ein Gewehr und eine fette Dirne und das dumpfe Grollen am Horizont, in das wir langsam hineinmarschierten. Es wurde finster darüber, die Gräben kamen und der Tod, Franz Wagner fiel in dieser Nacht, und wir verloren außerdem noch dreiundzwanzig Mann.

Von den Bäumen sprüht der Regen, und ich schlage den Kragen hoch. Oft habe ich jetzt Sehnsucht nach Zärtlichkeit, nach scheuen Worten, nach schwingenden, weiten Gefühlen; ich möchte heraus aus der entsetzlichen Eindeutigkeit der letzten Jahre. Aber wie würde es werden, wenn es wirklich gelänge — wenn es wieder zusammenkäme, das Weiche und Weite von früher, wenn wirklich jemand gut zu mir sein wollte, eine schmale, zarte Frau, wie die mit dem Goldhelm und den weichen Gelenken — wie würde es werden, selbst wenn wirklich der Rausch eines blauen und silbernen Abends unendlich und selbstvergessen über uns herniederdämmerte —? Würde nicht das fette Bild der Dirne sich im letzten Augenblick dazwischenschieben, würden nicht die Stimmen meiner Kasernenhofunteroffiziere plötzlich ihre Schweinereien dazwischen wiehern, würden nicht Erinnerungen, Gesprächsfetzen, Kommißdeutlichkeiten jedes reine Gefühl zerfetzen und durchlöchern? Wir sind noch fast keusch, aber unsere Phantasie ist zersetzt worden, ohne daß wir es gemerkt haben, und bevor wir noch von der Liebe etwas wußten, wurden wir schon reihenweise öffentlich auf Geschlechtskrankheiten untersucht. Das Atemlose, Ungestüme, der Wind, das Dunkle, die Frage — alles was da war, wenn wir als Sechzehnjährige hinter Adele und den ändern Mädchen im flackernden Laternenwind herliefen —, es ist später nie mehr wiedergekommen, auch wenn ich nicht bei einer Dirne war und glaubte, es sei anders, und die Frau sich festkrallte und die Gier mich schüttelte. Nachher war ich immer traurig.

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